Beiträge von Anna Lisa

    Bei uns müssen Teilzeitkräfte nur zu einer FK. Das muss man zu Beginn eines jeden Schuljahres festlegen. Dementsprechend müsstest du nicht hin.
    Da du ja sicherlich in deinen anderen beiden Fächern an den FKs teilnimmst, würde ich mit dem Hinweis, dass du das seit Jahren nicht unterrichtest, und selbst das damals freiwillig war, einfach nicht hingehen.

    Sonst hieße das ja auch: Ich habe vor 6 Jahren in meiner damals neuen 5 1 Jahr lang fachfremd Kunst unterrichtet. Muss ich jetzt mein Leben lang an der FK Kunst teilnehmen? Nein, natürlich nicht.

    Du unterrichtest kein Mint, also gehst du auch nicht zur FK.

    Ich finde das Konstrukt auch seltsam. Unsere Vertretungslehrer sind fast immer ausgebildete Lehrer, die noch keine Planstelle haben und die machen dann selbstverständlich auch ganz normalen Unterricht wie jeder andere auch. Die müssen auch nicht ausgebildet werden. Wenn die natürlich fragen "Wo steht denn Ordner XY?" oder "Wer kann mir sagen, ob.....?" dann kriegen sie auch eine Antwort, klar.

    Also ich hätte auch keine Zeit, Praktikanten oder Vertretungen auszubilden. Ganz ehrlich: Wenn ich sowieso dabei sein muss, habe ich ja weniger Arbeit, die Stunde gleich ganz alleine zu planen und durchzuführen als wenn ich noch jemanden nebenher ausbilden muss. Das machen wir nur für Referendare.

    Und wenn du in meinem Unterricht wärest, würde ich ganz klar auch eingreifen, denn ich bin ja letztendlich für die Ergebnisse der Klassenarbeiten, Lernstandserhebungen, Abschlussprüfungen etc. verantwortlich und muss zusehen, dass der Lehrplan eingehalten wird.

    Ich würde mir da gar keinen Kopf machen.

    Du bist im Moment Vollzeit angestellt und wirst Vollzeit bezahlt. Dementsprechend bekommst du auch dein Elterngeld, basierend auf einem Vollzeitgehalt.

    Entlastungsstunden wären ja keine Entlastungsstunden, würde man dafür dann nur Teilzeit bezahlt.

    Entweder du machst alles wie geplant und während deines Mutterschutzes / deiner Elternzeit muss halt ein Ersatz her (wie - das ist nicht dein Problem!!!)
    ODER die Schule / die Behörde entscheidet, dass du anders eingesetzt wirst und teilt dir dies mit. Wenn sie nicht in der Lage dazu ist, dich anders einzusetzen, ist das auch ihr Problem.

    Solange du keinen Teilzeitantrag gestellt hast, darf die Behörde dich nicht einseitig auf Teilzeit umstellen. Also wirst du Vollzeit bezahlt - und nur danach richtet sich dein Elterngeld.

    Kümmere dich doch nur um deine Schwangerschaft und lass andere die Arbeit machen, wofür sie bezahlt werden.
    Denn A 15 / 16 bekommt man eben auch dafür, dass man umdisponiert, wenn jemand im Kollegium schwanger oder langzeiterkrankt ist. Not your Business. Du hast jetzt Wichtigeres zu tun.

    Zum Thema Vitamine: Googelt man im Netz nach Vitaminen und Nahrungsmitteln, wird man mit Obst geradezu torpediert. Salami schlägt z.B. Äpfel in Sachen Vitamin C-Gehalt um Längen!

    Mag sein, aber um durch Salami deine täglich benötigte Menge an Vitamin C aufzunehmen, musst du halt auch sehr viele Kalorien und sehr viel Fett zu dir nehmen. Das ist für viele Menschen dann eben problematisch. Einfacher ist es, die benötigten Nährstoffe durch vitaminreiches, kalorienarmes und balaststoffreiches Essen zu sich zu nehmen.

    Mein Übergewicht ist übrigens auch definitiv nicht genetisch bedingt. Ich weiß schon, woher es kommt.

    ABER: Theoretische Wissen hilft da leider gar nichts!!!

    Ich bin theoretisch so gut informiert, dass ich Seminare halten könnte, oder Bücher schreiben. Da würde nur keiner kommen bzw. würde sie keiner lesen.

    Aber die Umsetzung ist halt schwierig. Und wenn man erst mal über einen gewissen Punkt hinaus ist, hilft auch absolut keine intuitive Ernährung mehr.

    Also können wir den Schülern zwar jede Menge Theorie einflößen, aber ob das dann jemals umgesetzt wird, hängt von sooo vielen Faktoren ab. Das steht dann leider in den Sternen.

