Beiträge von Anna Lisa

    Du hast meinen Post (im Zusammenhang mit den anderen) entweder falsch gelesen oder nicht verstanden.Die 30 mal 5 Minuten sind als Beschäftigung mit meiner Lohnarbeit und im Dienste des Arbeitgebers gemeint. Dazu gehört auch das Packen und Kopieren der Arbeitsmaterialien, das Telefongespräch mit dem Kollegen oder der Mutter, das Checken der dienstlichen Mails usw.
    Die Zeit beim Korrigieren oder im Unterricht zu erfassen ist nicht das Problem. Es sind die zahllosen kleinschrittigen Tätigkeiten, die wir im Dienste des Landes und der Schüler über den Tag verteilt ausüben - besonders, wenn der Schwerpunkt der Tätigkeit eben nicht im Korrigieren und Benoten, sondern im pädagogischen Handeln liegt.

    Und ja - jede Tätigkeit für meinen Arbeitgeber ist Arbeitszeit, die von meiner Freizeit abgeht.

    Ach so. Klar, gehört das dazu. Aber man muss das ja nicht so verteilt machen.
    Ich kann ja nach Hause kommen, erst mal Mittagspause machen. Dann setzte ich mich an meinen Schreibtisch, bereite vor, checke meine Mails, packe die Tasche, führe alle Telefongespräche, die ich mir vorgenommen habe zu führen etc. Und wenn dann eine bestimmte, selbst gesetzte Zeit vorbei ist, höre ich auf und dann gibt es auch kein Telefongespräch mehr. Auch nicht, wenn die Mutter nur ab 19 Uhr kann. Pech. Ein Arzt oder Anwalt oder Steuerberater arbeitet ja auch nicht mehr um 19 Uhr. Dann soll sie mir eine Nummer geben, unter der ich sie tagsüber erreichen kann.
    Also ich kann das sehr gut tracken.

    Kopfrechnen 6. Setzen30 mal 5 Minuten täglich sind 2,5 Zeitstunden pro Tag, mal 7 Tage = 17,5 Zeitstunden. Umgerechnet auf UE sind das 23 UE. Das Wochendeputat eines Oberstudienrates.

    Gerade dieses "Kleinvieh" verursacht die eigentliche Belastung.

    Und Mikael. Die Arbeitsbelastung zu senken, ist der richtige Ansatz.
    Beginnen wir mit der seltsamen Arbeitszeitdokumentation. Dass wir als Lehrer am Limit und darüber arbeiten, haben genug Studien festgestellt. Das muss nicht mehr bewiesen werden, indem 120.000 Lehrer zusätzlich zum normalen Dienst nun auch noch Zeitzettel ausfüllen.

    Nö. Keine 6. Ich bin sehr gut im Kopfrechnen.
    Aber 1. mache ich das bestimmt nicht 30 mal am Tag, sondern vielleicht 30 mal in der Woche. Wenn es hoch kommt.
    Und nein, es belastet mich keinesfalls, wenn ich sowieso im Auto sitze und nichts anderes machen kann, über eine Unterrichtsstunde nachzudenken. Denn in dieser Zeit könnte ich sowieso nicht auf der Couch liegen, mit meinen Kindern spielen, die Spülmaschine ausräumen etc. Also keine vergeudete Zeit. Nachts um 4 denke ich nicht über Unterrichtsstunden nach.
    Aber die 2 Stunden Korrektur am Schreibtisch, die belasten mich.

    Weil es einfach scheiße viel Zeit braucht, diese 30 mal 5 Minuten am Tag (neben Schreibtisch, Korrektur und Präsenzzeit) zu notieren.Und ich diese "Big-Brother-Überwachung" mit genauer Erfassung zum Kotzen finde. Zumal es zu nix taugt. Wenn in Baden-Württemberg 120.000 Lehrer ihr Leben lang jede Tätigkeit erfassen (und sinnlos Lebenszeit vergeuden), damit dokumentiert wird, dass wir mehr als 42 Stunden pro Woche (im Schnitt) arbeiten - und die Erfassung 5 % der gesamten Arbeitszeit erfordert, wird am Ende die Unterrichtsverpflichtung um 5% erhöht, weil man uns dafür im Gegenzug gnädig die Dokumentation erlässt.
    So schaut's doch aus.

