Beiträge von Maylin85

    Ich finde den Thread total absurd. Niemals würde ich Gelder über private Konten laufen lassen. Wenn mir die Schulleitung sagt, es gibt keine Möglichkeit der Abwicklung über ein Schulkonto, dann kann die Fahrt leider nicht stattfinden - außer, die SL kann mir eine alternative Form der Zahlungsabwicklung benennen, die mich als Privatperson nicht involviert.

    Dass so viele Kollegen den Hickhack mitmachen, befremdet mich.

    Wäre das gesamtgesellschaftlich denn schlechter als der Ist-Zustand oder wäre es nur für den Lehrer leider blöd?

    Der Text ist einfach nur grottig, sowohl sprachlich als auch inhaltlich (wobei ich gar nicht weiß, was ich gruseliger finde).


    Ein modulares System würde ich grundsätzlich allerdings interessant finden, denn das Lerntempo variiert je nach Schüler oder aber auch je nach Fach nun einmal. Hat aber null und gar nichts mit der hier verfolgten Intention zu tun.

    Nicht Grundschule, aber ich kenne das so überhaupt nicht. Vertretungskräfte nehmen selbstverständlich an allen Konferenzen teil und sind genauso eingebunden, wie jede andere Lehrkraft. Wir hatten Quereinsteiger, fachfremde Vertretungen, Bachelorstudeten... meinem Eindrucl nach war das Miteinander konstruktiv und nett. Ruhrgebiet übrigens.

    Irgendwie lebe ich in einer anderen Welt. Mich hat noch nie ein Kollege oder eine Kollegin auf Kinder angesprochen, mein Freundeskreis nicht und meine Familie auch nicht. In meiner Welt waren Kinder einfach noch nie relevantes Thema. Wundert mich, dass das anscheinend echt so ein riesen Ding ist und fremde Leute sich drüber Gedanken machen.

    Es könnte so ausgehen wie mit der „Berechnung“ der Arbeitszeit in Hamburg. Dann hat man umgerechnet sowas wie 15 Minuten Arbeitszeit für eine Abiklausur im LK Deutsch. Damit ist dann den Vorgaben genüge getan, weil man bei längerer Arbeitszeit einfach als ineffizient betrachtet werden kann.

    Sowas wünsche ich mir für NRW bitte ebenfalls. Dann ist es nämlich völlig stichhaltig begründbar, dass mit Korrektur kein detailliertes Sezieren der Ausführungen gemeint ist, sondern dass Klausuren nur zügig überflogen werden und exemplarisch mal grobe Schnitzer angestrichen werden können.

    Ich bin mir sicher, dass die Noten nichtmals groß anders ausfallen würden.

    So etwas gibt es nicht. Religionen sind das Gegenteil von Bildung.

    Naja, wenn man den Bildungsbegriff so definiert, dass Fähigkeiten und Wissen erworben werden, passt das meines Erachtens schon auch auf religiöse Praktiken. Aber ich verstehe schon, was gemeint ist, und widerspreche nicht. Nenne wir es einfach "Überzeugungen und Praktiken" statt Wissen 😊

    Ich frage mich ja nebenbei auch, ob Pädagogik eine Wissenschaft ist. So oft, wie sich der Wind dort ändert und Vergangenes als überholt betrachtet wird, habe ich manchmal arge Zweifel.

    Wenn Eltern zuhause kein Deutsch sprechen, zeigt das doch, dass die deutsche Sprache halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.

    Wenn Eltern nicht wählen gehen, zeigt das doch, dass politische Teilhabe halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.

    Wenn Eltern ihre Kinder nicht sportlich/musikalisch fördern, zeigt das doch, dass sportliche/musikalische Betätigung halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.

    Wenn Eltern stolz sagen "Mathe habe ich noch nie gekonnt.", zeigt das doch, dass Mathematik halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.

    ...

    All das ist aber wichtig für das Funktionieren einer Gesellschaft oder für persönliches Vorankommen im Leben.

    Wofür ist religiöse Bildung wichtig?

