Vor allem zieht man das Thema immer so schön über the danger of a single story auf und viele Inhalte bestätigen dann aber eigentlich genau die Stereotype, die man vorher schon hatte. Ich werde bisher auch nicht wirklich warm damit.
Beiträge von Maylin85
-
-
So oder so ist klar, dass ein erheblicher Teil der Betroffenen sich das nicht einfach so gefallen lassen und dabei dann eben auch den vorteilsbehafteten Teil des Deals ausnutzen wird. Die Krankenstände werden sicher interessant.
-
In der Überlegung sicher richtig, aber wie ist das denn in der vielgelobten freien Wirtschaft (tm)? Also, ernste Frage. Da kann ich doch auch nicht so einfach reduzieren, wenn ich Lust auf mehr Freizeit habe, oder?
So gesehen bin ich da schon auch ein bisschen bei fossi74, wenn er halt darauf hinweist, dass viele der Privilegien jetzt nicht in erster Linie dazu gedacht sind, uns ein schönes Leben zu machen. Schön, wenn sie auch dafür genutzt werden können, aber wenn sie dann einkassiert werden, finde ich es ein wenig... zweifelhaft..., dies als "übergriffig" zu bezeichnen.
Das Verfügen über meine Lebenszeit empfinde ich definitiv als übergriffig. In der freien Wirtschaft gehen die Bedingungen sicher weit auseinander. In meinem Freundeskreis sehe ich aber eher einen Trend zu Flexibilisierung von Arbeitsmodellen und einen Trend zu Teilzeit. Kann aber natürlich auch sein, dass der Eindruck in "meiner" Blase täuscht.
-
Ich finde es völlig legitim, dass es Kollegen gibt, die schlichtweg keinen Bock auf Vollzeit haben, weil sie ihre Lebenszeit lieber mit anderen Dingen füllen. Das zu verwehren, empfinde ich als ziemlich übergriffig ins Leben seiner Bediensteten. So, wie die Lage ist, sollen die Länder sich doch besser über jeden freuen, der bereit ist, in diesem Sektor seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. In welchem Umfang auch immer.
-
Nee, sie ist wohl mit 20% dort und unterrichtet halt.
Die Begeisterung hält sich bei allen sehr in Grenzen. Versetzte Anfangszeiten und Fahrerei zwischen den Dienstorten macht es wohl teils auch organisatorisch schwierig mit der Kinderbetreuung.
Ich war einfach überrascht vom Ausmaß dieser Abordnungen. Dass es mal jemanden trifft, okay. Dass das Ganze aber in diesem großen Stil und dieser Konsequenz passiert, hätte ich nicht erwartet.
-
Kleine Anekdote zum Thema Abordnungen: an meiner Ex-Schule (Gymnasium) sind jetzt zuletzt sämtliche Rückkehrer aus der Elternzeit an Grundschulen teilabgeordnet worden, inklusive der A15-Kollegin.
Schöne neue Schulwelt..
-
Ja, ist richtig. Anwesenheit und Hausaufgabenmoral sind durchwachsen, aber letzteres zumindest auch nicht ausgeprägter, als ich es von vorher kenne. Gibt auch wirklich tolle, engagierte, leistungswillige Schüler 😊
-
Ich merke keinen sonderlich großen Unterschied zu dem Gymnasium, von dem ich komme.
Ausnahme: Schüler, die erst recht kurz in Deutschland und sprachlich dementsprechend schlechter unterwegs sind. Die gibt es in anderen Schulformen aber mittlerweile vermutlich auch gehäuft. Interessant finde ich, dass ich bei Kollegen teils erheblich anspruchsvollerer Klausuren gesehen habe, als ich sie aus meinen letzten 10 Berufsjahren kenne. Dass das Niveau grundsätzlich schlechter wäre, kann ich also nicht unbedingt sagen.Aber ich war auch vorher im Ruhrgebiet..
-
Ich finde es höflich, bei Kränkeleien temporär Maske zu tragen. Habe ich Anfang der Woche auch gemacht, nachdem ich am Wochenende ein bissi kränklich war (allerdings auch gemerkt, dass der eine oder andere sich denkt, die Alte hat sie nimmer alle^^). Im ÖPNV oder beim Arzt/im Krankenhaus halte ich Masken auch nach wie vor für angebracht, auch wenn es nicht explizit gefordert wird.
Aber ich kann inzwischen auch "die andere Seite" verstehen, denn der Pandemieverlauf rechtfertigt tatsächlich keine Maßnahmen mehr. Man kann höchstens grundsätzlich überlegen, ob man aus dieser Zeit einen anderen Umgang mit Krankheiten mitnehmen möchte und es als passend erachtet, auch coronaunabhängig bei eigenen Erkrankungen aus Rücksicht zur Maske zu greifen. Würde sich eine dahingehende Kultur entwickeln, würde ich es als positiv empfinden. Ich sehe das in Deutschland aber nicht.
