Beiträge von Maylin85

    Finde ich eigentlich auch zu lang und bin immer froh über die übers Jahr verteilten Auszeiten. Aber gleichzeitig bin ich auch jemand, der ab 25 Grad nur noch eingeschränkt funktional ist und über 30 völlig am Rad dreht - mir graut es vor der garantiert noch kommenden Hitzeperiode im August, wenn wir hier wieder arbeiten dürfen 🙈

    Vielleicht sollte man sich die Verteilung der Hitzewochen über die letzten 10 Jahre mal genauer angucken und überlegen, ob unsere Ferien anders verteilt werden müssten. Wenn unser Klima sich dem südlich gelegener Länder annähert, könnte man überlegen, ob deren längere Sommerferien nicht evtl. auch hier sinnvoll sein könnten.

    Ganz allgemein gesprochen bereichern Kinder das Leben. Klar, man kann stattdessen auch jedes Jahr nach Bali in den Urlaub oder eine Katzenzucht aufmachen. Aber für wen machen wir den ganzen Quatsch sonst? Für den Lehrerberuf ist das Elternsein ganz sicher auch eine Bereicherung, wenn man so einen Strategen zuhause sitzen hat. Das ist hilfreicher als jedes erziehungswissenschaftliche Seminar und Spaß macht es (meistens) auch.

    Let's agree to disagree.

    Ich für meinen Teil mache den Quatsch zur Bestreitung meines Lebensunterhalts.

    Zum letzten Satz: sicher. Was (bei mir) Augenrollen verursacht, ist subjektive Empfindungen als vermeintlich allgemeingültige Weisheiten zu formulieren.

    Die englische Sprache wurde durch Französisch extrem aufgewertet, u. a. besteht das gehobene Englisch überwiegend aus französischen Lehnwörtern. Lateinkenntnisse sind für Französisch, Englisch und auch Deutsch sehr hilfreich und da kann man schon herleiten, dass der höchste Schulabschluss diese Sprache beinhalten sollte.

    Mein Prof sagte "fucked up" statt aufgewertet, wenn ich mich richtig erinnere.

    Ich hatte in der Schule sowohl Latein als auch Französisch, nichts davon habe ich aktiv im Englischstudium benötigt. Viel hängen geblieben ist leider auch nichts. Ich halte es für vertretbar, Kenntnisse in diesen Sprachen als Voraussetzung fürs Studium zu kicken. Wer vertieft in Etymologie einsteigen möchte, findet alle wesentlichen Infos, wenn er sie tatsächlich braucht.

    Ich denke, es geht ganz schlicht darum, die personellen Löcher möglicht zeitnah mit allen verfügbaren Mitteln zu stopfen. Doppelbesetzungen und ein höherer Anteil an Ausbildungsunterricht laufen dem halt konträr. So rein von außen betrachtet, klingt das ziemlich gruselig - kaum Ausbildungsunterricht, teilweise keine Ausbilder im eigenen Fach an der Schule, nun denn.

    Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg und einen guten Start 😊

    Eine bemerkenswert knappe Antwort! Meinen Schülern sage ich im gegebenen Zusammenhang oft, dass ich mich besonders über den Teil der Antwort freue, der auf den ersten Satz folgt...

    Meinen Schülern sage ich gerne, dass sie nicht schwafeln sollen, sondern bitte bevorzugt kurz und knapp auf den Punkt kommen mögen. War in der zitierten Antwort der Fall 👍 Ein Psychologe muss auch nicht selbst schizophren sein, um Schizophrenie-Patienten behandeln zu können. Der Schuldnerberater muss nicht selbst auf eine Vergangenheit finanziell chaotischer Verhältnisse zurückblicken, um seinen Job professionell ausüben zu können. Eine Hebamme muss nicht selbst Kinder bekommen haben, um eine Geburt zu begleiten. Liste beliebig fortsetzbar.

    Kann ich aus Schulsicht verstehen, dass man sich den Quereinsteiger sichert. Man hat ja keine Garantie, dass der Referendar auch bleiben möchte und steht hinterher ggf. mit einem Mangel da - die Naturwissenschaftler haben ja nunmal erheblich höhere Chancen auf ihre Wunschorte und Wunschschulen als zB jemand wie ich es hatte^^ Und ob der Referendar auf Nachfrage hin mit offenen Karten spielt, weiß man halt auch nicht.

    Dass es an Gymnasien keinen Mangel gibt, kann man so pauschal nicht sagen. An meinem hatten wir Quereinsteiger in den Naturwissenschaften, eine Englisch unterrichtende Bachelorstudentin, eine syrische Englischlehrerin (was im Prinzip ja nicht fachfremd ist, aber das Sprachlevel war, vorsichtig formuliert, abweichend vom hiesigen Qualifizierungsstandard) und aktuell wohl eine ukrainische Deutschlehrerin. Dazu, wie ich hörte, Reaktivierungen von Penionären. Der Mangel ist also durchaus auch am Gymnasium vorhanden, wenn auch wahrscheinlich weniger ausgeprägt. Er wird durch Abordnungen an Schulen, bei denen es noch akuter brennt, aber halt auch nicht besser.

    Ok, kann natürlich sein, dass die einfach nur umgestiegen sind. War auf jeden Fall voll.

    Aber interessant, dass Deutsche keinen Schulplatz in der Schweiz kriegen - umgekehrt aber schon?

    Es pendeln aber auch nicht wenige Schüler in die andere Richtung über die Grenze, oder täuscht der Eindruck? Ich bin früher häufiger Montag morgens mit der Bahn von deutscher Seite nach Basel zum ICE gefahren und die Bahnen waren frühmorgens so krass voll mit Schülern, dass man teilweise gar nicht mehr rein kam und die nächste nehmen musste.

    Ich denke, es ist die Kombination aus Lebensqualität und Verdienst. Die Krankenschwester hat ein Apartment in einer deutschen Großstadt gegen ein Häuschen mit hübscher Veranda, riesen Grundstück und 3 Pferden im texanischen Nirgendwo getauscht. Ich weiß nicht, ob das Lohnniveau da besser ist oder die Lebenshaltungskosten signifikant geringer, auf jeden Fall hätte dieser Lebensstil mit diesem Job in Deutschland für sie so nicht funktioniert. Mein Cousin hatte auch attraktive Angebote aus Frankfurt, ist aber wegen des besseren Verdienstes ins Ausland gegangen. Meine Cousine in der Schweiz stöhnt natürlich auch über höhere Lebenshaltungskosten, findet das Gesamtpaket aber stimmig. Letztlich ist ja dann auch egal, was für den Einzelnen überwiegt: Fakt ist, dass sie für den deutschen Arbeitsmarkt erstmal futsch sind, weil woanders - zumindest für den Moment - eine höhere Zufriedenheit gegeben ist.

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