Auch der Rechner auf der Website des Ministeriums fragt übrigens Bruttobeträge ab. Neulich noch mit meiner Schwester durchgespielt.
Beiträge von Maylin85
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Ja, wahrscheinlich. Finde ich insgesamt aber alles nicht so befriedigend.
Eine gemeinschaftlich organisierte Lehrerschaft würde ich gar nicht so schlecht finden. In NRW sind 32.000 Lehrkräfte tarifangestellt.. wenn die mal alle gemeinschaftlich und lange in den Streik träten, hätte das bei der eh schon dünnen Personaldecke merkliche Auswirkungen. Ich beteilige mich dann auch gerne an der Befüllung der Streikkasse 😊
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Ich würde ja sehr gerne einer starken Interessensvertretung beitreten, sehe aber keine. Welche Gewerkschaft vertritt denn ernsthaft nachdrücklich und halbwegs erfolgreich die Interessen von Lehrkräften?
Ich bin Mitglied im Philologenverband, der aber meinem Eindruck nach kaum Gewicht hat. Die Positionen der GEW laufen überwiegend konträr zu meinen eigenen Ansichten und Interessen, daher ist das keine Option.
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Zieldifferent sonderpädagogisch geförderte Kindef werden NICHT versetzt.
Die Lernziele werden im Förderplan festgeschrieben.
Allerdings, da gebe ich dir vollkommen Recht, ist das mit den vorhandenen Ressourcen nicht sinnvoll umsetzbar. Aber weder am Gymnasium noch an sonst irgendeiner Schulform.
Und woher soll ich wissen, was ich in so einen Förderplan reinschreiben soll? Ich hab keine Ahnung, was so ein Kind leisten kann oder sollte. Also sucht man sich ein paar Textbausteine, fügt in schwammiger Formulierung ein paar Unterrichtsgegenstände mit ein und nennt das Ganze Förderplan.
Dafür, sich mit jedem Kind hinzusetzen, zu schauen, was es leisten kann, und daraus Ziele zu definieren, steht keine Zeit zur Verfügung.
Ich halte natürlich auch nichts davon. Aber die Versetzungsgeschichte kann man argumentativ schon verständlich machen, auch gegenüber Mitschülern.
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Grundsätzlich ist es kein Widerspruch, dass ein lernzieldifferentes Kind versetzt wird, ein Regelkind aber nicht, weil beide ja eben in unterschiedlichen Bildungsgängen unterwegs sind und "nur" halt im gleichen Setting beschult werden.
in der Praxis hatte ich leider überhaupt keine Ahnung, welche Lernziele ein GE oder LE Kind in Englisch Klasse 6 oder Erdkunde Klasse 8 hat usw. Mir wurde damals gesagt, es gäbe keinen Lehrplan und Ziele werden "individuell" festgelegt. Da kein Sonderpädagoge zur Verfügung stand, habe ich - völlig unprofessionell - die Kinder mit irgendwas beschäftigt und aus den bearbeiteten Themen und Materialien im Nachgang ein paar Lernziele abgleitet, als es um die Zeugnisformulierungen ging. Für mich besteht das Problem bei fehlendem Lehrplan mit klaren Zielen darin, dass die Kinder komplett willkürlich mitversetzt werden. Gäbe es eine ebenso klare Zielperspektive wie im Regelsystem, könnte man die Versetzungen gemessen am Lehrplan des Bildungsgangs plausibel rechtfertigen. Das planlose Durchschieben, was zumindest bei uns an der Schule der Regelfall war, ist dagegen völlig absurd.
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Nun gut, in Schutt und Asche legen war nicht die gelungenste Formulierung. Wenn Terroristen aber aus zivilen Nachbarschaften heraus operieren (und das ja offenbar von der Bevölkerung auch so geduldet wird), wie soll dann eine Intervention ohne "Kollateralschäden" aussehen? Ich würde bei der Ausgangslage tendenziell auch lieber ein Gebäude zu viel als zu wenig zerstören. Dafür, dass sich dort dann möglichst keine Zivilisten mehr aufhalten, waren die offiziellen Warnungen da.
Die ägyptische Grenzschließung ist natürlich problematisch. Bereits am Sonntag hat das Militär in Gaza die Bevölkerung aber wohl per Videobotschaft aufgeklärt, wohin sie innerhalb von Gaza gehen und Schutz suchen kann (Quelle: https://www.timesofisrael.com/idf-instructs-…n-unrwa-schools).
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Dir ist schon klar was Du geschrieben hast , oder?
Falls nein sage ich mal, was bei mir angekommen ist. Man könnte es nicht verübeln, wenn Israel einen Genozid begingen.
