Beiträge von Maylin85

    aich

    Man merkt es meinen Beiträgen auch immer mehr an, aber ich habe einfach genug. Ich habe so lange alles mitgemacht, aber mit der Impfung muss endlich Schluss sein mit dem ganzen Theater.

    Das blendet aber großzügig aus, wie viele Menschen noch ungeimpft sind (eben alle Kinder) oder wie viele Risikopatienten es gibt, die keinen guten Immunstatus aufbauen können oder dergleichen. Ich finde, darauf könnte man ruhig nochmal bis zum Frühjahr Rücksicht nehmen.


    Was ich persönlich etwas beunruhigend finde: mein Papa wurde doppelt mit Astra geimpft, zuletzt im Juli, und hat spaßhalber mal seinen Antikörperstatus erheben lassen. Ergebnis: fast nicht mehr nachweisbar. Daraufhin haben 2 seiner Kumpels ihren Status auch kontrollieren lassen und das gleiche Ergebnis bekommen. Wenn das auch nur ansatzweise repräsentativ ist, laufen da draußen ein Haufen Menschen rum, die sich für geschützt halten und es faktisch nicht mehr sind. Und da Astra überwiegend an 60+ verimpft wurde, die eh altersbedingt ein höheres Risiko haben, könnte das böse Folgen haben. Möglicherweise erklären sich so ja auch teilweise die hohen Fallzahlen in Großbritannien, wo das ja der meistverwendete Impfstoff war.

    Es sollten Möglichkeiten eingeräumt werden, hier ggf. früher als nach 6 Monaten eine Drittimpfung bekommen zu können .

    Das ist denen mit zerfledderter OP-Maske auch jetzt schon egal ;)

    Das stimmt allerdings 😄

    Wahrscheinlich ist es auch ein subjektives und irrationales Gefühl, aber zuletzt habe ich mich auch mit medizinischen Masken einigermaßen sicher gefühlt. Es hatte zumindest jeder irgendwas vor der eigenen Nase hängen und wir waren im Dauerlüftungsmodus. Beides wird ja nun demnächst anders sein. Wenn ich also wieder auf FFP2 aufrüsten "muss", dann vielleicht in einer bequemeren Variante und halt mit Ventil.

    Ich ziehe auch Masken mit Ventil in Erwägung. Grundsätzlich finde ich das etwas asozial, wenn aber der Grundsatz "wir schützen uns gegenseitig" eh aufgehoben wird, kann ich es mir auch bequemer machen. Wer da demnächst ohne Maske sitzt, dem ist es sowieso egal, ob er sich ggf. ansteckt.

    Wir haben Leitlinien für digitale Kommunikation erstellt, der sowohl online zugänglich ist, als auch von den Klassenlehrer einmal kurz mit den Schülern durchgegangen wird. Ich sage mittlerweile in jedem Kurs ganz klar, dass ich auf nichts antworte, was keine angemessene Anrede, Verabschiedung, Satzzeichen und Groß-/Kleinschreibung berücksichtigt. Und das tue ich dann auch tatsächlich nicht (gilt auch für Eltern).

    Bei uns ist es ausgeartet, seit in iServ nicht nur die Schüler eingepflegt sind, sondern auch die Eltern. Ich hab beim Elternabend gesagt, dass ich sowieso grundsätzlich nur auf Mails antworte und nicht über die elendige Messengerfunktion, dennoch trudeln wöchentlich Nachrichten über den Messenger ein. Und da ist von "ich wollte mal fragen, wie mein Kind sich so benimmt" über Entschuldigungen (die gehen bitte ans Sekretaraiat, interessiert aber irgendwie anscheinend keinen mehr) und Nachfragen zu Hausaufgaben oder Noten bis zu "meine Tochter hatte in den Ferien Geburtstag, aufgrund eines Trauerfalls schaffe ich es aber nicht, bis Montag einen Kuchen zu backen - kann sie den auch nächste Woche noch mitbringen?" ALLES bei. Ich beantworte inzwischen überhaupt gar nichts mehr davon.

