Naja, der "kooperative Aspekt" bei Power Point Präsentationen erschließt sich mir auch nicht. Egal ob Uni oder Berufsleben, wenn man später überhaupt mal gemeinschaftlich Präsentationen erstellen muss, werkelt man doch sowieso immer alleine an seinem Teil und schaut am Ende nur, dass das Layout einheitlich ist und die Folien sachlogisch passend aufeinander aufbauen. Das gemeinsame Rummalen an einem Plakat passiert außerhalb der Schule ziemlich genau nirgends und halte ich daher auch für wenig sinnvoll-erlernenswert.
Beiträge von Maylin85
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Ich wundere mich, dass so viele hier der Meinung sind man könne nicht erwarten, dass Schüler eine frühere Verbindung nehmen. Das mache ich jetzt, wenn ich mal die Bahn zur Arbeit nehme, und das habe ich damals auch als Schüler gemacht (und alle Mitschüler ebenfalls). Absolut niemand von uns wäre auf die Idee gekommen, die letzte mögliche Verbindung zu nehmen. Der ÖPNV ist nie komplett zuverlässig und man kann meines Erachtens schon erwarten, dass Schüler einen kleinen Puffer einplanen und zusehen, dass sie pünktlich kommen.
Trotzdem sollte man ein Zuspätkommen (wie auch das sonstige Verhalten der Schülerin) auch nicht persönlich nehmen und sich daran aufreiben. Haubsi, du wirkst wahnsinnig "emotional investiert" und dabei fallen Aussagen und Kommentare, die unprofessionell sind. Ich würde mal überlegen, was genau mich warum so arg triggert und wie man damit etwas sachlich-distanzierter umgehen kann.
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Ich hatte auch noch nie den Eindruck, dass von der GEW meine Interessen vertreten werden. Für mich ist der Philologenverband sehr viel besser ausgerichtet, aber das ist natürlich ein Leichtgewicht.
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Ich habe ständig Zuspätkommer und die müssen dann eben mit der Zeit auskommen, die noch übrig ist.
In deinem Fall: wenn die Bahn tatsächlich ausgefallen ist und sie darüber die Bescheinigung eingeholt hat, die du gefordert hast, dann hat sie im Prinzip nachgewiesen, was du nachgewiesen haben wolltest. Klar hätte sie einen Puffer einplanen können und sollen, ich denke aber nicht, dass man das einfordern kann.
Bei dieser Ausgangslage würde ich sie zähneknirschend nachschreiben lassen. Und demnächst nicht mehr wegschicken. Du musst auch nicht für jeden Zuspätkommer irgendwas zur Klausur erklären - wer Erklärungen mitbekommen möchte, soll halt pünktlich kommen. Der Rest hat Pech.
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Ich bin jemand, der mit Mind Maps und Concepts Maps usw. rein gar nichts anfangen kann und nie konnte. Ich mache die im Fremdsprachenunterricht hin und wieder natürlich, weil scheinbar gibt es ja Leute, für die sie einen Wert haben. Aber ich habe vollstes Verständnis für jeden Schüler, der da nichts sonderlich Beeindruckendes aufs Papier kriegt.
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Ich bin als Schüler, Student oder Fortzubildender absoluter Frontalfan. Schneller, effizienter, fokussiert auf den Punkt. Und meine Leistung ist meine Leistung und nicht davon abhängig, wie engagiert oder kreativ oder fachlich fit der Rest meiner Gruppe ist.
Wenn es um Ideensammlungen geht oder darum, aktiv etwas "aus neuen Gedanken" zu entwickeln, hat kooperatives Arbeiten sicher seine Berechtigung, in den allermeisten Unterrichtssituationen sehe ich allerdings eher weniger Mehrwert. Ausnahme Sprachumsatz im Fremdsprachenunterricht.
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Warum sollte man sich mit wem anders als unmittelbaren Kollegen vergleichen?
Am Wort "undankbar" hänge ich auch, suggeriert es doch, dass es hier irgendwo einen Grund für Gegenteiliges gäbe.
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Ich finde deinen Beitrag sehr ehrlich und bezeichnend. Ich kenne Oberstudienräte mit 3er-Abi, man überlege, welche Möglichkeiten die betreffende Person nun durch die reine Beharrlichkeit hat.
Wenn die Person den Job dann gut ausfüllt, will ich nichts gesagt haben und freue mich über die genutzte Chance.
Aber ja, ganz grundsätzlich kann das so nicht richtig sein.
