Beiträge von Maylin85

    Wie sieht die Abwicklung der Testung denn praktisch aus? Mit wem rechnet der Arzt den Test ab? Oder muss man wie sonst als Privatversicherter auch in Vorleistung gehen und bekommt das Geld dann später erstattet?


    Bei uns wird nicht an der Schule selbst getestet und ich habe 2 Hausärzte hier im Ort abtelefoniert, bei denen ich noch nie war, ob sie den Test durchführen würden. Tun sie nicht, rechnet sich nicht. Zu irgendeinem Testzentrum werde ich nicht fahren, denke ich (außer wir bekommen akutes Infektionsgeschehen an der Schule, aber ohne konkrete Indikation spare ich mir das wohl).

    Jetzt machst du mich neugierig Maylin85 : welche Anlässe im Freundes- oder Verwandtenkreis finden denn nur vormittags statt? Da fallen mir spontan nur standesamtliche Hochzeitstermine ein und selbst die - zumindest die, an denen ich teilnehmen wollte - fanden in meinem Bekanntenkreis und in der Familie (da war es allerdings nur eine) in den letzten Jahren ausschließlich samstags statt. Alle anderen Anlässe (Geburtstage, "runde" Hochzeitstage, Einschulung, "Babyparty", Polterabend,...) werden am Wochenende oder zumindest abends gefeiert. Selbst Beerdigungen sind eigentlich nie vor dem späten Vormittag angesetzt und da habe ich es in der Schule schon zweimal arrangiert, dass ich zu auswärtig stattfindenden Beerdigungen gehen konnte (Unterrichtsstunden wurden getauscht).

    Ich hab tatsächlich primär an Hochzeiten und Beerdigungen gedacht. Gerade letzteres ist problematisch, wenn es keine direkten Verwandten sind und man mehrere hundert Kilometer hinfahren muss. Das geht einfach nicht immer. Eine meiner engsten Freundinnen hat im Ausland geheiratet, weil sie da nunmal lebt - auch das ging teilnahmetechnisch nicht.

    Abgesehen von solchen Dingen habe mich aber auch wiederholt über die mangelnde Möglichkeit mal einen Urlaubstag zu nehmen geärgert, wenn mein Freundeskreis z.B. zu irgendwelchen Konzerten/Festivals ins Ausland übers Wochenende gefahren ist und ich als Einzige nicht mit konnte, weil ich Montag nicht mal freinehmen kann. Unser traditioneller Formel 1 Abstecher nach Italien ist für mich auch hinfällig, seit ich arbeite. Oder mal ein verlängertes Wochenende wegfahren (und natürlich mag keiner so wirklich das lehrerkompatible Brückentagwochenende nehmen, das dann direkt teurer ist^^). Ich weiß, dass das bei unseren vielen Ferientagen Jammern auf hohem Niveau ist, aber dennnoch... Insgesamt stelle ich regelmäßig fest -> wenn man nicht gerade in einem Lehrerfreundeskreis unterwegs ist, ist der Job total inkompatibel mit Unternehmungen, die für den Rest völlig normal und problemlos sind. Ich würde halt schön finden, wenn man wenigstens 2 oder 3 flexible Tage hätte.

    Mir tun eher all diejenigen leid, die ohne Masken und Abstände im Unterricht arbeiten müssen... klar ist die Maske bei den Temperaturen nicht so spaßig, aber ich finde das immer noch besser, als komplett ohne jeden Schutz zu arbeiten.

    Ich stimme dem TE weitestgehend zu. Ich würde z.B. auch nie wieder einen Job ohne Gleitzeit ergreifen (hatte das im Studentenjob und weiß es erst heute richtig zu schätzen). HO (echtes) finde ich schon sehr attraktiv. Die Schule bietet zwar auch ein relativ hohes Maß an freier Zeiteinteilung im außerunterrichtlichen Arbeitsbereich, ist durch die festgelegten Stundenplanraster und Ferienzeiten aber halt auch 0 flexibel und auf eigene Bedürfnisse anpassbar. Ich würde ja auch toll finden, wenn wir 2-3 frei verfügbare Urlaubstage hätten für Anlässe im Freundes- oder Verwandtenkreis, die halt nunmal vormittags stattfinden und für die man mal frei bräuchte.

    Ich mag unsere Rahmenbedingungen nicht durchweg schlecht reden, aber wir sind schon sehr gebunden und fremdbestimmt in einigen Punkten. Ich glaube nicht, dass das dem Zeitgeist entspricht und sicherlich auch ein Grund gegen die Berufswahl sein kann.