    Aber diese paar Mal 5 Minuten Nachdenken belasten uns doch auch nicht. Die kann man getrost auch mal unter den Tisch fallen lassen. Das, was belastet, ist das stundenlange Korrigieren. Oder ewig lange Konferenznachmittage etc. oft wochenlang hintereinander. Und ja, das kann man aufschreiben.
    Ich mache das schon ewig, das ist gar kein Thema. Schule rein: Zeit notiert, Schule wieder raus, Zeit notiert. Meist nur im Kopf und ich trage das viel später dann nach. Ich setze mich an den Schreibtisch, kurz auf die Uhr geschaut: Aha, 16.27 Uhr, Zeit notiert. Fertig, auf die Uhr schauen, aha 18.29. 2 Stunden aufschreiben. Ist doch wirklich nicht so kompliziert. Man muss auch nicht päpstlicher als der Papst sein. Wenn ich mir zwischendurch einen Kaffee hole, läuft die Zeit weiter, ist ja im Büro auch so. Ebenso, wenn ich mal kurz aufs Klo gehe. Dafür fallen ja wie gesagt, die 5 Minuten Nachdenken auch öfters mal weg.
    Die 15 Minuten private Mail hingegen fällt bei mir raus.

    Für mich wäre das prima als Verhandlungsbasis, denn dann könnte ich mal beweisen, dass es zu viel ist. Ich könnte zu meiner Schulleitung gehen und sagen: Meinst du wirklich, ich muss jetzt an dieser Konferenz / DB / Fortbildung teilnehmen oder möchtest du lieber, dass ich korrigiere und fristgerecht die Noten abgebe? Beides geht nicht. Weniger Unterrichtsvorbereitung kann ich nicht machen, die ist eh schon am untersten Limit.

    Das tue ich auch nicht, aber eben nicht im Garten usw. auch manchmal zu arbeiten würde sehr zu Lasten meiner Kinder gehen, es ist einfach die perfekte Variante das immer wieder zwischendurch einzubauen, wenn es sie nicht stört, um dann eben früher für sie da zu sein.Und genau deshalb ist für mich Dokumentation keine Option, denn das wird dann wieder zur unbezahlten Mehrarbeit. Wie sagte die Auswertung der Gesundheitsumfrage so schön, die Lehrer fühlen sich am meisten durch illegitime Aufgaben, wie eben solche Dokumentation, belastet.

    Das geht ja nur deswegen zu Lasten deiner Kinder, wenn du es nicht nebenher machst und eben aufzeichnest, weil du dann zu viel arbeiten würdest. Z.B. statt deiner geplanten 4 Stunden täglich bei einer halben Stelle oder eben 6 Stunden bei einer 3/4 Stelle, eben mehr.
    Normalerweise macht man sich als Eltern ja vorher Gedanken, wie viel man mit Kindern arbeiten möchte / kann und dann arbeitet man eben so viel und hat die Kinder in der Zeit betreut (KiGa / Schule etc.) und danach kann man sich dann voll und ganz den Kindern, dem Garten etc. widmen.
    Wenn das aber nicht funktioniert, weil du ohne das Nebenher nachdenken/planen deine Arbeit nicht schaffst und eben keine Zeit mehr für deine Kinder hast, bedeutet das nichts anderes, als dass du insgesamt zu viel arbeitest. Und genau DAS sollte aufgezeichnet werden und dem Arbeitgeber sichtbar gemacht werden. Nur so kann sich etwas ändern.

    Alle Ärzte / Therapeuten etc., die sich mit Burnout beschäftigen bzw. die entsprechenden Patienten behandeln, würden dir sagen, dass es eben schädlich für die Gesundheit ist, nie ganz Feierabend zu haben und quasi ständig mit der Arbeit beschäftigt zu sein.

