Da wir bei vielen Themen ähnliche Positionen haben, würde ich dich fragen, was du zu Biohacking und Longevity meinst. Denkst du, da ist etwas dran oder hältst du es eher für Quacksalber?
Natürlich kann man gesünder oder weniger gesünder leben und damit evtl. Risikofaktoren minimieren. Zum Leben gehören für mich aber auch Genuss (Ernährung, Alkohol), Risiko (Aktivitäten), Unvernunft (schlechter Schlafrhythmus, verarbeitete Lebensmittel weil keine Zeit frisch zu kochen etc.) - ein Leben in permanenter Selbstkasteiung, nur um am Ende vielleicht noch ein paar Extrajährchen herauszuholen, ist für mich weder vorstellbar noch erstrebenswert und letztlich auch nicht "menschlich". Ich denke nicht, dass man das einfordern kann, weil es unserer Natur widerspricht. Zumal man auch mit dem vorbildlichsten Lebenswandel keine Garantie dafür hat, dass der Plan letztlich aufgeht.
Meine Großeltern sind im Pflegeheim gelandet wegen Parkinson und weil meine Oma (mittlerweile Mitte 90) irgendwann ständig gestürzt ist und sich wiederholt nachts den Kopf im Bad aufgeschlagen hat bzw. generell Haushalt und Selbstversorgung nicht mehr auf die Reihe gekriegt hat. Beide haben keinen sonderlich ungesunden Lebenswandel gehabt, nicht übermäßig getrunken, hatten kein Auto und waren lebenslange Radfahrer... sowas passiert halt einfach.