Ich habe 3 Typen von Geschichtsunterricht kennen gelernt:
1. Anektdotische Geschichten aus Antike, Mittelalter und von der (europäischen) Kolonisierung Nordamerikas.
2. Schuld- und Gesinnungsunterricht zum 3. Reich in allen Fächern, wo das möglich war, wie bei plattypus. (Auch 90er Schüler
)
3. Einen Geschichtszwangskurs zur Märzrevolution und zu den Monaten vor dem ersten Weltkrieg und zu dessen Entstehung.
Lediglich in dem Geschichtszwangskurs wurden geschichtliche Mechanismen untersucht und vor allem ein Fokus darauf gelegt, was man aus dem damaligen Geschehen lernen kann und ob und inwieweit es uns heute noch beeinflußt. Die Tragig dabei ist für mich, dass lediglich der Zwangskurs das geleistet hat, was das Fach Geschichte überhaupt legitimiert, nämlich Mechanismenverständnis und Transfer zur heutigen Zeit.
Wenn ich mir meine aktuelle Klasse angucke und was die so aus dem Geschichtsunterricht erzählen, dann sind die gerade im Bereich der anektdotischen Geschichten... O_o
...aber ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Fach sich inzwischen auch professionalisiert hat.