Beiträge von Maylin85

    Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen eine anteilig faire Beteiligung an unbezahlter Mehrarbeit, weil ich die Ungleichbehandlung gegenüber den Vollzeitlern auch immer unfair fand. Aber die Tabelle ist schon frech und "anteilig" passt hier ja ganz offensichtlich absolut überhaupt nicht. Meines Erachtens müsste auch hier minutengenau gerechnet werden. Überhaupt ist es reichlich unverschämt, einerseits die vorgeschriebe Arbeitszeiterfassung nicht geschissen zu bekommen und andererseits solche Klöpse durchzudrücken.


    So wahnsinnig viele Stunden entfallen da gefühlt gar auch nicht unbedingt. Gute Klausurplaner versuchen ja sinnvoll zu blocken und terminieren.

    Und nein, da kann kein Textformat entfallen. An früheren Schulen sind wir gestaffelt von 135 Minuten auf 165 und dann 180 hochgegangen, die 135 waren aber ebenfalls schon sehr knapp. Zum Teil mit den 3 Textformaten kommt ja noch Hörverstehen oder Sprachmittlung.

    Wäre spannend, was für Klausuren bei euch geschrieben werden und wie das funktioniert 😊

    Die Aufgabenzahl ist immer gleich und die Schüler müssen 3 verschiedene Zieltextformate verfassen + erstmal lesen. In 90 Minuten kann man eine detaillierte Analyse und beispielsweise einen differenzierten, reflektierenden Kommentar kaum erwarten. Man kann die Anforderungen natürlich noch weiter senken und sich mit ultraflachen Auseinandersetzungen zufrieden geben, dann kann man die Klausuren meines Erachtens aber auch direkt abschaffen und sich diese Farce von vornherein sparen.

    PS: Wie viele neue Schulleitungen hast du denn bisher miterlebt, dass du eine so allgemeine Aussage triffst? Was hat sich jeweils konkret verschlechtert? Was hat sich vlt. doch verbessert und hat sich zunächst nur ungewohnt angefühlt?

    An meiner vorletzten Schule: ich war 7 Jahre da, in der Zeit gab es 2x neue Schulleiter und dazwischen einen, der gerade neu als Stellvertreter gekommen war und dann direkt kommissarische Schulleitung machen durfte. Also 3x "neu" insgesamt. Zwei davon haben im Akkord Mehrarbeit generiert.

    Verbessert hat sich imo nichts, aber wir haben einen Haufen neuer Siegel und Zertifikate bekommen und alle möglichen überflüssigen Kooperationen und Projekte.

    Den Weg in die Koordination oder Schulleitung macht man aber wirklich nicht wegen der paar Euro mehr, sondern vor allem, um die Arbeitsbedingungen aktiv mitgestalten zu können.

    Das ist in Anbetracht der Tatsache, wie viele neue Schulleitungen die Arbeitsbedingungen direkt erstmal aktiv verschlechtern, bemerkenswert.

    state_of_Trance

    Da ich den Arbeitsauftrag nicht ganz verstanden habe, würde ich mich aufgrund wichtiger privater Termine schonmal aufmachen. Maylin85 kann bestimmt für mich übernehmen. Teilst du das kleiner gruener frosch mit?

    Ich bin der Zeitwächter. Ich kenne den Arbeitsauftrag nicht und muss den auch gar nicht kennen 🙄

    Außerdem ist "weil ich den Arbeitsuftrag nicht verstanden hat, gehe ich lieber privaten Terminen nach" ganz schön frech und kein guter Grund ☝️ Beschwerde an Gruppenleitung!

    So rein gefühlsmäßig würde ich meinen, dass die Bestimmung der Art der Anrede unter das Persönlichkeitsrecht fallen müsste/sollte. Wenn man seine Pronomen bestimmen und einfordern darf, sollte Duzen/Siezen eigentlich auch drin sein.

    Der Schüler ist erwachsen und kann selbstverständlich das Siezen einfordern. Er hat ja sehr klar ausgedrückt, was er erwartet; meines Erachtens ist das zu respektieren. Man muss sich dann eben nur überlegen, ob man für die komplette Gruppe switcht.


    Ich sieze überall, auch in IFK und Ausbildungsvorbereitung. Und auch am Gymnasium hatte ich Kollegen, die in der Sek II konsequent zum Sie gewechselt sind - würde ich rückwirkend vermutlich auch so machen.

    Ich mag meine Schwester eigentlich sehr gerne und wir waren lange sehr eng, ich habe den Kontakt aber im letzten Sommer abgebrochen. Das muss nicht für immer sein, momentan bringt es aber einfach nichts, solange sie nicht aus ihrem "doof-Modus" raussnappen kann.

    Vermutlich kein guter Tipp, aber mein Weg ist inzwischen, bei jeder zwischenmenschlichen Beziehung zu schauen, ob sie eher Bereicherung oder eher Belastungsfaktor ist. Wenn Letzteres, dann muss ich sie nicht zwingend aufrecht erhalten.

    Ohne Beamtenstatus würde ich mir das alles sehr sehr gut überlegen angesichts dessen, was man an Pensionsansprüchen verliert. Das wäre für mich der deutlich relevantere Punkt, als die Eingruppierung für die aktiven Bezüge. Zu diesem Punkt müsste dir doch die Personalabteilung des potentiellen neuen Arbeitgebers konkret was sagen können.

    Aber spannend, dass nicht mehr alle kirchlichen Träger Planstellen anbieten. Wie schade! Die Diakonie stellt hier leider auch nur noch im Angestelltenverhältnis ein, mir schien das aber bisher eher noch die Ausnahme zu sein.

    Oder aber: wenn man Unwichtiges zu sehr und zu lange unreguliert laufen lässt, setzt es sich schleichend auch in andere, wichtigere Bereiche fort, bis man irgendwann in der Breite eine Erosion von kontextangemessenen Verhaltensmustern und Haltungen vorfindet.

    Ich habe zuvor schonmal geschrieben, ich lasse weder Kappen/Mützen/Kapuzen abgenehmen, noch kommentiere ich Jogginghosen oder Straßenstrichoutfits. Isoliert betrachtet ist das alles vermutlich auch wirklich nicht so wichtig. In Kombination mit all den anderen problematischen Verhaltensweisen, die sich in Schulen manifestieren, passt es aber dann halt doch wieder ins Bild einer Auffassung von Schule als einem Ort, an dem man tut und lässt, was einem halt gerade in den Kram passt.

    In meiner Generation trugen viele junge Männer lange Haare. Fanden auch nicht alle Lehrer schick.

    Och, schick finde ich das häufig schon. Aus heutiger Sicht verstehe ich aber schon ein wenig, dass man diesen "Gegenkulturlern" nicht viel abgewinnen konnte. Die 68er & Nachfolger haben die Gesellschaft nun auch nicht gerade nur nachhaltig positiv geprägt.


    So "veraltet" sind meine Vorstellungen eigentlich auch gar nicht, solange man nicht gerade halbnackt oder im Trainingsanzug erscheint 😊 Ein paar Leitplanken könnte man schon setzen. US Schulen haben das z.B. besser im Griff. Bzw. ich frage mich gerade generell, ob es überhaupt noch ein anderes Land gibt, wo Schüler ähnlich gammelig oder unangezogen zur Schule erscheinen, wie in Deutschland...

Werbung