    Mir ist die Länge im Prinzip vollkommen schnuppe. Denn das ein Schüler in meinen Fächern mehr als die erwähnten 10 Seiten schreibt, ist mir noch nie passiert. Eher das Gegenteil.

    Aber wenn alles gesagt ist, was es zu sagen gibt, dann können auch 2 Seiten völlig ausreichend sein. Manche Schüler schreiben halt kurz und prägnant. Wenn es relativ fehlerfrei und einigermaßen sinnvoll ist, lese ich auch gerne 10 Seiten.
    Wenn allerdings pro Satz mindestens 5 Fehler vorkommen und ich nicht mehr weiß, wie ich das noch korrigieren soll, dann ist mir jede Zeile zu viel.

    Was ich sagen will: Man kann eine 1 mit 2 Seiten oder mit 10 Seiten kriegen, aber auch eine 5 mit jeweils 2 oder 10 Seiten.

    Die Länge ist also vollkommen unbedeutend. Ich hake halt im EWH ab und wenn alles drin steht, ist gut.

    Wie viele Korrekturen hast du denn insgesamt?

    Als ich Vollzeit gearbeitet habe, hatte ich 6, das wären ja dann 18 Tage, also - WE mal ausgenommen - 3 1/2 Wochen mit diesem Pensum und das 4x im Jahr + ZP 10 + Abi.
    Nee, also ich schaffe so etwas nicht. Meine Schüler müssen halt 2 Wochen auf ihre Klausuren warten.

    Na ja, aber als Vollzeitlehrer habe ich ja in den 3 Tagen mindestens 1x Nachmittagsunterricht. Dann bin ich um 4 oder später zu Hause, sonst auch erst um 2. Selbst wenn ich dann pro Stunde nur 5 Minuten investiere (richtige Seite im Buch raussuchen, alte Notizen ausdrucken etc.), dann bleibt ja nicht mehr viel Zeit übrig.
    Wir hatten auch seit der ZP 10 bereits 2 Nachmittagsveranstaltungen, wo ich dann auch erst spät zu Hause war.

    Aber ich sehe schon, ihr seid die Superhelden, die alles mit links wuppen. Am besten geben wir euch noch ein paar Stapel ab, denn meine Kollegen und ich machen das nicht so mit links.

    Ich habe 58 Arbeiten in 3 Tagen korrigiert, obwohl ich an diesen Tagen vorher auch natürlich Unterricht hatte- bin aber auch jemand, der lange sehr konzentriert arbeiten kann und ich kann Sachen unheimlich schlecht liegen lassen. Möchte das immer schnellstmöglich weg haben :)

    Aber zu deinem Anliegen: Wir müssen unsere Noten Anfang der übernächsten Woche eingetragen haben. Würde da bei euch einfach nochmal nett nachfragen. Mit der Co-Korrektur kann das schon knapp werden (wenn man diese denn ernst nimmt ;-))

    Viel Erfolg!

    Mal ernsthaft: Ich brauche für eine ZP 10 in E mindestens 20 Minuten. Das wären dann 3 pro Stunde, also 19 Stunden. D.h. du hast an 3 Tagen jeweils ca. 6-7 Stunden korrigiert? Zusätzlich zum Unterricht und den Vorbereitungen? Wie machst du das? Bist du ein Roboter? Hast du keine Kinder? Keinen Haushalt? Kein Schlafbedürfnis? Ernährst du dich nur von Fast Food beim Korrigieren?

    Hhhhm. Also bei uns ist der 3.6. der Tag, an dem wir die erstkorrigierten Arbeiten dem Zweitkorrektor übergeben müssen. Der hat dann bis zum 12.6. Zeit bzw. am 13.6. müssen wir die Prüfungsnoten und die Vornoten dem Abteilungsleiter übermitteln. Die Schüler bekommen dann ihre Noten am 17.6. gesagt.

    Gibt es denn bei euch keinen Termin zur Übergabe? Was ist denn, wenn du bis Mittwoch, den 29. spät abends korrigierst, dann ist Feiertag, dann Brückentag, dann Wochenende und dann der Tag X? Wann soll denn dann der Zweitkorrektor korrigieren??? Der bräuchte ja mal mindestens 2 Tage Zeit. Also der 27. Das wäre heute. Dann hättet ihr weniger als 1 Woche Zeit für eine Erstkorrektur für 3 Klassensätze. Das kann ja wohl nicht sein???

