Beiträge von Maylin85

    Ich würde mir wünschen, die Sinnhaftigkeit der Klimaziele nochmals zu hinterfragen. Wenn wir deren Erreichung mit einer massiven Verschlechterung der deutschen Standortbedingungen und Wohlstandsverlust erkaufen, während anderswo die Emissionen weiter steigen und man wirtschaftlich links und rechts weit an uns vorbeizieht, ist das nichts weiter als strunzdämlich. Würde es das Klima "retten", könnte man noch vom Opfer für die gute Sache sprechen, der ganze Aktionismus rettet aber nichts. Die Aussage, unser Heizungsgesetz spare in 6 Jahren so viele Emissionen, wie China an einem einzigen Tag ausstoße, wurde meines Wissens bisher von keinem Faktencheck falsifiziert und allein das ist doch genug Anlass mal inne zu halten und zu hinterfragen, was genau wir hier eigentlich tun und wann genau mal langsam ein Einlenken erfolgt.

    Das 1,5 Grad Ziel ist nach Aussage vieler Experten faktisch nicht mehr erreichbar. Wir laufen munter einem Zug hinterher, der längst abgefahren ist. Klar kann man den Fokus auf maximale Schadensbegrenzung legen, sollte aber dabei realistisch bleiben ob der eigenen Möglichkeiten Einfluss zu nehmen angesichts der Tatsache, wie läppisch gering unser Anteil in totalen Zahlen ohnehin ist.

    Ich habe absolut nichts gegen die Einführung von und Umstellung auf klimafreundlichere Technologien in diversen Lebensbereichen, wenn diese eine Marktreife erreicht haben, wirtschaftlich ohne Mehrkosten oder Verluste nutzbar sind und nicht mit erheblichen individuellen Einschränkungen einhergehen. Aber eben auch erst, wenn diese Punkte gegeben sind.

    Statt teure und wirkungslose Maßnahmen durchzudrücken, sollte man sich vielleicht särker auf die Problembewältigung konzentrieren. Dieser Planet wird an Nutzflächen einbüßen, in vielen Gebieten wird traditionelle oder gegenwärtige Landnutzung nicht mehr möglich sein - wir brauchen Innovationen und Adaptionsstrategien in allen möglichen Lebensbereichen, von der Landwirtschaft bis hin zu auf zunehmende Extremwetterereignisse angepasstem Bauen. Die Milliarden, die man derzeit mit halbgaren Klimaschutzmaßnahmen verbrennt, könnte man besser in die entsprechende Forschung investieren.

    Vermutlich ist die Haushaltslage der Kommune bzw. des Trägers ausschlaggebend. Meine aktuelle Schule stellt auch viel bereit... auf die Idee, nach Stiften und Papier zu fragen, bin ich aber noch nie gekommen und hab davon auch noch nichts mitbekommen. Als ich an meiner letzten Schule angefangen habe, war gerade Haushaltsstopp angesagt - in dem Jahr kamen die ersten Inklusionskinder, wir sollten Listen mit Materialwünschen für die Kinder erstellen und es wurde exakt nichts davon angeschafft. Beim Kopierer hieß es, die (s/w) Patrone stelle der Träger, das Papier müsse aber selbst bezahlt werden und werde entsprechend in Rechnung gestellt (ich habs nie bezahlt, viele Kollegen haben aber gezahlt). OHP Folien konnten für 20 Cent im Sekretariat gekauft werden. In den letzten Jahren hatten wir dann immerhin noch einen (privat von einer Kollegin gesponsorten) Farbdrucker. Aber Kreide gabs umsonst 👍


    Aber ich finde erfreulich zu lesen, dass es wohl auch anders geht. Das ist mir wirklich komplett neu.

