Beiträge von Maylin85

    Sorry Sissy, ich habe deinen Beitrag überlesen. Wenn ich es richtig recherchiert habe, kann man den zu viel gezahlten Betrag als negatives Einkommen bei der Steuer berücksichtigen lassen und bekommt es dann zurück. Aber mich nervt schon, überhaupt für das Land in Vorleistung zu gehen, obwohl denen zeitig genug bekannt war, dass ich ausscheide, um diese Überweisung gar nicht erst zu tätigen.

    Zur Frage, ob brutto oder netto zurückzuzahlen ist, gibt es offensichtlich auch sehr unterschiedliche Auffassungen und Rechtsurteile. Überlege, ob es sich lohnt Widerspruch einzulegen und ggf. die Rechtsschutzversicherung zu bemühen. Als nicht sehr ambitionierter Sparer habe ich solche Beträge auch nicht mal eben irgendwo rumliegen bzw. meine monatlichen Überschüsse fließen in ETFs, an die für so einen Blödsinn jetzt auch nicht unbedingt rangehen möchte 🙄

    Es ist doch völlig egal, um welche Religion es geht. Die Zusammenarbeit mit Mitschülern kann man wohl von allen Schülern erwarten und Religion kann kein legitimer Verweigerungsgrund sein. Gerade wenn es um einen volljährigen Schüler geht, finde ich es angemessen, hier klar auf Gleichbehandlungsgrundsätze hinzuweisen und ggf. Konsequenzen zu ziehen.

    Persönlich finde ich, dass jemand, der unseren gesellschaftlichen Grundsätzen konträr entgegen steht und nicht zu einer Verhaltensanpassung bereit ist (wobei ich nicht unterstellen möchte, dass das hier der Fall ist, aber falls dem so ist), in einer deutschen, staatlichen Institutionen eigentlich nicht beschult werden kann und keinen Abschluss erwerben können sollte. Der Schulbetrieb umfasst ja nicht nur die fachliche Ausbildung, sondern verfolgt auch Erziehungs- und Sozialisationsziele, die darauf ausgerichtet sind, junge Leute "gesellschaftsfähig" ins Leben zu entlassen. Das sehe ich bei jemandem, der die Zusammenarbeit mit Frauen verweigert, als absolut nicht gegeben. Ob das rechtlich ein hinreichender Ausschlussgrund wäre, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    Und nicht nur das, es instrumentalisiert auch sexuelle Orientierung, um jemanden gezielt bloßzustellen, und suggeriert zudem, dass Schwulsein etwas Abweichendes wäre, mit dem sich renitentes Verhalten im sozialen Miteinander ggf. erklären ließe. Das ist auf so vielen Ebenen problematisch und schwachsinnig, dass ich gar nicht anfangen mag es aufzudröseln. Dass eine Lehrkraft so einen Satz raushaut, entsetzt mich.

    Das Anfassen im Sportunterricht abzulehnen, finde ich auch in Ordnung. Egal aus welchen Gründen, man sollte niemanden anfassen müssen oder sich anfassen lassen müssen, wenn man es als unangenehm findet oder schlicht nicht möchte.

    Im normalen Unterricht sehe ich die Sache auch anders. Unterschreiben Schüler bei euch vor Aufnahme einen Schulvertrag und steht da ggf. was zum Thema Wertekonsens, Gleichbehandlung oder dergleichen drin? Wenn ja, könnte man sich bei einem volljährigen Schüler evtl. darauf berufen, dass er sich mit seiner Unterschrift auch zu gewissen Verhaltensgrundsätzen verpflichtet hat.

    Wow. Niemals würde ich auf die Idee kommen, eigene Möbel in die Schule zu schleppen und aufzubauen. Wenn der Schulträger das nicht hinkriegt, gibt es eben keine.

    Was passiert denn, wenn du nicht richtig baust, das Regal zusammenkracht und einen Schüler verletzt? Wer haftet? Ich kenne es nur so, dass Lehrkräfte aus versicherungstechnischen Gründen weder Möbel aufbauen noch irgendwas an Wand oder Decke anbringen dürfen (bei uns gabs mal Ärger, weil wir einen schon monatelang vorhandenen Beamer selbst in die bereits angebrachte Halterung geschraubt haben, nachdem da seitens des Trägers ewig nichts passierte).

    Geht mir auch so. Ich kam in den allermeisten Fällen schweißgebadet aus der Unterstufe und brauchte danach regelmäßig 2 Aspirin. Ab ca. Klasse 9 aufwärts kann man einfach anders miteinander umgehen und auch ein leistungsschwacher, arbeitsfauler Kurs kann atmosphärisch nett sein und kippt nicht direkt.

    Das behaupte ich ganz ohne Experten, denn wirklich gravierende Maßnahmen hatten wir hier effektiv nunmal nicht. Klar, man kann sich in alles mögliche reinsteigern, aber ganz rational betrachtet musste hier niemand monatelang isoliert zu Hause sitzen oder dergleichen.

    Ich habe in Englisch noch nie 2x gelesen, nichtmals im Ref. Ich korrigiere wirklich eher langsam und ausführlich, aber 2x lesen.. no thanks. Inhalt wird direkt nach Lesen des jeweiligen Teils bepunktet und für den Sprachteil vertraue ich meinen Korrekturzeichen und punkte basierend darauf, wie häufig die über die Seiten so auftauchen.

    Und ja, ob man Sek I oder Sek II stressiger findet, ist wohl individuell :)

    Übergewicht ist zumindest nicht ansteckend und gefährdet zunächst einmal "nur" einen selbst. Ganz grundsätzlich sehe ich das aber auch als großes gesellschaftliches Problem und im Gegensatz zu Long Covid oder Corona Folgeerkrankungen ist es unstrittig belegt und lässt sich kaum durch eine unklare Datenlage wegdiskutieren.

    Ich würde aber tatsächlich interessant finden, ob es im Nachgang von Covid auch oft zu Übergewicht kommt.

    Ich nehme jetzt mal ganz anekdotisch mich selbst: ich war im Februar 2020 so krank wie noch nie vorher (ob das schon Corona war oder nicht ist nicht rekonstruierbar, wäre aber nicht auszuschließen, nachdem ein gesamter Jahrgang kurz vorher in Tirol war und man rückblickend ja weiß, dass das Virus damals dort schon unterwegs war. Kurz nach deren Rückkehr fegte eine Infektionswelle durch die Schule). Bis dahin habe ich täglich Sport gemacht und war tatsächlich nach langjährigem Auf und Ab gerade 2 Jahre "übergewichtsfrei". Nach der Infektion ging plötzlich gar nichts mehr und ich erinnere mich, dass ich noch 7 Wochen später nach 8 Minuten vom Hometrainer gestiegen bin, weil ich keine Luft bekommen habe. An Joggen war gar nicht zu denken; ich hab beim Einatmen Pfeifgeräusche gemacht. Nun gut, irgendwann nach 3-4 Monaten wurde das wieder besser, aber da waren Rhythmus und Kondition und Muskulatur weg und ich bin leider daran gescheitert die Disziplin aufzubringen, mich wieder aufzubauen. Ergebnis waren in der Spitze dann + 22kg im letzten Sommer. Ich habe sehr sehr sehr lange und mehrere gescheiterte Versuche gebraucht, um wieder in einen regelmäßigen Tritt zu finden und dagegen anzugehen. Wenn nur ein Teil der Covid-Infizierten ähnliche Probleme hat, halte ich Übergewicht als Folgeproblematik absolut nicht für unrealistisch oder ausgeschlossen.

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