Beiträge von kodi

    Womit sich ja die Frage stellt, wer Lehrer ist, hier ist das jeder, der einen Vertrag darüber hat.

    In NRW sieht das genau so aus. ;)
    Der Braumeister mit dem Vertretungsstellenvertrag darf in Chemie Noten geben, für die der Schulleiter dann haftet. Aufsichtspflicht erfüllt er auch.
    Die Lesepatin, die in der Stadtbibliothek angestellt ist und Deutschförderung macht, darf keine Noten geben. Die Aufsichtspflicht erfüllt sie auch nicht.

    NRW:

    Aufsichtspflicht erfüllt:

    • Nein, "unbekannte" Dritte erfüllen die Aufsichtspflicht nicht. Lehrer muss dabei sein.
    • Nein, Praktikanten erfüllen die Aufsichtspflicht nicht. Lehrer muss dabei sein.
    • Ja. Referendare können die Aufsichtspflicht wahrnehmen.

    Noten:

    • Fachfremde Lehrer, Vertretungskräfte indirekt. Schulleitung hält den Kopf hin/hat die Dienstaufsicht.
    • Referendare im BDU. Ja. Schulleitung hat die schulfachliche Dienstaufsicht.
    • Alle anderen/Nichtlehrer dürfen keine Noten geben.

    Weil meine Unterlagen sehr gut durchstrukturiert seien, sollte ich abgeben, damit den neuen Lehrkräften der Einstieg leichter fällt.

    Das ist quatsch. Du mußt da garkeine Unterlagen irgendwem abgeben.
    Dafür gibt es schulinterne Lehrpläne. Mit denen können sich die neuen Kollegen einarbeiten.

    Ansonsten klingt das für eine allgemeinbildende Schule komisch, falls du an einer solchen bist.
    Fachüberhang wird da in der Regel so gelöst, dass du entweder dein anderes Fach verstärkt unterrichtest, Vertretungsreserven machst oder ins Team gesetzt wirst.

    Bezüglich der Reduzierungsempfehlung würde ich den Personalrat ansprechen, falls die in einer neutralen Situation so gefallen ist.

    Ich zahl auch Sachen selber. Leider gibt es einen Punkt, wo es für die eigene Gesundheit und Arbeitszufriedenheit besser ist das zu tun.

    Ich freu mich über jeden, dessen Schulträger die Schule entsprechend ausstattet oder der kein Material braucht.

    Dennoch schadet es nicht, über den eigenen Tellerrand zu gucken.
    Kommunen haben extrem unterschiedlich viel Geld für ihre Schulen zur Verfügung. Die unterschiedlichen Schulformen bekommen ein sehr unterschiedliches Budget. Das mißt sich auch in keiner Weise am realen Bedarf vor Ort, sonder nur an der Lobbymacht der jeweiligen Schulform oder Schule. Natürlich ist das nicht Aufgabe der Lehrkraft das auszugleichen. Aber ich denke so einige Kollegen haben keine Vorstellung, wie es jenseits der eigenen Schule/Schulform/Kommune aussieht.

    Variante 1:
    + kürze Fahrzeit.
    + größeres Kollegium --> weniger Einfluß von Miesepetern + bessere Aufgabenverteilung
    + größere Schule --> mehr Möglichkeiten Projekte umzusetzen
    + keine Schließungsgefahr.
    - Schulträger vermutlich nicht gut bei Kasse
    - Ganztag (das ist deutlich anstrengender als Halbtag)

