Beiträge von Maylin85

    Maylin - auf konkrete Situation zu verweisen, ist ja okay. So zu pauschalisieren und aus Vorfällen ein generelles Ausländer-Problem zu machen wird zum Glück der Realität nicht gerecht und ist leider Rassismus.

    Genau das ärgert mich, denn nein, ist es nicht. Die statistische Überrepräsentation in diversen Statistiken ist kein Rassismus, sondern ganz schnöde Tatsache. Das ändert sich auch nicht dadurch, dass die Mehrheit natürlich immer noch völlig unauffällig ist, das Problem besteht trotzdem.

    Man kann die Zustände noch so sehr zum reinen Wahrnehmungsproblem schönreden wollen, es wird der Realität leider nicht gerecht.

    Aber nehmen wir doch einfach irgendeinen anderen Bereich, z.B. Bahn(hofs)kriminalität - auch ein Wahrnehmungsproblem?

    Natürlich ist jeder Fall einer zuviel. Das ist aber nicht der Punkt. Maylin tut so, als könne eine Frau in NRW nicht mehr aus dem Haus, geschweige denn ins Schwimmbad gehen, weil sie dort fast sicher von einem fiesen Araber angegriffen und belästigt wird. Das ist aber ganz offensichtlich nicht so.

    Wenn das dein Eindruck ist, lies bitte nochmal genauer. Nein, natürlich ist das nicht so, dennoch vergeht kein Sommerwochenende ohne Meldungen. Fällt für dich quantitativ aber ja unter irrelevant, wie wir nachlesen, können, also egal. Und was nicht in der Presse landet, sondern nur als persönliche Erfahrung durch lokale soziale Netzwerke geistert, interessiert gleich schonmal gar nicht. Fakt ist aber, dass es im ganz realen Leben genug Thema ist, dass Leute ihr Verhalten anpassen und Orte gemieden werden. Bezieht sich übrigens auch auf andere Bereiche.


    Die ersten Zeitungsartikel, die ich speziell zum Bäder-Thema überhaupt finde, sind übrigens von 2016. Keine Ahnung, wie ausgeprägt das Problem vorher war, denn ja, belästigende Männer gab es natürlich schon immer. Wenn man aber mal die 65% Täter/Tatverdächtigen mit ausländischer Staatsbürgerschaft aus dem Bericht Sommer 20205 zu Grunde legt, würde ich vermuten, die Dinge haben sich im Vergleich zu vor 20 Jahren quantitativ nicht so arg positiv entwickelt.

    Bei den beiden SKiD Dunkelfeldstudien des BKA von 2020 und 2024 kam heraus, dass die Quote angezeigter Fälle von körperlicher sexueller Belästigung bei beeindruckenden 2,2% bzw. 2,6% lag. Sollte man bitte berücksichtigen.

    Wenn irgendwo im Wasser irgendein ggf. nichtmals klar identifizierbarer Mensch grabscht, wie viele Kinder und Jugendliche suchen einfach verschreckt oder peinlich berührt das Weite und wie viele melden es tatsächlich? Hier wurden vor ein paar Wochen an einem Wochenende 3 Fälle bekannt, bei denen sich die Kinder zwisxhen 11 und 14 jeweils den Eltern anvertraut haben, die dann alles Weitere veranlasst haben. Hätten sie die Meldung auch an einen Bademeister gemacht, wenn sie alleine mit Gleichaltrigen unterwegs gewesen wären? Man weiß es nicht. Aber man bekommt mit, was im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, im Kollegenkreis etc. von den Kindern zu Hause erzählt wird und welche Konsequenzen gezogen werden, nämlich dass viele Eltern ihre Kinder nicht mehr gehen lassen.

