Beiträge von kodi

    Ich glaube daher schon, dass es Seminarleiter gibt, die ab und zu einfach eine 6 raushauen müssen um sich mal wieder richtig wichtig fühlen zu können.

    Das ist doch Unsinn. Die Prüfer haben nichts davon. Eher im Gegenteil, sie müssen die Note gründlicher begründen, haben einen heulenden meist uneinsichtigen Ref an den Hacken und müssen sich ggf. mit einem Widerspruch auseinander setzen.

    Es gibt auch durchaus berechtigte Gründe für eine 6. In meinen Fächern zum Beispiel, wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist. Da kann der Unterricht sonst noch so gut sein. Es gibt halt gewisse Dinge, die sind ein No-Go.
    Dafür kassiert man dann eine 6.

    NRW statt Berlin:
    Ich zähle immer die Themen auf.
    z.B.
    Kopfrechentest
    Überschlag
    schriftliche Addition mit mehren Zahlen
    schriftliche Subtraktion mit mehreren Zahlen
    Sachaufgabe

    Zusätzlich gibt es vorher nochmal Selbstlern-Übungsmaterial zu allen Themen und in den letzten beiden Stunden eine kurze Wiederholung mit Übungsaufgaben.

    Naja, etwas salopp formuliert steht in eurer VO jedoch folgendes:

    • Die Macht geht vom Schulleiter aus.
    • Er legt die Aufgabenbereiche und die Formen der Zusammenarbeit fest.
    • Du kannst in den Bereichen arbeiten, die der Schulleiter dir überträgt.
    • Das machst du selbstständig, trägst die Verantwortung, bist rechenschaftspflichtig und bist an euer Leitbild/pädagog. Programm gebunden.
    • In dem übertragenen Teilbereich bist du den Lehrern weisungsbefugt.

    Hart fomuliert hast du nur den Spielraum, den dir der Schulleiter (und euer Schulprogramm) gewährt.


    Ich kann dich gut verstehen, dass ein Wechsel in der Führung zu einigen Reibungspunkten führt.
    Die Frage ist, wie man damit am Besten umgeht.

    Ich glaube es wäre ungeschickt, sich auf eine formelle Ebene zurückzuziehen, zumal da die eher schwach ist.
    Stattdessen würde ich aktiv zweigleisig fahren:

    • Leitbild/pädagog. Programm zusammen mit der neuen Schulleitung aktalisieren. Dabei im Auge behalten, dass alles immer ein Geben und Nehmen ist. Der neue Schulleiter braucht Erfolge, Unterstützung und auch Freiräume eigene neue Ideen einzubringen und umzusetzen. Für die Unterstützung und aktive Mitgestaltung erhält man selbst etwas Einfluß auf die Ausgestaltung bzw. kann eigene "Nischen" gestalten. Da könnte man zum Beispiel geschickt einbringen, wieso die Besonderheiten der eigenen Abteilung gut zu den Zielen der Schulleitung und dem Schulprogramm passen.
    • Eine neue Führung ist eine gute Gelegenheit für eine Aktualisierung des Geschäftsverteilungsplan und des Ziel-Wege-Plans. Damit grenzt man die Arbeitsbereiche und Zuständigkeiten ab. Mit dem gemeinsamen Ziel-Wege-Plan wird der neuen Schulleitung die Sorge alles selbst managen zu müssen genommen und es werden die nötigen Arbeitsschritte, Zuständigkeiten und messbare Ziele festgelegt.

    Meine Erfahrung war bisher, dass so ein konstruktiver aktiv kooperativer Ansatz für alle Beteiligten immer besser Ergebnisse erzeugt, als ein aktiv oder passiv konfrontativer Ansatz.

    Bestellen mit DPD, Hermes und Co ist wie ein Gratis-Abenteuerurlaub. Man lernt die obskursten Einzelhändler in der Umgebung kennen.
    Aber immerhin... vor ein paar Jahren lernte man dabei noch die billigsten Gewerbegebiete in 50km Umkreis kennen. ;)
    Hermes hat das Paket auch schonmal in die Papiermülltonne gelegt. O_o

    Ich nehme wenn möglich immer DHL. Die liefern bei mir am zuverlässigsten und die Postfiliale zum Abholen sieht auch nicht aus, wie aus einem Unterweltskrimi.

    Dafür hat man mit DHL wirklich "Spass", wenn die die Verzollung für einen Abwickeln wollen....3x so viel Arbeit wie selbst zum Zollamt gehen und dann kostet es auch noch ordentlich. Abbestellen geht nicht, sonst darf man zu einem ostdeutschen Flughafen fahren oder das Paket geht zurück.