    Beim Material mache ich es davon abhängig, aus welchem Grund erfragt wird und wie die Anfrage erfolgt. Grundsätzlich schicke ich bei Krankheit keine Materialien, bei längeren und absehbaren Ausfällen (z.B. bei der Schülerin mit Fuß-OP) aber durchaus schon. Das ist dann aber vorher klar abgesprochen und kein Automatismus.

    Flipper79

    Diejenigen, die technische Schwierigkeiten hatten oder zu Hause partout nicht klar kamen, konnte man ja recht früh schon wieder zum Arbeiten in die Notbetreuung holen.

    Alle anderen - die Faulen oder diejenigen, die keinen Bock mehr hatten - haben halt dann jetzt Pech und müssen ggf. mal wiederholen oder sich privat um Aufarbeitung bemühen. Ich finde jedenfalls nicht, dass man für diese Kategorie Schüler jetzt extra Wiederholungsschleifen ein auen muss, die die Mehrheit gar nicht benötigt.

    Gibt es Lehrer, die ihre Distanzbeschulung als nicht angemessen sehen (und das auch noch dem nachfolgenden Kollegen offen kommunizieren)?

    Schöne Frage 😄

    Von dem, was ich aus dem Freundes- und Bekanntenkreis höre, schließe ich auf große Unterschiede in der Distanzbeschulung. Bei uns gab es im reinen Distanzunterricht z.B. Videokonferenzen nach Stundenplan und im Wechselmodell Wochenpläne mit verbindlichen Aufgabenabgabedeadlines, die auch bewertet wurden. Bei den Kindern meiner Nachbarn gab es so gut wie gar keine VKs, Aufgaben wurden nicht regelmäßig und nicht in allen Fächern gestellt, und was genau bewertet wurde, war denen auch nicht so ganz klar. Das ist dann evtl. schon problematisch. Für meine Schüler kann ich guten Gewissens sagen, dass sie nichts verpasst haben müssen und ihnen alle wichtigen Inhalte "angeboten" wurden. Überall, wo es ähnlich gelaufen ist, muss man imo nicht groß wiederholen und aufarbeiten 😊

    Wir sind auch zur Tagesordnung übergegangen. Mal ganz hart gesagt: es war klar kommuniziert, dass die Inhalte des Distanzunterrichts "ganz normal" zählen. Denjenigen, die nicht gut mitgekommen sind, wurde die freiwillige Wiederholung nahe gelegt (hat natürlich kaum jemand gemacht, aber die Konsequenzen müssen sie dann eben auch selbst tragen). Wir haben allerdings sehr genaue Übergaben gemacht und für jede Klasse und jedes Fach gelistet, was geschafft wurde und was evtl. nicht bzw. was nochmal wiederholt werden sollte.

    Bei jüngeren Schülern muss man sicher nochmal anders draufschauen, aber für weiterführende Schulen und angemessene Distanzbeschulung vorausgesetzt (!), finde ich es richtig, zügig weiterzumachen.

    Für mich heißt das Fallen der Maskenpflicht, dass ich von medizinischen Masken wieder zurück auf FFP2 wechseln werde, da die Schüler ja ungebremst spreaden können.

    Für die Schüler, die sich noch nicht impfen konnten und selbst Risikopatient sind oder aber mit welchen zusammenleben, tut es mir leid. Ich gehe davon aus, dass allein in meiner Klasse 2 Kinder nicht mehr zur Schule kommen werden.

    Ansonsten hoffe ich, dass sich die angestrebte Durchseuchung dann wenigstens zügig vollzieht und es bei Klassenarbeiten und Klausuren nicht zu allzu vielen Ausfällen und Nachschreibern kommen wird. Den Kindern und ihren Familien wünsche ich bei der Nummer viel Glück.