    Hallo FLIXE,

    das mit den 70% ist recht gut erforscht. Man hat über Zwillingsstudien und adoptierte Kinder festgestellt, dass das äußere Erscheinungsbild (sprich Übergewicht oder nicht) nur bedingt von sozialem Umfeld und Elternhaus abhängt. So sind adoptierte Kinder äußerlich z.B. den leiblichen Eltern ähnlich: Sind diese übergewichtig, so sind es in der Regel auch die Kinder, obwohl deren Adoptiveltern schlank sind und ein normales Essverhalten zeigen etc.


    der Buntflieger

    Also das mit den Zwillingsstudien kann ich durch meine eigene widerlegen: Ich habe eineiige Zwillinge. Der eine ist super dünn, total athletisch und muskulös. Es ist kaum möglich, Hosen für ihn zu kaufen, weil seine Bundweite mindestens 3 Kleindergrößen unter der Größe liegt, die er der Länge nach braucht.
    Der andere wiegt 14 kg mehr (mit 11!) ist etwas moppelig und ich würde sagen, hart an der Grenze zum Übergewicht.
    Angeboten bekommen sie von uns natürlich die identische Nahrung und wir sind natürlich für beide das gleiche Vorbild - wie auch sonst?
    Und jetzt? Das kann wohl kaum die Genetik sein.

    Aber was nutzt es, wenn wir den Kindern erzählen, was gesund ist, ihnen aber kein Essen zubereiten?

    Also ich für meine Wenigkeit kann sagen, dass ich meinen Schülern kein Frühstück bereite, keine Pausenbrote schmiere, kein Mittagessen koche, keinen Abendbrottisch decke und noch nicht einmal Snacks bereit halte.

    Frau Klöckner, wenn Sie mich vom Unterricht freistellen und mir morgens eine Lebensmittellieferung nach Hause schicken, kann ich gerne nicht nur 2 Brotdosen für meine eigenen Kinder füllen, sondern auch noch die 29 für meine Schüler ;)

    Bitte auch das Mensa-Personal schulen und Ordnungshüter einstellen, die sicherstellen, dass der Salat und der Brokkoli nicht im Müll landen, sondern wirklich gegessen werden! Wer das nicht tut, muss nachsitzen!

    Für die Kontrollen am WE bitte auch Personal bereit stellen!

    Das ist in NRW definitiv so!

    Als FK Vorsitzende bin ich immer wieder bei den DB der Bezirksregierung und da wird das immer wieder gesagt, es gibt auch schriftliche Dokumente dazu.

    Einzige Ausnahme: Der Prüfling redet im 1. Teil weniger als 10 Minuten und ist auch nicht durch weitere "Impulse" dazu zu bewegen, die 10 Minuten zu füllen, dann muss der 2. Teil halt so lange gehen, bis insgesamt 20 Minuten um sind.

    Das wäre dann die erste Lektion, die man im OGS lernt: Ihr verursacht den Lärm selber. Wenn ihr hier so rumschreit, ist es euer Problem, nicht meins für Ruhe zu sorgen.Das würde mir am BK echt helfen, wenn sie diese Lektion dann eben gruppendynamisch im OGS gelernt hätten. :teufel:

    Das ist doch völlig utopisch!!!

    Meine Kinder haben auch unter der Lautstärke in der OGS SEHR gelitten. Mein einer Sohn saß teilweise in der Ecke mit den Händen auf den Ohren. Meine Kinder waren nicht die, die so viel Lärm gemacht haben.

    Aber wenn man selbst nicht anwesend ist, hat man ja auch keinerlei Einfluss darauf. Und die 2 Erzieher + Hilfskraft, die 60, inzwischen 70 Kinder in 2 kleinen Räumen (kleiner als ein Klassenzimmer) betreuen müssen, sind da doch auch überfordert, zumal sie auch das Mittagessen in 3 Gruppen und die Hausaufgabenbetreuung in verschiedenen Gruppen betreuen müssen.

    Die Kinder können da aber auch nichts zu. Die haben ja Freizeit, spielen also. Wenn 60 Kinder in 2 Räumen LEISE spielen / miteinander sprechen, ist es einfach tierisch LAUT!

    Es ist weder ein Platzangebot da, noch gibt es genügend Betreuer. Unter diesen Umständen finde ich Betreuung bis 16.30 an 4 Tagen auch völlig unzumutbar!