    • Du solltest im Chemiestudium genug andere math./naturwissenschaftliche Bereiche abgedeckt haben um relativ problemlos ein zweites Fach anerkannt zu bekommen. Im schlimmsten Fall mußt du in geringem Umfang nachstudieren. Unterschätz nicht die (nichtstudierten) Schulfächer. Der Fachinhalt ist vielleicht nicht anspruchsvoll, die zielgerichtete didaktische Reduktion, trotz der die vermittelten Modellvorstellungen noch grundsätzlich inhaltlich richtig bleiben müssen, gepaart mit der Auswahl der richtigen ziel- und zielgruppenspezifischen Methodik ist anspruchsvoll und etwas, was du im Studium nicht gelernt hast. (Lehrämtler leider oft auch nicht. ;) )
    • Arbeitszeiten anzugeben ist schwierig. Sie hängen von einigen individuellen Faktoren ab und werden selten systematisch erfasst, sodass du oft eine verzerrte "gefühlte" Arbeitszeit von Kollegen genannt bekommst. Es gibt aber aus NDS eine Arbeitszeitstudie. Download-Links auf der GEW-Seite
    • Lehrer ist ein super Job, wenn du mit Kindern/Jugentlichen und deren Eigenheiten klar kommst, dich nicht nur als Fachvermittler siehst, sondern auch die pädagogischen Herausforderungen annimmst, du Interesse an Fachdidaktik und Fachmethodik hast und nicht nur am Fachinhalt und wenn du ein gewisses Standing hast und auch Belastungen managen kannst. Mach vorher ein Praktikum und schau dir 4 Wochen komplette Schultage an. (Die Freizeitpraktika von 10-12 Uhr, die man bei manchen sieht, bringen nix.)
    • Die Einstellungschance in Chemie ist sehr gut. Es werden Chemielehrer gesucht. Nur deshalb ist auch ein Seiteneinstieg möglich.


    Falls du NRW in Erwägung ziehst, dann findest du hier Info zu den beiden Möglichkeiten des Seiteneinstiegs. OBAS ist dabei gegenüber der päd. Einführung zu bevorzugen, da du mit OBAS hinterher gleichwertiger Lehrer wirst, verbeamtungs-/besoldungstechnisch, etc.

    Ich würde bei der Rechtsabteilung deiner Bezirksregierung/deines Schulamts anfragen.

    Das sind ja drei rechtliche Probleme in einem:

    • Ab wann gilt §41.3 Schulgesetz:
      "Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter sind verpflich-
      tet, Schulpflichtige, die ihre Schulpflicht nicht erfüllen, zum regelmäßigen
      Schulbesuch anzuhalten und auf die Eltern sowie auf die für die Berufser-
      ziehung Mitverantwortlichen einzuwirken."
      Ist das bereits am ersten Fehltag zutreffend?
    • Erwächst aus dem Angebot der Onlinekrankmeldung eine besonders verschärfte Pflicht der Verbleibkontrolle? <-- vermutlich nein
    • In wie weit muss die Schule die Identität der Krankmeldenden prüfen?


    Rein pragmatisch würde ich die Onlinekrankmeldung um ein Klassenpasswort ergänzen oder um das Geburtsdatum des Erziehungsberechtigten.
    Defakto ist eine Identitätsfeststellung dabei grundsätzlich nicht völlig sicher zu stellen.

    Frag eventuell mal bei der Sparkasse des Nachbarorts an, wenn deine das nicht anbietet.
    An meinem Wohnort ist ein kostenloses Klassenkonto (ohne Dispo und nur mit Sparkassenkarte) problemlos möglich.

    Ansonsten sitzen bei der Sparkasse meist Lokalpolitiker im Verwaltungsrat. Die könntest du mal auf dein Problem hinweisen... oder noch besser es machen die "einflußreichen" Eltern eurer Schule. ;) Das letzte klingt jetzt doof, aber den Lokalfilz kann man sich auch zur Nutze machen. ;)

    Eine weitere Möglichkeit wäre das über das Geschäftskonto des Fördervereins laufen zu lassen.

    ... sind besagte Themen verpflichtende Inhalte des Mathematikunterrichts der Klassen XYZ, ebenso wie der kompetente Umgang mit diversen Messgeräten - und dazu gehört natürlich auch die Analoguhr.

    Ist in NRW auch so. Dennoch können viele Schüler auch hier die Analoguhr nicht lesen.
    Das ist eine sterbene Kulturtechnik. Messgeräte und Uhren sind heute weitgehend digital.
    Daher lernen die SuS die Analoguhr zwar, aber sie hat für viele wenig Alltagsrelevanz und wird daher nur in der Schule geübt und dann nach und nach wieder vergessen.

    Es ist durchaus richtig das zur Kenntnis zu nehmen und ggf. zu reagieren.