    Es gibt in NRW 360 Hallenbäder. 2024 wurden 251 Vorfälle in Hallenbädern erfasst. Das ist ein halber Vorfall pro Hallenbad im Jahr. Es gibt in NRW ca. 300 Freibäder, in denen 2024 47 Vorfälle erfasst wurden. Das ist ca. 1/6 Fall pro Freibad im Jahr. Das sind sogar nur erfasste Vorfälle; ob davon jeder auch tatsächlich eine Straftat war, who knows. Sorry, aber wo genau ist der Skandal?

    Stimmt. Wir wissen natürlich nicht, wie viele vermeintliche Taten hysterische Frauen einfach erfunden haben und wie viel davon "nix gewesen" ist - sollen sich halt nicht so anstellen. Sind ja auch eh nur 300 Fälle, wo ist der Skandal? Und da wundert man sich, wieso vieles gar nicht gemeldet wird.

    Ohne Worte.

    Wessen Fehler ist das? Wenn diese Leute Konsequenzen z.B. in Form von Polizei, die sie aus dem Schwimmbad schmeißt erfahren, hat sich das Problem schnell erledigt.

    Merkwürdigerweise kann man als Frau sogar in Offenbach und Kassel problemlos ins Freibad gehen. Das muss bei euch in der Ecke ein besonderes Problem sein.

    Hier ist es zumindest ein Problem. Die meisten Bäder haben zusätzliches Sicherheitspersonal und Ausweiskontrollen, dennoch gibt es immer wieder frische Meldungen über Vorfälle. Mal ein paar Zahlen vom letzten Jahr: https://www1.wdr.de/nrw/debatte-freibad-uebergriffe-100.html

    Und die offiziell erfassten Vorfälle berücksichtigen lange nicht jedes Antatschen, das oftmals ja gar nicht gemeldet wird.

    Und wäre es möglich, ganz ohne Verständnis bei Straftaten Anzeige zu erstatten? Wieso kriegen die Typen im Schwimmbad kein Hausverbot?

    Und anzukreiden, "sich offen feindlich über Gruppierungen zu äußern" ist halt schon ein bisschen bigott aus deinem Mund. Du trennst ja gerade nicht Kriminalität von Religion und Herkunft.

    Die Korrelation ist ja nunmal auch gegeben. Ist man direkt ausländerfeindlich, wenn man diese Tatsache offen ausspricht? Ich habe überhaupt gar nichts gegen Leute, die sich hier normal verhalten und einfach ihr Leben leben. Glücklicherweise ist das ja auch immer noch die große Mehrheit. Der Anteil derer, die es nicht tun, ist inzwischen aber ausreichend hoch, dass die Missstände tagtäglich unmittelbar erlebbar sind und bei mir insofern ein politisches Umdenken auslösen, als dass ich eine deutlich restriktivere Migrationspolitik und eine Antwort auf die Frage nach Möglichkeiten der zügigen Ausweisung von Straftätern, Sozialbetrügern und abgelehnten Aslbewerbern erwarte.

    Zur Schwimmbadfrage: passiert ja, verhindert aber nicht, dass es ständig passiert. Weil es eben keine Einzelfälle sind.

    Punkt.

    Da waren wir nämlich auch schon öfter, Gewalt und Kriminalität gehen zu 80-95% von Männern aus. Ich möchte deswegen trotzdem nicht an einer Mädchenschule unterrichten und auch in Vietnam wird gemordet.

    Nee, eben nicht Punkt. Es sind eben nicht per se "Männer", die sich über alle Herkunftsgruppen hinweg in gauß'scher Normalverteilung in den Kriminalitätsstatistiken wiederfinden. Es gehört meines Erachtens zu einer ehrlichen Migrationsdebatte, statistisch einwandfrei erfasste Überrrepräsentationen nicht ständig schönzureden oder zu negieren. Und es ist auch egal, ob hier neben Herkunft auch Merkmale wie sozioökonomischer Hintergrund und Bildung mit reinspielen -> unterm Strich haben wir in Folge von Migration Probleme, das sich zunehmend im öffentlichen Raum niederschlagen. Das fängt auch schon weit vor Straftat-Niveau an, siehe z.B. (um mal nur einen einzigen Mikrobereich rauszupicken) was in Krankenhäusern los ist, wenn dort Mitglieder arabischer Großfamilien behandelt werden. Dass der öffentliche Raum sich im letzten Jahrzehnt negativ verändert hat, kann man doch nicht ernsthaft negieren. Und in den Schulen schlägt es sich ebenso nieder, oder was glaubt man, warum man für gewisse Standorte kein Personal findet.


