Beiträge von Maylin85

    Es gibt inzwischen auch smarte Brillen inkl. sehr unauffälliger Mini-Kamera, Mini-Lautsprechern, KI und sogar Display, der nur von der Innenseite zu sehen ist. Die Lausprecher funktionieren irgendwie mittels Knochenschall, so dass von außen nichts zu hören ist. So etwas kann man bestenfalls mit einem gut geschulten Blick erkennen.

    Prima. Dann kann man demnächst ja in der Aufsicht auch einfach wieder korrigeren, statt trotz aktiver Aufsicht mit KI Texten beglückt zu werden und über deren Herkunft zu rätseln.


    Wir brauchen andere Prüfungsformate.

    Ich habe oben vorgerechnet, ich komme mindestens 8 Minuten dank Chemikalien zu spät zur Aufsicht (zum Hof wären es über 10 Minuten, das wird bei uns aber berücksichtigt und ich nicht eingesetzt). Mit Toilettengang (liegt nicht auf dem Weg) noch 3 bis 5 Minuten mehr. Ist das dann auch noch in Ordnung? Ich habe vor Jahrzehnten eine andere Auskunft erhalten, mein Körper hat sich inzwischen darauf eingestellt.

    Die Aussage der Dame ging so weit, dass man nichtmals dann in persönliche Haftung genommen würde, wenn man die Aufsicht komplett vergisst und was passiert. Dazu müsse man schon Vorsatz und nicht bloß Vergesslichkeit nachweisen können. Hier würde ich es allerdings auch nicht unbedingt drauf ankommen lassen.

    Mal pragmatisch gedacht, in deinem Fall: Schüler eher in die Pause gehen lassen würde unterm Strich wahrscheinlich weniger unbeaufsichtigte Kinder über weniger Minuten bedeuten.

    Aber so, wie du es beschreibst, würde ich Chemieleute auch für eher ungeeignet für Pausenaufsichten sehen. Ständig in Frühaufsicht oder Mittagspause will man aber vermutlich auch nicht geschoben werden, nehme ich an.

    Mir ist es auch ein Rätsel. Es liefern Schüler KI Texte ab, die in der Klausur direkt frontal vor mir sitzen und bei denen ich schon gezielt genauer hinschaue. Und dennoch passiert es wieder und wieder.

    Ich hab den Schülern die besonders geschwungenen Sätze zuletzt auf Deutsch vorgelegt und darum gebeten, das bitte mal sinngemäß im Englischen zu formulieren. Oder einzelne Wörter zu erklären, die garantiert nicht ihrem Wortschatz entstammen. Bisher haben ausnahmslos alle dann den KI Einsatz zugegeben und ich habs nicht gewertet. Allerdings mag bei der Frage nach dem Wie noch keiner so richtig rausrücken..

    Meist ist der Vormittag so getaktet, dass man nicht mal zur Toilette kommt.

    Das lese ich immer wieder und kann ich nicht so recht nachvollziehen. Wenn ich Aufsicht habe, bin ich natürlich erst an meinem Aufsichtspunkt, wenn alle Schüler nach dem Unterricht den Raum verlassen haben und ich kurz auf der Toilette war. Sollte man natürlich alles möglichst zügig erledigen und sich nicht ewig Zeit lassen, aber niemand kann erwarten, dass man als Lehrkraft eigene Bedürfnisse komplett ausschaltet und sich quasi nahtlos aus dem Klassenraum in die Aufsicht beamt. Wenn man dann 4-5 Minuten zu spät auf dem Hof steht, ist das halt so.

    Einem meiner Ex-Schulleiter gefiel das nicht und er hatte dann mal an einem Fortbildungstag eine Dame von der Unfallkasse eingeladen, um uns über rechtliche Belange der Aufsichtspflicht zu informieren. Klassischer Schuss ins Knie, denn dabei kam heraus, dass das natürlich völlig okay ist und einem niemand einen Strick draus drehen kann.


