Mir ist die Schüleranwesenheitsquote herzlich egal. In der Regel wollen meine Schüler einen vernünftigen Schulabschluss machen und ich mache ein bestmöglichstes Unterrichtsangebot, um sie dort hinzuführen. Ob und in welchem Ausmaß sie das annehmen, interessiert mich nur bedingt und liegt meinem Verständnis nach in ihrer Selbstverantwortung. Ich selbst hatte als Schüler in der Oberstufe wahnsinnig hohe Fehlzeiten in Deutsch und Englisch, weil ich da auch ohne Unterricht mein Sehr gut geschrieben habe und lieber meine Fahrstunden in diese Stunden gelegt habe und derlei Dinge. Zum Sportunterricht bin ich nicht gegangen, weil ich den Sinn darin nicht gesehen habe. Der SoWi Zusatzkurs lag Freitag um 15.30h, das war auch eher nicht so mein Fall. Hatte ich schlechte Lehrer? Definitiv nein, ganz im Gegenteil ![]()
Meine Entscheidung für den Lehrerjob ist per Ausschlussverfahren gefallen und für mich ist es exakt das -> ein Job. Nicht mehr, nicht weniger. Leidenschaft habe ich für meine Fächer, nicht zwingend für das Unterrichten meiner Fächer, und berufen fühle mich ebenfalls nicht. Das heißt aber nicht, dass ich nicht gewissenhaft arbeite und mir nicht regelmäßig Nächte um die Ohren schlage, um meinen Schülern bestmöglich gerecht zu werden. Das Stadium der ideellen Verklärung meiner Tätigkeit habe ich aber lange überwunden.