Beiträge von Anna Lisa

    Was für Fächer unterrichtest du denn? Sind die besonders aufwändig - also aufwändiger als andere?

    Du bist doch nicht nur in der Sek II eingesetzt, oder? Dann musst du den Ausgleich in der Sek I suchen, wo die Vorbereitung deutlich weniger aufwändig ist und wo es auch Bücher gibt.

    Liebe Julia,

    die Fahrzeit zur Schule ist dein Privatvergnügen und darf NICHT auf die Arbeitszeit angerechnet werden. Du könntest ja auch in der Schule auf die Konferenz warten und sparst dir somit eine Anfahrt.

    Warum machst du so ein Problem aus allem? Das Elterngespräch kann man auch im Zweifelsfalls auf 5-10 Minuten begrenzen und wenn das Elternteil noch weiteren Gesprächsbedarf hat, macht man einen Termin in 1-2 Wochen aus, wo der Klausurstapel dann abgearbeitet ist. Erst mal das, was brennt, also Eltern basis-mäßig "abarbeiten". Unterricht wird so vorbereitet, dass du am nächsten Tag irgendwie klar kommst, in Klausurhochzeiten dann eben auch mal "Buch Seite 17 Nr. 3", das geht doch in 5 Minuten.

    Wenn du gerade keine Klausuren, Elterngespräche etc. hast, dann wird Unterricht sorgfältig vorbereitet und es kann auch gut vorgearbeitet werden.

    Und: Klar, in manchen Wochen fallen dann auch mal enorm viele Überstunden an. Aber: Wir alle haben 6 Wochen zusätzliche Ferien, um diese dann abzufeiern!!! Wenn du mehr Überstunden machst, als du in 6 Wochen Ferien abfeiern könntest, dann solltest du grundsätzlich deine Arbeitsweise überdenken. Bei mir kam das immer hin mit dem Ausgleich, auch wenn es sich oft ganz anders anfühlt. Führ doch mal Buch über deine tatsächliche Arbeitszeit (OHNE Fahrzeit!!!).

    Das mit der Freiwilligkeit in NRW ist ja so eine Sache: Ganz frisch gibt es jetzt einen Erlass, dass Risikogruppenangehörige, Schwangere und Stillende verpflichtet sind, an mündlichen Prüfungen teilzunehmen.

    Das ist nach wie vor der falsche Begriff für Stunden, in denen man eine Anwesenheitspflicht hat.

    Wenn sie wirklich Anwesenheitspflicht hat (was ja erst mal überprüft werden muss), dann gilt das selbstverständlich als Arbeitszeit. Dann würde ich aber wie schon oben beschrieben verfahren: Zuallererst meine Korrekturen und Vorbereitungen erledigen, so dass zu Hause dann nur noch wenig anfällt. Dann erst den Kolleginnen helfen.

    Wenn du Kolleginnen hilfst, würde ich aber auch umgekehrt Hilfe von denen erwarten und dann gleicht es sich wieder aus und dann stellt sich ja die Frage, ob es nicht besser sei, jeder korrigiert die Sachen von seinen eigenen Schülern, um einen besseren Überblick zu bekommen, weil man das besser einschätzten kann etc..???

    Du hast also jeden Tag eine Arbeitszeit von 4.45. Das ist doch vollkommen okay für eine Vollzeitstelle. Da wäre ja zu Hause immer noch genügend Zeit vorzubereiten, zumal du ja gar nicht so viele Unterrichtsstunden hast.

    Normalerweise müsstest du ja, wenn du 8 Stunden arbeitest, 30 Minuten verpflichtende Pause machen, d.h. du wärst bei einem Arbeitsbeginn um 7.45 Uhr bis 16.15 Uhr auf deiner Arbeitsstelle. Das bedeutet, dass dir bei diesem Stundenplan immer noch 1.45 Stunden bis zur Vollzeit fehlen, die du ja zu Hause nach Belieben nutzen kannst.

    Ich verstehe aber, dass du dich ärgerst. Freistunden sind immer extrem blöd und vor allem, wenn es nur dich trifft. Da hilft wohl nur, das anzusprechen.

    Was passiert denn an eurer Schule zwischen 11- 13 Uhr? Desinfizierung?

    Das Problem ist wohl viel eher, dass die Eltern dich dann in zig Elterngespräche in die Schule zwingen & du dann immer Fahrzeiten hast. Dann rückt man lieber seine E-Mail-Adresse und Telefonnummer heraus.

    Das Problem verstehe ich und habe auch schon oft so gedacht. Andererseits: ich arbeite Teilzeit aus gutem Grund und irgendwann ist dann meine Arbeitszeit einfach vorbei. Ich bleibe gerne länger nach dem Unterricht für ein Gespräch, in ganz besonderen Ausnahmefällen akzeptiere ich auch Freistunden dafür, aber ich fahre ganz sicher nicht 2x an einem Tag in die Schule dafür - einfache Fahrzeit 45 Minuten! Die Ausnahme bildet der Elternsprechtag.

    Wie ich es löse: Ich (!) rufe die Eltern von zu Hause zurück, und zwar mit unterdrückter Nummer. So kann ich doch fast alles vom heimischen Schreibtisch aus lösen.

    Also ich kann dir versichern: Die Hürde, eine Mail zu SCHREIBEN, ist auch bei Eltern ENORM hoch! Da kann ich gerne beliebig private Email-Adressen rausgeben, von Belästigung bin ich da WEIT entfernt!