    Wenn Eltern nur taufen, aber sonst nicht christlich erziehen, zeigt das doch, dass die Religion halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt. Ich sehe nicht, wo Schule an dieser Stelle "kompensieren" muss, denn Teilnahme am religiösen Leben ist ja kein (nachvollziehbares) gesellschaftsrelevantes und erstrebenswertes Bildungsziel. Natürlich kann man allgemeinbildend mal über den Hintergrund von Feiertagen sprechen, aber dazu braucht es keine hunderte Stunden Schulunterricht. Im Prinzip haben einzig die Kirchengemeinschaften ein schlüssiges Interesse an dieser Art von Bildung - und dann mögen sie sich doch bitte selbst darum bemühen attraktiv genug zu sein, dass Kinder freiwillig ihre Angebote nutzen und sich dort "bilden" lassen.

    Das wären tolle Stundenkontingente für Sprachförderung oder dergleichen.

    Ich bin null religiös und halte konfessionsgebundenen Religionsunterricht für komplett überholt und abschaffungswürdig. Dennoch: indoktriniert und missioniert wurde ich dort nie. Es ist halt nur einfach unsinnig genutzte Zeit im Stundentableau. Wer sich detailliert mit den Ansichten und Prinzipien seines jeweiligen Vereins beschäftigen möchte, sollte das privat bei eben diesem Verein tun.

    Susannea

    Welche Beschlüsse brauchen denn explizit aktive Elternunterstützung? Mir fällt da jetzt für keines meiner Fächer auch nur ein einziges Beispiel ein. Das einzige, was ich aus Elternsicht tatsächlich interessant gefunden hätte, wäre die detaillierte Auswertung der Lernstandserhebungen in Klasse 8 gewesen (wo meine Ex-Schule meistens ziemlich miserabel abgeschnitten hat, was aber außer in den Fachkonferenzen nie irgendwo thematisiert wurde). Alles andere, von der Materialanschaffung bis zur Implementation neuer Vorgaben, ist für Eltern doch wohl ebenso uninteressant, wie umgekehrt für uns die Elternmeinung dazu.

    Das große Problem in NRW ist halt, dass es bei Aufgabe des Beamtenstatus kein Altersgeld gibt. Im Vergleich zur freien Wirtschaft ist das eine massive Hürde, was die Option des Jobwechsels angeht, die man in der freien Wirtschaft bei Nichtgefallen der Konditionen jederzeit völlig problemlos hat.

    Möchte man wirklich schadensbegrenzt raus, müsste man wahrscheinlich erst einen Bundeslandwechsel in ein Bundesland mit Altersgeld anstreben und sich dann dort entlassen lassen. Sehr umständlich und langwierig.

    Ein Unterricht für alle geht nicht. Du musst da hoch differenzieren. Du kannst als Klammer gemeinsame inhaltliche Themen oder Projekte nehmen. Innerhalb dieser arbeitet dann jeder an seinen individuellen Lernbereichen.

    Ich war auch mal für kurze Zeit in einer Internationalen Klasse, in der immer wieder neue Schüler nachkamen, und ganz ehrlich: jede einzelne Stunde auszudifferenzieren, kann doch keiner leisten. Insbesondere, wenn man "frei" arbeitet bzw. nicht an den Lehrgang eines bestimmten Lehrwerks gebunden und selbst Material zusammensuchen/erstellen muss.

    Vielleicht fehlt mir ja Vorstellungskraft, aber ich halte das für völlig utopisch und wüsste jedenfalls auch nicht, wie ich es ganz konkret angehen soll. Ab und an mal differenziertes Material, wenn sich was Geeignetes finden lässt, okay - aber ständig und immer und für alle, möchte ich bitte erstmal über eine Sequenz in der Praxis demonstriert bekommen (und die dazugehörigen Vorbereitungsstunden aufgeschlüsselt bekommen).

    Wo genau ist denn der Mehrwert von Eltern in Fachkonferenzen? In Fach 1 sind sie ab und an mal unregelmäßig aufgetaucht und haben ggf. Verzögerungen verursacht, in Fach 2 ist nie einer erschienen. Aber Hauptsache das Ganze startet erst um 19h und ermöglicht die potentielle Teilnahme.

