Beiträge von Maylin85

    Wobei es natürlich richtig ist, dass das Gefahrenpotential für die Kleber steigt, je länger sie dort sitzen, denn diese Aktionen schüren nunmal Aggressionen. Kommt es zu Gewalttaten, muss die Polizei spätestens dann einschreiten und es endet auch wieder in Aufmerksamkeit. Daher ist das auf Straßen in aller Konsequenz sicher schwierig.

    Aber wer sich in Museen, Opern, auf Ausstellungen usw. festklebt, könnte ruhig stehen gelassen werden.

    Tut mir leid, aber da ist nur dann eine Vereinbarkeit zu erkennen, wenn man es für legitim hält, die eigene Selbstverantwortung und Selbstbestimmung an "das System" abzugeben - frei nach dem Motto, "ich bin dafür, dass klimaschädliches Verhalten sanktioniert wird, also möge man es bitte tun und mich vor meinen eigenen Klimaschandtaten schützen".

    Ich finde es skuril und hoffe, dass diese Art von Klimaaktivist die Ausnahme bildet.

    An diesem Punkt verstehst du auch nicht, um was es geht. Dass einzelne Personen irgendetwas machen oder nicht machen, hat keinen Einfluss auf das Klima. Es geht um systemische Veränderungen.

    Da kann ich nicht folgen. Man nötigt Pendler im Alltag und setzt sich dann in einen Flieger und hat damit unterm Strich wahrscheinlich einen größeren CO2 Fußabdruck als jemand, der "nur" das ganze Jahr mit dem Auto zur Arbeit fährt, aber auf eine Fernreise verzichtet. Man nimmt an Aktionen teil, die ganz gezielt den Einzelnen/die Zivilgesellschaft treffen und zu Verhaltensänderungen animieren sollen, sieht aber keine Notwendigkeit für eigene Verhaltensanpassungen. Angestrebt werden systemische Veränderungen, die aber bitte nicht das individuelle Urlaubsverhalten tangieren.

    ...in welcher Gedankenwelt macht das Sinn?!

    Bild? Focus usw? Journalisten, die auch keine Ahnung haben und/oder clickbaits produzieren müssen? Und hier wurde Welt verlinkt. (Übrigens lügt (phantasiert) einer und die anderen rechten Zeitschriften schreiben ab, man darf ja nicht die Sponsoren verschrecken.)

    Und das entscheiden Pöbler oder Unwissende wie ihr? Wir haben weltweit noch ca. 6 Jahre Zeit, die Katastrophe zu verhindern, danach entscheidet die Natur (und nein, wenn bei ca. 2 Grad Erwärmung die ersten Kipppunkte fallen, sind wir machtlos und können einen weiteren Anstieg nicht mehr verhindern (Rechnungen vermuten einen Anstieg um 6,5 Grad). Übrigens in der Eiszeit war es ca. 6,5 Grad kälter. Mir persönlich kann es egal sein, richtig problematisch wird es ja nicht sofort in 6 Jahren, sondern erst in gut 25 Jahren (in meinem Studium hieß es noch Ende des Jahrtausend, ist jetzt halt 50 Jahre früher, weil Wissenschaftler vorsichtig waren und nicht mit so großer Dummheit gerechnet hätten). Aber lieber herumpöbeln als sich informieren, Augen zu und Vollgas auf die Wand (und dann herum jammern).

    (Du meintest doch, wir sollten uns auf 2 Grad einstellen, wer so etwas sagt, weiß nicht Bescheid. Es kann nicht jeder alles wissen, aber andere verunglimpfen, sagt viel über euch aus. Rest gelöscht.)

    Ich bin ziemlich sicher, nichts dergleichen gesagt zu haben. Ich bin mir sehr sicher, dass wir als Weltgemeinschaft sowohl das 1,5 als auch das 2 Grad Ziel reißen werden, mit allen Konsequenzen. Wir werden hier nichts "verhindern" können und der Effekt der Klimakleberaktionen darf auch bezweifelt werden. Wenn man "Pöbler" ist, wenn man deren Aktionen nicht ernst nehmen kann und Nötigung und Vandalismus nicht gut heißt, dann ist das eben so.

    Ob dir irgendwelche Quellen passen oder nicht, interessiert mich ehrlich gesagt nicht so arg. Mir ist jedenfalls keine Gegendarstellung dazu begegnet. Warum erscheint dir die Darstellung unlauter? Es gibt ja auch Vertreter der Letzten Generation, die sich vom anstrengenden Aktivistenalltag per Flugzeugfernreise erholen müssen, da erscheint mir ein Bericht über Gejammer über fehlende Heizung und falsches Essen nicht per se unglaubwürdig.

    Ich habe mir mal eine Schule angeschaut, die Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag als Silentium angeboten hat. Hausaufgaben wurden grundsätzlich still gemacht und bei Schwierigkeiten konnten die Kinder sich melden und bekamen Hilfe. Wer sich nicht an die Regeln gehalten hat, durfte nicht mehr teilnehmen.

    Okay, und inwiefern glaubst du, dass Deutschlehrer für diese Herausforderung besser geeignet sind?