    Dann möchte ich aber nicht in meiner Freizeit dazu aufgefordert werden, in ein entferntes Testzentrum zu fahren, sondern, dass Teams in die Schulen kommen und vor Ort Abstriche nehmen. Das würde auch zu einer weit höheren Teilnahme und rechtlicher Klarheit führen. (In meiner Kommune sperren sich viele Hausärzte gegen den Abstrich; Termine im Testzentrum sind rar.)

    Ich sehe das auch so. Ich habe nichtmals einen Hausarzt und sehe irgendwo nicht ein, jetzt extra dafür einen zu suchen und in meiner Freizeit irgendwo hinzufahren. Dann bitte dafür irgendwo ein Zeitkontingent einräumen, aber nicht als add on.

    Vielleicht hätte ich auch mehr Bereitschaft mich testen zu lassen und meinen Teil beizutragen, wenn ich das Gefühl hätte, dass hier umgekehrt irgendwer auch mal irgendetwas zu unserem Schutz unternimmt. Und damit meine ich kein putziges Hygienekonzept, dass sein Papier nicht wert ist, sondern Plexiglasscheiben, Belüftungsanlagen, Umsetzung von Abstandswahrung (auch wenn dann halt kein Vollbetrieb möglich ist).

    Wir waren vom Betrieb aus direkt nach 3 Einführungstagen eine Woche auf "Klassenfahrt" mit allerlei pädagogischen Spielchen. Ich wusste an Tag 2, dass das nicht funktionieren wird und ich diese Ausbildung vermutlich abbrechen werde. War ein kaufmännischer Ausbildungsgang und wieso wir uns da zum Lolli machen sollten mit albernen Theaterspielchen und Bastelkram, hab ich bis heute nicht verstanden. Aber ich erkenne auch an, dass ich da wohl anders ticke als die Mehrheit, die überwiegend Spaß daran hatte 😊


    Den Ansatz mit social media accounts finde ich übrigens recht interessant, denn da gibt man ja ohnehin nur Preis, was man möchte.

    Deshalb nervt es mich, dass ich am Montag den großen Gruppen ausgesetzt werden und mir damit die Kontrollmöglichkeit, wie viel Kontakte ich zulassen möchte genommen wird.

    Das stört mich auch sehr. Natürlich betrifft das auch andere Berufsgruppen, aber die wenigsten Leute sind +200 Menschen auf engstem Raum ausgesetzt, von denen man nicht weiß, wie verantwortungsbewusst sie sich verhalten. Und es gibt einfach keine Möglichkeit, sich diesen Kontakten zu entziehen.

    Bei mir hat sich wenig verändert. Mein Freundeskreis ist nicht sonderlich ausufernd und wir haben weiterhin unser Bierchen irgendwo am See oder Rhein getrunken - ganz coronakonform, auf Abstand, halt nicht in geschlossenen Räumen. Ab und an waren wir auch im Biergarten oder Essen, aber auch hier immer auf keinen allzu engen Kontakt bedacht.

    Mir persönlich fehlen Festivals und Konzerte wahnsinnig, aber dass die gerade nicht stattfinden können, sehe ich ein. Ich würde auch nicht hingehen, wenn es anders wäre.

    Für private größere Feierlichkeiten habe ich aktuell keinerlei Verständnis und gehe konsequent nicht hin. Mir ist völlig schleierhaft, wie man in der momentanen Situation überhaupt auf die bloße Idee kommen kann so etwas zu veranstalten.


    Größter impact: ein paar ehemalige Freunde sind inzwischen keine mehr. Wenn mir jemand textet, dass er sein Leben nicht verpassen und "Abenteuer" erleben möchte und daher bewusst auch in Kauf nimmt sich und andere zu infizieren, dann legt dieser Mensch damit eine rücksichtslose, ignorante Grundeinstellung an den Tag, mit der ich mich nicht identifizieren kann und will. Das passt dann eben leider nicht zusammen. Innerfamiliär haben sich leider einige Personen als Verschwörungstheoretiker entpuppt, auch hier gehe ich auf Abstand.

    Same here. Von meinen Abiturienten habe ich exakt gar nichts gehört bis zur Wiedereröffnung, obwohl ich natürlich Material zur Verfügung gestellt und auch mehrere Mails mit Kontakt- und Feedbackangebotsmöglichkeiten rumgeschickt habe. Hier liegen immer noch 6 Vorabiklausuren, an denen keiner jemals Interesse angemeldet hat. Aber die Schüler sind alt genug und müssen selbst wissen, was sie brauchen und was nicht.