    Die Frage nach dem "was bleibt", finde ich beruflich ziemlich ernüchternd. Kurz gesagt, bei uns an derSchule: meinem Empfinden nach wenig Positives. Sämtliche Konfrenzen finden schwachsinnigerweise wieder in Präsenz statt und man darf wieder um 18h aus allen Himmelsrichtungen zu Fachkonferenzen jückeln, statt das einfach in einer Videokonferenz zu erledigen. Der Sinn dahinter erschließt sich mir in keinster Weise. Die Lernplattform wird nur noch für Organisatorisches genutzt (aber da hatten wir vorher ebenfalls schon eine digitale Lösung für, die an einigen Stellen sogar besser war) oder für die digitale Kommunikation. Letzteres hat sicher einige Vorteile, der "kurze Weg" führt aber auch dazu, dass Schüler und Eltern einen mit allen möglichen Nichtigkeiten bombardieren und sich eine - aus meiner Sicht - recht bedenkliche Anspruchshaltung entwickelt hat, was wir bitte alles an Schüler-/Elternservice zu leisten haben. Sich hier zu verweigern, erfordert schon klare Kante und ist nicht immer einfach.

    Die digitalen Kompetenzen, die die Schüler erworben haben und die im Unterricht eigentlich prima nutzbar wären, verkümmern leider dank des immer noch nicht flächendeckend vorhandenen WLANs. Auch dürfen digitale Endgeräte per Schulkonferenzbeschluss nur in der Oberstufe benutzt werden, was bei vielen Schülern und Eltern verständlicherweise zu Unmut führt, nachdem fürs Distanzlernen extra privat Tablets angeschafft wurden und viele Schüler sich gut darauf eingerichtet haben.


    Privat gesehen haben ein paar wenige Freundschaften die sehr konträren Ansichten zu den Coronamaßnahmen nicht überstanden und es herrscht Funkstille. Das ist schade, aber eben auch nicht zu ändern. Innerhalb der Familie haben wir (fast) alle sehr ähnliche Positionen, von daher gibt es in diesem Bereich zum Glück keine Kollateralschäden.

    Was ich im Freundes- und Bekanntenkreis sehe, ist dass sich das Arbeitsleben bei vielen verändert hat und mehr Flexibilität in Bezug auf Arbeitsort und Zeiten möglich ist. Viele haben ihre Prioritäten überdacht und die Firma oder den Bereich gewechselt, machen Fortbildungen oder Umschulungen. Meinem Eindruck nach war Corona für viele eine Zäsur oder ein Impuls zur Veränderung.


    Was ist bei mir persönlich anders? Ich hab überhaupt gar keinen Antrieb mehr, in Geschäften einkaufen zu gehen. Während ich vor der Pandemie Kleidung noch ganz gerne im Laden gekauft habe, bin ich inzwischen zu 100% auf Onlinehandel umgestiegen. Auf die eine oder andere Veranstaltung hätte ich inzwischen durchaus mal wieder Lust, kann mir das Ganze aber noch nicht so recht ohne Masken vorstellen und bin hier noch ziemlich zurückhaltend. Ich denke, vorm Frühjahr werde ich die Maske in größeren Gruppen oder geschlossenen Räumen auch noch nicht abnehmen. Ansonsten hat sich aber nicht wirklich viel verändert.

    Ich kenne Leute mit solchen Boni, aber keiner von denen würde ins Lehramt wechseln wollen. Also nein, als Quereinsteiger nicht. Es ging ja ursprünglich darum, unser Gehalt und Arbeitsbedingungen bzw. Arbeitszeiten ein wenig ins Verhältnis zu setzen... und je nachdem, wo man sich in der freien Wirtschaft positioniert hat, sehe ich es halt nicht soooo rosig wie einige hier und würde auch die These vom massiv höheren Druck nicht pauschal abnicken. Unabhängig davon, dass es sicher auch genug Gegenbeispiele gibt.


    @karuna

    Die 40.000 gabs bei einer Landesbank. Aber vielleicht ist die Bankenbranche hier auch tatsächlich nicht ganz repräsentativ. Anderes Beispiel: meine Cousine hat bei einem großen Chemieunternehmen etwa die Hälfte bekommen dieses Jahr. Klar, das kriegt man jetzt nicht als Sachbearbeiter oder Bürokraft, aber das sind auch keine ATler und um die ging es ja in diesem Kontext.

