Beiträge von Maylin85

    Erstmal werden Grundschulkinder ja meist den wohnortnahen Grundschulen zugeordnet, alles soll inzwischen inklusiv sein, man hat also meist keine Chance das zu umgehen.

    Außerdem ist es ja nicht immer von Anfang an klar.
    Bei uns ist Muskelschwund erst in der 2. Klasse bei einem Schüler diagnostiziert worden. Anfangs lief er problemlos noch die Treppen inzwischen sieht man das er damit erhebliche Probleme hat, auch wenn er es immer noch machen will, aber man sieht der Weg zum Rollstuhl ist absehbar, er ist jetzt Klasse 4, er wird also bis Klasse 6 (Ende der Grundschule) wohl im Rollstuhl landen. Sollen wir ihn jetzt bitten die Schule zu verlassen?!?

    Naja, wenn kein Schulwechsel erfolgen und inklusiv beschult werden soll, muss der Schulträger eigentlich für entsprechende bauliche Maßnahmen sorgen. Ich stelle es mir auch für betroffene Schüler sehr entwürdigend vor, wenn man ständig auf Hilfe angewiesen ist und getragen werden muss. Es geht ja nicht nur um "praktische" Aspekte, sondern auch um Selbstbestimmung und Eigenständigkeit.

    Nein, eben nicht. Die Feuerwehr denkt sich schon was bei solchen Vorgaben, die kommen nicht vom Baum gefallen. Hast du jemals bei einem echten Feueralarm evakuieren müssen? "Normale Menschen" (aka nicht Chemiker*innen und Personen, die bei der Feuerwehr arbeiten - was häufig die gleiche Personengruppe ist) verhalten sich dann leider nicht mehr so, wie sie eigentlich sollten. Im Idealfall gibt es sowieso einen ausgewiesenen Fluchtweg durch ein belüftetes Nottreppenhaus. Das muss es in allen grösseren, öffentlich zugänglichen Gebäuden geben, auch das Haus, in dem ich wohne, hat so eins (und ich habe schon 2 x in 7 Jahren das Haus über diesen Weg verlassen ...). Kleinere Schulhäuser haben sowas wahrscheinlich nicht, dann gibt es aber die Möglichkeit, das Gebäude über die Fenster zu verlassen.

    Wenn es tatsächlich brennt, haben die Leute Angst und es kommt zwangsläufig zu irgendeiner Art von Gedränge auf dem Fluchtweg. Da bist du mit einem Rollstuhl absolut nicht sicherer unterwegs als einfach in einem Zimmer mit einer Brandschutztür zu warten, bis dich die Feuerwehr holt.

    Nein, zum Glück nie einen Ernstfall erlebt. Wenn es im Gebäude hinter Türen sicherer ist, müsste man sich dann konsequenterweise nicht die komplette Evakuierung sparen und die Leute anweisen, hinter geschlossenen Brandschutztüren im jeweiligen nicht betroffenen Gebäudetrakt zu bleiben? Die Tatsache, dass man so viele Leute wie möglich dennoch raus beordert, suggeriert mir, dass das schon einen Sinn hat... und ehrlich gesagt bin ich in der Situation dann subjektiv auch lieber draußen. Dass die Personen mit dem Rollstuhl warten muss und es im überfüllten Treppenhaus nicht sicher ist, ist klar, aber mir geht es ja um die Begleitperson, die noch die Chance hätte zu gehen.

    Maylin85

    Du hast eine Fürsorge- und Verkehrssicherungspflicht. Nur weil man volljährig ist, bedeutet dies nicht, dass man keine Dummheiten macht. Und für dich heißt es, dass diese Dummheiten dir Schwierigkeiten bereiten, wenn du die obigen Pflichten verletzt.

    Wenn du denkst du bist fein raus, nur weil deine Schüler volljährig sind, dann lass die Klassenfahrt bleiben

    Wohl besser so. Das macht halt rational betrachtet wirklich überhaupt keinen Sinn. Hat ein Arbeitgeber, der mit seiner Belegschaft auf Betriebsausflug ist, die gleichen Verpflichtungen?

    Habe ich das überlesen? Wer schrieb denn, dass regelmäßig SuS über Treppen nach unten (oder auch nach oben) getragen werden müssten? Hier ging es doch nur um Evakuierungsübungen/-fälle, in denen die Aufzüge auch von körperlich Beeinträchtigten nicht genutzt werden können, oder?

