Es gibt in NRW schon seit fast 2 Jahrzehnten keine neuen S1-Stellen mehr an Gymnasien und alle alten laufen/liefen aus.
Damit gibt es keine Möglichkeit mit Realschullehramt oder ähnlichem ans Gymnasium zu wechseln.
Es gibt in NRW schon seit fast 2 Jahrzehnten keine neuen S1-Stellen mehr an Gymnasien und alle alten laufen/liefen aus.
Damit gibt es keine Möglichkeit mit Realschullehramt oder ähnlichem ans Gymnasium zu wechseln.
Und ich weiß nicht wie das in NRW ist, aber uns wurde hier schon der Vogel gezeigt, als wir einen Versetzungsantrag bewilligt hatten und direkt danach diese Fächer ausschreiben wollten. Argumentation war dann "Wenn sie versetzen konnten, dann kann der Bedarf gar nicht so groß sein".
Wenn wir in NRW ausschreiben dürfen, können wir zum Glück frei entscheiden, welche Fächer wir ausschreiben. Das ginge also sogar.
aber warum würde die SL sie aus der Elternzeit zurückholen, um dann ein BV zu erwirken? Um ihr Geld zu schenken? (vorausgesetzt, sie verdient mehr als mit Elterngeld. Was ich sehr für sie hoffe...)
Genau. Das wäre sogar negativ für die Schule. Für Elternzeitausfälle kann man Vertretungsmittel beantragen, für BV nicht.
Wie muss ich mir diese "schlimmen Zustände" eigentlich vorstellen?
Du wirst von schulfremden Kollegen permanent mit deren Vorurteilen überhäuft. ![]()
Ich arbeite an einer dieser Schulen und wir haben die beschriebenen Zustände nicht.
Ich hab aber auch schon an einer "Sozialindex 2"-Schule gearbeitet, die dem Forenvorurteil nach ja der Traum sein müsste. Dort gab es die aufgezählten Probleme. ![]()
Der Sozialindex sagt nur etwas über folgende Parameter aus:
Das sind zwar leider alles Belastungsfaktoren für die Schüler, aber die führen nicht zwangsläufig zu den beschriebenen Zuständen. Von daher würde ich mir etwas mehr Vorsicht mit den Pauschalurteilen wünschen.
Dieses Jahr bekam ich wie schon oft fachfremd einen PP Kurs zugeteilt (Jahrgang 9) mit sehr verhaltensauffälligen Schülern.
Da ich schon in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht habe, dass das Unterrichten in PP von der Schülerschaft her sehr schwierig ist, habe ich der Schulleitung gesagt, dass ich diesen Kurs nicht unterrichten kann, da ich das seelisch nicht aushalte. Da zunächst etwas ablehnend reagiert wurde, habe ich mir von meinem Hausarzt ein Attest ausstellen lassen. Er kennt mich und weiß, dass ich hochsensibel bin und schon oft in Psychotherapie war, um meinen Beruf überhaupt zu schaffen.
Persönlich würde ich das allerdings zum Anlass nehmen, weiter an dem Problem zu arbeiten. Schwierige Lerngruppen werden uns in unserem Job immer mal wieder begegnen.
Eine rechtliche Prüfung bedeutet meines Erachtens, dass die SL überprüfen möchte, inwieweit ein solches Attest Bindungswirkung hinsichtlich Deines Unterrichtseinsatzes hat oder nicht.
Genau so ist es. Zwei ähnliche Fälle hatten wir auch schon.
Beim ersten Fall kam nur ein Schreiben zurück, dass dem Attest Folge zu leisten sei.
Beim zweiten kam es zur amtsärztlichen Überprüfung und dauerhaftem Einsatzverbot im entsprechenden (studierten) Fach.
Genau, Russland hat sich in den letzten 20 Jahren auch als unheimlich zuverlässig erwiesen, was Kompromisse und daraus folgenden Frieden anbelangt, da müssen wir einfach Vertrauen haben.
Da sind viele von uns allerdings auch einem falschen Begriff von Zuverlässigkeit aufgesessen und haben ihn mit Integrität verwechselt.
Auch Russland war es in dem Sinn zuverlässig, dass Putin so gehandelt hat, wie er es für sich am positivsten eingeschätzt hat.
Das wird auch ein Punkt beim Kriegsende. Die Situation muss sich für ihn dadurch im Vergleich zur Fortführung des Krieges verbessern oder zumindest eine Verschlechterung abwenden.
Das mit der Schulaufsicht ist ähnlich wie Eltern das System Schule bei Problemen mit Lehrern erleben.
Eingegriffen wird vor allem bei massiven Vorfällen. Deren Einschätzung unterscheidet sich je nach Perspektive stark.
Schnelle Abhilfe wird geschaffen, wenn es ein Problem der Schulaufsicht wird, wenn die Amtswege verletzt wurden oder wenn eine Klage droht.
Alles was unter dieser Schwelle bleibt, geht meistens im Selbstschutz und der Trägheit des Systems unter.
Naja, unabhängig von der etwas schrägen Durchlässigkeit der Lehrämter, ist Korrekturbelastung wohl eher selten der singuläre Grund für einen Burnout.
Insofern ist die Frage, ob da ein Lehramtswechsel wirklich helfen würde.
In den wenigen Fällen, die ich kenne, reagierten die schnell und die Mißstände wurden auch schnell abgestellt.
Ich werde dennoch Montag zu meiner Gyn gehen, um meine Optionen bei ihr zu besprechen. Just in case...
Dann quatsch es aber am Besten in der Schule nicht herum, denn dieses Ausweichverhalten über die Ärzte ruiniert den Ruf aller wirklich kranken. Die kämpfen dann unfairerweise mit allen möglichen Vorurteilen im Kollegium.
