Beiträge von Maylin85

    Ja, auf jeden Fall. Es kam halt nie eine rein (oder ich hab sie nicht gesehen). Ist jetzt aber sowieso egal, ich wechsel woanders hin... und da springt morgens immerhin schonmal eine halbe Stunde später raus. Jede Minute zählt 😄😉

    Ich finde es auch vom Jugendamt eine starke Nummer, dass das Kind nicht rausgenommen wird (oder Teenager) Kind ist es ja nicht mehr. Für mich ist das auch Kindeswohlvernachlässigung. Für das Jugendamt aber offenbar nicht, denn die bringen das Argument, dass er ja keiner häuslichen Gewalt ausgesetzt ist und genug zu Essen und Trinken bekommt und solange die Mutter für alle arbeiten geht, wird sich sicher auch nichts ändern.

    Nochmal: das "findet" das Jungendamt nicht, sondern das entspricht der geltenden Rechtslage!

    Davon abgesehen: was meinst du, mit wie viel Aufwand es verbunden ist, ein Kind mal eben aus Familien zu nehmen - selbst bei akuter, unstrittiger Kindeswohlgefährdung. Wohngruppen sind begrenzt und haben keine unendlichen Kapazitäten. Es gibt Notstellen, die für kurze Zeit (= Stunden bis wenige Tage!) Kinder aufnehmen können, aber dann muss eine Weitervermittlung an adäquate Plätze erfolgen. Meine Schwester arbeitet im Rheinland und hat sich teilweise bis Trier durch Wohngruppen telefoniert, um irgendwo eine aufnahmefähige Gruppe zu finden. Nun kann man sich überlegen, welche Kapazitäten es bräuchte, um jeden Schulschwänzer aus der Familie zu nehmen und woanders unterzubringen... und natürlich, was es mit Kindern und Jugendlichen macht, aus ihrem sozialen Umfeld gerissen zu werden. Schulschwänzen ist zweifellos ein Problem, aber sicherlich keines, was sich dadurch löst, Familien auseinander zu reißen.

    Was spricht dagegen, das gesamte Leben eine Stunde später starten zu lassen? Und wieso funktioniert der Transport eine Stunde zeitversetzt nicht? Geht in anderen Ländern doch auch (vermutlich ohne dass da stundenlang vorher Aufsicht zu führen ist). Man muss die Schule ja nur einfach eine Stunde zeitversetzt aufschließen.

    Ich finde den Vorschlag fantastisch und wäre sofort Feuer und Flamme. Sich im Winter um vor 6h aus dem Bett zu quälen, verursacht mir ohne Übertreibung körperlich Schmerzen und mir ist jeden einzelnen Morgen die erste halbe Stunde des Tages speiübel vor Müdigkeit. Ich hasse nichts mehr an unserem Job als den frühen Arbeitsbeginn und blicke sehnsüchtig zurück auf vergangene Jobs mit Gleitzeit. Das frühe Aufstehen ist einfach nur widernatürlich und dass ein späterer Schulbeginn gesünder und lernförderlicher ist, ist auch unstrittig. Mir wäre auch völlig egal, wie lange dann der Nachmittag geht.

    Ich bin allerdings davon überzeugt, dass unsere Schule wie auch die meisten anderen solche Optionen mit "geht nicht" abkanzeln wird. Weil wir in Deutschland sind und hier "nicht geht", was anderswo völlig normal ist. Seufz.

    Was soll da JA denn machen? Da meine Schwester da arbeitet, sehe ich auch die andere Seite. Und die sieht so aus, dass selbst bei Fällen, in denen Kindeswohlgefährdung vermutet wird (also eben diese Fälle, wo man "leider" kein krankenhausreif geschlagenes Kind vorweisen kann, sondern nur die akute Gefährdung "fühlt") rechtlich einfach wenig Handhabe besteht. Das JA kann regelmäßig besuchen, eine Familienhilfe bereitstellen, Hilfsangebote machen, Eingliederungshilfen stellen usw., aber letztlich hat all das in seiner Wirksamkeit auch Grenzen. Solange keine glasklare Kindeswohlgefärdung vorliegt, kann man gegen den elterlichen Willen kein Kind aus der Familie nehmen oder dergleichen. Und selbst wenn die Jugendämter das für dringend angeraten halten und die Fälle vor Gericht gehen, verlieren sie die meisten Prozesse. Elterliche Rechte sind ein hohes Gut, das nicht leichtfertig beschnitten wird.

    Wenn Bußgelder verhangen werden, die Polizei regelmäßig auf der Matte steht usw., dann passiert doch faktisch was und der Fall wird eben nicht ignoriert. Dass dabei nichts herauskommt und das Kind nicht zurück in die Schule verbracht werden kann, ist unbefriedigend, letztlich muss man aber auch hier abwägen, ob drastischere Maßnahmen nicht noch größere Schäden anrichten. Wer kann von uns schon beurteilen, welche psychische Problematik bei einem Dauerschwänzer vorliegt...

    In Großbritannien werden die Stimmen, die wieder striktere Maßnahmen fordern, auch gerade lauter und in den USA ist es teilweise kontextabhängig. Eine Bekannte regt sich zumindest gerade tierisch über die Wiedereinführung der Maskenpflicht bei Conventions auf.

    Ich verstehe einfach überhaupt gar nicht, was an einer Maske so sehr triggern kann. Das ist wirklich so eine minimale Unannehmlichkeit für einen doch recht guten Schutz... was ist daran für einige bloß so arg unzumutbar?

