Beiträge von kodi

    Wenn du es schaffst, ist Mathe eine gute Idee.
    Als Hauptfach wird es viel unterrichtet. Entsprechend gibt es viele Mathestellen.
    Deine attraktiven Mangelfächer (Chemie/Latein) heben dich dann als Einstellungskandidat heraus.

    Allerdings würde ich gucken, was du da in Mathe so machen mußt und vor allem rechtzeitig die Notbremse ziehen, wenn du merkst, dass das doch nichts für dich ist.
    Du hast ja zwei relativ gute Fächer. Da muss das Drittfach nicht das Studium verlängern.

    Ich Habe in diesem Jahr meine Lohnsteuer-Erklärung von einem Lohnsteuerbüro machen lassen und nicht mehr vom Lohnsteuerhilfeverein (nein, ich möchte das nicht selbst machen). Weil der Erstattung wurden Toner, Druckerpapier und Kisten mit Deckel vom Finanzamt als „nicht eindeutig nur beruflich“ zuzuordnen deklariert und nur zu 50 Prozent erstattet.
    Habt ihr Ähnliches auch erlebt bzw. wie erreicht ihr, dass es vollständig erstattet wird?

    Sowas hatte ich auch mal. Habe angerufen und gesagt, dass ich für die private Arbeit ein separates Gerät habe. (Ist auch so.)
    Das mußte ich schriftlich nochmal hinschreiben, dann wurde alles anerkannt.

    Bei uns legt das die Schulkonferenz fest. Im Zweifelsfall (kein Beschluss & Rahmen des Lehrmittelbeitrags der Eltern überschritten) darf es garnix kosten.

    110€ ist bei uns die kleine Klassenfahrt in Klasse 5. So zur Einordnung...

    Ich bekam den BAföG-Satz. Alles was ich darüber brauchte/wollte mußte ich mir selbst verdienen.

    Das war eigentlich für beide Seiten eine gute Lösung, weil der BAföG-Satz einerseits festlegte, was man so in etwa braucht, als auch was zumutbar/leistbar ist.


    Chance zum Durchbrechen vorhandener Vorgehensweisen und eigenständige Arbeit:

    Die Hierarchie ist nur auf dem Papier flach. Deine Freiheit ist an der Schule wesentlich eingeschränkter als an der Uni.
    Neues zu etablieren ist sehr mühsam und ein langer Weg. Wenn dein Schulleiter dir nicht den Raum dafür gibt, geht garnix.
    Allgemein ist das System Schule eher konservativ, was Neuerungen angeht.
    Du bewegst dabei auch noch in einem Umfeld ständiger Ressourcenknappheit (zeitlich, finanziel, materiell). Das erschwert viele sinnvolle Veränderungen.


    Schnittmenge mit aktuellem Job:
    Am meisten Spaß macht mir der Umgang mit den Studis.
    Projektthemen ausarbeiten und intensiv betreuen, wissenschaftliche Themenstellungen konzipieren und bearbeiten lassen, Prüfungen erstellen und korrigieren, Vorlesungen halten.
    In unseren internen Evaluationen schneide ich stets als bester ab und wurde auch vom Prof. als Flaggschiff Lehre bezeichnet. In anderen Dingen sind die anderen Kollegen wiederum besser (nur um Arroganzvorwürfen gleich die Luft aus den Segeln zu nehmen). Wie gesagt, es ist eine andere Zielgruppe, aber dennoch habe ich eine Affinität zur Lehre festgestellt und wurde daraufhin auch von Kollegen und Freunden in meinem Wunsch bestärkt. Bestimmte Themen sind bestimmt vergleichbar. Z. B. Konfliktgespräche über eine als zu schlecht empfundene Bewertung. Macht natürlich keinen Spaß, aber da habe ich mich auch nicht versteckt. Ob Schüler schon so argumentieren können wir Studis kurz vorm Master weiß ich nicht, aber auf die Gespräche mit den Eltern bereiten sie auf jeden Fall vor.

    Du kannst sämtlich Erfahrungen/Fähigkeiten aus der Unilehre vergessen.
    Wenn du da wie in der Uni anfängst, hast du in 10 Minuten das totale Chaos in der Klasse.

    Ich finde es gut, dass du dir so viele Gedanken machst. Wie meine Vorredner schon empfohlen haben, solltest du allerdings dringend ein Praktikum in einer Schule machen, um zumindest ansatzweise die Rahmenbedingungen unseres (durchaus sehr schönen) Jobs einschätzen zu können.

    Ich mag keine Kollegien, in denen gelästert wird. Die Schwätzerei über alles, was nicht in die Norm passt, erinnert mich zu sehr an die restriktive Dorfmentalität meiner Kindheit. Und es widert mich ehrlich gesagt an, wenn im Lehrerzimmer über die Schülerschaft gelästert und gejammert wird. Die sind auch nicht "doofer" als alle Schülergenerationen zuvor. Ich mag die Attitude nicht...

    Kann ich so unterschreiben.
    Wäre für mich ein Versetzungsgrund.
    An meiner jetzigen Schule steuer ich mit ein paar gleichgesinnten Kollegen da aktiv gegen, damit sich sowas nicht einschleicht.

