Beiträge von Anna Lisa

    Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass er so krank ist, dass er nicht am Unterricht teilnehmen kann.

    Das haben ja auch nicht wir Eltern entschieden. Aber wenn die Schule anruft und verlangt, dass du dein Kind abholst - was willst du machen? Sie hatten wahrscheinlich Angst vor einer Kopfverletzung. Er war auf die Nase gefallen.

    In den bisherigen 5,5 Schuljahren wurden wir schon etliche Male angerufen. Und jedes Mal war es irgendein Pillepalle. Da darf man als Eltern schon genervt sein, wenn man ständig sich von der Arbeit abmelden muss, um dann zu Hause in putzmunteres Kind rumhüpfen hat. Oder das mit ein bisschen Bauchschmerzen auf der Couch liegt.

    Ehrlich gesagt, haben wir unsere Kinder nach Rücksprache mit ihnen auch schon öfters alleine nach Hause laufen oder fahren lassen. Klar, wenn man Kopfschmerzen hat geht es einem nicht gut. Dann ruht man sich aus. Aber ein bisschen laufen wird schon nicht schaden.

    Und genauso selbstverständlich ist es, dass ich oder mein Mann eins unserer kranken Kinder abholen. Oder der Wurstfachverkäuferin ihr Freund, wenn der in der Notfallliste steht. Irgendwie verstehe ich das Problem nicht? Wahrscheinlich kann das nur verstehen, wer keine Kinder hat :gruebel:

    Natürlich holen mein Mann oder ich unsere Kinder ab. Gerade erst diese Woche geschehen. Aber eben nicht immer in 45 Minuten.

    Am Montag z.B. war ich im KH und mein Mann wurde angerufen. Der konnte aber nicht sofort weg (arbeitet im KH) und brauchte dann noch 45 MInuten Fahrzeit + Parkplatzsuche.

    Unser Sohn saß übrigens ohne die Lehrerin im Saniraum. Die Pforte ist 5 m entfernt.

    Er war gestürzt und hatte Nasenbluten und ein aufgeschürftes Knie. Das ist so krank, dass er nicht am Unterricht teilnehmen konnte, aber nun wirklich nichts Dramatisches.

    Also ich habe Kinder und verstehe das.

    Die Kinder, die bei uns im Saniraum sitzen, haben Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder sind hingefallen. Das sind alles keine dramatischen Fälle.

    Die Sekretärin sitzt bei geöffneten Türen 2 m entfernt.

    Was denkt ihr denn eigentlich, was Eltern machen, wenn sie ihr Kind abholen?

    Wenn mein Kind abgeholt werden muss, sitze ich auch nicht 10 cm entfernt da und starre es stundenlang an, ich bin noch nicht mal im gleichen Raum die ganze Zeit. Das Kind kann ja rufen, wenn was ist und ich arbeite dann am Schreibtisch weiter etc.

    Genauso funktioniert das in der Schule auch.

    Wenn das Kind eine Kopfverletzung hat oder eine klaffende Wunde oder ununterbrochen am Kotzen ist und nicht nur einmal vor einer halben Stunde sich übergeben hat, dann sitzt es auch selbstverständlich nicht alleine im Saniraum.

    Und das Kind mit den Windpocken wird zu Hause auch nicht 24 Stunden nonstop beobachtet.

    Außerdem: Haben eure Schulen alle keine Schulsanitäter? Die können doch auch gerufen werden zum Aufpassen.

    Was macht denn ein Straßenbahnfahrer, wenn er angerufen wird? Die Bahn einfach auf den Schienen stehen lassen?

    Oder der Chirurg im OP? Den Patienten für 2 Stunden offen stehen lassen, bis Ersatz kommt?

    Oder die Bäckereifachverkäuferin, die alleine im Laden ist? Den Laden einfach zu machen?

    Oder der Anwalt mitten in einer Gerichtsverhandlung? Die Sitzung einfach verlassen?

    Oder der Lehrer, der gerade in einer Prüfung ist? Die Prüfung abbrechen?