    Diese Kompetenztestbände gibt es auch für die niedrigeren Jahrgangsstufen.

    Bis Klasse 7/8 kann ich auch Testen und Fördern empfehlen. Damit bekommt man eine sehr genaue Diagnose und in der kostenlosen Version zwar wenig, aber zumindest ein bischen Fördermaterial.

    Wenn die Probleme aber so weit zurückreichen, dann ist sicherlich Nachhilfe bei einem guten Mathelehrer am sinnvollsten. Dann geht es ja auch darum, wie man die Lücken am effizientesten in Hinsicht auf den aktuellen Lernstoff schließt.

    Ich habe mir vor ein paar Jahren massiv die Arbeit erleichtert, als ich mir für meine LibreOffice-Arbeitsblätter eine strukturierte Zeichnungssammlung erstellt habe.
    Da kann ich dann ohne großes Suchen passende Lineaturfelder, Kästchenfelder, Zeichnungen physik. Geräte/Versuchsaufbauten etc. einfach einfügen.
    Das wird mit jedem Arbeitsblatt weniger Arbeit, da man nur noch neue Gegenstände zeichnen muss.

    Für eine gute Fortbildung, aus der ich mit massig Material für meine Fächer herausgehe, dass ich direkt einsetzen kann, hätte ich gar kein Problem trotz Überstunden in den Ferien zu kommen.

    Bislang hab ich allerdings nur Fortbildungen folgender Art erlebt:

    • Allgemeinpädagogische Fortbildung, die sich mit mir bekannten Studieninhalten deckt....gerne gehalten von Unidozenten, Schulfremden oder Schulflüchtlingen.
    • Allgemeinpädagogische Fortbildung, deren Zusammenfassung ich auf einer halben DIN-A4-Seite machen kann.
    • Strukturelle Fortbildung, die an meiner Praxis völlig vorbei geht. Ja, ist interessant, was in einem AOSF passiert, aber für meine tägliche Arbeit nicht relevant.
    • Fortbildungen mit extrem dünnen Fachbezug. Ein Fachbeispiel der trivialen Art für jedes Fach mit dem Arbeitsauftrag, jetzt macht mal bei den komplizierten Themen selbst.

    Die Krönung ist dann noch die übliche Feigheit vieler Kollegen beim Feedback, wo die Kappungsgrenze in Schulnoten übersetzt bei befriedigend liegt.
    befriedigend = extrem miese Fortbildung.
    So denkt das Ministerium, die Bezirksregierung oder das Kompetenzteam natürlich, dass jede Fortbildung super ist.

    Über den gabs mal eine Doku. In der klang das schon nach "durchs Raster gefallen".
    Auf der anderen Seite kann man auf den Förderschulen in NRW auch alle S1-Abschlüsse machen, oder irre ich mich da?

    Es bleibt zu hoffen, dass das Gericht auch Gutachter hört, die Ahnung haben und nicht nur solche, die zuletzt eine Schule von innen sahen, als sie selbst Abitur gemacht haben.

    In der VOGSV (Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses) konnte ich bislang nichts Hilfreiches finden.


    $19.1 sollte das regeln.
    Ich kann es hier jetzt nicht quoten, weil Hessen so ein altertümliches PDF ins Netz gestellt hat...
    Sinngemäß steht da, dass die Noten Ganzjahresnoten sind, mit Schwerpunkt auf dem Leistungsstand am Ende des Schuljahres.
    Kein Unterricht im 2. Halbjahr = keine Änderung des Leistungsstands --> Note/Leistungsbeurteilung aus dem Halbjahr

    $19.5 regelt dann übrigens, dass es in eurem Fall nicht versetzungswirksam ist, weil ihr defakto Epochalunterricht gemacht habt, ohne den anzukündigen.

    Mit Hauswirtschaft würdest du bei uns an der Realschule sofort genommen. Da gibt es einen absoluten Lehrermangel.
    Das sieht man in den Stellenausschreibungen nur deshalb nicht, weil die meisten Realschulen es schon aufgegeben haben Hauswirtschaftslehrer zu suchen.
    Das wird in der Regel nur noch ausgeschrieben, wenn man weiß, dass man einen Bewerber hat.

