Beiträge von Maylin85

    Bei Mittagsessen und Streetworker auf dem Spielplatze denke ich, man sollte besser mal endlich Eltern so sanktionieren, dass sie ihren Job gescheit machen. Das Geld für Verpflegung ist im Bürgergeld einkalkuliert, diese Aufgabe muss nicht die Allgemeinheit übernehmen. Wenn Eltern nichtmals solche Basics geschissen kriegen, sollten die Kinder bestenfalls direkt aus dieser verkommenen Lebensumgebung genommen werden - das wiederum sollte der Staat finanzieren; eine Armenspeisung braucht es bei unseren sozialen Sicherungssystemen eigentlich schlicht nicht.


    Davon unabhängig haben Kirchen imo durchaus eine relevante gesellschaftliche Funktion für Teile der Bevölkerung. Wer das unterschützen möchte, kann das doch tun 😊

    Bin ich die Einzige, die sowas überhaupt nicht juckt? Fällt für mich unter Kindergetue und ich käme gar nicht auf die Idee, mich da irgendwie intensiver mit zu beschäftigen. So sehr mich Verhalten im Unterricht oft nervt, so egal ist es mir außerhalb. Vor allem bei Schülern, mit denen ich nichtmals groß was zu tun habe.

    Ehrlich, an so Kleinkram würde ich mich nicht abarbeiten. Das ist imo nur eine Baustelle, wenn man zwanghaft eine daraus machen will.

    Die ganz normalen Besoldungstabellen. Ich hatte beim privaten Träger centgenau das gleiche raus, wie beim Land.

    Im Vertrag der Kirche, den ich nicht unterschrieben habe, wird auf die Festsetzung der Bezüge "nach Maßgabe der besoldungsrechtlichen Bestimmungen [...], die für vergleichbare Beamtinnen/Beamte des Landes NRW gelten" verwiesen. Plus Zuweisung in meine bestehende A-Besoldungsgruppe.

    Wenn das schon zu schlimm ist, frage ich mich aber was man zum Thema Coming of age überhaupt noch lesen darf. Aber Holes und Hunger Games können die Deutschlehrer von mir aus haben. Da gibt es doch bessere Alternativen.

    Hunger Games war halt ein gut machbarer Dystopia-Roman für sehr schwache Grundkurse.

    ...und ja, gibt es, aber wenn ich einmal Unterrichtsmaterial gekauft oder erstellt habe, soll sich das bitte auch durch Mehrfachnutzung auszahlen.

    Ist ja nicht so, als gäbe es keine Bücher deutscher Autoren.

    Wenn man SuS wählen lässt / Vorschläge machen lässt, ist es halt so.
    Die Kollegin hat es im Schuljahr 2009/2010 gelesen. Irgendwie habe ich Zweifel, dass ganze Englisch-Fachschaften das Buch da auf dem Schirm hatten.
    Wenn Jugendbücher mit dem Ziel der Leseförderung gelesen werden, dann soll man sich an die Interessen der SuS orientieren und nicht an die zufällig im Regal stehenden deutschen Bücher.

    "zarte Seelen": ICH hätte das Buch nicht mit der Klasse gelesen. Ich habe weder das Buch gelesen, noch die Serie geschaut, ist für mich zuviel. Aber passte wohl damals in der Klasse (ICH möchte aber nicht mehr das Risiko nehmen, dass es eben nicht passt, aber keine*r was sagt. Ich habe im Päda-Unterricht Napola geguckt und das würde ich jetzt nicht mehr in der Form machen (sondern den Unterricht so aufbauen, dass der Film nicht mehr "notwendig" ist.

    Es war ja nicht nur das, sondern auch Holes, Hunger Games, etc. pp. Hat man einen Kurs bekommen, in dem Schüler aus 3-4 Sek I Klassen zusammengemixt waren, war das teilweise schon sehr ätzend. Wir haben die Deutschkollegen als Fachschaft damals irgendwann offiziell aufgefordert, das für bestimmte Lektüren bitte zu unterlassen, klappte aber nur so semi.

    Ich habe es übrigens auch nur zweimal gelesen (2013 und 2015) und dann nicht mehr, weil ab da plötzlich nur noch Kurse mit psychisch angekacksten Schülern nachkamen und man ja bloooß nichts antriggern wollte. Mittlerweile frage ich allerdings, ob die Rücksichtnahme auf Befindlichkeiten nicht irgendwie auch Überhand genommen hat und übertrieben ist.