    Klar, gibt es dann meist noch den anderen Elternteil, aber wenn der gerade ähnliche Probleme hat? Oder auf Dienstreise ist? Oder krank ist?

    Oder jemand ist alleinerziehend?

    Damit müssen Kitas und Schulen klar kommen, dass Eltern nicht in 45 Minuten da sind. Bei uns sitzen Schüler auch einfach im Saniraum dann, die müssen auch nicht beaufsichtigt werden, es reicht, dass die Sekretärin im Nebenraum ist.

    Ich habe mein Handy auf lautlos im Unterricht und gucke spätestens nach jeder Stunde drauf. Also kann ich nach spätestens 44 Minuten zurückrufen. Das hat bisher immer gereicht. Ansonsten rufen sie halt meinen Mann an.

    Aber selbst wenn ich sofort gehe, brauche ich auch 45 Minuten, mein Mann ist auch nicht schneller. Kann aber keiner ändern.

    Wenn es nur das Übergeben oder Fieber oder die klassischen Bauchschmerzen sind, muss halt der Kindergarten oder die Schule so lange betreuen, das Kind möglichst isolieren bei Erbrechen. Aber bei Magen-Darm ist man ja eh lange vorher ansteckend, da kommt es jetzt auf 45 Minuten auch nicht mehr an. Das ist ja aber nichts Dramatisches oder Lebensgefährliches. Wenn das Kind etwas Lebensgefährliches hat, erwarte ich, dass sie einen RTW rufen und mein Kind vom Notarzt fachgerecht betreut wird, bis ich da bin. Aber mal im Ernst: Wie oft passiert denn schon etwas Lebensbedrohliches?

    Ich sehe es aber auch so wie einige Andere: Für mich als Lehrer gelten andere Regeln: Ich benutze mein Handy z.B. als Timer oder auch einfach als Uhr, deswegen gucke ich doch ab und zu mal im Unterricht drauf. Ich telefoniere aber nicht, und schreibe auch keine Nachrichten. Spielen und surfen sowieso nicht.

    Das Problem mit den Hauptschulen ist doch Folgendes: Jeder denkt, sie sei furchtbar und keiner schickt sein Kind mehr hin, außer diejenigen, die wirklich die Schwächsten der Gesellschaft sind und sich "nicht wehren können". Also ist es zur Zeit auch wirklich eine Abschiebeschule, das lässt sich nicht leugnen, zumindest in NRW. Und nein, da würde ich mein Kind auch nur im alleräußersten Notfall hinschicken. Das stimmt.

    Aber das Konzept prinzipiell ist gut. Warum soll man Abitur mache und Shakespeare lernen, wenn man Fliesenleger werden will? Oder Friseur? Oder Altenpfleger.....etc...…. Für viele wäre eine etwas praktisch ausgerichtetere Schule sicherlich gut.

    Wir müssen wieder davon wegkommen, dass mindestens 50 % eines Jahrgangs Abitur machen müssen. 20 % reichen völlig, die dann aber auch gut und mit echter Leistung.

    Wenn die Hauptschulen wieder gut gefüllt wären, wären da auch echt gute Schüler bei und die Handwerksbetriebe könnten wieder gut rekrutieren.
    Und das Niveau an den Gymnasien würde wieder steigen.

    Und dann wäre ein Haupt- oder Realschulabschluss auch wieder was wert und man müsste nicht für fast jeden Beruf ein Abitur mitbringen, das ist überhaupt nicht nötig.
    Lieber einen Hauptschul- oder Realschulabsolventen, der die Rechtschreibung beherrscht und einigermaßen rechnen kann, als einen, der zwar Texte analysieren kann, aber keinen Brief fehlerfrei schreiben kann und keinen Dreisatz lösen kann z.B.

    Nun, Inklusion findet nicht dann statt, wenn wir alle Förderschulen schließen und alle Förderschüler in die Regelschulen schicken und dort weitestgehend unbetreut vor sich hindümpeln lassen.
    Inklusion findet dann statt, wenn die GESELLSCHAFT endlich akzeptiert, dass nicht alle gleich sind und dass jeder Mensch unterschiedliche Bedürfnisse hat.
    Und genau auf diese Bedürfnisse gehen Förderschulen ein, daran ist nichts Schlimmes!