    Also ich hab noch nie ein Kind bekommen, aber ich glaube, ich hätte mit genauer Betrachtung von Kaiserschnittnarbe und Beinen (bei Frauen gerade mit Übergewicht eh oft ein schambesetztes Thema) deutlich mehr Probleme als mit rektalen Untersuchungen. Liegt aber vielleicht daran, dass man als Frau ja meist eh regelmäßig Untersuchungen in diesen Regionen hat. Eine Kaiserschnittnarbe stelle ich mir schon extrem intim vor und verstehe, dass das als sehr übergriffig empfunden wird.

    Naja. Faktisch sind diese Leute den Allermeisten wohl egal und es wird unter "persönliches Pech" verbucht.


    Ich denke mittlerweile, es muss halt jeder selbst wissen, ob und wie er sich noch schützen möchte. Mir ist überwiegend egal, wie hoch die Impfquote ist und wie viele Leute zu Massenveranstaltungen rennen. Ich erwarte nur, dass mittelfristig überall dort, wo zwangsweise viele Menschen aufeinander treffen und man sich schwer entziehen kann (Arbeitsplätze, Supermärkte, ÖPNV) die Maskenpflicht als sehr niederschwellige, wirkungsvolle Maßnahme wieder eingeführt wird.

    Für mich liest es sich auch schwer nach Marktanalyse. Ich war raus bei der Frage nach der Zeitersparnis - woher soll man das wissen, ohne die Qualität des Materials zu kennen?

    Und ich stimme zu, dass es an der Grundannahme hakt, man könne Material für eine komplette Reihe einfach 1:1 übernehmen und einsetzen. Das funktioniert im Normalfall nunmal nicht. Ich finde z.B. die Reihen von Raabits recht gut und finde dort immer mal wieder verwendbares Material, aber das ist eben genau der Punkt: man zieht sich einzelne Seiten raus, aber noch nie habe ich eine komplette Reihe entdeckt, die ich 1:1 übernehmen konnte/wollte.

    Was würde ich zahlen: gar nichts 😊 Wir haben eine Kollegiumslizenz für meinunterricht.de und das ist als Materialpool super. Und zahlt die Schule.

    Also bisher finde ich die Infektion recht gut vermeidbar. In meinem ganz nahen Umfeld hat sich bisher nur die Familie meiner Schwester infiziert, deren Mann es angemessen fand, ohne Maske zur Arbeit (Schule) zu spazieren. Im Freundeskreis gab es Einschleppungen über Kinder. Aber als kinderloser Mensch sehe ich aktuell wenig Probleme, das Infektionsrisiko zu minimieren (und zwar nicht durch Kontaktverzicht, sondern durch Verlagerung auf outdoor Aktivitäten und ganz schnödes Maskentragen in geschlossenen Räumen).

    Das ist wohl eher ein Kopfproblem. Wenn du deine Stelle fix hast, kann dir die Reputation deines Abschlusses doch am Allerwertesten vorbei gehen.

    Zur Frage, ob man sich als vollwertiger Fachwissenschaftler fühlt: ich differenziere da klar nach Fach. In Anglistik -> ja. Ob man da jetzt nochmal x Literatur- oder Sprachwissenschaftsseminare mehr macht oder nicht, ist im Prinzip egal. Im anderen Fach -> nein, denn da fehlt im Lehramtsstudiengang viel an Forschungsmethodik, Umgang mit fachspezifischen Informationssystemen und dergleichen.


    Den Gedanken, noch einen fachwissenschaftlichen Master draufzusetzen, verstehe ich aber grundsätzlich. Ich hab mich auch noch einmal eingeschrieben, komme aber nicht gut vorwärts, weil mir einfach immer wieder Zeit fehlt. Mir gehts dabei aber weniger darum irgendwas "vorweisen" zu können, sondern ich hatte einfach Lust, inhaltlich mal wieder etwas Anspruchsvolleres als den Schulkram zu machen :)

    Wir bekommen vor den Ferien eine vorläufige Unterrichtsverteilung. In den letzten Jahren fehlten immer noch Vertretungskräfte oder es kam zu Ausfällen, so dass nochmal teilweise umverteilt werden musste und die entgültige UV erst nach den Sommerferien da war. Stundenplan gabs ebenfalls immer erst nach den Ferien.

    Ich denke, die Stundenplaner arbeiten so gut sie eben können. Wenn noch Posten bis zum Schluss offen sind, dann ist das eben so. Wichtig ist mir, dass Klassenleitungen und Leistungskurse frühzeitig bekannt sind.

    So wenig abwechslungsreich finde ich den Job gar nicht. Inhaltlich, klar, es gibt Tage da ärgere ich mich 6 Stunden am Stück, dass einfache Gleichungen nicht gelöst werden können. Wenn man nur ein Fach in 7 möglichen Semestern unterrichtet wird es fachlich in der Tat schnell langweilig.

    Aber: Durch die Arbeit mit Menschen empfinde ich auch das Unterrichten der gleichen Inhalte als relativ abwechslungsreich. Ich spreche aber auch lieber mit Erwachsenen als mit Fünftklässlern.

    Das stimmt natürlich 😊 Überhaupt sind es in erster Linie nette Schülergruppen, die den Job dann doch wieder ganz nett machen.

    OT, wieso 7 Semester? Ist ein Semester ein Halbjahr und dann hätte eine komplette Sek II 6?

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