Beiträge von kodi

    Kommt auf die Laufbahn.

    Du musst in der Laufbahn Primarstufe, Grundschule, Grund- und Hauptschulen oder Grund- Haupt und Realschulen sein, um dich an der Grundschule auf eine Aufstiegsstelle bewerben zu können. Als aktueller S1-Lehrer also in einer der beiden letzteren...

    Natürlich ist es eine Vollkatastrophe, wenn sich tatsächlich jemand ohne jegliche Schulformerfahrung, rein mit der formalen Qualifikation auf so eine Stelle bewerben würde!

    Bei den Vertretungsstellen sollte dir folgendes klar sein:

    1. Ein sanftes Anlernen ist da eher selten, weil du dringend als Vertretung für irgendwen gebraucht wirst.
    2. Eventuell gewöhnst du dir Dinge an, die hinterher schlecht abzutrainieren sind. Da du als Vertretungskraft anders als im Ref kein direktes Feedback bekommst, merkst du das eventuell nicht rechtzeitig.

    Das soll dich jetzt nicht entmutigen. Aber du solltest dir diese beiden Dinge bewusst machen, wenn du eine Vertretungsstelle vor dem Ref annimmst.

    Ich bin auch kein Freund solcher festen Besprechungstermine. Wenn man aber einmal durch die "Nie Zeit, nie Lust, nie was zu besprechen, immer gerade eine Ausnahme"-Terminvereinbarungshölle für eine Arbeitsgruppe gegangen ist, lernt man sie zu schätzen.

    Umgekehrt schützt es einen selbst auch vor Terminen zu allen anderen Zeiten...

    Du kannst auf 3 Ebenen handeln:

    Belastungssteuerung:

    • Grundsätze der Unterrichtsverteilung über die Lehrerkonferenz
    • Überlastungsanzeige

    Besetzung:

    • Mit der SL sprechen
    • Lehrerrat wird bei der Ausschreibung informiert bzw. berät
    • Die Lehrerkonferenz hat ein Mitglied in der Auswahlkommission.

    Informell:

    • Seid nett zu den Praktikanten, Praxissemestern, Vertretungslehrern und Reffis, damit sie wiederkommen.

    Grundsätzlich hast du aber keinen Anspruch darauf beide deiner Fächer in ausgeglichenem Umfang zu unterrichten. Deine SL wird auch den Fach- und Personalbedarf sehr genau kennen. Personalplanung läuft meistens auf mehrere Jahre im voraus. Schlußendlich muss es (je nach Fach) auch Bewerber geben.

    Ein OBAS'ler ist ein Seiteneinsteiger bei dem davon ausgegangen wird, dass er die volle Nachqualifikation schafft. Er ist hinterher gleichwertig zu einem "normalen" Lehrer.

    Bezüglich der Stellengarantie:

    Der OBAS'ler steht zwar nach seiner Prüfung nicht in Konkurrenz zu fertigen Lehramtsanwärtern, dafür jedoch vor seiner Einstellung!

    Die Stelle muss für den Seiteneinstieg/OBAS geöffnet sein und er ist glaub ich auch erstmal ein nachrangiger Bewerber. Insofern ist das nicht wirklich unfair gegenüber den regulären LAA.

    Das ist nicht diskriminierend gemeint. Es beschreibt meine Schulrealität.

    Bei uns gibt es mehrheitlich Frauen. Wir haben seit 10 Jahren keinen Teilzeitmann mit Stundenplanzeitwunsch gehabt.

    Das mag anderswo anders sein.

    Bei halber Stelle hättest du bei uns 2 freie Tage. Ganztag heißt aber auch, dass du sehr wahrscheinlich nachmittags Unterricht hast und dafür ggf. mal vormittags später anfängst. Je nach Mutti-Quote ist das mal mehr oder mal weniger. Jede Muss-Zeitsperre eines Kollegens erhöht den Unterrichtsanteil dort für alle anderen.

    Ich glaub das ist für uns Männer nicht so das Problem, weil wir defakto nur in sehr wenigen Bereichen diskriminiert werden und daher das Bewußtsein für Männerdiskriminierung nicht so ausgeprägt ist. So nach dem Motto: Wenn es einem gut geht, triggert einen vieles auch nicht.

