Beiträge von kodi

    Die Frage ist immer, was erwartet wird.
    Essenswünsche an die Jugendherberge weiter zu geben und das Kind auf offensichtliche Probleme (Weizenbrötchen= nix bei Zöliakie) hinzuweisen ist kein Problem und heute selbstverständlich.

    Alles was Richtung Einzelbetreuung geht, ist schlicht vom Personalschlüssel her nicht leistbar. Nicht umsonst gibt es dafür Integrationshelfer/Schulbegleiter.
    Dazu kommen dann noch das Problem der Haftung, die bei uns Lehrern eh schon umfangreicher ist, als bei den Eltern selbst. O_o

    Ich hab nicht teilgenommen, weil ich das Problem derzeit nicht habe.

    Tipp:
    Informiere dich einmal über das Konzept der Stadt Wuppertal. Die sind in der Thematik ziemlich weit vorne.
    Ich fand es zumindest sehr überzeugend, als ich noch in der Region gearbeitet habe. Dort greifen alle Institutionen ineinander, einschließlich der Polizei.
    Ich hoffe das gibt es noch...

    Das macht insofern Sinn, als dass eine Zuwendung der Marke "Freiplatz" umgewandelt als Geld oder Sachgeschenk nichts anderes als Korruption wäre und da sind die Richtlinien ziemlich streng.
    Von daher ist es die saubere Linie, das umzulegen und 100% der Kosten der Lehrer zu erstatten.

    Leider liegt NRW da der Landesgeldbeutel näher als die eigenen Korruptionsrichtlinien.
    Denn seien wir mal ehrlich, das begrenzte Budget zur Erstattung der Fahrtkosten führt defakto dazu, dass die Anbieter mit Freiplätzen notgedrungen bevorzugt werden. Auch wenn das die Landesregierung fördert und deckt, ist das eigentlich nicht in Ordnung.

    Wie sind denn diese Kurse organisiert?
    Die ganze Gruppe startet den Kurs zusammen oder kann man da laufend neu einsteigen?
    In letzterem Fall würde ich die Dauerzuspätkommer rauswerfen und andere Interessenten aufnehmen.

    Hast du mal mit der zahlenden Stelle über das Problem gesprochen?

    Du kannst theoretisch immer versetzt werden, solange du nicht schwerbehindert bist.

    Wenn die Schule keine offenen Stellen mehr hat und ein Fach erteilt werden muss, aber nicht fachfremd erteilt werden kann und nicht gekürzt werden darf/soll, dann wird jemand versetzt. Das ist doch irgendwie logisch.

    Ich würde dir empfehlen, erst einmal ein Praktikum zu machen und zu schauen, ob der Lehrerberuf wirklich deinen Vorstellungen entspricht.
    Halte dabei auch selbst einige Stunden (unter Anleitung), um die Unterrichtssituation kennen zu lernen. Richte das Praktikum so aus, dass es zeitlich der Unterrichtsverpflichtung eines Lehrers entspricht, also nicht nur 2 Stunden vormittags. Manche Belastungen, z.B. der dauerhafte Geräuschpegel, merkt man erst am Ende eines langen Tages.
    Guck dir Ausstattung und die Rahmenbedingungen der Schule genau an.

    Falls du mit der Altersgruppe zurecht kommst, bietet sich ein Einstieg nach OBAS in der weiterführenden Schule an, wie schon oben von anderen geschrieben.

    Letztlich ist jeder Lehrer ein Problem, der meint, dass er den Job nebenher macht oder ausschließlich eine der vielen Anforderung, sei es Fachwissenschaft, Methodik/Didaktik, Erziehungsauftrag, etc. in den Fokus nimmt.
    Dabei ist es relativ egal, wie man den Weg in die Schule gefunden hat.


    "Der Strom fließt immer den kürzesten Weg/Weg des geringsten Widerstands etc." Ich dachte immer, das waere so. Ist das falsch??

    Der Gleichstrom teilt sich entsprechend des Widerstandskehrwerts auf.
    Als Daumenregel bei großen Widerstandsunterschieden kann man das allerdings wie zitiert didaktisch reduzieren, wenn man sich der Grenzen bewusst ist und diese auch vermittelt.

    Außerdem gibt es Uneinigkeiten (zwischen mir und der Klasse) darüber, was eigentlich als Beleidigung zu werten ist. Ich finde, dass alles, was andere Personen herabsetzt als Beleidigung gelten sollte. Ich habe aber das Gefühl, dass die Klassse meint, man kann alles sagen, solange keine schlimmen Wörter darin vorkommen. Außerdem finde ich, dass es auch nicht o.k. ist zwar keine beleidigenden Wörter zu verwenden, aber andere Schüler und Lehrer niederzubrüllen. Statt "Halts Maul" wird dann halt in einem sehr aggressiven Ton gebrüllt "sei still".