Die normale Handhabe wäre nach Gespräch mit Stundenplaner, Schulleitung und Verweis auf euer Teilzeitkonzept, dass du die Gleichstellungsbeauftragte und den Lehrerrat (ÖPR für die NRW-fremden) einschaltest und wenn das nichts nützt den Bezirkspersonalrat und ggf. eine Überlastungsanzeige schreibst.
Naja, selbst wenn da Infos nicht geflossen sind oder Einsatzgrenzen nicht gesetzt wurden, ist ein Plan mit 14 Unterrichtsstunden zu 13 Springstunden extrem unprofessionell. Sowas würde bei uns niemals vorkommen. Egal wie die Rahmenbedingungen der Planerstellung sind.
Unabhängig davon, dass das "Springstunden zu Deputat"-Verhältnis gar nicht geht:
Was sagt euer Teilzeitkonzept?
Zumindest ein Tag lang ist an einer Ganztagsschule schon zumutbar, Kinder hin oder her, solange du nicht alleinerziehend bist.
Jeden Tag geht natürlich nicht.
Also unsere MPT arbeiten ziemlich viel und bearbeiten einiges im Backoffice, was uns Lehrern das Leben extrem erleichtert.
Wie auch bei unserem Beruf sieht man als Außenstehender oft nur einen kleinen Ausschnitt und kann da leicht einen verzerrten Eindruck gewinnen.
Ich kenne ein paar Leute, die sind über sowas in die Bezirksregierung gegangen. Kein Aufstieg sondern eher eine Seitwärtsveränderung.
Man muss halt die Position dieser Jobs an der Uni und die karrieretechnische Nützlichkeit des dort geknüpften Netzwerks realistisch sehen.
Um das ein bisschen auszuführen:
Du brauchst eine Struktur, dass du zu einem festen Termin die planbaren und die spontanen Absenzen vorliegen hast. Dann benötigst du ca. eine Stunde um den aktuellen Tag fertig zu planen, den nächsten Tag vorzuplanen und die angekündigten Absenzen der Zukunft einzutragen.
Natürlich schwankt das Krankheitssaisonabhängig etwas. Es gibt Tage da klappt das völlig entspannt und es gibt Tage da schöpfst du die Stunde völlig mit absolut konzentrierter Arbeit aus. ... und dann gibt es die 2 Tage pro Jahr, wo das nicht reicht und du dich eine weitere Stunde aus dem Unterricht nehmen musst. (Was besagte Tage nicht besser macht.)
Darüber hinaus wirst du ab und an auch im Laufe des Schultags auf spontane Ereignisse reagieren müssen (Kollege hat einen Unfall, Kollege wird in der Schule krank, Kind hat Unfall und muss von Lehrer ins Krankenhaus begleitet werden, Lehrerkind muss abgeholt werden, etc.).
In dem Fall geht deine Pause drauf bzw. du musst kurzzeitig aus dem Unterricht. Entsprechend solltest du als Vertretungsplaner auch keine Pausenaufsichten mehr haben. Letzteres ist auch deshalb sinnvoll, weil Kollegen immer mal wieder Fragen und Anliegen haben, die von Angesicht zu Angesicht geklärt werden müssen. Dafür ist während der Planungszeit morgens in der Regel keine Zeit.
Wenn du auch am Stundenplan selbst mitarbeitest, ist das gut. Ein gut gemachter Stundenplan, der z.B. bezahlte Vertretungsbereitschaften bereit hält, erleichtert die Vertretungsplanarbeit erheblich. Klär auch, dass das Sekretariat dich unterstützt, wenn z.B. Kollegen hinterhertelefoniert werden muss.
Realistisch ist eine Stunde pro Tag bei einer großen Regelschule.
Ich bin an einer gebundenen Ganztagsschule.
Aus der Perspektive finde ich es völlig normal, dass auch im Ganztag sonderpädagogische Förderung erfolgt, wenn Inklusionskinder an ihm teilnehmen. Das ist schließlich keine Betreuung, sondern ein Bildungsangebot, da sogar gesetzlich verankert ist, dass dort Förderung stattfindet.
Nur weil man selbst anders arbeitet, sollte man sich nicht über die Kollegen lustig machen, die zu jedem Thema eine fertige Themenkiste erstellt haben. Das kann im Nachhinein dann auch für sehr viel Entlastung und einen entspannten Unterricht sorgen.
Gleiches gilt für die Investition in das sonstige Deko- und Unterstützungsmaterial. Wenn es dazu führt, dass ich eine super Atmosphäre im Unterrichtsraum habe, mich wohl fühle und somit letztlich meine psychische Gesundheit fördert, dann ist das alle male eine gute Investition.
Was mich selbst stresst und überlastet, muss nicht das gleiche sein, was andere stresst und überlastet.
Unterschiedliche Kollegen legen auf unterschiedliche Dinge wert.
Sie bleiben bei der Schule, solange sie dir nicht explizit von der Bezirksregierung persönlich gewährt wurden.
Beispiel: Deine Fachleitungsentlastung nimmst du mit, Fachberatungsentlastung auch.
Alles aus dem Lehrertopf nimmst du nicht mit.
Praxissemesterentlastung nimmst du leider auch nicht mit.
Das Problem dabei ist, dass die Verteilung der einzelnen Schule obliegt. Die könnten sie dir nur mitgeben, wenn du für den Entlastungsstundenanteil deines Deputats rückabgeordnet würdest. (Hab ich noch nie gehört, dass das gemacht wurde.)
Eine gute SL wird da natürlich eine Regelung finden, dich noch zu entlasten, solange du da bist. Es ist ja nicht so, dass es da keine Schlupflöcher gäbe, die für (etwas) Flexibilität sorgen...
Dazu muss aber natürlich die Versetzung klar sein.
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