-
Ja gut, dass man "keine Lust" auf das Abziehen aus diesen Bedingungen hat, ist zwar absolut veständlich, aber dass das keine Rolle bei Abordnungsentscheidungen spielen kann, ist ja irgendwie auch klar. Für mich ist der Knackpunkt nach wie vor der schulformübergreifende Aspekt - gegen Abordnung/Versetzung im eigenen Lehramt, kann man bei der Ausgangslage (ich hörte was von 42% Personalüberhang im zweiten Bildungsweg und die Schülerzahlen sinken ja tendenziell weiterhin) wohl kaum objektive Argumente finden. Insofern würde ich mich auch frei davon machen, den Abzug als persönliche Demütigung zu sehen. Die Qualität deiner Arbeit spielt bei der Entscheidung vermutlich gar keine Rolle.
-
Ich hab gestern auch mal rumgespielt und fehlerhafte Texte eingetippt und korrigieren lassen inkl. Erklärungsabfrage, Arbeitsblätter erstellen lassen, eine Unterrichtsreihe zu Thema xy skizzieren lassen, Grammatikfeinheiten erläutern lassen, einen plumpen Text mit connectives aufhübschen lassen, Einleitung und Fazit ergänzen lassen.. da sind schon durchaus nette Dinge möglich und ich denke, es lohnt sich, mal mit Schülern gemeinsam reinzuschauen. Bei entsprechender Anwendung kann das ein hilfreiches Selbstlerntool sein.
Von allem, was Quellenarbeit oder Interpretationen beinhaltet, würde ich Abstand nehmen. Die Diksussion über einen fiktionalen Charakter und die ethische Bewertung von dessen Handeln war auch nicht sehr zielführend, denn er argumentiert quer über (in diesem Fall) alle Staffeln und zieht Dinge heran, die erst viel später passieren und auf die diskutierte Handlung keine Auswirkung haben. Für z.B. eine Facharbeit also nicht nutzbar bzw. man sollte auf dem Schirm haben, dass er (noch?) nicht zu jedem Nischenthema ausreichend Wissen hat, um schlüssige und verwertbare Ergebnisse abzuliefern.
Aber interessant und kurzweilig... kam leider ständig an die maximale Anzahl an Anfragen pro Stunde und musste zwangspausieren... auch das könnte man noch verbessern

-
Nur zur Klarstellung, ich sprach nicht von Gefälligkeits-AUs, sondern ich halte es durchaus nicht für weit hergeholt, dass das Verpflanzen in ein Setting, das man sich bewusst nicht ausgesucht hat, einen aus der Bahn werfen kann. Bei mir gingen Tage mit viel Unterstufe zB ständig mit Kopfschmerzen einher und nachmittags war ich matsche... die Vorstellung, man wird zB an eine Grundschule versetzt, wäre für mich der blanke Horror und klar kann sich das auch körperlich niederschlagen. Die Ex-Kollegin mit Hybridstelle Gymnasium/Grundschule, die auch am liebsten Oberstufe macht, hat gefühlt ständig Magenschleimhautentzündungen seit der Spaß losgegangen ist, weil sie diese 50% ihrer Stelle derzeit auch an ihre Grenzen bringen. So etwas meinte ich. Nicht, AUs als Trotzreaktion.
-
Ich schon, mittlerweile.
-
Die Geister scheiden sich wohl an der Frage, ob das tatsächlich "ähnliche Arbeit" ist oder nicht. Ich habe so meine Zweifel.
Wenn diese Abordnungen tatsächlich formell so stümperhaft ablaufen, wie hier skizziert, ist das noch das i-Tüpfelchen auf dieser absurden Nummer.
Wäre spannend, wie viele langfristige AUs so ein Vorgehen erzeugt..
-
An die KI Korrekturen abgeben zu können, wäre der einzige Einsatz, der mir wirklich gefallen würde 👍
Muss man mal ausprobieren.
-
Nur bei einem merkwürdigen Karnevalskulturverständnis ☝️😉 Elferrat und Sitzung sind kein Spiel, sondern eine ernsthafte Angelegenheit.
-
Wie gesagt, da hätte ich auch keine Lust zu und das klingt auch recht sinnfrei (bzw. nach "irgendwas machen, um irgendwas zu machen").
Wir hatten sogar einen Elferrat und teilweise wirklich witzige Reden, die das Schulleben oder aktuelle Themen auf die Schippe genommen haben 🙂 Vorher war normal Unterricht oder ggf. Karnevalsfrühstück (mit Karnevalskrapfen und Faschings-Schleifen und was man Karneval halt so isst). War immer nett.
-
Ich frage mich gerade, was Karneval mit "lustigen Spielen" zu tun hat. Habe ich bisher nirgends machen müssen.
