Beiträge von Anna Lisa

    Können sie ja gerne tun, nur soll es dann am Ende auch für uns handhabbar bleiben. Aktuell habe ich wieder ein Problem mit drei Schülern. Sie waren im Februar bzw. März zu den Klassenarbeitsterminen krank. Eine selbstgeschriebene Entschuldigung oder gar ein Attest haben sie bis einschließlich letzte Woche nicht eingereicht. Entsprechend habe ich sie auch nicht nachschreiben lassen, zumal ja nicht einmal eine Entschuldigung vorlag. Gestern haben sie dann beim Klassenlehrer die Entschuldigungen eingereicht. Da der Kollege sehr weichherzig ist, hat er die Entschuldigungen auch akzeptiert. In der Folge standen die Schüler heute Morgen bei mir mit der Forderung, daß ich ihnen für die Klassenarbeiten, die sie nicht mitgeschrieben haben und nicht nachschreiben konnten, weil ich ihnen keinen Nachschreibtermin angeboten habe, jeweils die Note 1,0 mit 100% der Punkte haben wollten. Schließlich sei es mein Verschulden...

    Die Zeugniskonferenzen waren heute Nachmittag, so daß ich die Klassenarbeiten gar nicht mehr nachschreiben lassen konnte.

    So, wie handhabt man sowas jetzt rechtlich, wenn es um die dritte 5 und damit um die Versetzung/Nicht-Versetzung geht?

    Hhhhm. Bei uns gilt eine Entschuldigungsfrist von 14 Tagen. Damit wäre die Frist schon längst abgelaufen. So etwas solltest ihr bei euch auch einführen, dann habt ihr solche Probleme nicht mehr.

    Oder einfach nachschreiben lassen, wenn es kurz vor Notenschluss ist und dann, wenn bis zur Konferenz keine Entschuldigung vorliegt, mit 6 bewerten.

    Das muss natürlich im Vorfeld transparent kommuniziert werden. Aber man kann schon erwarten, dass man bei Fehlen in einer Klausur zeitnah eine Entschuldigung abgibt.

    Nö, wieso sollten sie. Wer wirklich ernsthaft krank ist und zum Arzt gehen muss, wird auch weiterhin eine Bescheinigung problemlos bekommen, wie bisher. Wer aus anderen Gründen den letzten Schultag verpassen möchte wird es halt etwas schwerer haben, das entschuldigt zu schaffen.

    Hhhhm. Man kann auch ernsthaft krank sein und NICHT zum Arzt müssen. Z.B. bei einem Magen-Darm-Infekt. Damit kann ich auf gar keinen Fall in die Schule. Aber beim Arzt war ich damit noch nie. Wieso auch? Was sollte der machen? Und wie soll ich überhaupt dorthin kommen? Und dann in der Praxis? Alles vollk.....? Die Toilette infizieren? Alle anderen Patienten anstecken? Und wofür?

    Das einfachste Szenario dazu ist eine unzureichende oder verspätete Gesamtabrechnung, die die Verwendung der eingenommenen Gelder nicht hinreichend transparent belegt (u.a. auch Nebenkosten für Ausflüge u.ä.). Dem kann man durch genügend Sorgfalt entgehen. Wenn ich aber teilweise die Reisekostenabrechnungen von Lehrkräften sehe, dann stellt sich mir die Frage, wie fit die einzelnen wirklich in der Erstellung sauberer Abrechnungen sind.

    Wesentlich schwieriger, dafür aber seltener, ist das Szenario der Kontenpfändung. Wie ich weiter oben schon einmal aufgeführt hatte, sind die "Klassenkonten", die u.a. die Sparkasse anbietet, laut Vertragsbedingungen ganz normale Privatgirokonten und gerade keine Anderkonten. Damit sind Gelder auf diesen grundsätzlich auch durch Gläubiger pfändbar. Dann ist man aber vermutlich eher bei der Veruntreuung nach §266 StGB.