    Zum Thema: dass Schulleitung, Stellvertreter und Stundenplaner in den Pausen ansprechbar sind und daher keine Aufsichten machen, finde ich sinnvoll. Anders sieht es aus bei anderen Mitgliedern der erweiterten Schulleitung, da fällt mir kein nachvollziehbarer Grund ein. Was mir einst sauer aufgestoßen ist, ist als die Schulleitung sich aus Aufsichten für Nachschreibtermine am Samstag rausgezogen hat - war immerhin ihre eigene Idee und kein dringendes Bedürfnis des Kollegiums.

    Bei Vertretungsstunden, die ja wirklich eine massiv nervige Belastung für alle sind, finde ich es auch sehr sehr unglücklich, wenn Schulleitung sich komplett entzieht. Das muss alles nicht in gleichem Umfang wie beim Rest stattfinden, aber zumindest eine einzelne Vertretungsbereitschaftsstunde pro Woche sollte sich auch für Schulleitung einplanen lassen.

    Es ist okay, dass sich das für dich nerviger anfühlt, aber dann schreib konsequent „ich“ statt „man“, denn das ist ebenso wenig verabsolutierbar, wie mein Umgang mit langen Fahrten und Stau es ist.

    Nun gut. Ich natürlich.

    Muss aber auch sagen, dass es generell wenig gibt, was mich mehr nervt, als langsame Mitmenschen, die mich ausbremsen. Egal, ob im Auto oder zu Fuß. Wenns nicht anders geht, wie beim Traktor oder LKW, okay, aber diese "Autos" sind halt auch noch maximal unsinnig.

    ...gesünder ist natürlich deine Herangehensweise 😊

    Ich verstehe den Unmut über diese unsäglichen Gefährte total. Irgendein so ein Ding fahrender Mensch pendelt morgens zu gleicher Uhrzeit wie ich und man hängt gerade auf kurviger Landstraße gefühlt EWIG fest. Wenn man weiß, dass man sowieso noch ne Stunde Fahrt mit chronischem Stau vor sich hat, nervt es einfach nur massiv und da ist einfach mal entspannt Landschaft angucken und Gemüse knabbern so ziemlich das letzte, was mir einfällt. Mir ist auch unverständlich, wie man so ein rollendes Verkehrshindernis überhaupt zulassen kann. Für den Radius, den man bei dem Tempo abdecken kann, tun es auch Fahrrad oder Roller.

    Von mir auch gute Besserung, das klingt übel! Habt ihr gemerkt, dass er Zahnschmerzen hat, oder hat der TA was gesehen?

    Meine Omi ist ja mittlerweile in einem Alter, in dem ich ständig Angst habe, was Schmerzhaftes zu übersehen, aber die TA sagte auf Nachfrage nur, sie habe halt "alte Zähne". Weiß bis heute nicht so recht, was ich damit anfangen soll.

    Gar nicht mehr melden, könnte evtl. aber auch doof ausgelegt werden und "Folgestress" auslösen (auch wenn man es im Krankenstand natürlich nicht muss). Ich glaube, ich würde ihr (für meinen eigenen Frieden und um transparent kommuniziert zu haben) ganz kurz und knapp antworten, dass ich im Krankenstand derzeit leider nicht in der Lage bin, mich darum zu kümmern, und die Klassenarbeit von jemand anderem korrigiert werden muss. Abteilungsleitung und Schulleitung in cc. Wenn du nett bist und ihn schon fertig hast, hängst du noch den EWH an, ansonsten Pech.

    Unmögliche Leute an dieser Schule.

    Ach, erwachsen oder nicht.. ich musste neulich Hand auf Brust auflegen, weil "fühlen Sie mal, ich bin so krass aufgeregt, mein Herz pocht so krass" (Mathe 😅). Die freuen sich sicher auch über kleine Mutmacher. Mir ist vieles auch zu albern, aber das erfordert ja nun wirklich kein ausgeprägtes Basteln und finde ich schon niedlich - vielleicht mal für die besonders herzigen, harmonischen Kurse 😊

    Ich würde es ganz subjektiv sehr befremdlich finden, wenn die erweiterte Schulleitung keine Aufsichten und Vertretungen übernehmen würde. Ich kenne das auch von keiner meiner bisherigen Schulen so. Über den Umfang kann man sicher reden, aber sich komplett rausnehmen, setzt für mein Empfinden auch ein etwas ungünstiges Signal.

