Möchte man alle Suchtmittel eleminieren, könnte man ja direkt mal beim Zucker anfangen. Das ist gesamtgesellschaftlich ein viel größeres Problem und hat vermutlich gravierendere gesundheitliche Konsequenzen, als der gelegentliche Joint.
Ich finde es auch problematisch, immer gleich von Suchtmitteln zu sprechen. Die Mehrheit konsumiert Alkohol oder Cannabis oder sonstwas OHNE direkt eine Sucht zu entwickeln (gilt vermutlich auch für Videospiele usw.). Wer eine Prädisposition für Suchtverhalten hat, verfällt vermutlich früher oder später sowieso irgendwas, die Mehrheit tut es aber nunmal nicht. Viel wichtiger als Verbote sind Aufklärung und das Erlernen eines maßvollen Umgangs. Und zur Aufklärung gehört meines Erachtens auch, Kiffen nicht einfach mit synthetischen Drogen in die Schublade "Drogen" zu stecken und zu verteufeln, sondern differenziert (auch mit Kindern und Jugendlichen) über Wirkung und Risiken zu sprechen.