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Bei uns war eine zu hohe Abgabequote der Gymnasien seitens des Schulamts nicht gewünscht bzw. es wurde argumentiert, dass es keine Schulplätze gibt. Teilweise kamen konkrete Zahlen (bei Sechszügigkeit weniger als 10 Kinder, wenn ich mich richtig an mein erstes Jahr dort erinnere). Damals hatte ich zwei fünfte Klassen und hätte (bei gleicher Bewertung wie an der vorherigen Schule) eigentlich 15 5en setzen müssen. Habe ich dann nicht, man passt sich ja gerade in der Probezeit an. Nun ja.
Ich erinnere mich an den Fall eines komplett überforderten, definitiv nicht gymnasialgeeigneten Kindes, dessen Eltern ich wiederholt über 3 Jahre eindringlich einen Schulwechsel angeraten habe. Wollten sie nicht. Dieses Kind hat einmal wiederholt und ist von da an Jahr für Jahr ultrahaarscharf durchgeruscht.. man möchte ihm ja auch nicht die Zukunft verbauen, wer kann sich noch zu einer 4 oder einer Ausgleichs-3 durchringen... im Endeffekt hat es letztes Jahr (irgendwie, knapp) Abitur gemacht und bei den Eltern bin ich wahrscheinlich die dusselige Kuh, die damals sein Potential nicht erkannt hat und auf die man zum Glück nicht gehört hat.
Und letztlich gibt die Praxis des Durchwinkens ihnen Recht und man kann die Beharrlichkeit niemandem verübeln.
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Was du schreibst, ist doch das beste Beispiel dafür, dass in der Schweiz das Abitur noch ein anderes Anforderungslevel hat und die Wertschätzung anderer Abschlüsse noch funktioniert. Finde ich durchaus erstrebenswert. In Deutschland hält man die Erhöhung der Abiturientenquote für den wichtigsten Faktor in Sachen Bildungsgerechtigkeit und dafür ist eben in vielen Gegenden das Niveau im freien Fall.
Ich sehe einfach nicht, dass das Schulsystem zu wenig leistet, um soziale Unterschiede abzufangen. Förderkurse gab es an meinem alten Gymnasium in allen Hauptfächern. Die Empfehlung zur Teilnahme den das vorherige Schuljahr nochmal festigenden Crashkursen gab es zeitgleich mit den Zeugnissen, inklusive Anmeldezettel. Auch die Empfehlung zur Teilnahme an der Hausaufgabenbetreuung wurde regelmäßig ausgesprochen, wenn man sehen konnte, dass es in diesem Feld offensichtlich Probleme gibt. Leider wurde vieles davon nicht angenommen und weder Eltern noch Schüler haben die Notwendigkeit zur Teilnahme gesehen. Und überhaupt sind nachmittags liegende Zusatzkurse ja unbequem und zu viel des Guten. Man kann nur denjenigen helfen, die sich auch helfen lassen möchten. Oder man muss den Rechtsrahmen ändern und solche Dinge als verbindlich ins Stundenraster einpreisen (würde ich eh gut finden - ja nach Bedrf Förder- oder Forderkurse oder sowas, um auch mal den Leistungsstarken irgendwo gerecht zu werden).
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Wir hatten tägliche Hausaufgabenbetreuung, ganzjährig laufende Förderkurse und zwischen Sommer- und Herbstferien noch Crashkurse für alle, die in einem Fach nur knapp durchgerutscht sind und nochmal die Inhalte des vorausgegangenen Schuljahres festigen sollten.
Und ja, ich stimme zu, dass mit so etwas auch in den Grundschulen schon bei Bedarf angesetzt werden sollte. Gerade die Grundlagen sollten sauber gelegt werden.
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Mich würde interessieren, inwiefern die Abschlüsse in Deutschland und in Ländern mit größerer Bildungsgerechtigkeit bzw. einem weniger einflussreichen Faktor soziale Herkunft vom Anspruchslevel her vergleichbar sind. Beispielsweise gilt der amerikanische High School Abschluss als deutlich einfacher, als das deutsche Abitur. Wie sieht es in diesem Punkt in Ländern aus, die beim Thema Bildungsgerechtigkeit ganz vorne mitmischen? Denn wenn der Preis dafür ein insgesamt niedrigeres Kompetenzniveau und ein niedrigerer Anspruch an Abschlüsse ist, dann weiß ich nicht, ob das überhaupt erstrebenswert ist.
Anekdotisch: meine vorherige Schule, Gymnasium im Ruhrgebiet, hatte in Sachen Durchlässigkeit eine prima Passung mit der örtlichen Realschule. Die in der Einführungsphase zu uns stoßenden Schüler haben sich mehrheitlich völlig unauffällig in den Leistungsquerschnitt unserer eigenen Schüler eingefügt und erschienen mir in einigen Teilbereichen sogar oft besser aufgestellt. Es war aber eben auch ein extrem leistungsschwaches Gymnasium (mit dem oft besten Abidurchschnitt der Stadt, kein Widerspruch) und ich bin sicher, dass die Hälfte der Schüler an der Schule, an der ich davor gearbeitet habe, definitiv kein Abitur bekommen hätte. In Punkto Bildungsgerechtigkeit also sicherlich sehr überdurchschnittlich gut abschneidend, aber man darf bloß nicht allzu genau hinschauen, was die Leute am Ende überhaupt können.