    ...in Sachen Messerdelikte stecken wir Vietnam übrigens sowas von in die Tasche...

    Worüber genau reden wir hier? Ich kann nachvollziehen, dass viele Migranten sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Ich kann aber ganz sicher kein "Verständnis" dafür aufbringen, wenn sich das in (verbaler oder physischer) Gewalt, religiösem Extremismus oder sonstigen nicht akzeptablen Verhaltensweisen niederschlägt.

    Ich weiß nicht, in welcher Realität ihr alle so lebt, aber in meiner ist das nunnal ein Thema. Ich hatte letztes Jahr 2 Schülerinnen, die massiv von ihren Ehemännern bedroht, eingesperrt, geschlagen wurden, dieses Jahr eine bedrohte Kollegin, durch Syrer bedrohte und attackierte türkische Schüler, vor ein paar Wochen einen Schüler, der nach dem Besuch der lokalen Kirmes mit 3 Messerstichen in der Seite im Krankenhaus gelandet ist. Letzteres ist schon gar keine Nachricht mehr wert, weil ja schon quasi an der Tagesordnung. Die Nachbarn lassen ihre Töchter nicht mehr ins Freibad, nachdem es zuletzt gehäuft Meldungen über sexuelle Belästigung junger Mädels gab. Phänomene wie Scharia-Polizei an Schulen lassen sich auch nicht mehr unter den Teppich kehren - in der gemäßigteren Variante muss man wohl damit leben, dass Schüler sich offen dazu bekennen, ihre Religion über unsere Gesetze stellen und sich offen feindlich gegenüber Gruppierungen äußern, die nicht ihrem Weltbild entsprechen.

    Nein, ich habe kein Verständnis.

    Kris24 Ich möchte bitte kein Verständnis haben müssen für Männer, die sich unangemessen oder kriminell verhalten, nur weil sie alleine gekommen sind. Integration ist in erster Linie mal eine Bringschuld. Ich kenne zahlreiche Beispiele, die das ganz wunderbar hinbekommen haben. Wo es nicht funktioniert und Leute auffällig werden, ist nicht per se die Mehrheitsgesellschaft verantwortlich, sondern primär die Menschen selbst, die sich nicht angemessen im Griff haben.

    Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

    Die haben wir nicht.

    Ich war an einem (zumindest dem Schild nach) Gymnasium im Ruhrgebiet, mit ebenfalls sehr hohem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Das war nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich im letzten Jahr gesehen habe. Und um es klar zu benennen, es geht nicht um Schüler mit türkischem Background in 3. Generation, sondern um Zuwanderer aus den letzten paar Jahren.

    Ich war ein großer Befürworter davon, dass Deutschland 2015 die Grenzen geöffnet und Menschen aufgenommen hat. Ich habe das sowohl für richtig als auch für menschlich geboten gehalten. Heute sehe ich einiges anders und gestehe ein, dass ich komplett unterschätzt habe, wie relevant offenbar doch kulturelle Unterschiede, andere Sozialisierung und religiöse Prägung sind. Es funktioniert oftmals eben leider doch nicht und mich wundert überhaupt gar nicht, in welche Richtung die politische Meinung kippt, wenn man nicht endlich sortiert und es schafft diejenigen, die zum Problem werden, konsequent auszuweisen.

