Beiträge von Maylin85

    Zum Verständnis: der Schüler hat die korrigierte und zurückgegebene Klassenarbeit im Nachgang manipuliert und dann versucht, eine bessere Note zu bekommen?

    Die Täuschung wäre ja dann im Nachgang begangen worden - keine Ahnung, ob das gleichwertig zu einem Täuschungsversuch während der Leistungskontrolle zu behandeln ist und die 6 gerechtfertigt wäre. Ich würde in dem Fall vermutlich - rein Bauchgefühl - auch kein Ungenügend geben, sondern es bei der 2 belassen, aber parallel eine Ordnungsmaßnahme anleiern.


    Darf der Schulleiter eigenmächtig Noten ändern?

    Der schulische Teil wird an den anderen Schulformen absolut hinterhergeschmissen, da nehme ich das, was am BK gefordert wird, aktuell erheblich anspruchsvoller wahr. In NRW kommt man durch die 50% Mitbeit in der Endnote ja selten überhaupt mal ins Defizit und es ist auch nicht gewünscht, also sind die fehlenden zentralen Abschlussprüfungen schon ein Vorteil.

    Das Praktikum bescheinigt dann oft auch irgendein Onkel oder Bekannter oder sonstwas. Mehrfach so erlebt. Einer meiner Ex-Schüler hat sich das Praktikum bescheinigen lassen für den Zeitraum, wo er bekanntermaßen mal kurz in Haft saß, da klappte es dann leider mal nicht so...aber sonst scheint mir das für viele keine sonderlich große Hürde zu sein.

    Das ist an jeder Schule so, die halbwegs auf der Höhe der Zeit ist. Umso irritierender ist es, plötzlich an einer Schule zu landen, wo man seitenweise handschriflich Listen ausfüllt, die dann jemand anders einpflegen muss.

    Ideal wäre, es gäbe von Arbeitgeberseite aus eine offizielle App im Stil von TeacherTool oder iDoceo, von der aus sich die darin bereits digital erfassten Noten direkt ins Notenprogramm übertragen lassen. Der Aufwand würde sich dann pro Kurs auf einen Klick beschränken und gut ists.

    Humblebee Ist das so zu verstehen, dass die Klassenlehrkraft zuerst alle Noten erhält und dann alle Noten ihrer Klasse ins Notenprogramm überträgt? Nicht nur in Sonderfällen?

    Ist an meiner neuen Schule auch so und mein Kopf kommt absolut nicht darauf klar, dass es 2026 Schulen gibt, die immer noch so arbeiten. Und natürlich erhalten die Klassenlehrkräfte die ganzen Noten auch in Papierform und nicht digital.

    Mir wird schwindelig bei so vielen potentiellen Übertragungsfehlern...

    Ja, die unbegrenzte EU Zuwanderung aus bildungsfernen Schichten ist in meiner Stadt auch ein großes Problem und das sind die Kandidaten, die man dann irgendwann in der Ausbildungsvorbereitung vor sich sitzen hat. Wenn sie denn mal kommen. Läuft.

    Wenn das alte Thema noch bis Mitte Januar Überhangsstunden in 12.2 hatte, hat man doch zwei Themen. Nicht galant, aber formal ausreichend - oder nicht?

    Generell muss man gerade in 12.2 sehr aufpassen, dass man sich zeitlich nicht verzettelt. Mit nur einer Einzelstunde Vorlauf bis zur Klausur, muss dann eben eine pragmatische Notlösung her. Würde ich meinen.


    Im allergrößten Notfall ist der andere Themenbereich eben eine Wiederholungsstunde zu einem Altthema.

    Ich verstehe nicht so recht, wie sich die Ausbildung von Seiteneinsteigern und Referendaren im Seminar unterscheiden sollte. Referendare bringen doch auch "nur" die fachwissenschaftliche Ausbildung mit. Das Bisschen Didaktik und Pädagogik, was man im Studium an die Hand bekommt, ist marginal und kann man sich an zwei Wochenenden in der Fachliteratur anlesen. Dass die Bewertungsmaßstäbe am Ende gleich sind, ergibt sich ja vermutlich aus dem Aspekt des grundsätzlichen Qualitätssicherungsanspruchs an schulisches Personal.

    Den beschriebenen Umgang der Kollegen mit Seiteneinsteigern finde ich sehr traurig und würde behaupten, dass das an keiner meiner bisherigen Schulen so gewesen ist. Kollege ist Kollege.

    Blöde Frage, aber wieso musst du das alles nochmal üben? Mediation bleibt Mediation, das üben die Schüler jahrelang und muss doch nicht brandaktuell vor der Klausur nochmal gemacht werden. Und was ist ein "neues" Hörverstehen? Gehts da um die Inhaltsebene oder das Format? Wenn letzteres, dann würde ich das in der Einzelstunde machen und mit einem klar begrenzten Aspekt des noch ausstehenden inhaltlichen Bereichs verknüpfen, der dann idealerweise für die Klausur auch ausreicht. Alles andere später.

    Ja, natürlich. Es bleibt ja auch nichts anderes übrig.

    Ich wünsche mir angesichts solcher Fälle nur langsam wirklich dringlich eine veränderte Rechtslage, die das Recht auf Aufenthalt und Leistungen auch an gewisse Pflichten koppelt.