Sorry soweit geht meine Solidarität mit Israel nicht und ich erwarte auch von meiner Regierung, dass sie in der Außenpolitik hier rote Linien zieht.
Das habe ich nicht geschrieben. Die Menschen wurden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Dass auf eine solche Aufforderung eine deutliche Militäraktion erfolgt, ist doch nicht überraschend und die finde ich nach dem Wochenende auch gerechtfertigt. Dass man dabei vermutlich nicht sehr viel Rücksicht auf Bevölkerung nimmt, die der Aufforderung nicht gefolgt ist, kann man ebenfalls verstehen.
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Ich finde das Abschneiden von Versorgungsstrukturen sehr verständlich und man hat die Zivilbevölkerung unmittelbar nach den Angriffen auch ganz unmissverständlich aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Ob das so einfach zu bewerkstelligen ist, sei mal dahingestellt. Aber dass die Reaktion deutlich ausfallen muss, ist doch klar, und man könnte es nicht verübeln, wenn Gaza komplett in Schutt und Asche gelegt wird. Man kann auch nicht so tun, als hätte die Zivilbevölkerung nichts mit der Hamas zu tun... ohne eine duldende Zivilbevölkerung, wäre die nicht so stark.
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Ob das inakzeptabel ist würde ich nach den ersten Medienberichten nicht beurteilen wollen.
Ich hatte nur das Video geseheh und nicht gelesen, dass der Schüler zuerst handgreiflich geworden ist. Das entlastet natürlich etwas. Vielleicht.
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Der Kollege in Neukölln, der sich hinreißen lassen hat den Schüler mit der Palästinaflagge zu schlagen, tut mir leid. Klar ist das inakzeptabel, aber ich möchte nicht wissen, welche Zustände diese Reaktion provoziert haben.
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Fassungslos macht mich auch, dass anscheinend Regierung und Medien nicht verstanden haben, was da in Israel passiert ist. Israel hatte an einem Tag noch nie so viele Opfer zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Toten liegt jetzt schon bei über 600 und die Streit- und Einsatzkräfte haben viele Orte noch nicht mal erreicht. Im Sechstagekrieg gab es 20 zivile und knapp 800 militärische Tote, verteilt auf mehrere Wochen. Das ist wahrscheinlich das opferreichste "Ereignis" in der israelischen Geschichte nach dem Unabhängigkeitskrieg und noch vor der zweiten Intifada. Stattdessen wird aber berichtet als seien es die üblichen "Auseinandersetzungen".
Mich hat die deutsche Berichterstattung auch etwas irritiert gestern. Ich war den Tag über mit anderen Sachen beschäftigt und habs erst spät mitbekommen - da gab es dann also diesen einen ARD Brennpunkt, der superungalant in Verstehen Sie Spaß überging, und das wars. Kein einziger anderer Sender hat abends noch berichtet, statt dessen sendet Phoenix (den ich immer noch als den primären öffentlich-rechtlichen Nachrichtenkanal wahrnehme) zum gefühlt hundertsten Mal diese Yellowstone-Reportage, die zwar sicherlich nett ist, aber halt auch ständig wiederholt wird. Fand ich schwach. CNN und BBC haben das besser hinbekommen.
Zum Thema: antiisraelische Kommentare sind mir in den letzten 10 Jahren immer wieder begegnet und ich empfinde den Umgang damit als extrem schwierig. Einerseits kann ich manche Kritik am israelischen Umgang mit den Palästinensern durchaus verstehen und auch nachempfinden, dass das ggf. Hass schüren kann, andererseits ist es ein sensibles Thema und die Grenze zwischen Meinungsäußerung und nicht mehr tolerablem Spektrum teilweise (für mich) schwammig. Auch kann man die Thematik meines Erachtens nur dann offen diskutieren, wenn man das Ganze sehr gut moderiert und selbst historisch absolut sattelfest ist - bin ich nicht und versuche ich daher zu vermeiden. Sich entsprechende Äußerungen einfach zu verbitten, kann man natürlich machen, kehrt die Problematik aber letztlich nur unter den Teppich und verlagert sie woanders hin. Und ich erinnere mich vor ein paar Jahren an Neuntklässler, die sich auch nicht einfach so den Mund verbieten lassen wollten und denen auch der Gang zum Schulleiter egal war. Ist auf jeden Fall - insbesondere in Schulen mit hohem Anteil muslimischer Schüler - kein einfaches Thema.
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Als ich angefangen habe zu studieren, gab es in NRW leider nur noch Gymnasium/Gesamtschule kombiniert.
