Beiträge von Maylin85

    Wäre ich betroffen, ich hätte so glaube ich, sämtliche Papiere weggeschmissen und könnte mich an nichts mehr erinnern. Ich hätte auch kein Handy dabei.

    Menschlich individuell vielleicht verständlich, aber so etwas kann ein Ankunftsland meines Erachtens nicht einfach so hinnehmen. Wer keine feststellbare Identität hat, kann hier eigentlich nicht frei herumlaufen, sondern müsste in ein Auffanglager ohne Ausgangsmöglichkeit und ohne Verdienstmöglichkeiten vebracht werden, so dass der Aufenthalt hier außer einer Unterkunft und Versorgung mit dem Nötigsten auch letztlich "nichts bringt". Wer ein Verfahren, Bewegungsfreiheit oder mal Kontakt zur Familie aufnehmen möchte, erinnert sich ja vielleicht auch wieder an seine Herkunft und Identität.

    So blöd finde ich das mit der Haushälterin gar nicht. Ich möchte meine Putzfrau jedenfalls nicht missen, solange es hier keinen Teilzeit-Parter mit entsprechendem Haushaltsdienst gibt 😄

    Eine Teilbezuschussung (ähnlich der bezulagten Hausfrau) wäre ja schön 😊

    Oje was für anstrengende Eltern. Die Kinder müssen in Schule sich am Riemen reißen, daheim im Garten...:autsch:

    Ich bin froh wenn die Kids kein Bock auf Medien haben sondern draußen einfach Kids sind; laut und Spaß haben. Hat man Kinder als Nachbarn ist das halt ein Lebensrisiko :grimmig:. Der Grill-, Kamin-, Zigarettengeruch weht ja auch zu einem herüber...

    Die Gärten sind so angelegt, dass man sich zwar nicht sieht, aber durchaus hört, wenn es ansonsten ruhig ist, und die machen das wirklich super. Natürlich dürfen die spielen, aber ohne Geschrei und Gequieke, ohne ständig gegen Wände fliegende Bälle, ohne Gezanke usw. Artikulieren sich auch bei Tisch sehr höflich, Mamas Ansagen werden nicht diskutiert.. ich finde das toll und sehr rücksichtsvoll 😊

    Aber: wenn Papa alleine mit den Kindern ist, klappt es auch nicht soooo supergut. Was wiederum zeigt, dass es nicht gottgegebene Vorzeigekinder sind, sondern eben viel Arbeit und Konsequenz drinsteckt. Was mir wiederum viel Respekt, insbesondere vor der Mutter, abnötigt 👍 Die liegt definitiv nicht entspannt im Liegestuhl und lässt laufen, sondern ist eigentlich permanent regulierend anwesend (in ruhiger, angemessener Weise, wie ich finde).

    Die Ruanda-"Lösung" finde ich insbesondere deswegen auch problematisch, weil man die wirtschaftlich schwierige Lage ausnutzt, um gut bezahlte Abkommen zu schließen, deren Folgen für das Land gar nicht zwingend absehbar sind. Ruanda hat nach dem Bürgerkrieg eine durchaus positive Entwicklung durchlaufen und einen sichtbar erfolgreichen Weg zur nationalen "Gesundung" eingeschlagen. Trotzdem verarbeitet diese Gesellschaft aber gerade noch einen noch nicht allzu lange zurückliegenden Genozid, konnte sicherlich noch nicht alle Spannungen nachhaltig ausräumen, und in dieses fragile, gerade auf die Beine kommende System möchte man nun illegale Migranten schicken. Halte ich nicht für sehr gelungen. Der Westen muss seine Probleme selbst lösen und kann nicht ständig outsourcen. Man hat in diesen Ländern in den letzten Jahrhunderten schon genug nachhaltig verpfuscht.

    (Und es sollte klar sein, dass ein braves angepasstes Mädchen, um das Klischee zu bedienen, in der Regel kein Ergebnis der eigenen Erziehungsleistung ist sondern primär schlicht das Wesen bzw. der Charakter des Kindes.)

