Vorweg, ich bin überhaupt nicht religiös und deswegen wäre ich an meiner Ex-Schule auch langfristig falsch gewesen. Aber ich verstehe grundsätzlich schon, dass kirchliche Institutionen auch auf eine kirchliche Hochzeit pochen. Das fällt ja nunmal in deren "Kernaufgabenbereich" und wenn eine Ehe nach Auffassung der Kirche vor Gott geschlossen werden muss, um von ihnen vollwertig anerkannt werden zu können, das ist das eben so. Gleiches gilt für das Taufen von Kindern. Wenn nichtmals die eigenen Mitarbeiter das noch weiter mittragen und leben, macht sich die Institution als solche ja auch irgendwie unglaubwürdig.
Mich wundert, dass das bei dir kein Thema bei der Einstellung war, wenn es tatsächlich ein Thema von Bedeutung sein sollte. Ich hatte damals ein Gespräch im Generalvikariat, wo mir gewisse Vorstellungen erläutert wurden (und das war wie gesagt nur eine Vertretungsstelle und ich war nichtmals katholisch).
Vielleicht ist in deinem Fall aber auch einfach nur deine Kollegin besonders konservativ eingestellt und ihr ist das ein Dorn im Auge - ohne dass der gesamte Träger diese Auffassungen so streng vertritt.