    Was schwebt dir da vor? Die Schülerklientel auf alle Schulen verteilen, so daß es keine Brennpunktschulen mehr gibt?

    So als Lehrer einer solchen Schule...

    • Mehr Lehrerstellen
    • Geringere Unterrichtsverpflichtung oder großzügige Ausstattung mit Beratungs-/Lerncoachingstunden
    • Mehr Sozialpädagogen
    • Vorrangige Zuweisung von Sonderpädagogen
    • Doppelter Schulhaushalt, um den ganzen Kram zu kaufen/bezahlen, den die Eltern nicht bezahlen können.
    • Vorrang bei der Gebäudesanierung und der Ausstattung und nicht immer als letzte von allen Schulen in der Stadt/im Kreis.

    Ziel wäre dabei die Benachteiligung auszugleichen bzw. abzufangen.

    Das allergrößte Problem der Brennpunktschulen ist der Ressourcenmangel um auf die "Brennpunktursachen und ~folgen" adäquat reagieren zu können.

    Da ich sehr gewillt bin mich dem Beruf voll und ganz zu widmen,

    Als Beamter ist das deine Pflicht. Auch wenn es heute etwas altmodisch scheint, die mit den Privilegien einhergehenden Dienstpflichten zu kennen. ;)

    Sei es finanziell oder andere Aufstiegsmöglichkeiten.

    Grundsätzlich ist das eine eher ungesunde Erwartung im Schuldienst. Die Karriereoptionen sind relativ begrenzt. Belohnungssysteme gibt es nicht.

    Es gibt in NRW neuerdings in der Grundschule vereinzelte Aufstiegsstellen. Das Auswahlverfahren dazu ist ganz neu und etwas komisch. Vorleistung jenseits der eigentlichen Überprüfung hat der Personalrat unverständlicherweise ausklammern lassen. :autsch: Begründung ist wohl Chancengleichheit???

    An den anderen Schulformen gibt es deutlich mehr Aufstiegsstellen. Offiziell werden auch die nach Leistungsbericht/Überprüfung (und nachrangig nach Besolungsdienstalter) vergeben. In der Praxis wird aber dann auch oft jahrelanges Engagement honoriert.

    Ich hab so meine Zweifel bezüglich der Wirksamkeit eines Ortszuschlags.

    Mein Eindruck ist, dass Leute die Lehrer werden eher zu geringer örtlicher Flexibilität neigen. Vielleicht auch einfach, weil es überall Schulen gibt und man sich anders als in anderen akademischen Berufen nicht von vorne herein auf örtliche Flexibilität einstellen muss.

    Wie jetzt: Die Ausbildung geht bis VOR den Sommerferien, die Prüfungen aber sind erst DANACH?!?

    War mal anders. Dann kam NRW auf die tolle Idee ein halbes Jahr aus dem Vorbereitungsdienst herauszukürzen (und als Praxissemester ins Studium zu verlegen). Wegen des bedarfsdeckenden Unterrichts (Stunden ohne Mentor, ganz allein vor der Klasse), der ganze Halbjahre umfassen muss, ging die Kürzung maximal zu Lasten der Reffis. Seitdem dürfen die mit einem Kurzzeitvertretungsvertrag, Hartz4 oder ähnlichem bis zum Einstellungstermin überbrücken. Wer Glück hat bekommt eine der wenigen Dauerstelle direkt nach Ende der Prüfungsphase, die Mehrheit erst zum Halbjahrs-/Schuljahrswechsel.

    Den Bereich sucht letztendlich die SL in NRW aus. Es gibt bei A14/A13-Aufstiegsstellen keine fest vorgegebene Tätigkeitszuschreibung.

    Die SL guckt, welchen Bereich sie benötigt und für eine Aufstiegsstelle geeignet sieht und schreibt dann die Stelle mit dem jeweiligen Tätigkeitsbereich aus.

    Das führt dann in der Praxis im Vergleich zwischen unterschiedlichen Schulen unter Umständen zu einer ziemlichen Ungleichbehandlung.

    Noch gilt doch die Isolationspflicht im Positivfall.

    Wer wissentlich positiv durch die Gegend läuft, gehört angezeigt.

    Darüber hinaus würde ich auch die Freundschaft beenden, denn wer wissentlich andere einer Ansteckungsgefahr aussetzt, ist alles andere aber sicher keine Freundin.

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