    Hm, vielleicht habe ich es dann missverstanden. Ich hatte die Postings von Schmidt oder Miss Othmar anders gelesen.

    '

    Nein, das ist die offizielle Vorgabe der Feuerwehr. Die wissen schon, wie's geht. Hinter einer Brandschutztür bist du erstmal sicherer als im verrauchten Treppenhaus und wenn es auf deiner Etage gar nicht brennt, kannst du dort je nachdem auch bleiben, bis der Brand gelöscht ist. Glaub mir, ich habe in meinem Leben als Chemikerin schon ein paar mehr Brandschutzübungen mitgemacht und auch echte Feueralarme erlebt, als die meisten, die hier gerade schreiben. Ich unterhalte mich auch gerne mit dem Brandmeister, wenn wir an der Schule Probealarm haben und frage, was gerade die aktuellen Vorgaben sind. Die ändern sich, weil man neue Erkenntnisse gewinnt, weil die Ausrüstung der Feuerwehr heute eine andere ist als vor 20 Jahren und auch weil Gebäudeinstallationen sich ändern. Ich habe noch gelernt, einen Personenbrand mit der Löschdecke zu löschen, das wird heute auch nicht mehr pauschal empfohlen.

    Ich glaube schon, dass das funktioniert und so sicher ist, wie es für diese Person in der Situation eben sein kann (oder situativ auch sicherer, wenn das Treppenhaus betroffen ist). Mir geht es um den Punkt der Begleitperson. Wenn das Treppenhaus (noch) passiert ist, ist komplett raus ja vermutlich immer noch definitiv sicherer, als hinter der Brandschutztür zu warten.

    An einer meiner vergangenen Schulen gab es anfangs noch kein Freikontingent und man hat alle 3 Monate Rechnungen für seine Kopien im Fach gehabt. Dort war es auch semi-üblich, von den Schülern zumindest in kopierintensiven Oberstufenkursen (z.B., wenn kein Lehrwerk eingeführt war) am Anfang des Schuljahres oder Halbjahres Kopiergeld einzusammeln - ist aber halt schwer, einen realistischen Betrag abzuschätzen, wenn man am Anfang es Jahres noch gar keine Idee hat, welche Beträge dabei überhaupt zusammen kommen werden, bei Überzahlung ggf. dann zurückzahlen muss usw. Einige Kollegen haben pauschal 1€ eingesammelt und den letztlich fehlenden Restbetrag dann halt selbst draufgelegt. Viele haben gar nichts eingesammelt, weil zu aufwändig nachzuhalten.

    Alternativ gab es die Möglichkeit, vom Träger kostenlos kopieren zu lassen - man musste dann die Kopievorlagen zum Träger schicken und bekam die Kopien zurückgeschickt, ABER nur mit ausreichend (also mindestens 6 Wochen) Vorlauf und auch nur, bis das dafür vorgesehene Kontingent erschöpft war. Das war auch der einzige Weg, an kostenfreie Farbkopien zu kommen. Später wurde es mit zentral eingesammeltem Kopiergeld und (nicht sehr großzügigen) Freikontingenten marginal besser, irgendwann kam auch ein Farbdrucker dazu, den man immerhin kostenlos nutzen konnte.


    Ob Kopien vom Stick kamen oder Blatt zu Blatt, hat meines Wissens nach keinen Unterschied gemacht. Entscheidend war das Papier und die verbrauchte Blattzahl.

    Also bleiben die SuS mit einer weiteren Person (Lehrkraft, Schulbegleitung, Mitschüler_in) in einem Klassenraum hinter der nächsten Brandschutztür.

    Der Satz löst in mir irgendwie Unbehagen aus. Also müssen sich im Zweifel mindestens 2 Leute in erhöhte Gefahr begeben und ggf. von der Feuerwehr gerettet werden (was auch Mehraufwand und eine höhere Gefährdung für die Einsatzkräfte bedeutet) statt nur der einen Person mit Handicap? Ist wirklich explizit irgendwo festgeschrieben, dass jemand dabei bleiben muss?