    Eine Kollegin von mir hat oft um Vorschläge von SuS gebeten und hat zum Beispiel noch laaaange vor der Serie "Tote Mädchen lügen nicht" gelesen, man kann auch SuS selbst suchen lassen.

    ...und wir haben uns in der Englischfachschaft immer sehr gefreut, wenn die Deutschleute uns die Lektüren verbrannt und nichts von deutschen Autoren gefunden haben 🙄

    Inwiefern gerade dieses Buch aber ggf. weniger triggernd für zarte Seelen ist, als Das Parfum, sehe ich nicht ganz.

    Ich bin der eine Mensch, der den Werther damals richtig richtig gut fand 😊 Neulich bin ich allerdings mal über das Hörbuch gestolpert und dachte, das sei vielleicht auffrischend mal ganz nett für eine lange Bahnfahrt -> gruselig. Trifft heute leider überhaupt nicht mehr meinen Nerv. Schon interessant, wie sich Wahrnehmung verändern kann. Elektra und Antigone habe ich als Schüler auch gerne lesen, würde ich heute auch nicht mehr unbedingt aus dem Regal ziehen. Dafür fand ich Berlin Alexanderplatz ätzend, was ich vor ein paar Jahren dann doch nochmal recht gerne gelesen habe. Schachnovelle und Physiker gefielen mir nicht so, dafür das Fräulein von Scuderi.

    Ich finde, es muss auch gar nicht alles, was gelesen wird, "gemocht" werden. Der Wert der ganzen Schullektüren lag für mich u.a. auch ganz schnöde in der Bandbreite der Literatur, die ich mir alleine in der örtlichen Stadtbücherei so vermutlich nicht erschlossen hätte. Abstriche finde ich schade.

    Deswegen ist es gar nicht verkehrt, dass dies im Deutschunterricht mehr Raum bekommt - gerade auch wenn man an online Kommunikation bspw. in den Sozialen Medien denkt.

    Dafür haben wir ja mittlerweile einen eigenen Schwerpunkt in Englisch. Ich finde die Redundanzen mit Deutsch da irgendwie überflüssig und fände sinniger, wenigstens das Sprachfach, in dem die Sprache die geringste Hürde darstellen sollte, würde seinen literarischen Schwerpunkt behalten.

    ggf auch mit internen Kommentaren wie „oberflächliches Gerede“ oder dgl oder Rechtschreibfehlern, die in der Eile entstanden.

    Ganz ernsthaft, dass sowas nicht zum Herausgeben gedacht ist, muss dir aber doch auch auffallen 😬

    Wenn dir das Übertragen zu viel Arbeit ist, gib die Bögen halt nur gekreuzt raus und begründe nur mündlich auf Nachfrage anhand der Notizen. Ich mach das, weil dafür einfach ein riesenfettes, leeres Feld in voller Seitenbreite auf dem Bogen ist und es mich stört, das leer zu lassen. Besser wäre, das Feld würde nicht existieren^^

    Keine Prüfungsmitschriften rausgeben und die Schüler bekommen nur einen Bewertungsbogen mit dem Ergebnis, auf das man sich geeinigt hat. Alles andere führt verständlicherweise zu Unmut und Diskussionen.

    Ich hab das mit verschiedenen Kollegen in verschiedenen Varianten durchgespielt und für mich funktioniert am besten: beide haben die Bögen, beide kreuzen, hinterher kurzer Abgleich und ggf. auf dem Bogen, der rausgegeben wird, nochmal "umkreuzen", daher mit radierbarem Stift schreiben. Prallel protokollieren beide auf Schmierzetteln und ich als Fachlehrer picke mir in der Nachbereitung ggf. aus beiden Schmierzetteln prägnante Punkte raus, die ich zur Nachvollziehbarkeit des Zustandekommens der Note auf den Schülerbogen übertrage. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Beim Inhalt hilft es, zumindest in Teil A die antizipierten Antworten bereits auf den Bogen zu drucken und überwiegend nur abzuhaken.


    Wenn jemand mein Geschmiere rausgibt, wäre ich übrigens auch angepisst. Mir würde auch nicht einfallen, dass jemand auf solche Ideen kommt, von daher hätte ich dazu im Vorfeld auch nichts angesprochen. Macht man aber einfach nicht, das ist ein wirklich blöder Faupax.

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