Beiträge von Maylin85
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Auch wenn man da fachlich nicht besonders viel erreichen kann, kann man trotzdem eine gute Zeit zusammen haben. Und manchmal auch inhaltlich was erreichen. Es dauert in manchen Bildungsgängen eben deutlich länger bis man überhaupt einen Zugang zur Klasse hat. Die sind oft über viele Jahre durch das Raster gefallen, die Sek. I hat sie aufgegeben. Mit dieser Vorerfahrung kommen die dann an und müssen aufgebaut werden. Bei manchen klickt es dann und es kommt auch was dabei raus. Alle kann man nicht retten, aber eine lustige Zeit kann man dabei trotzdem haben. Wenn man immer alles sehr eng sieht, dann stelle ich mir das natürlich furchtbar vor.
Ich würde eher sagen, die haben sich ganz überwiegend selbst durch alle Raster geschossen.
Wenn ich im Unterricht inhaltlich "nicht besonders viel" oder nur "bei manchen" überhaupt was erreichen kann, empfinde ich das als null befriedigend und mich selbst als teure Ressourcenverschwendung. Für den armseligen Output bin ich definitiv überbezahlt. Und frage mich, was wir uns als Gesellschaft da eigentlich leisten..
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Wer hat denn ernsthaft Freude daran, sich mit Schülern mit Defiziten im Sozialverhalten und grottiger Arbeitshaltung rumzuschlagen? Mir fällt rein gar nichts ein, was daran irgendwie als bereichernde Gestaltung der eigenen Lebenszeit empfunden werden könnte.
Spaß machen Kurse, mit denen man vorwärts kommt und ein Konsens über das Ziel des gemeinsamen Arbeitens sowie angemessenes Verhalten im Unterricht besteht. Alles abseits davon ist eigentlich eine ziemliche Zumutung.
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Ja, anlasslos. Ich hab auch nicht damit gerechnet, dass das klappen würde.
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Einer meiner Verflossenen war Dachdecker. Wenn der vor Vertragsabschluss spitz gekriegt hat, dass ein Kunde Lehrer oder Jurist ist, hat er grundätzlich abgelehnt. Seitdem räume ich alle verräterischen Gegenstände - Tasche, Rotstifte, Bücher - vor Handwerkerbesuch immer penibel sorgfältig weg 😄
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Für die Primarstufe kann ich nicht mitreden. Für das, was danach kommt, empfinde ich den pädagogischen Teil des Studiums nicht als sonderlich wichtig. Für mich bleibt insbesondere "pädagogisches Gespür" irgendwie auch immer noch in erster Linie ein soft skill, den man als Person mitbringt oder halt nicht.
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Ja, aber wir wissen doch beide, wie da an der "Fachnote" geschraubt wird, um die horrende ZP10 auszugleichen.
Das mag an Gymnasien nicht so extrem sein, aber schau dir die Schulen an, die den mittleren Schulabschluss vergeben. Den vergeben wir auch und ich sollte das nicht weiter kommentieren. Umgekehrt sehe ich ja auch, mit welchen Vorkenntnissen wir Schüler bekommen, die diesen Abschluss erreicht haben. Das gleiche gilt auch für Fachabiturienten. Da fällt mir spontan Evelyn Burdeckie ein (sorry Mailyn), aber längt nicht nur

Och. Wenn ich die reden höre, denke ich mir manchmal so im Stillen, dass die aber noch weit entfernt ist vom Bodensatz, der so durchgeschleust wurde 😄
Die ganze Abschlussvergabe ist in NRW doch mittlerweile ein absoluter Witz.
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Aber es muss doch auch bei Stellenantritt nicht bewilligt werden oder liege ich da falsch?
Dass es möglich ist, unterhälftig in Teilzeit zu gehen, wäre mir auch neu.
Mein Teilzeitantrag zu diesem Schuljahr ist erfreulicherweise durch gegangen. Ich hab einfach keinen Bock mehr, mehr Stunden zu geben, achte aber sehr darauf, dabei auch keine Überstunden zu machen.