    Bist du sicher, dass du nicht was verwechselt hast?

    Man kann das mit Inh + oder Inh - markieren. Der Zweitkorrektor wird ja hoffentlich erkennen, warum das jetzt schlecht war oder besonders gut. Wenn es möglicherweise Zweifel gibt, kannst du ja ein Stichwort dazu geben.

    Ich fände das auch nicht schlecht. Gerade für Korrekturfachlehrer und Teilzeitler wäre das positiv.

    Aber wie macht man das dann als Lehrer? Das kann doch keiner kontrollieren wie lange ich z.B. zu Hause am Schreibtisch korrigiert bzw. vorbereitet habe? Da kann ja ganz schön gemogelt werden.

    Das mit dem abgesagten Termin sehe ich auch als Arbeitszeit.

    Eine Verkäuferin, die dumm rumsteht, weil gerade kein Kunde da ist, wird ja auch bezahlt. Ein Physiotherapeut, der von 8-17 Uhr angestellt ist und bei dem ein Patient absagt, wird ja auch bezahlt, eine Sekretärin, die gerade nichts zu schreiben, abzuheften oder telefonieren hat auch etc. etc. etc.

    Warum musst du denn noch mal zum Amtsarzt? Hat der damals schon etwas festgestellt? Ich bin ja auch aus NRW und musste nach meiner Probezeit nicht mehr hin.

    Ich denke, die Schilddrüse sollte kein Problem darstellen, weil mit der Entfernung ja das Problem wahrscheinlich behoben sein wird und es vermutlich nicht zur Dienstunfähigkeit aufgrund deiner Schilddrüse kommen wird.

    Ich kann auch nur meine eigenen Noten eintragen.

    In der ZK muss dann jeder Kollege auf der ausgedruckten Liste oder an der Wand kontrollieren. Danach haben nur noch ca. 3 Kollegen Zugang zu den Noten, nämlich diejenigen, die dann für den Zeugnisdruck zuständig sind. Und natürlich die Schulleitung, nehme ich an.

    Also, wir werden immer daran erinnert, uns nicht über einzelne Schüler zu unterhalten, keine Namen zu nennen und die Zeugnisse werden auch nicht vorgelegt. Die sind für die Familie, Oma und Opa
    Ob es sinnvoll ist, darüber kann man diskutieren. Wahrscheinlich sollen die Schüler die Chance auf einen Neuanfang haben.

    Aber die Zeugnisse aus der Grundschule liegen doch eh in der Schülerakte und können jederzeit eingesehen werden. Dann kann man auch direkt drüber reden.

    Bei uns gibt es da auch eine ganz offizielle Veranstaltung zu, die ist verpflichtend für alle Lehrer. Das funktioniert dann so ähnlich wie Speed-Dating (mit etwas mehr Ruhe vielleicht ;) )

    Steht im Kernlehrplan. Für NRW steht da "funktionale Einsprachigkeit". Das bedeutet, dass du in der Tat den Unterricht in der Fremdsprache halten sollst / musst, es jedoch "erlaubt" ist, ab und zu mal was auf deutsch zu erklären oder auch mal was zu übersetzen.
    Aber grundlegend soll der Unterricht in der Fremdsprache stattfinden. Ist ja auch das Einzige, das Sinn macht. Und ich kenne das auch nicht anders von Kollegen / der Ausbildung etc.

    Also ich war tatsächlich von meiner Region ausgegangen. Hier wählt jeder Schüler eine allgemeinbildende Schule, die entweder zu Fuß, per Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in unter einer Stunde zu erreichen ist. Ich habe tatsächlich noch nie so ländlich gewohnt, dass mir diese Problematik präsent ist.

    In dem Fall mit den Schwarzwalddorf und Ähnlichem kann ich das verstehen, in allen anderen Fällen nach wie vor nicht.

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