Beiträge von Maylin85

    Stifte, Blöcke, Ordner -> noch nie erlebt, dass so etwas irgendwo finanziert wurde. Eine Schule hatte Flipchart-Papier für Plakate, das wars aber auch.

    Schulbücher -> haben wir im Referendariat großzügig von den Verlagen bekommen, allerdings nicht an Tag 1, sondern es dauerte. An meiner Refschule gab es keinen Ausleihbestand für Lehrkräfte, eine spätere Schule war da großzügiger. Hier würde ich zu Beginn mal nachfragen. Gleiches gilt für Dienstgeräte. Wenn die Schule welche hat, sollten auch die Referendare welche kriegen. Digitale Lizenzen für Schulbücher und Handreichungen usw. gibt es auch je nach Schule entweder als Kollegiumslizenz oder halt nicht.

    Frag auch nach, wie das Kopieren geregelt ist. An meiner Refschule gabs ein (kleines, nie ausreichendes) Freikontigent. Meine letzte Schule hatte anfangs keinerlei (!) Kontingente und hat versucht, für jede einzelne Kopie das Geld einzutreiben. Ich hatte nach 4 Monaten eine Rechnung von fast 50€ im Fach. Wiederum woanders gab es unbegrenzte Kontingente und das sogar in Farbe - die Bedingungen (und letztlich auch die Kosten) variieren hier.

    Deine Anführungsstriche sollen andeuten, dass Du denkst, Klimawandel sei nicht real oder nicht durch Menschen verursacht? Ich denke, mir ist meine Zeit zu schade, um mit Menschen zu diskutieren, die mit Formulierungen wie „Kleberschwachsinn“ hantieren. Diese „Weiter so“-Typen haben uns in diese Misere gefahren. Natürlich kann man warten, bis Handeln zwingend wird. Schön wird das dann aber nicht, weil es sehr viel mehr Menschenleben kosten wird. Um Wirtschaft wird es dann irgendwann nicht mehr gehen. Davon mal ab, dass unser Wohlstand seit Jahrhunderten auf Ausbeutung anderer Menschen basiert, die aktuell eher dafür die Folgen ertragen.

    Ein Herunterfahren von Individualverkehr in Großstädten bekommen nahezu alle Großstädte in Europa besser hin als Deutschland. Das wäre nun wirklich ein leicht umzusetzender Punkt (der zudem Innenstädte weit attraktiver macht, wie wir eindrucksvoll an Städten wie Paris sehen).

    Selbstverständlich ist der Klimawandel real. Ob von Menschen verursacht finde ich seriös nicht zweifelsfrei beurteilbar, er ist aber definitiv vom Menschen beschleunigt.

    Ich finde den passionierten Idealismus der Klimaaktivisten ja auf irgendeiner Ebene sogar recht sympathisch, aber eben auch wahnsinnig naiv. Fakt ist: wir "stoppen" da nichts mehr und die Suggestion, dass es zu spät sei, WENN wir nichts machen, ist einfach absurd. Das Klima wandelt sich, mit dem Fallout werden wir leben müssen - ob wir vorher unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand mit Vollgas vor die Wand fahren oder nicht, ist dabei völlig unerheblich. Ich würde ja bevorzugen, das nicht zu tun 💁‍♀️

    Nein, aber mit irgendwas wird auch Deutschland mal anfangen müssen. Mehr geht immer und wäre dann ja auch damit nicht vom Tisch.

    "Mehr geht immer" = nach Umsetzung der aktuellen Forderungen einfach weiterkleben? Fürs nächsthöhere Ziel? Was wäre denn angesichts der "drängenden Zeit" angemessen, eine sofortige Stilllegung des Individualverkehrs und der deutschen Industrie? Schade halt, dass auch sofortiges Herunterfahren der deutschen Emissionen auf 0 exakt absolut gar nichts am globalen Anstieg ändert. Also warum genau sollte man für den Kleberschwachsinn auch nur ansatzweise Verständnis aufbringen?

    Ich finde es völlig affig, dass dem TE nicht einfach der Termin mitgeteilt wird. Wenn man weiß, dass die Stunde definitiv betroffen ist, kann man entsprechend planen und sich rechtzeitig um Stundentausch, Nachholstunden, was auch immer bemühen. Jemanden kurz vor der Prüfung derart in der Luft hängen zu lassen und ein Staatsgeheimnis um eine dämliche Alarmübung zu veranstalten, ist doch komplett lächerlich und arschig.

    Ich würde auch mal bei den Stundenplanern vorfühlen. Meistens sind die bei sowas ja im Bilde.

    In meinem Studium (Abschluss 2012) war Inklusion Thema, aber sehr idealisiert. Was für ein absolut gruseliges Unterfangen das in der Realität ist, steht auf einem völlig anderen Blatt. Nachdem ich noch nie und nirgends gut funktionierende Inklusion gesehen habe, frage ich mich, worauf die Uni da bitte "vorbereiten" soll. Kann sie meines Erachtens gar nicht. Außer, man schult starke Nerven und einen gesunden Umgang mit unerfüllbaren Erwartungshaltungen.

    Ich hab mich über das eigentlich an der Schule bestehende Hefter-Gebot hinweg gesetzt und überall Hefte anschaffen lassen, genau deswegen 🙈 Immer irgendwie chaotisch, immer irgendwie zeitraubend weils irgendwer nicht rafft, immer irgendwie unordentlich aussehend. Die Papphefter sehen nach 4 Transporten in der Schultasche zudem aus wie Sau.