    Ich glaube, vor Corona habe ich in meiner ganzen 15-jährigen Schulzeit keine 10 Mails von Eltern bekommen...….

    Kommt wahrscheinlich drauf an, ob man am Gymnasium arbeitet oder an einer Grundschule mit Helikoptereltern etc...…

    Was natürlich Mist ist - ohne Frage!

    Sollte sich jetzt auch noch einmal zeigen und man lernt hoffentlich draus.

    Aber, wenn ich keine dienstliche hätte, würde ich mir doch eine anlegen. Also eine Mail-Adresse nur für die Schule.

    Genau. Ist ja auch einfach bei den vielen Gratis-Anbietern.

    Per Dienstmail z.B. die ist öffentlich. Oder über die Schülerkladde um einen Gesprächstermin oder einen Rückruf bitten. Oder im Sekretariat um einen Rückruf bitten. Meine Privatnummer bleibt definitiv privat, dann brauche ich auch keine Geheimnummer.

    Alles Gründe, warum man das Präsenzunterrichten gleich sein lassen kann. Es ist das Infektionsrisiko einfach nicht wert.

    Dann lieber ein Ausbau des Online -Unterrichts.

    Staat stellt bedürftigen SuS Endgeräte, Lehrer bekommen ebenfalls Dienstgeräte oder eine finanzielle Aufwandsentschädigung für die Nutzung der eigenen Geräte. Dann wird ein offizielles Programm empfohlen (ob das jetzt zoom oder sonstwas ist, hauptsache eines für alle) und die Teilnahme am Online-Unterricht verpflichtend.

    Es besteht kein Infektionsrisiko, trotzdem kann man direkt mit den SuS auf Fragen eingehen usw.

    Ein Traum! SO (!) MÜSSTE es sein!!! Aber..... wovon träumst du denn sonst noch? ;)

    Ehrlich gesagt, würde ich niemals meine private Handy-Nummer an Eltern oder Schüler rausgeben. Das geht mir dann zu weit. Entweder die Schulleitung stellt mir eine Möglichkeit zur Verfügung, wo ich Material hochladen kann etc. oder es geht halt einfach nicht. Aber mein Privat-Handy ist Tabu.

    Schulschließungen werden zur Folge haben, dass Ärzte, Pflegepersonal, Polizei und Feuerwehr ein Betreuungsproblem bekommen und evtl ausfallen. Da rufe ich wieder auf, das Ganze zu sehen und nicht nur dich selbst und die eigene Panik.

    Wenn es noch schlimmer wird, wird bestimmt alles geschlossen. Derzeit sind ja auch Schulen zu, die mit Erkrankungsfällen.

    Es würde ja schon helfen, nur eine Notbetreuung für eben diese Fälle anzubieten. Wenn wirklich beide Eltern arbeiten müssen und kein Homeoffice machen können, dann können sie ihr Kind ja in die Schule schicken.

    Aber Schüler ab Klasse 7 können ja durchaus alleine zu Hause bleiben und wenn von allen anderen nur die Hälfte kommt, wäre ja schon mal viel gewonnen.

    Die Kindkranktage sind beschränkt, also das ist kein Argument. Das ist ja nicht so, dass man bei kleinen Kindern irgendwie 50 Tage zuhause bleibt.

    Richtig, Karl-Dieter. Umso wichtiger, dann Teilzeit zu arbeiten, denn die 10 Tage reichen nie.

    Aber: Mit Teilzeit habe ich mindestens einen freien Tag, wo ich schon mal keinen Kind-Krank-Tag brauche. An Tagen, wo ich z.B. nur 2 Stunden habe, kann der Partner später zur Arbeit fahren und man hat wieder einen Tag gespart. Das geht bei 6 Stunden oder mehr halt nicht.

    Man ist einfach viel flexibler, Betreuungsmöglichkeiten zu suchen, wenn man nur wenige Stunden zu überbrücken hat. Für 2 Stunden findet man auch eher jemanden, der aufs Kind aufpasst als für 6-8 Stunden.

    Jetzt verstanden?

    Das hat mich keinesfalls überrascht und in einem gewissen Rahmen kann ich das auch gut akzeptieren. So wie es bei uns läuft ist es okay.

    ABER: Ich war/bin überrascht, dass 2 Leute während der Klassenfahrt EXAKT den gleichen Job machen (auch zeitlich gesehen) und der eine DOPPELT so viel Geld dafür bekommt.

    Also sorry, Vollzeitkräfte bekommen ihr Geld für den vollen Lehrauftrag und die damit verbundenen Korrekturen, Vorbereitungen usw.
    Und nicht für die unbezahlte Mehrarbeit auf Fahrten.

    Nee,falsch. Sie bekommen ihr Geld auch für den vollen Aufwand an Elterngesprächen, Gesprächen mit Sozialpädagogen, Beratungslehrern, Exkursionen, Fachkonferenzen, Lehrerkonferenzen, Laufbahnkonferenzen, Zeugniskonferenzen, AOSF-Verfahren, Beratungen mit Sonderpädagogen für die Inklusionskinder, Beratungen für die IK Kinder und eben auch Klassenfahrten. Also für ALLES,, nicht nur für Unterricht und dessen Vorbereitung.

    Und ja, es gibt ein Gerichtsurteil dazu, dass ALLES entsprechend der Teilzeitquote sein muss bzw. der Gesamtzeitaufwand diese eben nicht übersteigen darf.

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