    Ich unterrichte jetzt seit 32 Jahren, zuerst an einer Schule mit vielen Russlanddeutschen, dann an einer ländlichen Schule mit wenig Kindern mit Migrationshintergrund und jetzt seit fast 20 Jahren hier. Hier geht es eindeutig am freundlichsten zu

    Am Gymnasium. Solange ich am Gymnasium und auch am WBK war , war meine Perspektive auch eine andere, aber dort bekommst du eben auch eine vorselektierte Klientel. Was ich im letzten Jahr erlebt habe, hat meine Wahrnehmung schon sehr verändert. Wir hatten alles, bis hin zur Kollegin, die (wiederholt und auch auf Nachfrage nochmal bekräftigt) mit dem Tod beroht wurde. Mir fällt leider kein Grund mehr ein, warum wir uns mit sowas belasten und warum solche Leute nicht sofort ins nächste Flugzeug gesetzt werden.

    Ich höre mittlerweile jeden einzelnen Tag so viel homophobe, frauenfeindliche, antisemitische Scheisse und sehe so viele abnormale, gesellschaftsfeindliche Verhaltensweisen - doch, meine Haltung hat sich verändert. Sehr sogar.

    Dass man auch anderes sieht, ist selbsterklärend, aber müsste man quantitativ gewichten, ist die Richtung schon klar.

    Wieso sollte man Elternvertretern was schenken? Auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen.

    Umgekehrt, mal so, mal so. Ich persönlich finde Geschenke unangenehm und habe immer schon proaktiv beim Elternabend gesagt, dass ich nichts möchte. Wenn sie unbedingt Geld ausgeben wollen, sollen sie sammeln und es dem Förderverein spenden. Generell finde ich angenehmer, wenn einfach jeder seinen Job ohne aufgeblasenen Wertschätzungs-Eiertanz am Jahresende macht. Ein aufrichtiges gegenseitiges Dankeschön zum Abschluss der Zusammenarbeit reicht doch völlig. Und wenn es keinen Anlass dagür gibt, dann eben nicht, auch okay.

    Ich würde mich ganz schnell davon frei machen, so etwas persönlich zu nehmen. Selbst wenn die Eltern mit dir unzufrieden gewesen sein sollten -> lass sie doch. Du arbeitest so, wie du es für richtig und angemessen hältst, und gut ists.

    30 Minuten. Dafür haben wir keine 5 -Minuten-Pausen.

    Zumindest den Stundenabschluss organisiere ich persönlich aber auch meist so, dass beim Klingeln bereits eingepackt und der Raum sofort verlassbar ist, so dass mir keine Pausenzeit verloren geht. Auf ewiges Warten und Rumräumen hätte ich in meiner Pause keine Lust.

    Bei uns gibt es inzwischen die offizielle Dienstanweisung, 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn loszulaufen, um pünktlich im Raum zu sein. Kann man übertrieben finden, aber wenn Zuspätkommen zum Habitus wird, kann ichs auch irgendwo verstehen. Wir verlangen Pünktlichkeit von Schülern, also sollte man das ja auch selbst irgendwie hinkriegen,

    Ich habe durchaus auch gutes Material weggeschmissen, weil es mich zu viel Stauraum kostet. Diverse Stationenlernen mit Versuchsmaterialien, Anschauungsmaterial von Pfundmünzen bis hin zu Gesteinen oder Kohle, laminierten Kram wie Vokabeldominos, Lernspiele, etc., Hängeregister und Boxen für Lerntheken - alles schöne Sachen, die gut im Unterricht funktioniert haben, aber ich bin einfach nicht mehr bereit, privaten Wohnraum zur Lagerung zur Verfügung zu stellen. Und damit ist alles, was nicht Buch/Arbeitsheft ist oder sich digitalisieren ließ, vor 2-3 Jahren mal in die Tonne gewandert. Ich werde auch keinen Fundus mehr aufbauen, sofern es dabei bleibt, dass keine Lagernöglichkeiten in der Schule bestehen.

    Hilft dabei, den Überblick im Arbeitszimmer zu behalten 😊

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