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Wir haben die auch aufgenommen und hatten sie in gleicher Größenordnung. Wenn Schulplätze da sind und es der Elternwunsch ist, werden die eben aufgenommen. Es war auch nicht zulässig Kinder mit Gymnasialempfehlung vorzuziehen, sondern bei mehr Anmeldungen als Plätzen wurde gelost.
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Mir leuchtet das auch ein. Nicht jeder hat die Nerven und die Ausdauer für jedes Klientel, und Gesamtschulen in NRW sind teilweise halt absolute Brennpunktschulen.
Es geht allerdings auch anders: eine Ex-Kollegin ist vom Ruhrpottgymnasium auf eine westfälische Gesamtschule gewechselt und empfindet das Schülerklientel als deutlich angenehmer. Wenn die Versetzung schulformübergreifend nicht klappt, lohnt es sich vielleicht, sich innerhalb der eigenen Schulform mal genauer verschiedene Optionen anzuschauen.
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Wegen gerade mal 2 Jahren längerer Studienzeit würde ich nicht die Vorteile eines vollwertigen Abschlusses wegschmeißen. Rein finanziell wirst du die Einbußen in dieser Zeit verbeamtet wieder rausholen können.
Ich kam gegen Ende des Studiums auch nicht mit dem Geld aus und hab die (zinslose) Studienabschlussförderung in Anspruch genommen. Damit ging es dann.
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Die ersten 3 Impfungen fand ich wichtig, bei den aktuell kursierenden Varianten und angesichts der sicherlich bereits vorhandenen Grundimmunisierung sehe ich sie für mich aber derzeit auch nicht als sinnvoll an. Dass es teilweise Fälle von Impfschäden gab, lässt sich auch nicht leugnen - sich also nur für eine Klassenfahrt impfen zu lassen, fiele mir im Leben nicht ein. Dann entfällt die halt, wenns blöd läuft.
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Die Formulare sind sicher standardisiert auf komplette Schulhalbjahre zugeschnitten. Ich würde gar nicht groß rumtelefonieren, sondern den 1.8. durchstreichen und händisch 1.11./ab Einstellung drüberschreiben. Bei Rückfragen meldet sich sicher schon wer.
Ich erinnere mich allerdings, dass zumindest bei der normalen Planstelle (also nicht OBAS) im Vertrag, den man bei Einstellung unterschreibt, die Stundenzahl eingetragen werden konnte. Es wäre bei Planstellenantritt also gar nicht das normale Antragsformular nötig gewesen.
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Ich weiß nicht, aus welchem Bundesland du bist, aber zumindest für NRW kann ich mir das nicht vorstellen, da die Gymnasien nach der Erprobungsstufe alles aussortieren, was nicht ansatzweise in deren Schema passt und Schüler mit Förderbedarf (abseits von KM o.ä.) sind auch eher eine Seltenheit.
Wir als Gesamtschule haben übrigens aktuell soviel fest zugewiesene Förderschullehrer: 0
Da möchte ich vehement widersprechen. Mein ehemaliges Gymnasium "musste" alles durchziehen, was irgendwie ging. Wir haben mangels Schulplätzen an anderen Schulen regelmäßig die Ansage bekommen, dass man am Ende der Erprobungsstufe nur eine meist einstellige Anzahl an Schülern abgeben dürfe. In meinem ersten Jahr dort, in dem ich zwei Unterstufen-Klassen hatte und allein bei mir +15 Schüler im Defizit standen, wurde die Zahl 6 benannt (für einen damals sechszügigen Jahrgang mit vollen Klassen). Dass Gymnasien munter alles wegsortieren können, was nicht genehm ist, stimmt so definitiv nicht für alle Städte und Regionen.
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Das Hauptproblem im Zusammenhang mit Zuwanderung sind wohl weniger die absoluten Zahlen als die Integrationsproblematik.
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Transparent kommuniziert sind die Fächerprognosen, man muss sich lediglich die Mühe machen, mal reinzuschauen. Ich frage mich, was du da noch erwartest.
Ein oder zwei "verlorene" Semester sind kein Drama. Ich würde an deiner Stelle überlegen, welches der beiden Fächer mir mehr am Herzen liegt und das andere kicken. Oder alternativ noch ein gefragteres Drittfach dazu nehmen. Ich hab Geo sehr sehr gerne studiert und mag das Fach immer noch, würde es heute aber aus den von mjisw genannten Gründen nicht nochmal wählen. Man ist damit leider sehr unflexibel was Alternativen zu Gymnasium/Gesamtschule angeht.
Wäre Englisch keine Option? In meinem Umkreis waren die Einstellungschancen deutlich besser, sobald Erdkunde oder auch Geschichte auch bilingal unterrichtet werden konnten.
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