Angesichts der neuen Abordnungsregelungen in NRW sehe ich das anders und befürchte, dass es eben nicht nur "einzelne Beamte" betreffen wird. Da ist bei entsprechender Bedarfslage meinem Verständnis nach zukünftig nicht nur die ausgebildete Schulform irrelevant, sondern auch, ob es überhaupt eine fachliche Passung gibt.
Beiträge von Maylin85
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Dann kann man sich schulformspezifische Ausbildungen direkt sparen, alle Lehrkräfte nach einer generalisierten Grundausbildung in einen Verteilertopf stecken und bedarfsgemäß halt irgendwo hinschieben.
Dienstrechtlich mag das alles legitimierbar sein, mir fällt aber wirklich schwer, diese Praxis auch nur ansatzweise als okay zu empfinden. Insbesondere, nachdem der ganze Ausbildungs- und Einstellungsprozess konsequent schulformspezifisch läuft.
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Also ich vermute: Es ist einfach nur die pure Not, die solch einen Einstieg öffnet und nicht die Überzeugung, dass das optimal ist. Warum sollte man dann die Notfall-Variante jeder/jedem anbieten, wenn man es für nicht optimal hält?
Das sieht man daran, dass in gemäßigten Mangelfächern nur der Quereinstieg (normales Ref mit normaler Bezahlung und normalen Stundenansatz) offen ist und nur bei großem Mangel das andere.
Macht Sinn. Wird aber kaum dazu beitragen, dass mit diesen Aussichten gerade Mangelfachstudenten das reguläre Studium wählen (sofern sie vorausschauend agieren).
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Das stimmt, aber es geht ja ums Ref. Für Schulen wäre es sicher auch attraktiv, sich LA-Mangelfachkandidaten in gleicher Weise bereits vor Ausbildungsbeginn "sichern" zu können, wie es bei Seiteneinsteigern der Fall ist. Diese finanziell deutlich attraktivere Ausbildungsvariante steht dem LA-Absolventen aber nicht offen.
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Naja, andererseits hatte ich bereits GE Schüler in Inklusionsklassen sitzen, mit denen ich auch (ohne Ausbildung) alleine war. Ist so gesehen ja nur die Fortsetzung dieser völlig absurden Praxis.
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Dennoch fragt man sich ja, wieso dieses System mit höherem Pensum und höherer Besoldung nicht grundsätzlich allen offen steht, die es sich zutrauen (und erfolgreich das gleiche schulscharfe Bewerbungsverfahren durchlaufen). Dass man Berufswechslern eine attraktive Einstiegsmöglichkeit bietet, ist ja schön und gut und wahrscheinlich auch nötig, aber das ist schon eine erhebliche Besserstellung gegenüber regulären Absolventen.
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Es ist absolut nicht der gleiche Job. Grundlagen zu legen ist etwas völlig anderes, als auf fortgeschrittenem Level komplexe Sachverhalte durchzuarbeiten. Ich fand schon Unterstufenunterricht wahnsinnig zermürbend und mag mir gar nicht vorstellen, mit noch jüngeren Kindern arbeiten zu müssen. Würde ich auch nicht machen, dazu sind mir meine Nerven zu schade. Gerade für die Arbeit mit Kindern braucht es meines Erachtens auch einfach ein gewisses Händchen, das man entweder hat oder eben nicht... ich kann weder Kinderzankereien noch ständiges Bauchweh oder den ausgelaufenen Apfelsaft ernst nehmen, alles ist ultralangsam (was mich innerlich schon auf die Palme treibt), es gibt ständig Chaos oder - sobald man den Kaffee endgültig auf hat und mal deutlicher wird - Tränen, weil das Schneeflöckchen nicht gewohnt ist, mal eine Ansage zu bekommen... schrecklich! Und dann wiederum gibt es Kollegen, die ganz wunderbar den passenden Ton treffen und bei denen es völlig anders läuft 😊 Will sagen: es hat schon einen Grund, warum man sich woanders positioniert hat. Und warum jede Schulform ihre eigene Ausbildung und Didaktik hat.
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"Amtsangemessen" ist dann aber sehr großzügig ausgelegt. Ich meine, wenn jemand explizit eine Ausbildung für Schulform xy absolviert hat und seinerzeit auch so eingestellt wurde, ist es schon ein ziemlicher Knaller, einseitig die Voraussetzungen zu ändern und denjenigen in eine Schulform zu verschieben, die in dem Deal, den man ursprünglich mal eingegangen ist, so nie vorgesehen war.
