Es ist nicht meine Aufgabe die Evolution in allen Einzelheiten und Tiefen zu unterrichten, so wie es auch nicht die Aufgabe des Biolehrers ist die Schöpfung zu unterrichten.
Damit hast du ja recht.
In deinen Posts klingt es aber so, wie neleabels richtig anmerkte, als hättest du (wie viele andere übrigens auch
) den Grundmechanismus der Evolution falsch verstanden. Das ist dann schon ein kritischer Punkt, wenn du irgendwas in die Richtung im Unterricht thematisierst.
Dieser Grundmechanismus ist:
Merkmale setzen sich durch, wenn sie zu einer höheren und erfolgreicheren Fortpflanzungrate führen.
In der Regel geht das mit bessere Anpassung an den jeweiligen Lebensraum oder seiner Veränderung einher. Das ist ein selbststeuerndes System. Es gibt kein Ziel, keine irgendwie geartete zentrale Steuerung, keine Präferenz für komplexere Lebensformen, wie z. B. Tier und Pflanzen oder den Menschen. Ein Grund für viele Fehlvorstellungen ist auch die taxonomische Baumdarstellung, weil diese nur im Rückblick gültig ist und grafisch Entwicklungsziele suggeriert, die es nicht gibt und die nur durch unsere Interpretation der Darstellungsart suggeriert werden.
Das ist meiner Meinung nach so das absolute Minimalbasiswissen. Da fehlen viele wichtige Aspekte und Mechanismen, z.B. drift. Aber wenn du dich an obiges Grundprinzip hältst, vermeidest du schonmal 80% aller Laienfehler.