    Als ich das das letzte Mal so gemacht habe, konnten alle Nicht-OGS-Kinder nach Hause gehen und auch von den OGS-Kindern war gut die Hälfte weg. (Wie auch immer das funktioniert. Aber okay. Ich muss nicht alles wissen. ;) )

    kl. gr. frosch

    Bei uns hat das funktioniert: Als Lehrerin habe ich ja nicht immer bis 3 oder 4 Schule, aber halt manchmal. Ich habe auch nicht jeden Tag Konferenz, DB etc. Aber fast jeden Dienstag. Deswegen brauchten wir die OGS. Aber es konnte gut sein, dass ich sie an manchen Tagen auch eher hätte abholen können.
    Ich habe z.B. auch ganz gerne mal korrigiert, während die Kinder in der OGS waren. Aber bei so einer Hitze muss man ihnen das ja nicht zumuten, wenn es nicht unbedingt sein muss und wenn die Erzieher schon explizit drum bitten.....

    Wenn ein Kind unkontrollierten Zugang zu Medien hat und am PC oder auf dem Smartphone jeden Tag mit sexuellen Inhalten kontrontiert wird, wundert es mich auch nicht, wenn es mit 12 Jahren schon unbedingt Sex haben will. Man kann da die Neugier und das Interesse auch triggern. Für solche Kinder finde ich Aufklärungsarbeit auch wichtig, weil die Eltern sich gerade bei solchen Kindern oft um nichts kümmern und die Kinder sich selbst überlassen werden. Da kommt es dann natürlich schnell zu Schwangerschaften, wenn 12-jährige Pornos nachspielen wollen.
    Es gibt aber eben auch Kinder, die einfch noch natürlich Kind sind, weil die Eltern sie von solchen Einflüssen weitgehend fernhalten. Dass solche Eltern dann aber auch die Sorge haben, ihr unbedarftes Kind könnte durch zu frühe oder zu offene Konfrontation mit Sexualität in schändliche Bahnen geleitet werden, kann ich absolut verstehen. Ich finde das ist ein sensibles Thema, wo solche Aspekte wie Alter, persönliche Reife und häusliche Erziehung eine grosse Rolle spielen.

    Nun, da würde ich aber deutlich zwischen "solchen Einflüssen" wie Pornos und eben "solchen Einflüssen" wie Aufklärungsunterricht in der Schule unterscheiden.

    Ich hätte/habe auch Sorge, dass meine Kinder durch das Anschauen von Pornos in "schändliche Bahnen" gelenkt werden. Deshalb dürfen sie das auch nicht gucken.
    Die Lehrer der Schule meiner Kinder dürfen aber gerne so viel Aufklärungsunterricht betreiben wie sie lustig sind / es für nötig halten / es ihnen vorgeschrieben wird. Ich vertraue ihnen da voll und ganz.

    Ich denke das kommt auf das Alter an. Bei einem 12-jährigen Kind, das vom Thema Sexualit bisher weitgehend abgeschirmt wurde, kann ich mir durchaus vorstellen, dass ein Aufklärungsunterricht da plötzlich Neugier und ein Interesse wecken könnte, das bis dahin bei dem Kind noch nicht vorhanden war. Zumindest kann ich da die Bedenken der Eltern absolut verstehen.
    Was ist denn, wenn so ein Kind auf die Idee kommt diese Dinge aus dem Aufklärungsunterricht mit einem Mitschüler mal auszuprobieren? Wer übernimmt dann dafür die Verantwortung?

    Nee, da kann ich dich beruhigen. Meine Kinder sind 11. Wir klären sie seit mehreren Jahren immer wieder auf. Aber bis auf Augenrollen und "Wissen wir schon" und "Wann bist du endlich fertig" passiert da nichts. Keinerlei Interesse. Null. Nix. Nada. Mädchen sind immer noch bäh.

    Kinder entwickeln dann ein Interesse an Sexualität wenn sie von ihrem Reifeprozess her soweit sind. Das passiert mit und ohne Aufklärung. Einfach so. Aber eben besser mit.

    Die Anwendung eines Tampons wurde mir damals von meiner Mutter in einem vertraulichen Gespräch unter vier Augen erklärt. Wenn ich mir vorstelle, mein damaliger Bio-Lehrer hätte ein solches Gespräch mit mir führen wollen oder das wäre Gesprächsthema im Unterricht geworden, kommt mir heute noch das Grauen.

    Meine Mutter hat mir damals (1989) vehement davon abgeraten, denn davon bekäme man schlimme Infektionen und könnte man sogar sterben. Das stand damals in der Tat auf den Packungen, irendwas von toxic Syndrom oder so. Meine Mutter hat übrigens einen Hochschulabschluss und ist durchaus aufgeklärt und weltoffen. Sie hat aber in ihrem ganzen Leben keinen einzigen Tampon benutzt. Was hätte sie mir also beibringen sollen?

    Pssst: Es soll auch heute noch Mütter geben, die aus verschiedenen Gründen keine Tampons benutzen.

    Ist doch gut, wenn man so sicherstellt, dass alle Schülerinnen das gleiche Wissen erlangen.

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