Naja, etwas salopp formuliert steht in eurer VO jedoch folgendes:
- Die Macht geht vom Schulleiter aus.
- Er legt die Aufgabenbereiche und die Formen der Zusammenarbeit fest.
- Du kannst in den Bereichen arbeiten, die der Schulleiter dir überträgt.
- Das machst du selbstständig, trägst die Verantwortung, bist rechenschaftspflichtig und bist an euer Leitbild/pädagog. Programm gebunden.
- In dem übertragenen Teilbereich bist du den Lehrern weisungsbefugt.
Hart fomuliert hast du nur den Spielraum, den dir der Schulleiter (und euer Schulprogramm) gewährt.
Ich kann dich gut verstehen, dass ein Wechsel in der Führung zu einigen Reibungspunkten führt.
Die Frage ist, wie man damit am Besten umgeht.
Ich glaube es wäre ungeschickt, sich auf eine formelle Ebene zurückzuziehen, zumal da die eher schwach ist.
Stattdessen würde ich aktiv zweigleisig fahren:
- Leitbild/pädagog. Programm zusammen mit der neuen Schulleitung aktalisieren. Dabei im Auge behalten, dass alles immer ein Geben und Nehmen ist. Der neue Schulleiter braucht Erfolge, Unterstützung und auch Freiräume eigene neue Ideen einzubringen und umzusetzen. Für die Unterstützung und aktive Mitgestaltung erhält man selbst etwas Einfluß auf die Ausgestaltung bzw. kann eigene "Nischen" gestalten. Da könnte man zum Beispiel geschickt einbringen, wieso die Besonderheiten der eigenen Abteilung gut zu den Zielen der Schulleitung und dem Schulprogramm passen.
- Eine neue Führung ist eine gute Gelegenheit für eine Aktualisierung des Geschäftsverteilungsplan und des Ziel-Wege-Plans. Damit grenzt man die Arbeitsbereiche und Zuständigkeiten ab. Mit dem gemeinsamen Ziel-Wege-Plan wird der neuen Schulleitung die Sorge alles selbst managen zu müssen genommen und es werden die nötigen Arbeitsschritte, Zuständigkeiten und messbare Ziele festgelegt.
Meine Erfahrung war bisher, dass so ein konstruktiver aktiv kooperativer Ansatz für alle Beteiligten immer besser Ergebnisse erzeugt, als ein aktiv oder passiv konfrontativer Ansatz.