    NOCH dreht er sich um 😉 Bis vor gut 5 Monaten ist hier auch keiner so wirklich vor 11 aufgestanden und das klappte gute 10 Jahre lang so. Wie gesagt, ich weiß auch überhaupt nicht, was das soll und wieso das passiert ist.

    Katzenklo brauchen wir eigentlich nicht, denn es muss keiner dringend. Aber danke für die Idee! Ich gehe die letzte Runde vorm Schlafengehen, also so zwischen 1 und 2 Uhr, und wenn ich sie morgens raus lasse, wird erstmal seelenruhig durch den Garten flaniert - da drückt nix dringlich. Was beide allerdings sehr dringlich wollen, ist Frühstück (auch das ist neu, sowas hatten wir morgens nie). Hab schon überlegt, ob so ein Futterautomat mit Zeitschaltuhr einen Versuch wert wäre - dann können sie essen, sich danach wieder hinlegen, und ich muss nix damit am Hut haben 😅 Für "Versuch" sind mir 2 Futterautomaten allerdings zu teuer und dann gibts auch noch das Problem, dass Nr. 2 übelst schlingt und sich unüberwacht meistens dann auch noch die Hälfte von Nr. 1 reinstopft.. also auch doof..

    Ich fürchte, ich muss mich einfach arrangieren 😭

    Im Forum wurde in letzter Zeit viel über Zweit- und Drittkorrekturen gesprochen. Tja, ich habe jetzt mehrere Drittkorrekturen machen müssen, weil KuK meinen, sie müssen eine Textanalyse mit 12 NP bewerten, obwohl eine echte Analyse nie stattgefunden hat. Wir reden von einer Notendifferenz von 10 NP zwischen dem Erst- und Zweitkorrektor. Die Erwartungen einiger KuK sind massiv gesunken. Also doch, diese SuS machen, wenn sie Glück mit ihren Korrektoren haben, sehr wohl Abitur.

    10 NP sind heftig. Ja, ich gebe dir Recht. Das gesamte System krankt mehr und mehr.

    Übrigens: Meine SuS haben sehr große Schwierigkeiten mit literarischen Texten. Shakespeare verstehen sie im Grunde gar nicht. Wir müssen uns jeden(!) Vers mühsam erarbeiten. Selbst zeitgenössische Literatur bereitet ihnen große Probleme. Ich bin froh, wenn sie im Abi verstanden haben, dass eine Interpretation mehr bedeutet als einfach nur die Aussage des Textes zusammenzufassen. Wir lesen vor allem Zeitungsartikel aus der Guardian und der New York Times, da die Prüfungstexte meist aus diesen Quellen stammen.

    Klingt nach ultimativer Kapitulation.

    Wer zeitgenössische Literatur nicht versteht und im (oder kurz vor dem) Abitur immer noch nicht mit Zieltextformaten umgehen kann, sollte evtl. besser einfach gar kein Abitur bekommen, denn das ist ja dann ein kompletter Witz.


    Ich hab Shakespeare gerne gemacht, denn das begann immer als ultimatives Angstthema und im Verlauf der Sequenz haben die meisten Schüler dann gemerkt, dass man durchaus sehr schnell Zugang finden kann - fand ich immer schön zu sehen 😊 Ich habe mit dem letztjährigen LK noch eine letzte Ganzschrift gelesen, freiwillig, weil wir alle Spaß dran hatten. Dass das jetzt wegfällt, finde ich sehr sehr schade.

    Mir geht es rein um aus der Orientierung an der sozialen Norm der einzelnen Schule resultierende Diskriminierung bei der Studienplatzvergabe von NC Fächern. Dass die Bonner Villenviertelkids insgesamt vermutlich priviligierter sind, bestreite ich nicht.