    Wieso geht man direkt davon aus, dass das NICHT Ergebnis von Erziehungsleistung ist? Schau ich mich in meinem Freundeskreis so um, dann gibt es da sehr gut erzogene Kinder, die aber auch in meinem Beisein regelmäßig und frühzeitig von den Eltern zur Ordnung gerufen und deutlich erkennbar erzogen werden. So auch meine Nachbarn, die es schaffen, dass die Nachbarschaft trotz Trampolin und Pool im Minigarten nicht von ihren drei Jungs belästigt wird, weil sie superkonsequent und superschnell eingreifen, wenn es laut und störend wird. Und dann gibt es da Leute, deren Kinder sich wie hulle benehmen und die was von "ist halt lebhaft" und "sind halt Kinder" faseln. Da habe ich dann aber wiederum auch selten bis nie erlebt, dass sie mal gescheit und vor allem konsequent und nicht nur dann, wenns schon massiv daneben ist, gemaßregelt werden 🙃

    ...vielleicht sind Naserümpfen und Vorzeigekind ja auch einfach verdient und erarbeitet 🤗

    Gerade in Ballungsräumen sind kleinere Wohnungen auf den Quadratmeter umgerechnet häufig teurer als große. In Anbetracht dessen sowie der Tatsache, dass es immer günstiger ist, eine Wohnung mit 2 Gehältern zu unterhalten, müsste es eigentlich der Fairness halber einen Singlewohnzuschlag geben 🤗

    Anna Lisa

    Der Anspruch ist auch nicht, dass deine Kinder komplett gegenfinanziert werden (warum auch). Aber mit 900€ wird dir in Mietstufe III bei nicht allzu abgehobenen Ansprüchen bereits die komplette Miete geschenkt - das ist doch sehr generös und in der Summe auch völlig übertrieben.

    Inwiefern hilft es denn gegen Lehrermangel, wenn Lehrer zum (offensichtlich ja nicht sonderlich nötigen) Teamteaching herangezogen werden? Dadurch wird doch keine einzige Stunde mehr erteilt.

    So richtig verstehe ich die Argumentation nicht. Wären es Vertretungsstunden, okay, aber das...?

    Die Antworten hier fallen deswegen aus, wie sie ausfallen, weil jeder fachlich ausgebildete Lehrer um den Wert seines Fachstudiums weiß. Es befremdet einfach jedes Mal aufs Neue, wenn Pädagogen ohne einen blassen Schimmer von Sachfächern meinen, sie seien qualifiziert Unterricht zu erteilen, nur weil sie fit in kindlicher Entwicklung, Lerntheorien und Co sind. Das ist ja alles schön, dennoch sind sie fachlich nunmal schlicht unqualifiziert. Dass aus der Not heraus auch solche Leute eingestellt werden, ein Schulbuch in die Hand gedrückt bekommen und sich nach bestem Wissen und Gewissen durch die Praxis wurschteln, ist ein absolutes Armutszeugnis für das Bildungssystem. Dennoch kann man irgendwo verstehen, dass Menschen, die sich umorientieren wollen, diese Chance nutzen. Taucht aber ein junger Mensch mit klarem Berufswunsch Grundschullehrer auf und entscheidet sich gezielt für einen dafür ungeeigneten Ausbildungsweg, dann ist das nicht wirklich nachvollziehbar.


    (Meine Schwester hat mit ihrem exzellenten 1,3 Pädagogik Bachelor und 1,0 Pädagogik Master dann übrigens noch angefangen Deutsch auf Lehramt nachzustudieren und nach 1,5 Semestern geschmissen, weil ihr das alles zu aufwändig und kompliziert und lernaufwändig war - seitdem rätsel ich insgeheim ein bisschen, was Pädagogik für ein Luschenstudium sein muss, und sehe das alles ohne Fachstudium noch deutlich kritischer als vorher eh schon 🙈)

    Ich hab nicht geschrieben, dass es viele gibt. Die gibts hier auch nicht. Wenn man die aber wieder schwerpunktmäßig an Förderschulen "bündelt", statt sie wild durch die Gegend zu schicken, können dort auch wieder mehr Schüler beschult werden. Genug für alle gibts eh nicht. Wie du richtig sagst, müssen viele Regelschulen sowieso ohne auskommen - gerade deswegen würde es Sinn machen, wenn genauer geschaut würde, wer dort landet.