    Ich war mit meiner Klasse 7 in Duhnen.
    Die Jugendherberge da ist super. Zum Spielplatz muss man allerdings über die (wenig befahrene) Straße, aber ich denke deine Schüler dürfen sich dort vermutlich eh nicht unbegeleitet bewegen.

    Empfehlen kann ich die Programmpunkte Wattforscher und Bernsteinschleifen.
    Beides sollte auch mit Grundschülern gehen.

    Die Fahrt zu den Seehungsbänken war etwas unspektakulär. Man benötigt eigentlich ein Fernglas, um gut zu sehen. Vielen Schülern wurde schlecht.
    Wir haben dann noch das Klimahaus besucht. Das halte ich eher nicht so für grundschulgeeignet.

    Programm der Jugendherberge

    Beim vorletzten Mal hatten wir auch noch das Ahoi-Bad auf dem Programm. Da war uns aber die Aufsichtssituation zu problematisch. Deshalb lassen wir das inzwischen weg.

    Welche Firma liefert denn tafelgroße digitale Whiteboards?
    Smart- und Promethian-Vertreter haben bei Nachfrage auf der didacta nur abgewinkt.

    Für mich würde es brauchbar ab 3mx1m. Besser wäre noch klassisches Format 4mx1m.

    Da mir zur Verstehen gegeben wurde, dass bei uns im Fachraum eine Umrüstung von Mini-Smartboard auf Tafel+Beamer nicht mehr gemacht würde und stattdessen allenfalls das digitale Whiteboard gegen ein neues größeres getauscht würde, wäre die Info sehr interessant.

    [...]Hinsichtlich der Grundschule habe ich Angst, dass das Niveau inhaltlich für mich selbst schnell öde und langweilig werden könnte, da ich doch einen gewissen Anspruch an mich habe[...]

    Das ist in allen Schulstufen so. Inhaltlich ist der Schulstoff wenig anspruchsvoll im Vergleich zu dem, was du im Studium gemacht hast. (Andernfalls wäre man im Job auch falsch und hätte zu unrecht das Studium bestanden.)
    Das anspruchsvolle ist, wie du den Unterrichtsstoff didaktisch und methodisch für deine aktuelle Lerngruppe optimal aufbereitest und die Schüler zum bestmöglichen Lernerfolg führst.

    In Mathe mußt du lernen, dh. die Vorlesung kontinuierlich nacharbeiten/nachbereiten. Dazu mußt du regelmäßig die Übungen selbst rechnen. Das kann man auch in einer Gruppe machen. Reines Abschreiben der Übungen führt jedoch relativ sicher zum Durchfallen. Anders als in anderen Fächern geht ein "locker Vorlesungen hören" und am Ende kurz für die Klausur lernen meistens nicht.

    Wenn du das beherzigst, solltest du durch Lehramts'nebenfachmathe' ganz gut durchkommen.

    Wie bei euch Mathe im GS-Bereich ist, weiß ich nicht. Zu meiner Zeit hat man da zwei Fächer gemacht. Eins mußte Deutsch oder Mathe sein und das jeweils andere mußte man quasi als Nebenfach in einem abgespeckten Nebenfachzwangsstudium machen.

    Mathe als Fach oder ein normales Mathestudium ist eine andere Nummer. Da helfen die Tipps zwar auch, aber da muß man sich vor allem die facheigene denk- und arbeitsweise angewöhnen. Bei uns gab es damals den Spruch: "Wer das erste Semster bis Weihnachten schafft, schafft auch das ganze Mathestudium". Das war relativ zutreffend. Einige haben die Gelegenheit genutzt sich schnell umzuorientieren. Es war ein Vorteil, dass man schnell merkte, ob es etwas für einen ist oder nicht.

    Unser Ablauf:

    • Vor der Noteneingabe bekommen die Klassenlehrer eine Kurs/AG-Übersicht zur Kontrolle um Fehler/Änderungen in der Unterrichtsverteilung (in der amtlichen Schulverwaltungssoftware) zu korrigieren.
    • Aus der amtl. Schulverwaltungssoftware werden individuelle Notendateien für jeden Lehrer generiert.
    • Lehrer tragen an den Lehrerarbeitsrechnern (9 für 70 Kollegen) mit Hilfe eines Dienstprogramms ihre Noten in eine 'persönliche Notendatei'. Dafür haben sie eine Woche Zeit.
    • Die Notendateien werden bei Notenschluss in die amtliche Schulverwaltungssoftware eingelesen.
    • Konferenzlisten werden gedruckt und vom Klassenlehrer kontrolliert und fehlende Noten von den Kollegen beschafft.
    • Auf der Konferenz wird die Notenübersicht aus der Schulverwaltungssoftware projiziert, die eigene Note durch die Fachlehrer kontrolliert.
    • Im Anschluß an die Konferenz werden die Zeugnisse zentral ausgedruckt. Eine zentrale Reportvorlage regelt das Aussehen.
    • Klassenlehrer kontrollieren ihren Satz Ausdrucke, unterschreiben und siegeln.
    • Die Zeugnisse gehen bis zur Ausgabe an den Chef. Der unterschreibt natürlich auch noch.
    • Nach Zeugnisausgabe werden die Notenstammblätter ausgedruckt und von den Klassenlehrern in die Akte geheftet. Die Abschlußzeugnisse werden kopiert und ebenfalls in Papierform abgeheftet. Alle Zeugnisse werden im Archiv-PDF-Format in einem gesicherten Ordner auf dem Server unseres kommunalen IT-Dienstleisters gespeichert. Jedes Halbjahr ein Ordner, damit die Löschfristen eingehalten werden können. Gelöscht wird allerdings noch per Hand.