    Ja, vielleicht ist meine Sicht manchmal zu fatalistisch. Fakt ist aber, dass die Zahl der Schüler, die die Basiskompetenzen nicht erreichen, ebenso steigt, wie die der Abiturienten, die keine vollständigen Sätze mehr schreiben können. Auch ist hierzulande ein signifikanter Teil der Schüler angeblich ständig überlastet und überfordert und stinkt beim Leistungsvermögen auch auf diesem Gebiet gegen die Konkurrenz aus dem (zumindest mal asiatischen) Ausland hoffnungslos ab. Inwiefern es dem Bildungssystem gelingt, sich schnell genug so umzustellen, dass man Schülern in Zeiten von KI überhaupt noch plausibel machen kann, warum es sinnvoll ist, sein eigenes Hirn zu benutzen, wird auch spannend. Der Durchschnits-IQ sinkt in D auch seit einer Weile wieder. Und statt dringend nötigem Haltungswandel und Wiederbesinnung auf Leistung als schulischem Kernanliegen, halten wir uns an sozialem Kleinklein auf und freuen uns über hohe Abiturquoten in Marxloh. Ich lass mich ja gerne von der Zeit überzeugen, dass das alles toll und super und richtig ist, aber auf welcher Basis sich entsprechender Optimismus gründet, bleibt mir ein Mysterium.

    Naja, die Noten sind ein Geschenk. Das eine oder andere Abitur am unteren Ende des Spektrums einer eher leistungsschwachen Schule sicherlich auch, wenn man ehrlich ist. Ich kannte es vor meiner Ruhrpottschule beispielsweise nicht, dass ein Oberstufenkoordinator vor den mündlichen Abiprüfungen genau formuliert, welche Note bitte schlechtestenfalls in der Prüfung rauskommen dürfe und war ob der Ansage ziemlich baff. Noch schlimmer ist, dass diese Note letztlich auch entsprechend gesetzt wurde. Und ich weiß mittlerweile, dass das kein Einzelfall ist. Also doch, ich bleibe dabei, dass das verschenkte Abitur kein Märchen ist.

    Chancengleichheit wird es niemals geben, dafür ist bereits das elterliche Verhalten im Kleinkindalter ein zu großer Einflussfaktor auf späteren Bildungserfolg. Wenn wir Studienplätze nach Sozialkriterien vergeben wollen, meinetwegen, dann aber bitte transparent und nicht über fragwürdig zustande gekommene Abschlussnoten. Letztlich bedeutet das eine Diskriminierung des oberen Spektrums aus sozialen Gründen - kann man drüber diskutieren, aber dem sollte eine offene, transparente Debatte vorausgehen, ob wir das gesamtgesellschaftlich wirklich wollen.


    ...ich merke an dieser Stelle, ich hab langsam so gar keinen Bock mehr auf dieses gesamte System 🙈 Hier geht bildungstechnisch alles den Bach runter, während die Abiturquoten und -durchschnitte immer besser werden und das Ganze wird auch noch permanent mit irgendwelchen vermeintlich sozialen Notwendigkeiten schöngeredet. Und als Lehrkraft ist man bei dieser fröhlichen Fahrt gegen die Wand auch noch aktiver Antriebshelfer. An den meisten Tagen ist mir das mittlerweile überwiegend egal, an anderen frage ich mich, ob man sich diesen ganzen Blödsinn wirklich noch fast 3 Jahrzehnte geben will und kann..

    An meiner aktuellen Schule stoße ich auf das Gegenteil. Entsprechend gebe ich deutlich schlechtere Noten. Und dennoch muss man sich dessen bewusst sein, dass diese SchülerInnen ganz andere, oft deutlich ungünstigere Voraussetzungen haben. Das Abitur bekommen sie deshalb nicht geschenkt - und sie werden sich an der Uni, sofern sie denn im Anschluss an das Abitur dorthin gehen, deutlich schwerer tun.

    Damit trägt man dazu bei, dass leistungsschwächere Absolventen leistungsstärkeren Absolventen ggf. Studienplätze wegnehmen. Finde ich überhaupt nicht gut und widerspricht dem System der Bestenauslese bei der Studienplatzvergabe. Interessant wäre, sich hier mal anzugucken, wie diese Mechanismen mit Studienabbrüchen einhergehen - etwas, was die Allgemeinheit letztlich auch Geld kostet.

