Ich hab meinen Verband noch nie "gebraucht", finde es aber grundsätzlich sinnvoll, wenn es eine Stimme gibt, die die Interessen der Beschäftigten nach außen vertritt - auch wenn sich das Gewicht der für Lehrer in Frage kommenden Verbände insgesamt in Grenzen hält. Ob die GEW deine Interessensvertretung ist, musst du selbst abgleichen und entscheiden. Meine ist sie nicht.
Beiträge von Maylin85
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Nach deiner Ansicht haben 2,5 Millionen Menschen in Gaza die Hamas gefeiert und werden nun zu Recht vertrieben, ausgehungert, erschossen und bombardiert, sowie deren Wohngebäude und Krankenhäuser zerstört. Really?
140.000 verletzte und mehr als 60.000 getötete Menschen sind für dich eine gerechtfertigte "Quittung"?
In meinem moralischen Kompass ist das nicht der Fall.Ich schrieb nichts von gerechtfertigt. Wenn aber eine Terrororganisation und Bevölkerung derart eng verflochten sind, und zwar im Hinblick auf Gesinnung (vgl. Zustimmungswerte zur Hamas) ebenso wie räumlich und infrastrukturell, dann ist das, was gerade passiert, vielleicht einfach die Konsequenz. Zivile Infrastrastruktur, die systematisch von Terroristen genutzt wird, ist ein legitimes und für die Terrorbekämpfung vielleicht auch notwendiges Angriffsziel.
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Es ist halt weit von jeder Realität entfernt, dass nicht geeignete Kinder an Gymnasien einfach abgeschult werden können.
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Beide Seiten tun sich nix in Sachen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Mein Mitgefühl mit den "Zivilisten" , die den 7. Oktober gefeiert haben, die Hamas unterstützen, Geiseln bei sich halten etc. und die jetzt möglicherweise die Quittung kriegen, hält sich arg in Grenzen. Wenn es stimmt, dass 50-100% der Hilfsgüter von der Hamas abgefangen und kontrolliert werden, sollte man evtl. auch vorsichtig damit sein, Israel Völkermord vorzuwerfen - es ist von außen doch gar nicht zweifelsfrei ersichtlich, ob die Hilfslieferungen nominell nicht eigentlich ausreichen würden, wenn sie denn auch adequat verteilt würden.
Ebenso ist das Vorgehen von israelischen Siedlern und teilweise Militär aber nicht in Ordnung und das muss man auch benennen dürfen, ohne direkt Antisemitismus vorgeworfen zu bekommen.
So oder so würde ich notwendig finden, sich nach der aktuten Phases dieses Konflikts mal Gedanken zu machen, wie viel und welche Unterstützung dort überhaupt Sinn macht, wenn Gelder systematisch in die falschen Taschen fließen und auch die teilunterwanderte UNWRA eine extrem fragwürdige Figur abgibt.
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Eine Frau, ein Wort! Ab jetzt warte ich auf den Bericht, wie das Leben mit Kind ist, das man nur gezeugt hat, um woanders eine Dienststelle zugewiesen zu bekommen.
Nah. Ich bin zu alt für solche Aktionen, aber ganz ernsthaft ist es auch nicht wenig belastend irgendwo festzuhängen, wo man nicht sein möchte. Einen Tod muss man sterben.
Ich habe Ende 2005 angefangen zu studieren und da hieß es bei der Einführungsveranstaltung übrigens "alles, aber bloß nicht Grundschullehramt - total überlaufen."
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Ich wollte nie Kinder, aber with the benefit of hindsight würde ich das Übel vermutlich auch in Kauf nehmen, um nicht ewig in dieser Region hier festzuhängen. So blöd ist die Strategie nicht.
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Man verdient mehr und hat geregeltere Arbeitszeiten, weil man seltener für spontane Vertretung herangezogen wird. Ich kenne auch jemanden, der in der Pflege auf Zeitarbeit schwört.
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Was mich dazu aber auch noch interessieren würde, wäre der Vergleich zum Jahr 2010 oder so. Denn das ist "früher", 2022 ist ja gefühlt "jetzt".
Das würde mich auch sehr interessieren, finde ich aber nirgends. Müsste man wahrscheinlich anfragen.
Mach ich vielleicht mal.
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Ja, gleiches Bundesland und ich hatte eine bessere Stelle zu gleichen Konditionen gefunden. Leider schließt der Träger die Schule, also Rolle rückwärts.