    Der Ablauf ist für unsere Schule perfekt und minimiert die Arbeit für die Kollegen und die Fehlerquellen so weit es geht.
    Onlineeingabe können wir aus technischen und rechtlichen Gründen nicht machen, da wir mit unserern Verwaltungsrechnern in einem hoch abgeschotteten Netz der kommunalen Verwaltung hängen.

    Ein Problem sind die neu hinzu gekommenen Textzeugnisse der Inklusion und der Auffang/Vorbereitungsklassen. Die Laufen derzeit über eine automatisch erstellte Wordvorlage, die die Sonderpädagogen/Klassenlehrer ausfüllen. Das Dokument ist noch nicht weit genug abgedichtet/geschützt und erfordert daher je nach Kollege Nachformatierungsarbeit. Ich hoffe dass diese Text-Zeugnisarten irgendwann auch von der amtlichen Schulverwaltungssoftware anständig unterstützt werden.

    Das ganze funktioniert natürlich nur, weil NRW eine entsprechende Schulverwaltungssoftware bereitstellt.


    Leider hat der Beruf kein professionelles Fundament, daher kann man auch auf nichts konkret vorbereiten und der allgemeine Minderwertigkeitskomplex fördert den Wichtigtuer-Reflex und ein Verhalten, für das sich jeder Pädagoge wahrlich schämen müsste.

    Es gibt sowas wie Fachdidaktik und Fachmethodik. Es lohnt sich, sich damit auseinander zu setzen. Das ist neben dem fachlichen Wissen, die professionelle Basis.
    Es gibt Kriterien guten Unterrichts und es gibt auch Studien, welche Faktoren für einen wirkungsvollen Unterricht besonders wichtig sind.

    Wenn man sich natürlich nicht damit auseinander setzt, dann hat der eigene Unterricht in der Tat keine professionelle Basis und der betreffene bekommt zu recht (hoffentlich) ordentlich Druck im Vorbereitungsdienst.

    Nebenbei bemerkt, gibt es auch Bewertungskriterien für den LAA und dessen Unterricht. Die kann man sich auch vom Fachleiter zeigen lassen.
    Problem ist natürlich, dass man sich dann auch mit dem eigenen Handeln auseinander setzen muss und plötzlich die Erklärung: "Ich weiß/kann alles nur keiner merkt es, die Schüler sind blöd, die Fachleiter böse und das System mobbt mich" nicht mehr zieht.

    Bei uns dürfen auch alle hinein, die an unserer Schule arbeiten, mit uns zusammenarbeiten oder unsere Gäste sind.

    Dazu gehört auch der Praktikant. Wenn wir gegen den Bedenken hätten, würde er nicht angenommen.
    Das Problem der "Schülerpraktikanten" gibt es bei uns auch manchmal.
    Wir lehnen die konsequent ab, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass das meist so Gaudi-Praktika sind, weil die entsendende Schule sich nicht darum gekümmert hat, dass die eine reguläre Praktikumsstelle finden und sie nicht selbst betreuen wollen und daher auf die Idee kommt, diese Schüler in eine andere Schule zu schicken.

    Wir haben allerdings an unseren Standorten auch Lehrerarbeitszimmer. Die sind exklusiv für Lehrer, die in Ruhe arbeiten wollen/müssen.
    Das Lehrerzimmer dient dagegen mehr als eine Art Sozialraum.

    Grundsätzlich beobachte ich aber, dass bei Nichtlehrern oft eine gewisse Hemmschwelle besteht, in das Lehrerzimmer zu gehen. Vermutlich wirkt da bei Erwachsenen die eigene Schulzeit nach.

    Mir ging das als Kind auch so.

    Nimm den Druck heraus. Er muss kein Bronze machen.

    Dann macht ihr ein paar Badeurlaube mit Schnorcheln und so, sodass die Angst verliert und mal mit Taucherbrille spielerisch übt. Wenn es da interessante Fische zu sehen gibt, hilft das auch der Motivation ungemein.

    Bronze kann er dann später immer noch bei jedem Bademeister ablegen.

    Nun ist er/sie aber in der S1. Da hagelt es in der Regel keine Beförderungen.
    Du machst also deine neue Tätigkeit fürs alte Geld.
    Entsprechend fällt der Typ Karrierist da weg und du findest da entweder Schulflüchtlinge oder Leute, die an der Tätigkeit Interesse haben.

    Es gibt auch eine Höchstabordnungsdauer. Ich meine nach 12 Jahren mußt du an die Schule zurück.

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