    Ansonsten bin ich einigermaßen entsetzt darüber zu lesen, dass es Schulen gibt, an denen regelmäßig Leute über Treppen getragen werden müssen. Das kenne ich so überhaupt nicht. Meine letzte Schule war nicht barrierefrei und somit haben wir auch keine Schüler aufgenommen, die darauf angewiesen gewesen wären. Bei Verletzungen und temporären Einschränkungen ist es natürlich was anderes, aber man kann doch nicht ernsthaft Schüler aufnehmen, bei denen von vornherein klar ist, dass sie sich tagtäglich nicht eigenständig durchs Gebäude bewegen können.

    Es geht im Ausgangsfall ausschließlich um volljährige Schüler, da lässt man sich nichts von Eltern unterschreiben. Mir erschließt sich sowieso überhaupt gar nicht, wieso ich auf Schulveranstaltungen Verantwortung für volljährige Schüler tragen sollte - welchen Sinn macht das? In jeder anderen Lebenssituation sind die komplett selbst verantwortlich und auch im Schulgebäude oder in Pausen werden sie nicht beaufsichtigt, auf Ausflügen dann aber plötzlich schon?!

    JVA finde ich gar nicht so unattraktiv und hatte mich auch mal aktiv nach dieser Alternative erkundigt. Was ich damals ungünstig fand: 40 Stunden Präsenszeit am Arbeitsplatz. Gerade Korrekturen mache ich aber gerne nachts und bin tagsüber nicht gut konzentriert, daher hatte ich es damals nicht weiter verfolgt. Würde ich heute anders sehen und versuchen, mich arbeitstechnisch halt umzustellen. Ein echter Feierabend ist ja auch nicht so schlecht..


    Natürlich muss man den Umgang damit nicht erfüllend finden, aber sie als nichtig abzutun ist ein pädagogischer Offenbarungseid und (jetzt kommt meine persönliche Meinung) dann sollte man diese auch zum Wohl der Kinder nicht unterrichten.

    Ach Gottchen.

    Ich kann es absolut nachempfinden.
    Man muss nur bereit sein, den "Fehler", den man im Studium gemacht hat (falsche Einschätzung der Belastung bzw. einzelner Faktoren) entweder selbst auszubaden (Kompromisse, es ist nunmal ein Job, 40% sind doof, 60% sind okay), oder die Konsequenzen ziehen (aktive Bewerbung an bestimmte Schulen, Antrag auf Entlassung). und auch einsehen, dass eine viel kleineres Angebot zur Verfügung steht, wenn man einen Großteil der möglichen Einsätze ausschließt.
    Und damit meine ich nicht das trotzige Stampfen, dass man an SEINER unwirtschaftlichen Arbeitsstelle klammert und bleiben will, wenn diese geschlossen wird, sondern schnell die neuere suchen.

    Hätte ich die Stelle nicht wechseln können, wäre mein Kompromiss an alter Stelle Teilzeit gewesen (Antrag war bei Kündigung bereits gestellt und auch bewilligt). Ich denke, mit 70% wäre ich zurecht gekommen, weil man sich dem Ganzen dann einfach automatisch weniger oft aussetzen muss. Dass die Teilzeitmöglichkeiten aktuell massiv erschwert oder verwehrt werden, ist in dieser Hinsicht allerdings dann ein ernsthaftes Problem.

    Während du dich in einem anderen Thread über die mangelnde Belastbarkeit "unserer Jugend" ereiferst, bist du selbst auf Medikamentenmissbrauch angewiesen, um der Arbeit nachzugehen, für die du dich hast ausbilden lassen?

    Jap. Was vielleicht sogar auch mit Teilen dieser Jugend zu tun hat 😅 An der Mädchenschule mit sehr gesittetem Klientel brauchte ich jedenfalls noch keine Kopfschmerztabletten, im Ruhrpott dann schon.

    Das war übrigens kein "Missbrauch", der Medikamenteneinsatz war schon durchaus nötig, wenn dir ständig der Schädel platzt. Aber ich hätte alternativ natürlich auch die Yogamatte im Klassenzimmer ausrollen können, für die kleine Entspannung zwischendurch.