    Und ja, die Umsetzungsebene und der Rechtsrahmen sind ein anderes Thema. Wie bei so vielen Themen bei so vielen Parteien, auch das ist kein AfD-Alleinstellungsmerkmal.

    Die Idee scheint ja zu sein, die Förderschule wieder zum Regelfall zu machen. Ganz ehrlich: ich habe 3 Sonderpädagogen im Freundeskreis und die würden alle liebend gerne wieder an Förderschulen arbeiten und nicht in der verunglückten Regelschulinklusion. Das gleiche sagte jede einzelne Sonderpädagogin, die für jeweils ein Jahr an meine letzte Schule abgeordnet war. Ich denke nicht, dass es schwerer sein wird Förderschulen wieder zu bestücken, als Sonderpädagogen an Regelschulen zu bekommen (die sind ja auch Mangelwaren und müssen sich meist noch auf mehrere Schulen stundenweise aufteilen).

    Mir sagt jedenfalls die Idee zu, Inklusion zur Ausnahme zu machen für diejenigen, die tatsächlich realistische Chancen haben, die Regelschule zielgleich abschließen zu können.

    Deswegen ja vermutlich.

    Also ich hasse Massen an Korrekturen. Mit Englisch wäre ich da regelmäßig ganz dicke dabei - und das womöglich zweimal im Jahr. So ad hoc mag mir die Arbeit am WBK nicht so wirklich zusagen. Gibt es tatsächlich noch andere Vorzüge?

    Ich war positiv überrascht, dass in den GKs weniger Klausuren geschrieben werden und Schüler teilweise nur eine statt zwei im Semester schreiben. Auch hat man im 5. Semester (also quasi Q 2.1) plötzlich kaum noch Klausurschreiber im GK. Von meinen 18 schreiben noch 8, das ist eigentlich ziemlich angenehm. Facharbeit wird in der Regel auch nicht geschrieben bzw. ist freiwillige Option.

    Vlt. eine etwas private Frage. Aber hattest du Probleme in deiner Familienplanung durch diese Arbeitzeiten? Oder wenn nicht Familie dann mit dem sozialen Umfeld? Sprich man arbeitet wenn viele Feierabend haben? Oder mache ich mir da zu sehr Gedanken drum? Ich persönlich habe keine Probleme mit den Arbeitszeiten, aber wenn der Partner zum Beispiel 16 Uhr von der Arbeit kommt und man dann gerade zu seiner Arbeit fährt und es immer so ist außer in den Ferien ... :grimmig:

    Ich bin am WBK mit Vormittagsunterricht. Aber ich habe und will auch keine Kinder und würde sehr sehr gerne im Abendbetrieb arbeiten. Käme mir als Eulentyp total entgegen. Mit Familie kann ich die Bedenken aber verstehen. Der Mann meiner Schwester arbeitet an einer Schule mit teilweise Abendbetrieb und sie nervt das teilweise ziemlich.

    Tom123

    Den Begriff "normal" habe ich zitiert, weil er zuvor verwendet wurde. Ich unterscheide eher in demokratisch legitim wählbar, da nicht verboten, oder halt nicht. "Normal" oder nicht, liegt sicher im Auge des Betrachters. Solange sie partizipieren dürfen, muss man sich mit ihnen auseinandersetzen.

    Bei der Bildungspolitik hast du den Punkt Inklusion vergessen ;)

    Ich habe auch den Eindruck, dass gerade der Punkt Clankriminalität von Herrn Reul im Rahmen der Möglichkeiten recht konsequent angegangen wird. Aber es dauert eben, bis das auch durchschlägt. Diese Parallelgesellschaften hat man über Jahrzehnte ungestört heranwachsen lassen und die sind jetzt halt erstmal da. Dazu eine schlechte Haushaltslage, Personalmangel in allen möglichen Bereichen (2022 mehr als 700 unbesetzte Stellen bei der Stadt in allen möglichen Bereichen), wahrscheinlich auch schlichtweg keine Ideen, wie man diese Stadtteile aufwerten und Bevölkerung besser durchmischen könnte.

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