    Generell kann man die Schulpflicht auch direkt aufheben, wenn letztlich eh egal und Abstinenzen hingenommen werden.

    Einverstanden. Spannend bleibt aber, warum das gerade beim Gendern so emotionale Reaktionen hervorruft.
    Wenn sich Jugendsprache entwickelt ("cringe" oder "sus" oder was auch immer aktuellere Beispiele sind), rollt man vielleicht mit den Augen aber verwendet sie halt selbst nicht. Gleiches gilt für Anglizismen etc. Aber beim Gendern wird plötzlich von "Genderwahn" und "Sprachpolizei" schwadroniert.

    Ich persönliche gendere im Schriftlichen weitestgehend regelmäßig durch genderneutrale Begriffe wie "Lehrkräfte" oder eben durch die Doppelnennung. Gendersternchen oder Doppelpunkt oder Binnen-I verwende ich persönlich nicht - aus persönlichem sprachästhetischem Empfinden, ebenso wie denn Glottisschlag im Mündlichen oder Schülys oder Ähnliches. Ich bin also wahrlich kein extremer Verfechter des Genderns. Es ist mir aber völlig egal, wenn andere das machen, auch wenn sie "anreinende Staaten" oder "hostende" oder was auch immer verwenden, das ist ihre Sache.

    Gleichzeitg ist es mir, trotz meiner linksversifften Bubble und trotz des Umgangs mit Jugendlichen, die oft sehr links sind und sich schnell empören können, noch NIE passiert, dass ich dumm angemacht wurde, weil ich nicht gegendert habe. Ich halte das Gehabe von "Verordnungen" und von "Gendergeboten" für Hysterie und für einen absoluten Strohmann.

    Da stimme ich weitgehend zu. Vielleicht habe ich mich auch missverständlich ausgedrückt - für mich ist Gendern kein emotionales Thema und es stört mich auch nicht, wenn andere Leute gendern. Ich nehme nur zur Kenntnis, dass mir manches sprachlich nicht sonderlich gefällt und die Begriffe im Unterrichtsmaterial waren ein Beispiel dafür.

    Und wie sieht die aus in einem solchen, konkreten Fall?

    Um Kinder, die in solchen Elternhäusern aufwachsen, noch zu retten, müsste man sie strenggenommen aus den Familien nehmen und ein engagierteres Umfeld verbringen.

    Nein, mein Befinden ist kein Grund. Grund sind die gesellschaftlichen Kosten, die hier verursacht und der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Schau dir das quantitative Ausmaß solcher Fälle in beispielsweise Ruhrpottkommunen doch mal vor Ort an und lass dir vorrechnen, was dabei so zusammen kommt. Aber wir haben es ja... 😊


    Wie genau müsste die "Unterstützung" denn hier aussehen, wenn die Eltern das Kind nicht zur Schule bringen? Persönlicher Abholdienst? Ernst gemeinte Frage, hier fehlt ja scheinbar bereits jede Basis, an die man anknüpfen könnte.

    Aber die Lösung ist Unterstützung ... nicht Abschiebung. Wenn das schon ein Grund zum Abschieben ist, ist die Schwelle aber inzwischen sehr niedrig geworden.

    Wir unterstützen uns hier dumm und dämlich. Ich finde ehrlich gesagt bemerkenswert, bei solchen Fällen von "schon" zu sprechen, wo diese Familie doch offensichtlich nichtmals die Kooperationsbereitschaft aufbringen kann, das Kind morgens bis zur Schule zu bringen. Wer schon in der Grundschule ganz selbstverständlich in Schulabstinenz hereinsozialisiert wird, legt später ganz sicher auch keine Kehrtwende mehr hin - hier hat man mit hoher Wahrscheinlichkeit einen schulischen Dauerpflegefall, der einen Haufen Personal (Klassenlehrer, Sozialpädagogen, Jugendamt etc.) über Jahre hinweg beschäftigen wird für einen Mehrwert von 0. Dass aus diesem Kind mal ein Nettosteuerzahler wird, ist schon jetzt mehr als unwahrscheinlich.

    Ich befürworte sowohl Fachkräftezuwanderung als auch die Aufnahme von Menschen mit validen Fluchtgründen, habe mit tollen, engagierten Zuwanderern gearbeitet und sehe durchaus, dass es lohnt, Ressourcen für Hilfsangebote bereitzustellen. In Fällen, wo kein angemessenes Engagement für eine konstruktive Zusammenrbeit zu erkennen ist und sich nicht an Spielregeln gehalten wird, braucht es aber ganz dringend Mechanismen für eine zügige Sanktionierung und notfalls Ausweisung. Solche Fälle kosten Unsummen und je mehr ich davon leider selbst erleben muss, desto übler stößt mir auf, welche Verhaltensweisen wir hier dulden.

    Im Singular geht's sowieso nicht, wenn die Intention das Gendern ist.

    Der/die Vorsitzende ist doch ebenfalls Singular. Im Unterrichtsmaterial ging es um "der Arbeitgebende" und "der Unternehmende", auch Singular. Vielleicht wirkte es auf mich da auch besonders unpassend, weil es bei Unternehmen und Arbeitgebern ja nichtmals direkt um Personen geht, sondern um eher abstrakte Begriffe.

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