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Die Praktikanten, mit denen ich zuletzt zu tun hatte, haben völlig andere Fragen gestellt, als ich damals. Nichts zu pädagogischen und didaktischen Überlegungen, sondern wie viel Vorbereitungszeit steckte in der Stunde, wie lange dauerte die Korrektur des LK-Stapels, wie viele außerschulische Termine finden so statt, wie viel Mehraufwand bedeutet Inklusionn usw. usw. Das sind kluge Fragen und allen Fragenden war gemeinsam, dass sie unsicher sind, ob sie sich dem aussetzen wollen. Ich selbst rate - gefragt oder ungefragt - immer eindringlich von diesem Beruf und mehr noch dem Lehramtsstudium ab, da ich der Meinung bin, dass man Leute nicht guten Gewissens in diese Einbahnstraße rennen lassen kann.
Das Kippen des Sozialverhaltens empfinde ich neben der Übergriffigkeit des Terminplans vieler Schulen auch als den größten abstoßenden Faktor. Daran ändern wir aber nichts aus der Schule heraus, sondern es bräuchte gesamtgesellschaftliches Umdenken.
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Das darf zum Glück jeder selbst entscheiden. Wenn die bisherige Note nicht die Realität widerspiegelt, ist das durchaus legitim.
Wenn die bisherige Note die Realität nicht spiegelt, liegt das aber doch allein an dir. Entweder, weil deine bisherigen Leistungsabfragen anscheinend nicht so passend abgefragt haben, dass sie realistisch den Leistungsstand wiedergeben, oder weil du einen Fehler gemacht hast (wie hier geschehen). Beides ist in deiner Verantwortung zu verorten. Zudem muss bei einer bewusst schweren Klausur die gesamte Klasse ausbaden, dass eine einzelne Schülerin falsch bewertet wurde. Fragwürdig.
Ich hatte neulich donnerstags eine Lerngruppe, die mir so tierisch auf den Keks gegangen ist, dass ich anschließend am Nachmittag die Klausur für den Folgetag bewusst anspruchsvoll und umfangreich aufgezogen habe. Soll es halt 5en regnen, wenn man Übungszeit im Unterricht nicht angemessen nutzt 💁♀️ Letztlich habe ich die Klausur morgens um 5 nochmal geändert, weil das einfach ein Scheissmove war. Man darf auch nicht vergessen, dass das Ziel eines Schuljahres nicht darin besteht, dass mir die Noten Genugtuung verschaffen, sondern dass die Schüler was lernen. Dazu braucht es ein vernünftiges Arbeitsverhältnis und nicht maximale Frustration und Demotivation in Klausur Nr. 1. Aber eben weil ich auch manchmal solche völlig emotional gesteuerten Anwandlungen habe, wenn mein Nervenkostüm angekratzt ist, finde ich wichtig, dass man sich selbst reflektiert und reguliert. Das gehört zur Professionalisierung.
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Ich reagiere innerlich leider superangefasst auf Lärm und schlechtes Arbeitsverhalten und habe dann auch die intuitive Tendenz, über Noten zu sanktionieren und teilweise unprofessionelle, impulsive Dinge zu sagen. Man muss sich - wenn man das an sich selbst beobachtet -unbedingt aktiv selbst stoppen. Nichts davon verbessert die Beziehung zu den Schülern oder das Arbeitsklima und löst die Probleme. Und dazu gehören für mich auch "extraschwere" Leistungsabfragen als Vergeltung für irgendwas.
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Dass man Hospitationen nicht einen Abend vorher ankündigt, sollte wohl klar sein, auch wenn der SL jeder Zeit hospitieren kann. Das steht außer Frage und das war von Anfang an klar.
Wieso fragst du dann in Beitrag 1 explizit, ob das rechtlich zulässig sei? 🤔
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Alle Parteien in allen Bundesländern werden absehbar an den Beamten einsparen. Damit punktet man derzeit bei allen Nichtbeamten und irgendwo müssen die Einsparungen halt kommen.
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Englisch und Geo. Ich hätte (nach Schließung meines WBK) in Essen unterkommen können und bereue die Entscheidung dagegen teilweise bereits schmerzlich. Düsseldorf profitiert vermutlich von unserer Schließung^^
Habt ihr gleichmäßige Stagnation in beiden Bildungsgängen oder eher als Resultat von Zulauf in der Abendrealschule?
Auf jeden Fall gibts wahrscheinlich keinen angenehmeren Arbeitsplatz im Schulsystem - da sollte sich doch jemand mit Wechselwunsch finden 😊
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