    Ich habe immer erst gebucht, wenn alle Einverständniserklärungen vorlagen UND die vom Veranstalter geforderte Anzahlung auf dem Schulkonto eingegangen ist (Ausnahme: BuT, weil das Geldda erst kurzfristig ausgezahlt wird, aber für diese Schüler ist die Schule dann in Vorleistung gegangen).

    Wenn im vorliegenden Fall unterschrieben wurde und trotzdem keine Zahlung erfolgt, sollte man meines Erachtens rechtliche Schritte einleiten, um die Begleichung der Rechnung anzuleiern. Ob der Schüler mitfährt oder krank ist oder einfach zu Hause bleibt und dann halt eine Ordnungsmaßnahme erfolgt, wäre mir hier eher egal.


    Unabhängig davon finde ich grundsätzlich ja eh unverständlich, wieso Teilnahmen verpflichtend sind. Fand diese gammeligen Jugendherbergen mit Gemeinschaftstoiletten und 24/7 Zwangsvergesellschaftung als Kind immer extrem unschön und wäre auch lieber einfach in den Parallelklassenunterricht gegangen 🙈 Mehrwert meist fragwürdig.

    Nein, nicht ich persönlich. Es wurde auf die Vorbildfunktion hingewiesen und wie wichtig die Berufssprache Deutsch ist.

    Das finde ich persönlich auch richtig so. Schüler schreiben schon katastrophal genug, da sollten Lehrkräfte nicht auch noch vorleben, dass das schon in Ordnung ist. Wenn man in dem Bereich Probleme hat, kann man seine Texte ja entsprechend gründlich vorbereiten.

    Ansonsten ist meine Wahrnehmung nach 5 durchlaufenen Schulen: Lehrer sind dort "spezieller", wo die allgemeinen Bedingungen "spezieller" und fordernder sind. An Schulen mit angenehmem, pflegeleichten Klientel bin ich auch auf nette, entspannte Kollegen getroffen (und auf wenig Gejammer). Wo Chaos, Unterbesetzung, eine schwierige Schülerschaft und Überforderung latent den Alltag durchziehen, sieht das schonmal anders aus und dort gehört Jammern und Lästern halt auch oft zur Bewältigungsstrategie. Diskutiererei und ständiges in-Frage-stellen findet man gerne in großen Kollegien, in denen Grabenkämpfe schwelen oder Konflikte aus der Vergangenheit noch ungemütlich nachwirken.

    Das Einzige, was mir bei Lehrern wirklich gehäuft vorzukommen scheint und bei mir während so mancher Konferenz in den Abendstunden akute Aggressionen hervorgerufen hat, ist die Vorliebe, sich selbst reden zu hören. Und seinen Senf zu jeder uninteressanten Nichtigkeit beizutragen, bevorzugt in epischer Breite und mit deutlich mehr Worten, als nötig wäre. Überhaupt wird oft ein Haufen Dinge diskutiert, die völlig uninteressant sind.


    Abschließend kurz zum Forum: ich finde den Ton hier eher vergleichsweise gemäßigt. Überlege gerade, was das über die anderen Foren aussagt, in denen ich mich so durchs Leben prokrastiniere 😄

    Ich bin zwar aktuell Sekundarlehrer, habe aber in NRW an einer Gesamtschule im Sek1 Bereich voll integrativ arbeiten müssen. Es gab keine Unterstützung oder dergleichen. Der Unterricht war die Hölle. Es gab Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen. Die mit körperlichen Förderbedarfen waren super zu integrieren. Die mit geistigen oder emotionalen waren die Katastrophe. Sie haben den Unterricht für alle kaputt gemacht. In der Sekundarstufe 1 war kaum noch nennenswerter Lernfortschritt erreichbar. Was soll ich bitte machen, wenn 3-5 Kinder einfach rumschreien? War dann halt ein verlorenes Jahr. Ein Verbrechen an der Bildung aller Kinder ohne Förderbedarf.

    Unterschreibe ich so (Gymnasium NRW, und uns wurde immer wieder versichert, unsere Kandidaten seien "pflegeleicht" - ich möchte nicht wissen, wie es woanders abgeht).

    Bei vielen Kolleg*innen ist das Leben oft gar nicht so unkompliziert, deswegen fragen sie hier Sachen. Da sagt eine Schulleitung zum Beispiel "Ich sagte doch bereits, dass Sie die Fahrtkosten umlegen sollen. Das haben Ihre Kolleginnen offenbar auch hinbekommen. Das nächste Mal müssen Sie eben eine Unterkunft mit Freiplätzen suchen oder selbst zahlen. Ich muss jetzt irgendwo hin." Und dann fahren drei von vier siebten Klassen nach Hiddensee, nur die Klasse von RedPanda3191 nicht.

    Es gibt immer auch die zwischenmenschliche Seite. Niemals gibt es nur die rechtliche Seite.

    Ja gut, dann sagt man "meiner Information nach ist die Umlage aber so nicht zulässig, lassen Sie mir dieses Vorhaben zu meiner Absicherung also doch bitte kurz als schriftliche Dienstanweisung zukommen", fertig.

    Ich würde das entgegen einer recht eindeutigen Rechtslage auch auf keinen Fall so machen.

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