    Okay, das mag sein. Die Leute, von denen ich weiß, dass sie außertarifliche Verträge haben, verdienen locker das Doppelte von mir. Und streichen auch mal 40.000 an Bonus ein. Aber auch hier wird es vermutlich riesengroße Unterschiede geben.

    ATler, die nicht wesentlich mehr verdienen als wir? Klingt schlecht verhandelt 😄 Oder der Bonus (der ja nunmal auch fixer Bestandteil des Gehalts ist und mal locker ein "normales" Jahresnetto übersteigen kann) ist extrem gut.

    Bei uns braucht man niemanden für Verwaltungskram oder Ausstattung einstellen, weil das auf dem Papier schlichtweg ein Minusgeschäft ist und weil es bei der hohen Bereitschaft eines Großteils der Lehrerschaft privat einzuspringen auch gar nicht nötig ist. Dass davon die Unterrichtsqualität vermutlich profitieren würde, interessiert nicht sonderlich, denn dieser potentielle Erfolg hat keine unmittelbare Sichtbarkeit und lässt sich daher auch nicht gewinnbringend politisch verkaufen.

    Ich kenne niemanden, der ... hat (du kannst fast alles einsetzen). Also gibt es es nicht.

    (Du verwechselst gerade subjektiv mit objektiv, dein Bauchgefühl stimmt nicht mit wissenschaftlichen Berichten überein.)

    Ich schrieb nicht "ich kenne niemanden", sondern "mir ist kein Fall bekannt". Der es in irgendwelche Publikationen geschafft hätte. Dir? Wenn nicht, sehe ich nicht, worauf sich die These eines höheren Risikos stützen sollte. Ich lasse mich aber gerne von den von dir angeführten wissenschaftlichen Berichten überzeugen, die beispielsweise einen Zusammenhang von geimpft infizierten Frauen und Fehlgeburten belegen. Kann ja durchaus sein, dass es die mittlerweile gibt und dass sie mir nicht bekannt sind.


    @karuna

    Ich habe mein Kollegium zuvor schon ausgeklammert, weil ich die medizinische Situation meiner Kollegen nicht kenne. Im privaten Umfeld wird dagegen offen erzählt... was mich zu dem ganz subjektiven Schluss veranlasst, dass nicht jedes Beschäftigungsverbot wirklich notwendig gewesen wäre. Vorsichtig ausgedrückt. Und deswegen ist es auch gut, dass die Regelungen sich im Vergleich zum letzten Jahr verändert haben. Spätestens, wenn jeder ausreichend Gelegenheit hat zur Impfung hatte (und das dürfte in wenigen Wochen ja dann der Fall sein), gibt es imo keinen Grund mehr für Sonderregelungen.

    Mir ist kein Fall bekannt, bei dem ein Kind einer geimpften Schwangeren Schaden genommen hätte oder bei dem eine Frühgeburt gezielt auf eine Infektion zurückgeführt werden konnte.

    Meine Schwester ist selbst gerade schwanger und hat viel und lange recherchiert. Wirklich überzeugende Risikoindikatoren, die für ein unbedingtes Beschäftigungsverbot sprechen, gibt es objektiv gesehen nicht. Möglicherweise hat man sich ja auch deswegen für die aktuelle Regelung entschieden und nimmt Schwangere nicht mehr direkt generell aus dem Unterricht.

    Das individuelle Bauchgefühl ist natürlich ein anderes Thema.

    Was heißt "gern". Bei jemandem, der allerdings wirklich und aufrichtig Probleme damit hat, sehe ich die Notwendigkeit dafür gegeben. Bei jemandem, der privat mit FFP2 Maske problemlos durch Babymärkte schlendern kann, aber angeblich nicht unterrichten, nicht.

    Und wieso sollte deinem Kind was passieren, wenn du geimpft bist? Wer jetzt schwanger wird, kann das längst sein.

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