Was ich sagen will: vielleicht KANN Schule bei einem gewissen Anspruch schlichtweg nicht auf häusliche Mitarbeit des Elternhauses verzichten. Unsere Schulen sind mittlerweile vollgestopft mit Förderangeboten, oft fällt aber auf, dass gerade diejenigen, die sie nötig hätten, sie nicht annehmen, und auch die (eher bildungsfernen) Eltern die Notwendigkeit nicht sehen. Und dann ist das eben so und man sollte vielleicht eher schauen, in welcher Ausbildungssparte die Kinder und Jugendlichen gut aufgehoben wären. Zwischen Uniabsolvent und Lagerarbeiter liegen ja glücklicherweise noch sehr viele sehr gut bezahlte Optionen, die man evtl. auch einfach mal wieder angemessen wertschätzen könnte.
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Die Reaktionen waren vorhersehbar. Der Austausch zwischen den Schulstufen ist sporadisch, zu den regelmässigen Treffen gehen immer die gleichen 5 Hanseln. Die Mehrheit hat keine Ahnung, was "oben drüber" und "unten drunter" passiert. Statistik vs individuelle Erfahrung, wie immer bei diesem Thema. Wir waren letzte Woche zu einem Treffen an der Uni. Von unserer Schule sind 12 Personen aus den relevanten Fachschaften gegangen, von einer anderen Schule gleicher Grösse waren es nur 3 Personen.
Also ich wurde als Klassenleitung 5 nicht gefragt, ob ich zum Austausch mit den Grundschullehrern gehen möchte, sondern ich musste das schlichtweg. Diese Treffen sind obligatorisch. Ich fand sie für uns als weiterführende Schule übrigens nicht sonderlich wertvoll - aber klar, die Feedbackfunktion für die GS Lehrkräfte ist ein Argument.
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Ich finde es ganz schlimm, die Beherrschung der deutschen Sprache als in der Schule zu erwerbende Kernkompetenz zu entwerten. Mag sein, dass das für Naturwissenschaftler keine Rolle spielt. Für jeden stinknormalen Bürojob aber schon. Dass es möglich ist, in Deutschland bei gruseliger Schriftsprache ein Abitur zu erhalten, finde ich extrem fragwürdig. Und ja, neben ihrem funktionalen Wert, ist Sprache immer auch ein Kulturgut, das es zu erhalten gilt.
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Selbst WENN Eltern täglich Hausaufgaben mit einer 16jährigen machen - so what, wenn ihr das hilft, einen Abschluss zu bekommen, den sie alleine nicht schaffen würde und der sie besser für ihr späteres Berufsleben positioniert? Ist doch völlig legitim.
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Im Englischen finde ich die Verwendung völlig unproblematisch, im Deutschen dagegen extrem fragwürdig. Man muss schon auch auf den Kontext achten, in dem man sich bewegt. Nicht alles lässt sich übertragen.
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Ich bin recht froh, dass meinem Freundeskreis anscheinend auch ohne explizite Ausladung von Kindern immer klar war, dass sie bitte grundsätzlich ohne Kinder eingeladen sind. Ich kenne es nur so, dass diejenigen, die welche mitbringen wollten, nett gefragt haben. Einfach selbstverständlich davon ausgegangen, dass das okay ist, ist zum Glück niemand.
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Man lässt sich doch nicht zum Essen einladen, um dort dann "Paarzeit" oder "Familienzeit" zu verbringen. Finde ich ehrlich gesagt etwas komisch vom Ansatz her.
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Ich würde irgendwas schreiben a la "Seid uns nicht böse, aber wir denken, dass es keine gute Idee ist, Kinder zu diesem Anlass und zu einem doch recht späten Abendessen mit in dieses sehr gehobene Restaurant mitzunehmen" .. vielleicht verbunden mit dem Nachsatz, dass man sich freut, bei Gelegenheit nochmal in einem anderen Setting anzustoßen oder sowas. Aber mitbringen lassen würde ich sie auch nicht. Sobald Kinder dabei sind, dreht es sich letztlich sowieso mehr oder weniger überwiegend um die Kinder und das macht euch letztlich nur den ganzen Abend kaputt.
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Tja nu, aber das ist halt so. Die Konsequenz daraus, dass andere Eltern ihren Job nicht machen, kann ja nicht sein, das eigene Kind nicht bestmöglich schulisch zu begleiten.
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