    Zu diesen strafrechtlichen Aspekten kommt auch ein zivilrechtliches Problem dazu: Nicht selten gibt es Elternteile mit nicht so guter Zahlungsdisziplin. Es kommt durchaus vor, dass zu einem Stichtag, an dem der Reiseveranstalter sein Geld möchte, noch gar nicht genügend Geld eingezahlt wurde. Wie gehst du als Lehrkraft jetzt damit um? Gehst du selbst privat in Vorleistung und forderst von den Eltern das Geld zurück (PS: auf welcher Grundlage eigentlich? Es gibt keine Vertrag zwischen euch.) Oder zahlst du einfach nicht an den Veranstalter und riskierst damit die Fahrt?

    Also das mit der korrekten Abrechnung stellt für mich kein Problem dar. Kriege ich alles transparent hin.

    Im Übrigen muss ich ja doch bei einem Schulkonto genauso transparent abrechnen. Wo ist da der Unterschied???

    Mein Konto ist und war zu keiner Zeit pfändungsgefährdet. Wüsste auch nicht, wie ich das hinkriegen sollte. Also wäre das kein Grund, kein privates Konto zu nutzen.

    Und das Problem mit den nicht zahlenden Eltern hast du ebenfalls genauso mit einem Schulkonto. Selbst wenn du bar einsammelst, bleibt das Problem bestehen.

    Überweisungen müssten vom Schulkonto ganz gut klappen.

    Wer verwaltet das?

    Folgendes Szenario:

    Klasse 9 a-f, insgesamt 180 Schüler, fahren in der Projektwoche auf Klassenfahrt.

    Klasse 6 a-f ebenso.

    Ebenso fährt die Stufe Q1 auf Studienfahrt (insgesamt 120 Schüler).

    Klasse 5 a -f, 7 a-f, 8 a-f, 10 a-f, die EF und Q2 machen in diesem Zeitraum diverse Ausflüge, wofür natürlich von den Klassenlehrern auch Geld eingesammelt wird.

    Frage 1: Wer hält nach, welcher der 1300 Schüler bereits bezahlt hat und wer nicht?

    Frage 2: Wer tätigt all die vielen Überweisungen an Busunternehmer / Jugendherbergen / Reiseveranstalter / Ausflugsziele etc.?

    Frage 3: Wer zahlt den Lehrern evtl Bargeld aus, damit sie davon an Tag X z.B. Busfahrkarten kaufen können?
    Vorher in bar lagern ist keine Option.

    To be continued.......

    Wenn unsere Schulleitung all das täte, hätte sie einen zweiten Vollzeitjob.

    Nein, also Schulkonto fällt definitiv aus, falls es nur 1 gibt, wo dann 40 Klassen und über 1000 Schüler alle einzahlen.

    Ich mache mit allen meinen Nachbarn nicht nur Smalltalk, sondern unterhalte mich sogar richtig mit ihnen. Und das gerne. Ich mag meine Nachbarschaft sehr! Ich hatte in fast 50 Jahren auch gottseidank noch nie so nervende Nachbarn.

    In unserer Reihe und der gegenüber wird auch regelmäßig zusammen gefeiert, wir treffen uns, gratulieren uns zu entsprechenden Gelegenheiten etc.

    Wenn ich mich aber 8 Stunden lang in meinem Arbeitszimmer verbarrikadiere, kommt keiner von denen vorbei und stört mich.

    Was habt ihr bloß alle für schreckliche Nachbarschaften;(

    ja, klar, wenn die TZ-Kolleg*innen eben dies können und anbieten, ist es doch kein Problem.
    Aber je weniger Menschen diese Stunden als "möglich" in ihrem Stundenplan "angeben" (oder gesetzt sind), desto schwieriger ist ein Stundenplan.
    Und nein, viele Stundenpläne können nicht kompakt sein. (wobei ICH persönlich keine Lust und Kraft für (fast) jeden Tag 6 Stunden am Stück. Das ist aber eine Typsache, weswegen ich 1) am Schulort wohne, 2) mich flexibel organisiere, und 3) mir auch Sachen sehr schön reden kann (also, ich kann auch gut schwarz malen, aber wenn ich 5 mal zur ersten Stunde darf und davon ist 3 mal ein LK, dann weiß ich es sehr zu schätzen und bin dankbar dafür).

    Nein. Und das ist eben der Punkt. Viele können es nicht. Sie bieten es auch nicht an. Und müssen trotzdem!!!!!

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