Bei uns denken viele darüber nach per Zwangsversteigerung etc. eine alte Bruchbude zu kaufen und die dann selber zu renovieren.
In meiner Nachbarschaft ist jemand so für 120.000€ an ein 140m2 Einfamilienhaus samt 800m2 Grundstück gekommen. Die Versteigerung belief sich am Ende auf 78.000€ und er hat noch einmal 40.000€ Material und reichlich eigene Arbeitskraft hineingesteckt.
Ich hab mein Häuschen komplett selbst renoviert (der Lockdown kam zeitlich praktisch), aber eben auch 40 km von Düsseldorf entfernt. Und ich bin kein Handwerker, also muss die Grundsubstanz schon irgendwo stimmen.
Renovierungsbedürftige Bruchbuden kriegt man in Düsseldorf natürlich auch, aber in erster Linie treibt die Lage des Grundstücks den Preis. Bei meiner Mutter um die Ecke versucht jemand sein abrissreifes Einfamilienhaus an der Stadtteil-Durchgangsstraße auf Hanggrundstück (= kein toller Garten) für 1,2 Millionen zu verkaufen. Bin gespannt, ob sich dafür irgendein Investor findet, der da ein Mehrfamilienhaus draufsetzt. Etwas weiter die Straße hoch ist genau das passiert und die knapp 80 Quadratmeter große 2-Zimmer-Wohnung im Neubau war mit 800.000 inseriert.
state_of_Trance
Rommerskirchen, Grevenbroich usw. hat keine repräsentativen Preise für die Region. Für Düsseldorf-Pendler unattraktiv, weil niemand so irre sein kann, morgens über Rheinbrücken pendeln zu wollen, und ganz grundsätzlich unattraktiv, weil die ganze Region da immer noch fett unter Kohlestaub liegt.