    Ich finde da auch nichts Erfüllendes dran. Ich bin eher genervt und habe in Jahren mit viel Unterstufe phasenweise täglich 2-3 Kopfschmerztabletten genommen. Rückblickend denke ich, Blutdruckmessungen am Arbeitsplatz wären mal interessant gewesen. Das ist aus meinem Alltag alles vollumfänglich verschwunden, seit der Faktor Kinder raus ist. Der Eine findet den Umgang erfüllend, der andere halt nur schwer erträglich.

    Es ist kein Tabubruch, wenn Parteien sich konstruktiv und sachlich mit Themen auseinander setzen, abstimmen und sich dabei in unterschiedlichen Konstellationen Mehrheiten bilden. Möchte man das verhinden, darf man kein Thema mehr anfassen, dem die AfD potentiell zustimmen könnte, und das ist wohl kaum eine Lösung.

    Die Klassen stehen geordnet an bestimmten Punkten

    Das finde ich mal sinnvoll. Ich war bisher nur an Schulen, an denen der jeweilige Schulhof als Sammelplatz ausgewiesen ist.. aber wo genau nicht und man sucht sich dann eben ein Plätzchen. Wir hatten mal Feueralarm kurz vor Unterrichtsbeginn (ausgelöst durch einen Schüler, der seine Klassenarbeit verhinden wollte, aber das wusste natürlich da noch niemand). Die meisten Kollegen waren noch gar nicht im Raum, die Schüler aber schon (und liefen dann natürlich durcheinander raus) und dann ging draußen die lustige Suche nach seinen jeweiligen Schäfchen los. Ein fester "antrainierter" Platz wäre hilfreich gewesen 😄

    Naja, wie - sorry - ätzend ich die Arbeit mit Kindern finde, habe ich z.B. erst gemerkt, als ich mal 2-3 Jahre im Job war. Auf persönlicher Ebene hatte und habe ich mit Kindern keine Probleme, aber Kinder (ich denke hier an Klasse 5-7) zu unterrichten und für deren zigtausend irrelevante Problemchen ansprechbar zu sein zu müssen, habe ich zunehmend als echte Tortur empfunden. Ab Klasse 9 und halbwegs gut erzogen, okay. Das weiß man aber doch im Studium noch nicht unf auch nach Praktika kann man es nicht wirklich beurteilen.


    Aber dass die Schüler nichts dafür können, stimmt natürlich.

    Ich verstehe Aviator schon. Wenn man sich bewusst gegen die Arbeit mit Kindern entschieden und sich entsprechend positioniert hat, und dann passiert sowas, dann ist das schon übel. Ich hätte auch arge Probleme, mich nochmal auf Kinder (und den Schultyp, von dem ich persönlich nichts halte) einzulassen, wenn der Fall der Fälle einträte. Allerdings bleibt irgendwann nur noch, es einigermaßen professionell anzugehen und den Job vernünftig durchzuziehen oder eben konsequent auszusteigen und sich neu zu orientieren. Sich mit der hier durchschimmernden Haltung Tag für Tag durch den Berufsalltag zu kämpfen, kann nicht gesund sein.

    Vielleicht wäre ein Wechsel an die Uni eine Option?

    Ich habe Asien nicht als Vorbild benannt, sondern darauf hingewiesen, dass einige asiatische Staaten uns gerade massiv alt aussehen lassen, was Qualifikation und Leistungsbereitschaft der Absolventen betrifft. Ich möchte auch nicht zwingend südkoreanische Verhältnisse haben (obwohl ich das Strafpunktesystem für Fehlverhalten schon ganz schick finde), aber die gesunde Mitte liegt wohl irgendwo zwischen unseren beiden Systemen. Was bei uns abgeht, ist jedenfalls nicht besser, sondern maximal "anders miserabel" und im globalen Wettbewerb vermutlich perspektivisch auch nicht hilfreich.

    Darüber hinaus schließe ich mich Ichbindannmalweg an. Es gibt auch einen Unterschied zwischen der Befähigung zu kritischem Denken und dem Hinterfragen von Begebenheiten und dem grundsätzlichen Infragestellen von Autoritäten, wie es Kindern oftmals gestattet wird. Dass es in vielen Familien üblich ist, jeden Kleinkram zu diskutieren und erstmal zu überlegen, ob eine Aktivität gerade mit den eigenen Befindlichkeiten und Bedürfnissen kompatibel ist, ist jedenfalls auf keiner Ebene vorteilhaft.

Werbung