    Und anstatt zu sagen, der Schüler fühlt sich nicht gut, also schicken wir ihn lieber nicht dorthin, sollten wir lieber mal mehr Aufklärung in der Bevölkerung betreiben!

    Wenn ich gehbehindert bin, baue ich doch auch mein Auto entsprechend um.
    Wenn ich schwer krank bin, lasse ich mich doch auch auf der Intensivstation behandeln und nicht auf der Normalstation.
    Wenn ich mich kaum über Wasser halten kann, besuche ich doch auch den Anfänger Schwimmkurs und nicht den Fortgeschrittenen Kurs.

    Ich finde, der Werdegang des Threaderstellers ist ein perfektes Beispiel für die Durchlässigkeit unseres Schulsystems und dass es eben sehr wohl funktioniert. Eigentlich hat er doch eine extrem positive Biographie.

    Und richtig "einsortiert" war er ganz offensichtlich, denn sonst hätte er wohl kaum einen solchen Erfolg gehabt.
    Viele Jahre mit unglaublich schlechten Noten an einer Regelschule und am Ende kein Schulabschluss hätten wohl kaum die Lust geweckt, weiterzumachen und nicht nur diverse Schulabschlüsse zu erlangen, sondern auch noch ein Studium in Erwägung zu ziehen.

    Wer weiß, vielleicht hätte er es mit Schulunlust und Schwänzen zu tun gehabt. Auf jeden Fall hätte die Geschichte auch ganz anders ausgehen können.

    Das hatte ich auch gesehen, oben sind dann zwei Gummilaschen, statt des Stundenplans.

    Gibt es immer noch welche, die immer umkippen? Hatte das bislang nur von den Sammis von Samsonite gehört.

    Witzig. Genau die wollte ich gerade vorschlagen als solche, die eben nicht umkippen. Total stabil und hat bei uns prima 4 Jahre gehalten. Wir waren sehr zufrieden.

    Aber das geht wirklich nur mit anprobieren. Unsere Jungs sind sehr groß und die ganzen leichten Ranzen für die zarten Kinder sahen schon in der 1. Klasse doof aus. Bei uns hat eben Sammies am besten gepasst.

    Förderschule, listening comprehension: bei der Aufgabe liest die Lehrkraft Sätze vor und die Schüler*innen müssen auf Bildern dazu etwas ankreuzen. Noch bevor ich angefangen habe vorzulesen, ruft ein Schüler strahlend: "fertig! Das war ja einfach!"

    Ich bin nach 10 Jahren immer noch überrascht, wie sie denken :liebe:

    Schön, dass du das so positiv sehen kannst :)

    Ich bin dann eher sehr frustriert. Allerdings arbeite ich ja auch nicht an einer Förderschule. Trotzdem passiert das auch da :staun:

    Bei uns muss das gesamte Kollegium den halben Samstag kommen ohne Ausgleich.

    Die Unterrichtsstunden werden als Schnupperstunden mit den eventuell zukünftigen SuS abgehalten, nicht mit den SuS unserer Schule. Andere KuK müssen für Elterngespräche bereitstehen, Informationsräume gestalten, Voträge halten. Das gesamte Kollegium wird zwangsmobilisiert: Teilzeit- und Vollzeitkräfte in gleichem Maße (unteilbare Aufgabe, Dienstpflicht). Wer abwesend ist benötigt eine Krankmeldung.

    Bei uns ist es quasi genauso, nur dass wir eben doch den Ausgleichstag hatten. Unser Tag ging von 11-14 Uhr. Aber mit Aufbauen und Abräumen war ich von 9.30 Uhr bis 15 Uhr anwesend.

    An dem Ausgleichstag, den ich bekommen habe (Teilzeitkraft) wäre ich von 11.25 - 13.15 Uhr dagewesen.

    Und was ist mit den Schülern? Haben die keinen Anspruch auf Ausgleich?

