Beiträge von Maylin85

    Wenn das infektiöse Kind mit schlecht sitzender Maske im Unterricht sitzt, ist das natürlich auch nicht prickelnd, klar. Aber zumindest Schüler mit gut sitzender eigener Maske sind dann vermutlich besser geschützt, sls wenn sie während des Tests ungeschützt 2 Meter daneben sitzen.

    Dennoch: bei aller Skepsis hoffe ich natürlich, dass die Tests sich als wirksam erweisen. Erfreulich wäre es ja. Allein mir fehlt der Glaube..

    Theoretisch mag das alles stimmig sein. Praktisch gab es bei uns laut Radio stadtweit vier Treffer nach Tests an sämtlichen Schulen (+200.000 EW, Inzidenz in der Woche vor den Ferien 140) und ich habe gesehen, wie meine Schüler diese Tests durchgeführt haben. Never ever war die Mehrheit tief genug in der Nase. Also tut mir leid, aber in der Praxis ist das für mich eine riesengroße Showveranstaltung, aber kein Sicherheitsnetz 😊

    ...und hätte ich eigene Kinder, würde ich es in diesem Fall extrem ungünstig finden, dass sie zum Test die Maske abnehmen müssen. Einfach, weil das eine unnötige Risikosituation bei wenig echtem Nutzen ist.

    Fragt sich, welches Risiko man als höher einschätzt - dass Eltern wenig verantwortungsvoll mit den Tests umgehen (oder sie gar nicht erst machen) oder dass Kinder sich gleichzeitig im gleichen Raum testen müssen.

    Angesichts der hohen Fehlerquote und ohnehin geringen Aussagekraft der Tests, finde ich Variante 1 besser.

    Ich wüsste keinen Grund, wieso man das Abitur nicht schreiben lassen sollte. Ich meine, ich reiße mich nicht zwingend um die Abikorrekturen und würde es schulternzuckend so hinnehmen, aber eine vernünftige Grundlage für einen Entfall sehe ich nicht...

    Wenn diese Selbsttests zuverlässig wären, würde ich die Kritik evtl. auch als bornierte Jammerei abtun.

    Faktisch wird aber ein Haufen Aufwand betrieben für einen Tests mit einer massiven Fehlerquote und man bringt Schüler in eine Situation, in der sie zeitgleich ohne Masken im Raum sitzen müssen. Dass für die Übertragung der Mutation auch ein paar Sekunden ohne Masken reichen, hat man in Kanada bereits nachweisen können. Ich empfinde das ganze Testsetting daher als ungeeignet und befürchte, dass dieser Test eher dazu führt, dass sich in falscher Sicherheit gewogen wird.

    Maylin: die Aussage "auch in der Schule, mit den gelieferten Selbsttests" ist nicht gleichzusetzen mit "die Lehrer testen sich gleichzeitig mit den Kindern in einem Raum". Das kannst du bestimmt machen, ich würde es aber nicht tun.

    Würde ich auch eher nicht wollen. Dennoch stellt sich dann die Frage, wann und wo das stattfinden soll. Wir dürfen für klassenweise Aufsichten im zugewiesenen Schulhofeckchen neuerdings z.B. eh schon täglich 40min vor Unterrichtsbeginn antanzen (da kommen die ersten Busse an) - da noch Tests vorgesetzt, dürfte man vermutlich um 6.45h antreten und dann werde ich offen gestanden langsam motzig.

    Naja, aber bevor ich mich jetzt über ungelegte Eier echauffiere, warte ich besser erstmal ab :)

    Generell stört mich, dass mit den Selbsttests (statt Schnelltests) schon wieder ein Downgrading in Sachen Sicherheit stattfindet.

    Auch in der Schule, mit den gelieferten Selbsttest. Das ist doch schon bekannt. Stand in der Schulmail vor den Ferien.

    Also bei irgendwelchen "alle nehmen gleichzeitig die Masken ab und testen sich"-Veranstaltungen, wie sie den Schülern aufgezwungen werden, werde ich nicht mitmachen. Bin gespannt, wie die konkrete Umsetzung erfolgen soll, aber dieses Testszenario würde ich als zu fahrlässig finden.

    Okay, wenn man ohne Familie partout nichts machen kann oder will, dann hat man (bei mangelnder Testbereitschaft) samt Familie halt eine Weile einen Nachteil. Ja und? Dann ist das halt mal eine Weile so.

    Mir geht der ganze Egoismus in dieser Debatte offen gestanden etwas auf den Zeiger. Es ist doch etwas Positives, wenn über die Zeit zunehmend mehr Leute wieder mehr Möglichkeiten bekommen und den Unternehmen somit auch wieder mehr wirtschaftliche Aktivität erlaubt wird. Es kann halt nicht jeder der Erste sein.

    Der Begriff der Diskriminierung scheint mir etwas inflationär genutzt. Wer keinen Führerschein machen möchte, darf nicht Autofahren. Wer sich nicht impfen möchte, darf ggf. nicht ohne Schnelltest ins Restaurant. Beides hat mit Diskriminierung absolut gar nichts zu tun und führt den Begriff ad absurdum.


    Hm, wie kommt man auf sowas, es gibt hier im Landkreis zwei Testzentren, einmal in 4km und einmal in 30km. Und zehn Apotheken, außerdem einige Arztpraxen. Warum sollten sie also überall so gut ausgebaut sein?

    Also eigentlich nichts, wo man mal so schnell vorbei kann.

    Hier hat tatsächlich jeder Stadtbezirk ein Testzentrum und zusätzlich testen auch Apotheken. Das ginge schon durchaus.

    Bei uns benötigt man auch Schnelltests für alles außer Lebensmitteleinkauf. Das Ding ist, ich habe NULL Ambition irgendwas anderes einzukaufen oder zu unternehmen gerade. Wenn es rein um den Arbeitsplatz geht, dann möge man bitte auch DORT die entsprechenden Testmöglichkeiten bereitstellen. Ich bin nicht bereit Zeit und Spritgeld aufzuwenden, um mich irgendwo anders testen zu lassen. Den Selbsttest mache ich dann meinetwegen, allerdings halte ich ihn für eine wenig zuverlässige Farce. Aber wenn es halt so sein soll..

    Aber Nicht-Lehrer sollen eurer Meinung nach den freiwilligen Selbsttest ständig wahrnehmen? Charmante Logik.

    Ein Selbsttest ist doch was anderes als ein Schnelltest. Wenn Selbsttests für Lehrer mitgeliefert werden, mache ich den halt.. aber ich investiere keine Freizeit, um irgendwo zum Testzentrum zu fahren und Schnelltests machen zu lassen. Außerhalb der Schule sind meine Kontakte eh stark begrenzt und ich gefährde niemanden.

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