Ich finde eine wie auch immer geartete Erfassung der Arbeitszeit wichtig. Die Schule, die ich gerade verlassen habe, konferiert sich dumm und dämlich. LKs immer bis 18 oder 19h, Fachkonferenzen dürfen erst abends beginnen, über die letzten Jahre kamen schleichend nicht nur häufigere Taktungen dazu, sondern auch komplett neue Konferenzanlässe. Tag der offenen Tür wird nicht mehr durch einen Ausgleichstag entlastet (die Vorbereitung des immer aufgeblaseneren Programms sowieso nicht), es gibt einen ebenfalls unentlasteten zusätzlichen Elternsprechtag für die jüngeren Jahrgangsstufen, plötzlich taucht verbindlich ein zusätzlicher Elternabend im Kalender auf, und ab nächstem Jahr gilt in der letzten Sommerferienwoche nicht mehr nur telefonische Rufbereitschaft. sondern es wird wohl irgendwas in Präsenz kommen. Ich finde hochgradig problematisch, wie einfach in Schulen über Zeit verfügt werden kann und zusätzliche Termine angesetzt werden können, die nirgends erfasst werden und mit dem Verweis auf Ausgleich in den Ferien als pauschal abgegolten gelten. Auch kann es nicht sein, dass es leider persönliches Pech ist,ob man eine "pflegeleichte" Klasse bekommt oder ständig Gespräche mit Eltern, Schulsozialarbeitern usw. anfallen.
Ich denke, es geht nicht um die Erfassung von 4 Minuten dienstlichen Gedanken, sondern ich würde schon die Erfassung der klar und recht einfach erfassbaren Zusatztermine als Fortschritt empfinden. Und beim häuslichen Rest ließen sich problemlos die gleichen Erfassungsmechanismen anwenden, wie es Millionen Leute im Homeoffice tun.
Dann würde man wahrscheinlich auch feststellen, dass es für Teilzeitkräfte nicht möglich ist, an allen dieser Veranstaltungen im vollen Umfang teilzunehmen, ohne die Arbeitszeit erheblich zu überschreiten. Es reicht eben nicht aus, nur die Unterrichtsstunden zu kürzen.