@trance
Ey! 😉
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Ich glaube nicht, dass jemand hier bewusst abwertend gegen Kinder oder Förderschüler schießt. Ich möchte trotzdem mit beiden Gruppen definitiv nicht arbeiten und würde es für mich als Höchststrafe empfinden, an einer Grundschule zu landen. Ich fand auch die Arbeit mit Förderschülern im Rahmen der Inklusion nie angenehm. Das lag nicht zwingend persönlich an den Kindern, sondern an der generellen Inkompatibilität. Ich finde, dass man das auch als Lehrer äußern dürfen sollte.
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Das ist echt der Knaller und rational nicht nachvollziehbar. Gerade für diese Klientel mit sehr besonderen Bedürfnissen muss man sich schon sehr bewusst entschieden haben und es kann nicht erwartet werden, dass schulformfremde Lehrkräfte sich in diesen völlig anderen Aufgabenbereich einarbeiten. Empfinde ich für alle Beteiligten als nicht zumutbar.
Für Grundschule gälte ähnliches.
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So tickt eben jeder anders. In einer idealen Welt geht das Spektrum im Kollegium so weit auseinander, dass sich möglichst viele Wünsche umsetzen lassen 😊
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Meine ideale Teilzeit wären täglich 3-4 Unterrichtstunden. Ich mag keine vollgestopften 6-Stunden-Tage und ich bräuchte auch keine komplett freien Tage - lieber gleichmäßig etwas weniger.
Was man hier bevorzugt, ist doch ziemlich individuell.
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Die gesenkten Einstellungshürden sehe ich angesichts der momentanen Zustände gar nicht als das Kernproblem an. Natürlich lohnt sich das LA Studium damit überhaupt gar nicht mehr und das sollten die entscheidenden Stellen auch mit allen Konsequenzen auf dem Schirm haben. Aber um zeitnah Löcher zu stopfen, ist der Handlungsspielraum halt auch begrenzt.
Ob man sich mit den dienstrechtlichen Änderungen einen Gefallen tut, weiß ich allerdings nicht. Wer lässt sich denn bitte auf irgendwelchen schulfremden Brennpunktabordnungen verheizen oder ungewollt zu Vollzeit zwingen? Ich sehe da eher schwindelerregende Krankenstandszahlen am Horizont.
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Auf jeden Fall sollte man jungen Menschen eindringlich vom grundständigen LA Studium abraten. Wer möchte, kommt auch so irgendwie in den Beruf rein, und wer feststellt, dass er doch nicht möchte, hat im Gegensatz zum LA Absolventen einen Abschluss mit echten Alternativmöglichkeiten.
Persönlich finde ich die schulübergreifenden Abordnungsmöglichkeiten ganz fruchtbar. Das wäre der Punkt, an dem ich hinschmeißen würde.
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Allerdings ist der Deal bei Beamten einfach ein anderer: Jeder bekommt für die gleiche Arbeit den gleichen Lebensstandard für sich und seine (Klein)Familie ermöglicht. (Der allerdings je nach Wohnort usw. auch nicht unbedingt vollständig gleich ist.)
Wenn das das Ziel sein soll, wird es meines Erachtens allerdings ziemlich arg verfehlt. Mit dem Argument "gleicher Lebensstandard" müsste es konsequenterweise mietspiegelabhängige Zuschläge für alle geben und nicht nur für Familien. Und eigentlich müsste dann strenggenommen auch eher der alleinverdienende Single einen Zuschuss bekommen als der (verheiratete) Doppelverdiensthaushalt, der die Lebenshaltungskosten auf zwei Schultern verteilt und damit eh per se bessergestellt ist.
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Ganz ehrlich, wäre ich die Mentorin, wäre mir bei deinem letzten Posting der Blutdruck gestiegen.
Natürlich ist es per se schonmal verantwortungslos, mit dem für die Dienstfahrt geliehenen Auto privat rumzucruisen. Und dann so Sätze wie "Auffahrunfall kann passieren", "ein bisschen zu flott", "hätten die Bremsen besser funktioniert", eigentlich nichts besonderes" ... echt jetzt? Das klingt schon sehr lapidar- abtuend. Vielleicht kommt es bei mir falsch rüber, aber ich würde der Geschädigten gegenüber etwas anders auftreten.
Wieso erzählt man sowas wie "von der Bremse abgerutscht", wenn man doch direkt gebremst und sich nichts vorzuwerfen hat? Dass dir der Satz mal nicht um die Ohren fliegt, wenn die Versicherung dir geeignetes Schuhwerk abspricht..
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Gutachter macht trotzdem Sinn, um den Zeitwert korrekt zu ermitteln. Für andere "Vorhaben" würde ich ihn auch nicht hinzuziehen wollen.
Und ja, ggf. würde ich mir überlegen, was man online teilen möchte..
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