    Ich hoffe ein wenig darauf, dass die Korrekturen irgendwann zentral von einer KI erledigt werden, die einen einheitlichen Maßstab für alle Schüler eines Jahrgangs ansetzt. Vermutlich würde dieser Maßstab zwar aus politischen Gründen auch so gesetzt, dass jeder durchrutscht, aber immerhin wären die Schüler leistungsstarker Schulen dann nicht durch vergleichsweise strengere Korrektur ihrer heimischen Lehrkräfte benachteiligt.


    Ich sitze gerade an der Zweitkorrektur. Solche Threads lassen mich ehrlich grübeln, was ich hier eigentlich mache und welch grandiose Zeitverschwendung das ist. Ist doch sowieso völlig egal und wenig aussagekräftig, was ich am Ende eintrage, wenn jeder lustig seine eigene Bezugsnorm wählt.

    Nehmen wir mal das, ehrlicherweise eher seltene, Szenario an, dass Familie X aus Gelsenkirchen 10 mio. € im Lotto gewinnt und mit dem Gewinn beschließt, sich in Bonn ein schönes Häuschen zu kaufen. Das Kind der Familie soll dann auch dort auf die Schule gehen. Ich fände es schwierig, wenn das Kind dann dort auf die harte Art und Weise lernen müsste, dass die guten Noten, die es womöglich bisher erhielt, kein Zeichen guter Leistungen waren, sondern eher eine Art Trostpreis. Im schlechtesten Fall führt das zu unreflektierten Selbstzweifeln und Vertrauensproblemen.

    Man muss gar nicht so weit gehen. Als meine Ex-Kollegin vom Ruhrgebiet (kein Brennpunkt) ins ländliche Münsterland zog und ihren Sohn da in der Schule anmelden wollte, wollte ihn kein Gymnasium annehmen mit der Begründung, Gymnasiasten aus dem Ruhrgebiet würden erfahrungsgemäß Schwierigkeiten haben, da sie weit hinterherhinken. Man empfahl Gesamtschule. Sie haben sich dann letztlich für ein Privatgymnasium mit sehr kleinen Lerngruppen entschieden und auch da musste er ordentlich strampeln anfangs.

    Sowas darf einfach nicht sein.

    Tja, dann kannst Du die Brennpunkt-Gesamtschulen und Gymnasien allesamt dichtmachen - und die bildungsaffinen (Ober)Schichten müssten keine "Konkurrenz von unten" mehr fürchten.

    Seit Jahrzehnten wird regelmäßig festgestellt, dass in Deutschland der soziale Hintergrund stärker auf den Bildungserfolg wirkt als anderswo.

    Die SchülerInnen aus dem Bonner Villenviertel wird es freuen...

    Und das ist ein Grund, Abschlüsse und Noten zu vergeben, die das Papier nicht wert sein?! Quasi als soziales Erhebungsprojekt?

    Sorry, aber nein. Dann können wir uns die Farce sparen, überhaupt noch "Leistungen" zu bescheinigen und direkt Blankopapiere ausstellen. Wenn es in Brennpunkten nicht möglich ist, nach objektivem Standard ein angemessenes Oberstufenniveau zu erreichen, dann ist das halt so. Und ja, ggf. kann man da dann alle Gymnasien und Gesamtschulen dicht machen. Im nächsten Schritt müsste man sich dann vielleicht endlich mal ehrlich machen und anerkennen, dass unter gewissen sozialen Rahmenbedingungen eben scheinbar nicht mehr drin ist, ohne das Niveau komplett zu erodieren. Im nächsten Schritt könnte man sich dann überlegen, ob und wie sich das irgendwie ändern ließe. Einfach Abschlüsse verschenken und sich dann dafür auf die Schulter klopfen, dass man auf einem guten Weg ist, die Korrelation zwischen sozialer Herkunft und Bildung zu lockern, obwohl diese Abschlüsse de facto quasi wertlos sind, kanns ja wohl nicht sein.

    Ich finde diese Entwicklung wirklich furchtbar.

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