    Richtig, und die Bruttobezüge sind als Ausgangsbasis erstens ziemlich niedrig und zweitens wird (zumindest hier) nur der Arbeitgeberanteil nachversichert. Das ist in der Summe ziemlich wenig. Ob man damit hinkommt oder nicht, wie viel Jahre man noch zum Aufholen in anderen Jobs hat usw., muss jeder für sich selbst ausrechnen.

    Man sollte die Thematik zumindest auf dem Schirm haben, falls man sich nicht 100%ig sicher ist, dauerhaft in diesem Beruf bleiben zu wollen.

    Planstelleninhaber sind ja quasi Beamte und unterliegen den gleichen Rahmenkonditionen. Die meine ich njcht (bin selbst einer).

    Ein Verlust von Erfahrungsstufen ist das eine, aber man behält seine Rentenansprüche, seine Zusatzvorsorge und unterliegt damit etwas weniger Zwängen zu bleiben, als der Beamte. Auch der komplette Ausstieg aus dem Job und die berufliche Umorientierung sind leichter. Die Fallhöhe ist einfach nicht ganz so hoch.

    Wenn man sich natürlich absolut sicher ist, dass man diesen Beruf auf ewig ausüben möchte, überwiegen die Vorteile als Beamter deutlich.

    Stifte, Blöcke, Ordner -> noch nie erlebt, dass so etwas irgendwo finanziert wurde. Eine Schule hatte Flipchart-Papier für Plakate, das wars aber auch.

    Schulbücher -> haben wir im Referendariat großzügig von den Verlagen bekommen, allerdings nicht an Tag 1, sondern es dauerte. An meiner Refschule gab es keinen Ausleihbestand für Lehrkräfte, eine spätere Schule war da großzügiger. Hier würde ich zu Beginn mal nachfragen. Gleiches gilt für Dienstgeräte. Wenn die Schule welche hat, sollten auch die Referendare welche kriegen. Digitale Lizenzen für Schulbücher und Handreichungen usw. gibt es auch je nach Schule entweder als Kollegiumslizenz oder halt nicht.

    Frag auch nach, wie das Kopieren geregelt ist. An meiner Refschule gabs ein (kleines, nie ausreichendes) Freikontigent. Meine letzte Schule hatte anfangs keinerlei (!) Kontingente und hat versucht, für jede einzelne Kopie das Geld einzutreiben. Ich hatte nach 4 Monaten eine Rechnung von fast 50€ im Fach. Wiederum woanders gab es unbegrenzte Kontingente und das sogar in Farbe - die Bedingungen (und letztlich auch die Kosten) variieren hier.

    Deine Anführungsstriche sollen andeuten, dass Du denkst, Klimawandel sei nicht real oder nicht durch Menschen verursacht? Ich denke, mir ist meine Zeit zu schade, um mit Menschen zu diskutieren, die mit Formulierungen wie „Kleberschwachsinn“ hantieren. Diese „Weiter so“-Typen haben uns in diese Misere gefahren. Natürlich kann man warten, bis Handeln zwingend wird. Schön wird das dann aber nicht, weil es sehr viel mehr Menschenleben kosten wird. Um Wirtschaft wird es dann irgendwann nicht mehr gehen. Davon mal ab, dass unser Wohlstand seit Jahrhunderten auf Ausbeutung anderer Menschen basiert, die aktuell eher dafür die Folgen ertragen.

    Ein Herunterfahren von Individualverkehr in Großstädten bekommen nahezu alle Großstädte in Europa besser hin als Deutschland. Das wäre nun wirklich ein leicht umzusetzender Punkt (der zudem Innenstädte weit attraktiver macht, wie wir eindrucksvoll an Städten wie Paris sehen).

    Selbstverständlich ist der Klimawandel real. Ob von Menschen verursacht finde ich seriös nicht zweifelsfrei beurteilbar, er ist aber definitiv vom Menschen beschleunigt.