    Du bist der Schiedsrichter, nicht die Klasse! Das würde ich als erstes klären.
    Natürlich gehören Tonfall und Verhalten in so einem "Verstärkungssystem" mit beachtet.

    Unschön finde ich es auch, dass die Klasse jetzt super laut und unkonzentriert ist und auf Anweisungen nicht mehr reagiert und mir dann ständig mitteilt, dass dieses Verhalten keinen Einfluss auf die Verteilung der Punkte haben darf. Was natürlich stimmt, so wie die Vereinbarung getroffen wurde. Aber so eine Vereinbarung darf doch dann nicht als Freifahrschein für anderes schlechte Benehmen dienen.

    So ein Verstärkungssystem funktioniert nur unter gewissen Rahmenbedingungen.
    Wenn es als Freifahrtsschein für nicht explizit erfasstes deviantes Verhalten genutzt wird, dann würde ich das Verstärkungssystem beenden und die Schüler mit den üblichen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen sanktionieren.

    Lass den durch Störungen versäumten Stoff konsequent Freitag Nachmittag nach Schulschluss nacharbeiten. Da das natürlich weniger effizient ist als eine ruhige Stunde, geschieht das im Zeitverhältnis 1:5 oder 1:10. Ich stoppe bei unruhigen Klassen die Zeit bis wieder Unterricht möglich ist. Es ist selten, dass die mehr als einmal nacharbeiten wollen. ;)

    Willkommen im Staatsdienst. ;)
    Soweit mir bekannt ist, hast du das Recht die Schülerbücher geliehen zu bekommen (nicht das Lehrermaterial) und du kannst deine Fahrtkosten für angeordnete Fortbildungen erstatten lassen.
    Falls deine Schule zwei Standorte hat, kann auch die Fahrt zwischen diesen abgerechnet werden. Ob sich diese Regelung auch auf Praktikumsbesuche erstreckt, müßtest du bei der Bezirksregierung erfragen.

    Zum Glück macht NRW sowas noch nicht. Hier ist auch der Versetzungs/Abordnungsradius gedeckelt.
    Allerdings muss sich jeder auch bewusst sein, dass der Beamtenstatus neben schönen Vorteilen auch ein paar Nachteile hat. Die Möglichkeit der Versetzung gehört da unter anderem zu.

    Was ich persönlich nicht verstehe, ist das Gejammer der Politiker.
    Wenn man den Lehrer"markt" beschwört, muss man damit rechnen, dass der auch mal zum Nachteil des Arbeitgebers aussehen wird und nicht immer nur zum Nachteil der Bewerber.

    Würden die Bildungsstrukturen nicht kaputt gespart und fände eine realistische Bedarfsermittlung und Steuerung statt, dann gäb es auch genug Lehrer. Die Schulkinder werden ja schließlich nicht mit 6 Jahren vor der Grundschultür geboren. Da wäre genug Zeit eine adäquate Anzahl an Lehrern mit den nötigen Fächern studieren zu lassen, wenn mal jemand in die Geburtenstatistiken schaut und das Schulsystem nicht alle 5 Jahre umgebaut wird.

    Die Frage sollte also lieber lauten, ob man die Bedingungen fürs Abitur ändert oder das Abitur prinzipiell als Zugangsvoraussetzung für die Uni abschafft.

    Naja, Studieren ohne Abi gibt es schon seit langer Zeit.
    Man konnte schon immer über eine Sonderbegabtenprüfung studieren. Seit einigen Jahren geht das auch über eine berufliche Qualifikation.
    Insofern ist für die "Sonderfälle" zum Glück schon gesorgt.

    @Studium oder Ausbildung:
    Letztlich stehen dahinter zwei Fragen:

    • Sind die Jobanforderungen so, dass man sich in einem Wissensumfeld befindet das eher statisch ist oder in einem komplexen Umfeld, dass sich im Wandel befindet und noch der aktuellen Forschung unterliegt. Letzteres ist im Bereich der Didaktik/Methodik und den Lehr-Lernprozessen sicherlich der Fall. Allein das rechtfertigt ein Studium.
    • Was ist Fachwissen? Ich weiß, dass es schwierig ist, sich der eigenen Facharroganz zu entledigen, weil man diese an vielen Universitäten vorgelebt bekommt. Das geht mir auch oft so.
      Das Fachwissen eines Lehrers ist ein andere Wissensschnittmenge als das Fachwissens eines Wissenschaftlers, Ingenieurs, etc. Wenn ich mich hinstelle und sage mein Fachwissen beschränkt sich auf die Fachinhalte Physik/Mathematik, dann zeige ich eigentlich nur, dass mein "Fachwissen" bezogen auf meinen Beruf ziemlich lückenhaft ist. Da gehören nämlich in unterschiedlichem Ausmaß Psychologie, Sozialpsychologie, Soziologie, Pädagogik, Fachdidaktik, Fachmethodik, etc. dazu. Das plus die Fachinhalte ist das Fachwissens eines Lehrers.
      Selbst wenn man sich auf die Fachinhalte beschränkt, dann unterschiedet sich das Fachwissen zwischen den Schulformen. Wo der Gymnasiallehrer in Mathe das Lebesque Integral kennen muss, nicht weil es Teil des gymnasialen Stoffs ist, sondern weil er wissen und vermitteln können muss, dass es auch andere Integrationsarten als Riemann gibt, da muss der Grundschullehrer wesentlich fitter in der Struktur der Mathematik und der Rechenverfahren sein und die Parameter deren neurologischer Repräsentation kennen, um den Schülern qualifiziert zu helfen eine mathematische Grundvorstellung aufzubauen. Das ist sicher ähnlich anspruchsvoll. Gerade über die neurologische Repräsentation von Mathematik wissen wir sogar noch recht weniger und forschen viel daran.

    Falls dich auch das Nachbarbundesland NRW interessiert:

    Im Ref sind die Fächer bindend. Du musst deine Prüfungen in den studierten Fächern machen.

    Bei der Einstellung ist die Fächerkombination bindend. Es gibt aber auch Stellen, die mit "Fach/beliebig" oder "beliebig/beliebig" ausgeschrieben werden.

    Sobald du eine Stelle hast, kann der Schulleiter dich auch in anderen Fächern einsetzen. Die Schulleitung trägt dann die Verantwortung.
    Ausnahme ist heutzutage Sport/Schwimmen wegen des neuen Sporterlass.

    Grundschule: Du unterrichtest eh eher alles.
    Haupt-/Real-/Sekundarschule: Kommt häufig in Mangelfächern vor und in als unwichtig erachteten Fächern. In der Regel Einsatz von Kollegen mit ähnlichen Fächern.
    Gymnasium/Gesamtschule: S1 eher unüblich. S2 nicht erlaubt? --> Gibt aber Z-Kurse die Unterricht in Q1 erlauben.
    BK: keine Ahnung

    Für die Schule ist der Doktortitel nur ein akademisches Sportabzeichen. Solange einem das klar ist, spricht doch nix dagegen zu promovieren, wenn man Interesse am Thema hat, in einer guten Arbeitsgruppe ist und die nötigen zeitlichen und finanziellen Ressourcen hat.

    Wenn du nicht in die Schule willst, erhöht er deine Jobchancen und hebt dich aus dem "Lehramtabschluss" heraus. Zumindest falls du in Mathematik promovieren willst.

    Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man aufpasst, nicht in die Prekariatsfalle zu tappen. Ewiger Doktorant auf Hungerlohnstelle/Dozentenstelle oder gar unbezahlt als externer Doktorant...

    Du könntest günstige Hefte kaufen, die Klammerung lösen und die Bögen dann zu Beginn der Arbeit von zwei Schülern verteilen lassen. Wer mehr als einen (4 Seiten braucht) meldet sich in der Arbeit.

    Gleiches geht natürlich auch mit einem Kollegblock. Den kannst du dir im Copyshop schneiden lassen, sodass du nicht jedes Blatt einzeln rausreißen musst.
    Damit das nicht ein riesiges Gefledder wird, kannst du in der Arbeit Heftstreifen verteilen oder die Kinder eine Klassenarbeitsmappe anschaffen lassen, in der nur die aktuelle Arbeit drin sein darf.

    Ich finde den Leitfaden nicht schlecht. Im Wesentlichen zeigt er auf, wie man Betroffenen helfen kann, ihre Rechte wahrzunehmen. Das passt doch zu unserem Grunderziehungsauftrag zum mündigen Bürger.

    Etwas selbstherrlich empfinde ich allerdings die Aufforderung zur Prüfung, ob die Voraussetzungen einer Abschiebung vorliegen.
    Und bezüglich der Empfehlung Öffentlichkeit herzustellen, denke ich, dass das eher eine Beratungsempfehlung denn eine Handlungsempfehlung sein sollte.

    Grundsätzlich passt so ein Leitfaden meiner Meinung nach zur Aufgabe einer Gewerkschaft, da er Handlungsmöglichkeiten in einer schwierigen Situation aufzeigt. Das ist eine typische Arbeit von Arbeitnehmervertretungen.

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