Beiträge von Thamiel

    Ein Paradox? Wenn erwachsene Menschen sich immer noch als Teil einer "Jugendkultur" verstehen, dann heißt das ja, dass diese "Jugendkultur" nicht mehr so schnell verschwindet und dann nach deiner Auffassung auch keine "Jugendkultur" mehr sein kann.

    Jetzt wird's aber kompliziert, weil heute kennt man ja mehr als zwei Geschlechter. Aber ich will die Diskussion nicht noch um eine Definition komplizierter machen^^

    Aber ich: Man kennt sogar den Wechsel des Geschlechts. Was wird denn aus einem geweihten Priester, der seinem inneren weiblichen Geschlecht dann auch äußerlich folgt? Oder war er schon davor ein theologischer Schlingel?


    PS: Setzt die Aufnahme ins Priesterseminar eigentlich einen Chromosomenabgleich voraus?

    Sorry, mein Fehler: GK = "Gesamtkonferenz". Das ist bei mir in RLP das Höchste, was auf Schulebene möglich ist, sitzen alle drin: Lehrer, Schulleitung, SEB und seit neuestem ausserhalb der GS auch die Schülervertretung oder sollte zumindest ?!


    Anyway, Notengebung war bei uns immer GK-Beschluss, niemals niedriger. Dienstbesprechungen, wo sowas gern mal inoffziell (vor-)abgestimmt oder vorbereitet wird, sind hier eh raus aus der Beschlussfähigkeit

    Mein Großvater väterlicherseits war zuletzt Leutnant der Wehrmacht (Kriegsoffzier) und ist beim Rückzug aus Belgien gefallen - meine Oma hat sich bis an ihr Lebensende als "Offizierswitwe" verstanden und dieses Bild nach Kräften kultiviert, auch bei der Erziehung meines Vaters. Von ihm kamen Ausdauer, Hartnäckigkeit und ein gewisser Grad an Obrigkeitshörigkeit in unsere Familie.


    Meine Mutter hat über ihre Kindheitserinnerung an die Nachkriegszeit nicht viel erzählt - bis auf die panische Angst, die sie als Mädchen bekam, wenn die franz. Soldaten unter vorgehaltener Waffe ins Haus gekommen sind. Als ich 1990 zu den Sportschützen gewechselt bin, gab das ein häusliches Drama der Extraklasse. Von ihr kam auch die Ermunterung, Zivildienst zu leisten. In unserer Familie war alles was mit Waffen oder Militär zu tun hatte mit einem ziemlichen Tabu belegt. Nicht das wir aktiv davon abgehalten worden wären, aber im Zweifel waren immer "zivile" Sachen wichtiger als Nato-Doppelbeschluss, Bundeswehr, Able Archer, und "Krieg spielen". Es sei denn natürlich, es war was negativ besetztes wie die Flugkatastrophe von Ramstein.


    Nicht, das meine Eltern aktive Pazifisten gewesen wären oder gar mit der 68er Bewegung sympathisiert hätten, das ganze politische Drumrum war bei uns in der Familie einfach kein Thema. Man hatte die an einen gestellten Erwartungen als Lehrer/Lehrerin bzw. in meinem Fall Lehrersohn zu erfüllen und damit hatte es sich.


    Sich aus diesem Umfeld zu emanzipieren war schwer und hat einige Kämpfe gebraucht. Meine Schwestern waren da radikaler bzw. geschickter im Vorgehen als ich, der ich mich noch am längsten mit diesen Rahmenbedingungen versucht habe zu arrangieren.

    Wie sie handelt, ist ihr Ding, geschenkt.


    Der Anscheinsbeweis suggeriert nur den Kausalzwang einer normalen Beweisführung. Der "Anscheinsbeweis" oder besser die "tatsächliche Vermutung" führt auch keinesfalls zu einer Beweislastumkehr im Sinne einer normalen Beweisführung, er ist vielmehr auf genau der gleichen Basis zu widerlegen, auf der er geführt wurde: ohne notwendigen Gegenbeweis.


    Oder in diesem Fall: zwei verschiedene Räume.

    Eine Arbeit aus 2 unterschiedlichen Räumen, die komplett identisch ist, selbst die Fehler, sind also Standard? Für mich nicht. Das war für mich nach 10,5 Jahren im Schuldienst nach dem Referendariat neu.

    Nein? Seltsam. Neu sind für dich also auch 2-3 Arbeiten aus 2 unterschiedlichen Räumen, die komplett identisch sind und nur deshalb nicht unter den Verdacht des Betrugs fallen, weil sie mit voller Punktzahl bewertet werden?

    Natürlich nicht. Aber als Konsequenz musst du ihn nachweisen. Das wird aufwändig wenn die beiden in verschiedenen Räumen saßen. Die Behauptung, dass die beiden Handies verwendet haben ist ohne weiteres eben auch nur eine Behauptung.

    AU, lange, wiederholt, bis die SL merkt, dass sie ihrer Fürsorgepflicht nicht nachkommt, wenn sie dich auf die Art weiter verheizt. Aufsässig werden. Nicht mehr jeden Vertretungsplan schlucken, unbequem werden, Änderungen verlangen, Gesundheit an die erste Stelle setzen, nicht nur die Körperliche. Kein Arzt lacht, wenn ein Lehrer solche Symptome schildert. Das ist the oldest story in the book. Das wird nicht mehr von selbst besser. Das ist kein Licht mehr am Ende dieses Weges. Da muss ein anderer Weg her. Die Tragödie liegt nur in der Zeit die es braucht, sich das selbst einzugestehen.

    Thamiel: Gute Frage! Genau darum geht es: Die Mutter weiß absolut nicht, dass ihre Nachrichten weitergeleitet wurden. Und hier liegt das Datenschutzproblem, möglicher Verstoß gegen Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

    Das würde ich nicht so sehen. Letzten Endes kommuniziert die Mutter mit einer Schulbehörde in schulischen Belangen und müsste davon ausgehen, dass diese Belange weitere Kreise ziehen als nur der von ihr gewählte Adressat. Meine Frage war, ob sie sich dessen auch bewußt ist? Wenn nein, könnte man dies ja mal in einem Nebensatz pauschal fallen lassen.

    @Stan&O.Meier: Nur weil ich den Grund hier nicht angebe, heißt das nicht, dass ich meine Arbeit verschenkt habe. Meine SL kann sich nur schlecht drauf berufen und zurücknehmen kann sie ihren Teil der Leistung auch nicht - im Gegensatz zu mir.

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