    Dafür habe ich erstmals in Englisch ein 14 und ein 15 Punkte Abi gehabt. Träumchen - konnte meinen EWH quasi vollständig abhaken (+ stellenweise ergänzen^^). Einige haben die Zeit also durchaus genutzt :)

    Ich schreibe ins Klassenbuch nur das Thema, vermerke mir aber in meiner eigenen Dokumentation sämtliche Aufgaben und fotografiere auch alle Tafelbilder etc. kurz ab. Meine App kann das Ganze bei Bedarf als PDF ausspucken, so dass man im Zweifelsfall klare Nachweise erbringen kann.

    Ich würde aber auch nicht als unzumutbar empfinden, wenn man es direkt so ins Klassenbuch schreiben müsste.

    Ja, theoretisch erschließt sich mir das. Praktisch fand ich immer unangenehm, diesen fremden Leuten, mit denen man zufällig halt zwangsvergesellschaftet wurde, irgendwas über mich erzählen zu sollen - ich hätte die Struktur auch wunderbar in unpersonalisierten Kontexten gelernt. Ich tu mich da heute noch sehr sehr schwer mit. Für introvertierte Menschen sind solche Unterrichtsphasen ein Graus.


    Überlege auch gerade, ob ich in meinen Oberstufenkursen (übernehme einige, die bereits laufen) mit sowas einsteige oder direkt fachlich einsetze. Kennenlernen findet im Laufe der Zusammenarbeit ja eh statt und die Schüler kennen sich ja bereits. Andererseits will ich auch nicht komplett desinteressiert wirken^^ Mal sehen.

    Ich gestehe, wenn ich das lese, überfallen mich gruselige Erinnerungen an meine Berufsschulzeit 😄 Wir mussten sowas auch machen und ich habe nie verstanden, wieso (gerade bei Erwachsenen) nicht einfach mit Unterricht angefangen wird und wozu dieser ganze Kennenlernkram sein muss. Fand das immer sehr unangenehm. Aber empfinden viele wohl anders und die vorgestellten Methoden hören sich zumindest coronakonform an :)

    Ich werde mich vorerst auf Einzelarbeit beschränken. Schon Partnerinterviews sind ja eigentlich doof, wenn die Schüler direkt nebeneinander sitzen und sich einander zuwenden müssen beim Sprechen. Masken sind halt auch nur begrenzt undurchlässig. Schöner Unterricht wird es in den nächsten Wochen sicherlich nicht...

    Ich finde die Regelung (wenn schon unbedingt Vollbetrieb durchgezogen werden muss) gut und werde selbst natürlich auch MNS tragen. Allerdings meine ich, dass die SuS Pausen mit Gelegenheit zum Absetzen an der frischen Luft haben sollten. Durchgehend bei normaler Stundentafel Maske zu tragen, ist schon arg.

    Das ist ein Missverständnis, so meinte ich das nicht. Doch, natürlich ist das dem Land anzukreiden. Ankreiden kann man aber nicht, dass die Umstellung auf dienstliche iPads für manche ein Downgrading wäre und zu begrenzteren Möglichkeiten führen würde als der aktuelle Ist-Zustand mit privaten Geräten - denn die Nutzung eben dieser Privatgeräte kann ja nicht der Bezugspunkt sein, sondern der Bezugspunkt ist (gemäß dem bisherigen Engagement in Sachen Ausstattung der Lehrkräfte) der Lehrer, der bei null steht und noch überhaupt gar keine digitalen Geräte dienstlich nutzt.

    Ich meine, dass uns völlig egal sein kann, was Land oder Träger oder Schule erwarten. Ob ich etwas privat anschaffe und was, entscheide allein ich selbst. Mein iPad war keine gezielte Anschaffung für den Job, sondern die Nutzung hat sich daraus ergeben, dass ich Bock hatte einige Dinge mal auszuprobieren und zu nutzen. Aber ich hätte problemlos weiter rein analog mit Schulbuch und Tafel arbeiten können ohne dass mir dafür jmd ans Bein pinkeln könnte. Und ich kaufe auch keine Programme, nur weil Kollege x oder die Fachschaft oder die Elternschaft sie sinnvoll findet.

    Also ja -> ich meine das ernst und gar nicht ironisch. Den Schuh irgendwelcher Erwartungen muss man sich ja nicht anziehen :)

    Ich habe übrigens auch noch nie ein Plakat oder Eddingstifte oder Laminierfolien oder sonstwas gekauft, nur weil "erwartet wird", dass man hin und wieder mal sowas nutzt oder weil Kollegen so hübsches Material selbst erstellen oder oder oder...

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