    Wir haben auch Sperrzeiten, während denen die Klassenarbeiten geschrieben werden.
    Darüber hinaus führen wir einen Jahreskalender und achten auch frühzeitige Terminanmeldung.

    Alle kurzfristigen Termine müssen sich an den Klassenarbeitswochen und den langfristigen Terminen ausrichten.

    Naja du kannst den Schülern z.B. so einen vorstrukturiertes A5-Arbeitsblatt gegen Ende der Placemat-Phase in die Gruppen geben.
    Dort tragen sie dann ihr zentrales Ergebnis ein und können das auch als Spicker für die Präsentation nutzen.

    Indem von dir beschriebenen Fall würde ich das so gestalten, dass das eigene Gruppenergebnis auf der einen Seite festgehalten wird und die Ergebnis-Stichworte der anderen Gruppen (kürzer und mit weniger Platz) auf der Rückseite. Dann kannst du das sowohl für die Individual- als auch Plenumssicherung nutzen.

    Liegt diese Liberty-Beschreibung eigentlich wirklich so jenseits der durchschnittlichen Sprachkompetenz im Abi?
    Ich fand den jetzt nicht so erwähenswert, aber ich les auch seit 20 Jahren primär englische Literatur.

    Was sagen denn die Englischlehrer dazu?

    Meine Erfahrung dazu ist, dass jedwede Auseinandersetzung mit den Ärzten verschwendeter Ärger ist.
    Die können Atteste beliebig ausstellen, entgegen ihrer eigenen Behandlungsrichtlinien medikamentieren, Schulmobiliar per hellseherischer Fernsicht auf Eignung prüfen, etc.
    Kannst du nix gegen tun.

    Da die Schüler aber die Pflicht haben, versäumten Stoff in einer angemessenen Frist nachzuarbeiten, ist der beste Weg gegen windige Fehlzeiten, die Schüler konsequent im nachgearbeiteten Stoff zu prüfen.

    wieso wird der neue Studiengang von so vielen Seiten schlechtgeredet?

    Lehrende an Unis sind in dem Bereich schlicht konservativ. Zumindest war das meine Beobachtung bei der Umstellung in NRW.
    Ganze Fachbereiche in den Unis sahen die Notwenigkeit der Bologna-Reform nicht und haben oft ihr möglichtest getan, ihre alten Strukturen ins neue System zu "retten" und dadurch viele potentielle Vorteile vom Bachelor/Master-System verhindert. Der wesentliche (und sehr große!) Vorteil der dabei überblieb, sind die konsekutiven Prüfungen.

    Letztendlich macht ein Verbleib im alten System nur dann Sinn, wenn du komfortabel in der "Auslaufzeit" fertig studieren kannst.

    Am besten sicherst du mehrstufig, erst in der Gruppe, dann im Plenum.

    Im Placemat steht ja in der Mitte das Arbeitsergebnis. Das würde ich zusätzlich durch die Gruppenmitglieder aufschreiben lassen. Das kann man z.b. recht elegant mit einem strukturell vorbereitetem Handzettel für die Präsentation verbinden. Wenn dann in der Plenumsphase etwas schief geht, hast du dadurch auf jeden Fall eine Teilsicherung (neben der Prozessdoku, die das Placemat selbst schon liefert).

    In der Plenumsphase läßt du dann das Gesamtergebnis sichern, zB. als Fazit oder Merksatz. Um das zeitlich zu optimieren kannst du ihn z.B. mit Folienschnipseln/Stichworten vorbereiten lassen.

    Einzelgruppenergebnisse würde ich im Plenum nur dann aufschreiben lassen, wenn jede Gruppe einen eigenen/unabhängigen Aspekt des Themas bearbeitet hat.

    Guck mal ob du das Problem irgendwie auf den Sicherheitsaspekt schieben kannst, zusammen mit einer Aktenspur zu einem Verantwortlichen in der Verwaltung.
    Mit der Taktik kamen die bei uns immer in die Puschen, weil in der Verwaltung keiner Bock hat für sowas Verantwortung zu übernehmen. ;)

    Edit: 2 Leute ein Gedanke. :D

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