    Thema Stundenumfang:
    Das ist aufgrund des Hauswirtschaftslehrermangels sicher sehr unterschiedlich.
    Bei uns (28 Klassen) werden im Jahr ca. 17 Wochenstunden Hauswirtschaft unterrichtet, obwohl wir es wegen Lehrermangel weitgehend kürzen mußten. Der Unterricht teilt sich auf Regelunterricht, Unterricht in Flüchtlingsklassen und Unterricht im AG-Bereich auf.

    Das Fach hat außerhalb der Schule leider kein Ansehen, ist aber bei den Schülern extrem beliebt.

    Ist doch kein Wunder, dass die Kinder umkippen und wird von unserer Gedellschaft offensichtlich billigend in Kauf genommen:

    • 1x im Jahr machen die Kinder Sportarten, die sie sonst nie üben.
    • Das ganze findet unter Wettkampfbedingungen statt, die Peergroup guckt zu und macht zusätzlich Druck.
    • Das Wetter kann nicht beachtet werden, weil eine Terminverschiebung durch Phantombelegungen der Sportstätten nicht möglich ist.
    • Körperverletzung wird unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit geduldet und die Eltern nicht haftbar gemacht.

    Womit sich ja die Frage stellt, wer Lehrer ist, hier ist das jeder, der einen Vertrag darüber hat.

    In NRW sieht das genau so aus. ;)
    Der Braumeister mit dem Vertretungsstellenvertrag darf in Chemie Noten geben, für die der Schulleiter dann haftet. Aufsichtspflicht erfüllt er auch.
    Die Lesepatin, die in der Stadtbibliothek angestellt ist und Deutschförderung macht, darf keine Noten geben. Die Aufsichtspflicht erfüllt sie auch nicht.

    NRW:

    Aufsichtspflicht erfüllt:

    • Nein, "unbekannte" Dritte erfüllen die Aufsichtspflicht nicht. Lehrer muss dabei sein.
    • Nein, Praktikanten erfüllen die Aufsichtspflicht nicht. Lehrer muss dabei sein.
    • Ja. Referendare können die Aufsichtspflicht wahrnehmen.

    Noten:

    • Fachfremde Lehrer, Vertretungskräfte indirekt. Schulleitung hält den Kopf hin/hat die Dienstaufsicht.
    • Referendare im BDU. Ja. Schulleitung hat die schulfachliche Dienstaufsicht.
    • Alle anderen/Nichtlehrer dürfen keine Noten geben.

    Weil meine Unterlagen sehr gut durchstrukturiert seien, sollte ich abgeben, damit den neuen Lehrkräften der Einstieg leichter fällt.

    Das ist quatsch. Du mußt da garkeine Unterlagen irgendwem abgeben.
    Dafür gibt es schulinterne Lehrpläne. Mit denen können sich die neuen Kollegen einarbeiten.

    Ansonsten klingt das für eine allgemeinbildende Schule komisch, falls du an einer solchen bist.
    Fachüberhang wird da in der Regel so gelöst, dass du entweder dein anderes Fach verstärkt unterrichtest, Vertretungsreserven machst oder ins Team gesetzt wirst.

    Bezüglich der Reduzierungsempfehlung würde ich den Personalrat ansprechen, falls die in einer neutralen Situation so gefallen ist.

    Ich zahl auch Sachen selber. Leider gibt es einen Punkt, wo es für die eigene Gesundheit und Arbeitszufriedenheit besser ist das zu tun.

    Ich freu mich über jeden, dessen Schulträger die Schule entsprechend ausstattet oder der kein Material braucht.

    Dennoch schadet es nicht, über den eigenen Tellerrand zu gucken.
    Kommunen haben extrem unterschiedlich viel Geld für ihre Schulen zur Verfügung. Die unterschiedlichen Schulformen bekommen ein sehr unterschiedliches Budget. Das mißt sich auch in keiner Weise am realen Bedarf vor Ort, sonder nur an der Lobbymacht der jeweiligen Schulform oder Schule. Natürlich ist das nicht Aufgabe der Lehrkraft das auszugleichen. Aber ich denke so einige Kollegen haben keine Vorstellung, wie es jenseits der eigenen Schule/Schulform/Kommune aussieht.

    Variante 1:
    + kürze Fahrzeit.
    + größeres Kollegium --> weniger Einfluß von Miesepetern + bessere Aufgabenverteilung
    + größere Schule --> mehr Möglichkeiten Projekte umzusetzen
    + keine Schließungsgefahr.
    - Schulträger vermutlich nicht gut bei Kasse
    - Ganztag (das ist deutlich anstrengender als Halbtag)

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