    Ich finde den passionierten Idealismus der Klimaaktivisten ja auf irgendeiner Ebene sogar recht sympathisch, aber eben auch wahnsinnig naiv. Fakt ist: wir "stoppen" da nichts mehr und die Suggestion, dass es zu spät sei, WENN wir nichts machen, ist einfach absurd. Das Klima wandelt sich, mit dem Fallout werden wir leben müssen - ob wir vorher unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand mit Vollgas vor die Wand fahren oder nicht, ist dabei völlig unerheblich. Ich würde ja bevorzugen, das nicht zu tun 💁‍♀️

    Nein, aber mit irgendwas wird auch Deutschland mal anfangen müssen. Mehr geht immer und wäre dann ja auch damit nicht vom Tisch.

    "Mehr geht immer" = nach Umsetzung der aktuellen Forderungen einfach weiterkleben? Fürs nächsthöhere Ziel? Was wäre denn angesichts der "drängenden Zeit" angemessen, eine sofortige Stilllegung des Individualverkehrs und der deutschen Industrie? Schade halt, dass auch sofortiges Herunterfahren der deutschen Emissionen auf 0 exakt absolut gar nichts am globalen Anstieg ändert. Also warum genau sollte man für den Kleberschwachsinn auch nur ansatzweise Verständnis aufbringen?

    Ich finde es völlig affig, dass dem TE nicht einfach der Termin mitgeteilt wird. Wenn man weiß, dass die Stunde definitiv betroffen ist, kann man entsprechend planen und sich rechtzeitig um Stundentausch, Nachholstunden, was auch immer bemühen. Jemanden kurz vor der Prüfung derart in der Luft hängen zu lassen und ein Staatsgeheimnis um eine dämliche Alarmübung zu veranstalten, ist doch komplett lächerlich und arschig.

    Ich würde auch mal bei den Stundenplanern vorfühlen. Meistens sind die bei sowas ja im Bilde.

    In meinem Studium (Abschluss 2012) war Inklusion Thema, aber sehr idealisiert. Was für ein absolut gruseliges Unterfangen das in der Realität ist, steht auf einem völlig anderen Blatt. Nachdem ich noch nie und nirgends gut funktionierende Inklusion gesehen habe, frage ich mich, worauf die Uni da bitte "vorbereiten" soll. Kann sie meines Erachtens gar nicht. Außer, man schult starke Nerven und einen gesunden Umgang mit unerfüllbaren Erwartungshaltungen.

    Ich hab mich über das eigentlich an der Schule bestehende Hefter-Gebot hinweg gesetzt und überall Hefte anschaffen lassen, genau deswegen 🙈 Immer irgendwie chaotisch, immer irgendwie zeitraubend weils irgendwer nicht rafft, immer irgendwie unordentlich aussehend. Die Papphefter sehen nach 4 Transporten in der Schultasche zudem aus wie Sau.

    Ich habe immer erst gebucht, wenn alle Einverständniserklärungen vorlagen UND die vom Veranstalter geforderte Anzahlung auf dem Schulkonto eingegangen ist (Ausnahme: BuT, weil das Geldda erst kurzfristig ausgezahlt wird, aber für diese Schüler ist die Schule dann in Vorleistung gegangen).

    Wenn im vorliegenden Fall unterschrieben wurde und trotzdem keine Zahlung erfolgt, sollte man meines Erachtens rechtliche Schritte einleiten, um die Begleichung der Rechnung anzuleiern. Ob der Schüler mitfährt oder krank ist oder einfach zu Hause bleibt und dann halt eine Ordnungsmaßnahme erfolgt, wäre mir hier eher egal.


    Unabhängig davon finde ich grundsätzlich ja eh unverständlich, wieso Teilnahmen verpflichtend sind. Fand diese gammeligen Jugendherbergen mit Gemeinschaftstoiletten und 24/7 Zwangsvergesellschaftung als Kind immer extrem unschön und wäre auch lieber einfach in den Parallelklassenunterricht gegangen 🙈 Mehrwert meist fragwürdig.

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