Grund damals: endlos viele unerfolgreiche Versetzungsanträge.
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Ohne Altersgeld rein ökonomisch keine Perspektive.
TV-L Lehrer können halt problemlos kündigen, wenn die Schule nicht zusagt, und sich neu einstellen lassen. Hab ich tatsächlich jetzt überlegt, aber momentan ist mir der Preis zu hoch und ich schau erstmal, wie es demnächst so läuft. Aber ja, die Entlassung damals ging zügig 😊
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...und da mich Zahlen jetzt doch mal interessiert haben, ein Blick in die Polizeistatistik für den entsprechenden Landkreis:
Diebstahldelikte 2022 9.243, 2023 10.154, 2024 10.627
Körperverletzung 2022 3.421, 2023 3.513, 2024 3.991
Raubdelikte 2022 182, 2023 221, 2024 258
Wohnungseinbrüche 2022 540, 2023 611, 2024 779
Sexualdelikte 2022 500, 2023 636, 2024 717
Messerdelikte 2022 90, 2023 146, 2024 190
Auch interessant, Diebstahldelikte an/aus Kfz sind allein 2024 in meinem Dörfchen um mehr als 27,5% gestiegen.
...aber alles total subjektives Empfinden 🙃
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Würde ich gut finden und ich würde auch sofort freiwillig rausgehen, wenn es so geregelt würde, dass man monetär keine großen Einbußen hätte. Ich bin zum heutigen Tag leider auch wieder Landesbeamter und ich finde das Gefühl, nicht verlustfrei frei agieren und den Arbeitsplatz bei Bedarf wechseln zu können, genauso furchtbar beengend und unangenehm, wie beim ersten Mal.
Losgelöst von der individuellen Perspektive wird bei dem Vorschlag aber natürlich nicht bedacht, dass am Beamtentum nicht unwesentlich auch die Versorgungssicherheit im Bildungssektor hängt. Unterm Strich würde ich die Abschaffung als nachteilig für das Schulsystem als Ganzes einschätzen.
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Deutschland ist objektiv nicht gefährlicher geworden. Bleibt die Frage, warum bei dir gefühlt alles viel schlimmer geworden ist. Die Propaganda bestimmter politischer Gruppierungen scheint Früchte zu tragen.
Das ist halt Quatsch. Wir sind früher so ab 16/17 in der Altstadt unterwegs gewesen, die letzte Bahn in unser Dörfchen fuhr um 1:28 Uhr vom Hbf. Das war überhaupt kein Problem. Sexistisch angepöbelt und auch mal angefasst wurde immer mal, aber es gab auch gewisse Grenzen und man hatte keine ernsthaften Ängste.
Heute geht das ganz objektiv nicht mehr und ab einer gewissen Uhrzeit (die deutlich vor Mitternacht liegt) kippt die Klientel dermaßen, dass (oder weil) das "normale" Ausgehvolk sich zügig zurückzieht und man dann wirklich nicht übrig bleiben möchte. Ich würde heute auch nicht mehr spätabends alleine mit der Bahn fahren. Hab ich im November mal nach längerer Zeit wieder gemacht, war extrem unangenehm. Grenzenziehen funktioniert nicht mehr oder anders, weil teilweise Typen mit einer Hartnäckigkeit und Ignoranz und Respektlosigkeit unterwegs sind, die zumindest mir neu ist. In meinem Bullerbü-Heimatkaff konnte man immer problemlos nachts vom Bahnhof durch den Park nach Hause laufen, es ist nie was passiert. In letzter Zeit gabs genau da zwei Vergewaltigungen und mehrere Überfälle, teils mit schwerer Körperverletzung). Das ist ein Wandel, den man in dem Fall auch ganz objektiv statistisch feststellen kann.
Ebenso kann man ganz objektiv steigende Straftaten an Bahnhöfen (Beispiel Düsseldorf, weil gerade erst gelesen, 1300 Straftaten in 5 Monaten), mehr Messerangriffe, mehr Einzelfälle a la Leute willkürlich Treppen runtergetreten oder vor die Bahn geschubst oder krankenhausreif geschlafen usw. beobachten. Mag sein, dasss das statistisch alles nicht supereindeutig auffällig ist, aber man nimmt doch wahr, was in seiner Umgebung passiert und wie Menschen sich verhalten. Mehr Geschrei, mehr Pöbelei, mehr Vandalismus, mehr Verwahrlosung - dass es irgendwo atmosphärisch entspannter und ruhiger geworden wäre, kann man nun wirklich nicht sagen.