    Ich kann keinen Nutzen erkennen.Oder anders ausgedrückt: doch, es ginge (und geht) an dieser Stelle wunderbar ohne sie.

    Was die da sollen, verstehe ich zwar auch nicht, faktisch gibt es zumindest in NRW aber Elternvertreter in den Fachkonferenzen. Sind zwar nicht stimmberechtigt, dürfen sich aber äußern. Ich erinnere mich an eine Dame, die sehr lange und ausführlich ihre Meinung zu Schulbüchern erläutert hat, als es um die Einführung neuer Bücher ging. Wir waren uns einig, dass es Green Line wird. Die Dame erzählte ewig von der tollen, motivierenden Robbe (?) im Cornelsen-Buch und warum ihr als Grafikdesignerin das Layout der Seiten besser gefällt. Genau das, was man nach 20h noch braucht...

    Um 14.00 Uhr? Das ist ja beachtlich, und nicht sehr arbeitszeitenfreundlich für die beteiligten Eltern. Alle Elternpflegschaftssitzungen, Schulkonzerenzen und Infoabende zu diversen Themen sind bei uns nach 19.00 Uhr. Und so ist das auch ausnahmslos an allen Schulen und Kitas hier im Umfeld und meiner Kinder.

    Kenne ich aus meiner Ecke leider auch so. Inklusive Fachkonferenzen, zu denen die Elternvertreter dann meist nichtmals erschienen sind. Elternsprechtage gingen bis 19h (kannte ich von anderen Schulen aus anderen Ecken NRWs so auch nicht), GLKs dauerten auch immer mindestens bis 18h, zuletzt wurde ausgeweitet auf 19h.

    War für mich auch einer der Gründe, einen Stellenwechsel anzustreben. Je nach Schule und Gewohnheiten in einer Region kann der Schulalltag massiv übergriffig ins Privatleben ausgestaltet sein.


    Nein, es sind tatsächlich sehr wenige Punkte in den Erwartungshorizonten, aber dafür können die Deutschlehrkräfte wenig. (und nebenbei: durchgängige Sprachbildung ist genau das: durchgängig. Auch die Sachfächer haben einen Auftrag!)
    Rechtschreibförderung ist aber etwas Anderes als Punkteabzug in einer Leistungsüberprüfung und es gibt dafür durchaus Möglichkeiten.
    1) Rechtschreibstrategien-Wiederholung gehört definitiv zum Stoff der Unterstufe.

    2) Rechtschreibmaterialien kann man auch für die Unter- und Mittelstufe darüber hinaus stellen. Wenn ich (auch als Geschichtslehrkraft, aber idealerweise als "Klassenkonferenz") an meinem Vertretungskonzept arbeite, kann ich Materialien geben, die an den Schwächen arbeiten. Wenn ganze Jahrgänge Rechtschreibprobleme haben, dann wird der Schwerpunkt darauf gelegt. Und wenn alle Kinder unterschiedliche Bedürfnisse haben, gibt es das Zauberwort der individuellen Differenzierung.
    Auch haben die weiterführenden Schulen einen Kontingent an Stunden für individuelle Förderung, man kann also Angebote machen, zum Teil als Pflichtangebot, für diejenigen, die große Lücken haben. aber auch innerhalb des regulären Unterrichts gehört es zu meinen Aufgaben (hier insbesondere im Deutschunterricht, aber nicht nur), Lücken zu schließen. Und wenn der Fachunterricht auch mitzieht, werden wenigstens alle Fachbegriffe richtig geschrieben.

    Alles richtig. Hat in meiner Wahrnehmung aber insgesamt wenig verbindlichen Charakter und da es sich nirgends sonderlich eindrucksvoll in der Bewertung niederschlägt, hat das korrekte Schreiben bei den Schülern (meinem Eindruck nach) auch keinen sonderlich hohen Stellenwert. Das verwundert allerdings auch nicht, wenn die halbe Grundschulzeit über propagiert wird, dass Sprachrichtigkeit egal ist. Ich stimme jedenfalls zu, dass es schwierig ist, nach so vielen verschwendeten Grundschuljahren plötzlich genau das einzufordern.

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