    Denn wenn die einen Ausgleich bekommen, haben die Lehrer den ja zwangsläufig auch ;) Kein Schulleiter bei Verstand würde die Lehrer dann verdonnern, doof rumzusitzen und "Aufräumarbeiten" etc. zu leisten.

    Wir konnten dieses Jahr durch unseren Ausgleichstag einen Tag früher unsere Weihnachtsferien genießen :)

    Anna Lisa, wo wohnst du? Ich vermute irgendwo im Ruhrgebiet.

    Wenn es hier um Düsseldorf oder, Gott bewahre, Köln geht, da kann man sich freuen für 700€ warm eine Wohnung zu finden, die halbwegs ein Upgrade zur Studentenbude ist.

    Stimmt. Aber in einer Stadt, die auch nicht gerade für ihre günstigen Mieten bekannt ist. Gut, Köln ist vielleicht wirklich heftig.

    Also der Semesterbeitrag an der Uni meiner Stadt beträgt 313 € - ein Monatsticket kostet im Abo (Preiststufe D, damit kommt man schon echt weit) 61 €. Das ist ein Unterscheid von weniger als 10 € pro Monat, das kann sich auch ein Refi leisten.
    Bei besagten Verkehrsbetrieben kannst du für 20 € Aufpreis sogar NRW weit fahren.

    Ich finde, dass man das durchaus ohne Einschreibung schaffen kann. Ich habe vom Ref-Gehalt sogar ein Auto finanziert + Benzinkosten und bin recht weit gependelt.

    Und 700 € Miete für 1 Person ist echt viel. Ich wohne in einer Großstadt und wir zahlen zu viert knapp über 1000 €, da würde ich echt noch mal die Anzeigen studieren, ob sich nicht da noch was günstigeres findet. Man muss auch nicht unbedingt im angesagten Szene-Stadtteil oder im gehobenen Villenviertel wohnen.

    Außerdem: Wenn du Pech hast, ist deine Schule ganz woanders als dein Seminar, da nützt dir eine Seminarnahe Wohnung auch nichts.

    Dann würde ich es tatsächlich so machen, wie vorgeschlagen: Für die OP einfach "normal" krank melden für den einen Tag und danach MUSS dich ja ein Arzt krank schreiben, denn so KANNST du ja definitiv nicht arbeiten.
    Wenn dich ein Arzt so sieht, wird er dich wohl kaum wegschicken und sagen, du bist voll arbeitsfähig. Denn DANN hat er es erst mal mit Regress zu tun, wenn z.B. deine Narben aufplatzen etc. etc. etc....

    Ich sehe das etwas anders: Die überschüssige Haut stört sehr wohl und verursacht medizinische Probleme: z.B. durch Wundscheuern, beim Sport etc.
    Desweiteren verursacht es bestimmt erhebliche psychische Probleme. Eine vernünftiger Hausarzt würde selbstverständlich dafür krank schreiben.
    So etwas macht man ganz bestimmt nicht aus lauter Jux und Dollerei und das ist auch kein Spaziergang.

    Sprich doch bitte mal mit deinem Hausarzt über das Problem!

    Auch das attestiert immer noch ein Arzt.

    Die letzten beiden Male, als ich beim Arzt war, hat mir das außer viel Wartezeit und erhöhter zusätzlicher Ansteckungsgefahr rein GAR NICHTS gebracht! 2 Minuten drin, außer in den Hals gucken und Blutdruck messen, nix passiert (danke, das kann ich auch selbst!) und dann den Wisch bekommen.

    Ich erwarte aber auch gar nichts, denn was soll der Arzt schon machen????

    Aber deshalb vermeide ich, wo es geht, den Arztbesuch.

    Das geht schneller als man denkt - auch ohne chronische Krankheit: Mich hat es diesen Herbst / Winter leider schon 2x erwischt mit einem Infekt: 1x vor den Herbstferien (Oktober) und einmal jetzt gerade. Und jetzt? 2 Monate hintereinander mehrere Tage gefehlt - und das ohne quersitzenden Furz!

    Aber Kollegen wie Karl-Dieter wissen das ja dann sicherlich besser als mein Hausarzt.

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