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Mir ging es übrigens nie darum, Männer vs. Frauen auszuspielen, sondern um eine mögliche Erklärung, warum Frauen evtl. sensibilisierter für Schwingungen sein könnten und evtl. (?) ein höheres Bedrohungsempfinden haben. Mädchen und Frauen passiert halt ständig und überall etwas, was latent übergriffig ist.
Bei Männern knallt es meinem Eindruck nach dafür eher direkt richtig.
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Es ging doch eigentlich darum, wo man sich in Städten sicher fühlt.
Das ist der Punkt, warum ich gestern etwas genervt war. Es geht um Sicherheitsempfinden in Städten bzw. im öffentlichen Raum und relativiert wird mit "aber früher in der Ehe". Die subtilen Unterschiede in Begegnungen, die das Sicherheitsempfinden negativ beeinflussen, finden sich auch gar nicht zwingend in Statistiken, sondern verbleiben auf individueller Erfahrungsebene. Deswegen läuft man vielleicht spätabends entspannt durch Barcelona, aber nicht mehr durch Berlin, und es bewirkt den stellenweisen Rückzug aus dem öffentlichen Raum.
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Ich spreche von MEINER Erfahrung. Mich interessiert nicht, was in Ehen passiert oder passierte, denn ich führe keine. In meiner Welt war Belästigung immer ein latentes Problem, aber kein derart "aggressives", wie es mir in den letzten Jahren begegnet ist (und das, obwohl ich vorn10 oder 15 Jahren definitiv hotter war als heute). Unterhält man sich mit anderen Mädels, teilen alle in etwa die gleiche Wahrnehmung.
-> Mann kommt daher und belehrt, dass alles ganz anders ist 💁♀️
So ermüdend.
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Ernsthaft? "War schon immer so, arbeitet an euer Wahrnehmung?!"
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Frauen haben möglicherweise deswegen ein höheres Gefährdungsbewusstsein, weil sie von sehr jungen Jahren an ständig grenzüberschreitend behandelt werden. Ich war 11 und auf einem Schulausflug in Klasse 6, als mir das erste Mal jemand im Vorbeigehen an den Hintern gepackt hat. Und sowas passiert ab diesem Alter für mindestens 20-25 Jahre lang ständig, bis es langsam besser wird. Statistiken hin oder her, Sexualdelikte wie Gruppenvergewaltigungen haben zuletzt jedenfalls zugenommen.
Mein individuelles Sicherheitsgefühl hat sich übrigens auch verschlechtert. Ich bin jahrelang sehr unbekümmert durch die Nächte gelaufen und mit ÖPNV gefahren, war auch bei blödem Anquatschen oder mal Antatschen nicht sonderlich empfindlich, aber in den letzten Jahren hat sich der Vibe irgendwie verändert. Vielleicht ist mein Empfängerbewusstsein ja subjektiv und "falsch", aber irgendwie liegt mehr Aggressivität in der Luft. Ich hatte in den letzten Jahren einige sehr sehr blöde Begegnungen - im Parkhaus, im Wald beim Joggen, in der Dämmerung beim einsamen Gassigehen, in der recht leeren Bahn, gerade heute mitten in einem Kölner Park. Ernsthaft passiert ist nichts, trotzdem sind die Schwingungen anders als früher. Und manche Orte meidet man inzwischen auch schlichtweg.
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Gerade im Hinblick auf die Work-Life-Balance würde ich den Job kein zweites Mal wählen - überleg dir das gut, gerade mit korrekturintensiven Fächern. Jobsicherheit und ordentliches Gehalt hat man auch im Finanzamt o.ä., nur dass es da vermutlich auch noch echten Feierabend, geregelte Arbeitszeiten und keine Erwartungshaltung, teilweise sein eigenes Arbeitsmaterial anzuschaffen, gibt. Und mehr Ruhe.
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Bisher dachte ich das, aber ist wohl nicht so 😄
Als meine Beiträge noch deutlich geringer waren, hat meine damalige Kommune aber ca. im Oktober nochmal höflich postalisch an die Steuererklärung erinnert.
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