Ich hatte damals Latein ab Klasse 9, weil ich zu dieser Zeit noch Medizin studieren wollte, und habe es dann bis zum Latinum weitergemacht.
So war es bei mir auch. Hab das rein zweckorientiert gewählt.
Richtigerweise entfiel dann aber schon gegen Ende meiner Schulzeit die Latinumpflicht in fast allen Studienfächern.
- Mir ist Latein nie als Wissensschaftssprache begegnet. Fachworte zähle ich definitiv nicht als 'ganze Sprache'.
- Da ich vorher bereits 3 andere Sprachen beherrschte, war die Grammatik auch nichts wirklich neues.
- Es war toll in Italien alles lesen zu können, sowohl alte Inschriften als auch modernes italienisch. Sinnentnehmend lesen konnten da allerdings auch die Mitschüler, die statt Latein Spanisch gelernt hatten.
- Latein war halt nett zu lernen, weil es für mich nicht besonders schwer war und es immer schön ist, neue Sachen zu lernen.
Irgendwo verstehe ich den Rechtfertigungsdruck des Faches, allerdings bergen zu konstruierte Argumente dann auch die Gefahr diesen noch zu erhöhen.
Reicht doch eigentlich, dass es ein tolles Fach und eine weitere Alternative in der Schule ist und dass man als Geschichtsbuff für europäische Geschichte und Kirchengeschichte damit viele Primärquellen lesen kann.