    Ich hab nirgends geschrieben, dass der besser geeignet ist, sondern dass jeder ohne DaZ Qualifizierung gleichermaßen ungeeignet ist und bei null anfängt. Ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl, dass mir das Fremdsprachenlehrerdasein auch nur ansatzweise irgendwas nutzt, als ich vor 8 Jahren das Vergnügen mit einer IVK hatte (da saß übrigens ein nicht alphabetisiertes Kind drin, konnte man leider trotz Bemühen auch nicht wesentlich verändern). Arbeiten und Spracherwerb laufen hier so völlig anders, dass man nicht wirklich auf irgendwas zurückgreifen kann - und das fängt bereits beim fehlenden Gespür für die Schwierigkeiten und Fallstricke der Zielsprache an. Von allen Dingen, die ich jemals fachfremd machen musste (und da waren Sachen bei, von denen ich wirklich keinen Schimmer hatte), habe ich mich hier am meisten inkompetent gefühlt.

    Dass man da sowieso grundsätzlich keinen Bock drauf hat, ist natürlich richtig und trägt sicher zur ablehnenden Haltung bei, aber ich sehe auch wirklich nicht, wo Fremdsprachler hier einen Vorteil hätten. Mein Eindruck war eher, dass fachunabhängig die Kommunikationstalente in unserem IVK-Team die besten Ergebnisse erzielt haben.. der Schlag Mensch, der mit Händen und Füßen kommunizieren kann, pantomimisch kreativ ist, flexibel und intuitiv agiert. Ich bin nix davon^^Jedenfalls nicht, bevor man sich in der Gruppe besser kennt, was wiederum voraussetzt, sinnesfassend miteinander sprechen zu können.

    Ich sehe in der Vermittlung einer Fremdsprache an Menschen, mit denen bereits eine gemeinsame Sprache als Grundlage besteht, als etwas völlig anderes an, als zu alphabetisieren oder meine Muttersprache an Leute zu vermitteln, mit denen ich mich auf sprachlicher Ebene noch überhaupt nicht verständigen kann. Natürlich kann man sich da irgendwie reinfransen, aber ich denke nicht, dass die klassische Fremdsprachendidaktik hier nennenswert nützlich ist (u.a. weil z.B. das kontrastive Vorgehen, was chilli ja richtig bemerkt, hier doch schonmal völlig wegfällt).

    Ich finde nicht, dass Sprachlehrer per se für die Alphabetisierung prädestiniert sind 😕

    Da sehe ich mich jedenfalls auch absolut nicht und es wäre ein Feld, in das ich mich genauso von null an einarbeiten müsste, wie jeder Nichtsprachlehrer auch.

    Ich würde fragen. Eine Ref-Kollegin von mir durfte auch einen Tag frei nehmen für ihre traditionelle Mädels-Kegeltour. Die Stunden musste sie allerdings tauschen und dann entsprechend nachholen.

    Ich hab immer spätestens 15-20 Minuten nach der verordneten Bettruhezeit das Zimmer nicht mehr verlassen. Natürlich rennen da noch Leute kichernd und ssshhht-piepsend über den Flur und natürlich kriegt man das irgendwie mit, aber wenn sie das nach 1-2 Ansagen dann in verträglicher Lautstärke tun und mich nicht nötigen, es zwingend offiziell hören zu müssen, passt das für mich und ich gehe auch guten Gewissens schlafen.

    Antimon

    Genau das denke ich nämlich auch (dass man es nicht jedem einfach so abverlangen kann und es dann auch funktioniert). Vorher Begleitpersonen abzusprechen, macht Sinn - passiert das an Schulen mit Rollstuhlfahrern auch tatsächlich? Wenn es Mitschüler sind, okay, aber bei Kollegen macht allein der Fachlehrerwechsel es sicherlich schwierig zu garantieren, dass die festgelegte Person immer zuverlässig in der Nähe ist.

    Mir ging es eigentlich darum, dass ich es fragwürdig fände Lehrkräften pauschal abzuverlangen, im Ernstfall begleitend in einem brennenden Gebäude bleiben zu müssen. Das beträfe ein (für mich schwieriges) Spannungsfeld zwischen legitimen Selbstschutzinteressen und Fürsorgepflicht.

    Aber ja, es gibt Türen, die eigentlich nicht verkeilt werden dürfen und Gebäudeteile trennen, aber da sie eben nicht automatisch funktionieren und sonst oft behindern, sind sie natürlich in der Praxis trotzdem verkeilt.

    Dafür hat eine meiner vergangenen Schulen mal furchtbar einen auf den Deckel gekriegt, denn nicht dürfen heißt aus guten Gründen nicht dürfen. Wurde danach nicht mehr gemacht.

    Da mag echt niemand mehr noch für einen Rollstuhl verantwortlich sein, den holt die Feuerwehr mit der entsprechenden Schutzausrüstung.

    Das verstehe ich. Mir geht es darum, wieso eine Begleitperson mit warten muss, denn dann muss die Feuerwehr im Zweifel nicht eine Person holen, bei der es nicht anders geht, sondern 2, was ja im Ernstfall mit doppeltem Aufwand, Risiko und ggf. Personaleinsatz verbunden ist. Mir ist schon klar, dass es hier vermutlich um Fürsorge vs. individuelle Sicherheit geht, aber so ganz glücklich finde ich es irgendwie nicht. Wäre ich die betroffene Begleitperson, würde es mir vermutlich schwer fallen in einem qualmenden Gebäude zu bleiben, wenn ich es eigentlich noch verlassen könnte.

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