Aus meiner eigenen Schulzeit kenne ich Karneval so, dass um 11:11h an Altweiber per Durchsage Karnevalsmusik durch die Räume schalte, dann traf sich die komplette Schule in der Aula oder auf dem Schulhof, es gab ein kurzes Bühnenprogramm (1-2 Büttenreden, Musik, 1-2 Tanzeinlagen, schunkeln, maximal eine Stunde) und dann wurde man ins Karnevalswochenende entlassen. Fertig. Die Mehrheit war verkleidet und die Mädels durften den Jungs und männlichen Lehrkräften Krawatten und Schnürsenkel abschneiden; wer keine Lust darauf hatte, kam eben normal angezogen. Einzelprogramm im Klassenverband gab es nicht.
Bei meinem Lehrer-Dasein im Ruhrgebiet habe ich gelernt, dass man es dort für Karneval hält, verkleidet in der Schule zu erscheinen (wer mag) und sich gegenseitig mit Edding Punkte ins Gesicht zu malen (auch wer nicht mag). Zusätzlich organisiert die SV für die Unterstufe nachmittags (!) eine Karnevalsparty. Fertig. Im Münsterland kam man verkleidet und in den Pausen wurde Karnevalsmusik auf wem Schulhof gespielt, das wars. Am Niederrhein ähnlich.
Lustige Spiele mit der Klasse gab es zum Glück nirgends. Darauf hätte ich auch keinen Bock und das ist für mich auch nicht Karneval.
-
Ich halte die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels für völlig illusorisch. Möchte man das ernsthaft verfolgen, braucht es keine bahnfahrenden Deutschen, sondern eine komplette und globale Transformation unseres Wirtschaftssystems. Dieses Ziel ist nur mit der Abkehr vom auf ständigen Konsum und ständiges Wachstum ausgerichteten Kapitalismus, einer Abkehr von der globalisierten und industralisierten Landwirtschaft, einer Abkehr von selbstverständlicher globaler Mobilität von Menschen und Waren und - ganz entscheidend - einer zügig rückläufigen Weltbevölkerungszahl zumindest *ansatzweise* vorstellbar. Nichts davon zeichnet sich auf diesem Erdball bisher ernsthaft ab. Die 20%, die der Individualverkehr am ohnehin vergleichsweise pupsgeringen deutschen CO2 Ausstoß ausmacht, machen keinen messbaren Unterschied, selbst wenn hier ab morgen nichts mehr fahren würde. Die Welt wartet auch nicht auf deutsche "Vorbilder", die sich allen anderen gegenüber moralisch überlegen fühlen und erklären, wie man sich zu verhalten hat.
Sinnvoller, als einem 1,5 oder 2 Grad Ziel hinterherzurennen (ich bin überzeugt, dass wir das auch nicht einhalten werden), wäre eine Konzentration auf Adaptionsstrategien. Und zwar auf globaler Ebene. Wir werden mit dem Temperaturanstieg und seinen Folgen leben müssen und sollten dringend zusehen, in Bezug auf die aus dem Klimawandel resultierenden Konflikte möglichst präventiv zu agieren. Dazu gehören insbesondere Punkte wie Bevölkerungsreduktionspolitik, Regelungen zur gerechteren Ressourcenverteilung, um große Verteilungskriege möglichst zu verhindern, und Umgang mit notwendiger Migration. Natürlich ist es auch wichtig, dass bestenfalls jeder Mensch auf diesem Planeten seinen ökologischen Fußabdruck reduziert und sich möglichst nachhaltig verhält, weil Kleinvieh in der Masse dann eben doch auch Mist macht. Das aggressive Einschießen auf den Verkehr, der bei der Gesamtproblematik nun wirklich eher marginal ins Gewicht fällt, ist aber einfach lächerlich und lässt Leute bei der Thematik zunehmend eher genervt abwinken.
-
Ich bin eigentlich bisher die einzige, die hier ganz ungeniert schreibt, dass sie die Kleberei voll OK findet. Pepe äussert sich auch eher pro, wenn ich es richtig interpretiere. Frei nach Loriot: Mit deinem Gefühl stimmt was nicht.
Nach nochmaligem Überfliegen des Fadens muss ich dir - und auch Seph - Recht geben. Ich hab hier tatsächlich sympathisierende Töne rausgelesen, die faktisch kaum jemand von sich gegeben hat (Laleona und du mal ausgenommen). Mea culpa - mich nerven unnötige Verkehrsbehinderungen dermaßen, dass mir innerlich schon die Hutschnur hochgeht, wenn jemand feststellt, das Verhalten sei keine Nötigung. Was zugegebenermaßen nicht sehr reflektiert ist.
Ich gelobe sorgfältiger zu lesen 🙈
Werbung