Es ist Kernaufgabe von Politik, die Rahmenbedingungen eines Landes so zu gestalten, dass sich darin gut leben und wirtschaften lässt. Statt Klimarettungsphantasien wäre angesagt dafür zu sorgen, dass weniger Menschen mit Hitzeproblemen in den Notaufnahmen landen, Züge fahren können (hier haben gleich 5 Regionalzüge den Betrieb eingestellt), Autobahnen hitzeresilient gebaut werden, das Stromnetz funktioniert (Duisburg hat seit gestern verstärkt Stromausfälle wegen hitzebedingter Materialermüdung und daraus resultierenden Kurzschlüssen), die Kanalisation auf Starkregenereignisse angepasst wird, usw. usw. usw. Ich hab nichts gegen Wärmepumpen, aber das ist nun wirklich gerade nicht die drängendste Thematik. Auch ein mit Wärmepumpen zugepflastertes Land wird die Notwendigkeit, sich um die anderen Punkte zu kümmern, nicht obsolet machen.
Beiträge von Maylin85
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Weißt du, ob das Kind zu dem Zeitpunkt schon in Inobhutnahme war?
Nein, war es nicht. Ich denke auch nicht, dass es dafür einen für das Jugendamt ausreichenden Grund gab. Die Eltern wirkten selbst sehr einfach gestrickt, waren aber nicht unkooperativ oder unbemüht. Der Vater hat sogar mich als "nur Nebensfachlehrerin" jedes Mal, wenn ich ihn abholen lassen habe, angerufen, wollte genau wissen, was passiert ist und hatte großes Leid, dass der Junge doch irgendwo beschult werden müsse und noch eine Chance bräuchte.
Meines Erachtens war das Kind einfach mit dem Regelschulsetting überfordert und auch frustriert, dass er so viel älter war, aber kognitiv mit den Mitschülern am Gymnasium nicht mithalten konnte. Wir hatten damals auch keine Sonderpädagogin und eine Schulbegleitung hatte er ebenfalls nicht. Insgesamt sehr ungünstig.
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Ich finde sehr bezeichnend für dieses Land, dass medial mehr gegen Klimaanlagen gewettert wird, als gegen den Umstand, dass wir keine haben und somit nicht auf ein verändertes Klima angepasst sind. Wenn ARD und Quarks vorrechnen, dass wir mit Klimaanlagen den Planeten um weitere 0,05 Grad aufheizen oder bei laufenden Klimaanlagen nachts die Großstädte 2-4 Grad wärmer würden und Politiker wie Lauterbach an Verzicht appellieren, frage ich mich, auf welchem Stern wir bitte leben. Gibts eigentlich noch irgendein zweites Land auf der Erde, das derart gestörter Selbstkasteiiung fröhnt und meint, damit das Klima "retten" zu können?
Mir geht dieses gutdeutsche Mindset, das kein Problem löst und an allen Ecken und Enden nur Nachteile und Hürden schafft, langsam so krass auf den Keks. Kein Wunder, dass sich die Abschwungsspirale immer weiter beschleunigt.
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Ich war mal vorne bei "Lästerschwester". Fand ich auch nicht sooo cool, weil es suggeriert, dass man über Kollegen lästert, was ich nie getan habe. Welche schulischen Regelungen/Verfahren und ggf. Entscheidungen der Schulleitung ich doof/albern/unsinnig/überflüssig etc. finde, habe ich allerdings durchaus regelmäßig und ausführlich bemotzt 😅 , also gibt es wohl schon einen wahren Kern bei solchen Kategorien. Ist auch ok.
Vielleicht sollte man mit Abiturienten im Vorfeld generell darüber sprechen, was lustig und okay ist und welche Kategorien Menschen ernsthaft emotional verletzen können. Natürlich können sie letztlich drucken, was sie wollen, aber ein bisschen Sensibilisierung und Appell an Verhältnismäßigkeit und Anstand schaden ja nicht.
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Fundierte Kritik braucht stichhaltige Nachweise an konkreten Textstellen. Alles andere ist genau der gleiche Müll, den Schüler neuerdings bei Textarbeit abliefern 😕 Man kann schlichtweg nichts kritisieren, das man nicht selbst gelesen hat - und nein, ein Quercheck zwischen verschiedenen KIs machts nicht besser. Es bleibt papageienhaftes Nachplappern ohne eigene Beurteilungskompetenz.
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Das Kind war ein Wanderpokal und wir waren schon die xte Schule. Wir mussten erst diverse Suspendierungen und Kurzbeschulung etc. durchexerzieren, bevor wir ihn verweisen konnten.
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Wir kratzen landesweit an der 40-Grad-Marke, die ganze Woche lagen die Temperaturen deutlich über 30 Grad. Wie groß unterscheideen sich die "individuellen Situationen vor Ort" unter diesen Voraussetzungen?
Der Passus lässt meines Erachtens zu viel Spielraum für das subjektive Empfinden von Schulleitungen. Zeigt der Faden ja auch sehr schön.
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Ich finde völlig absurd, dass mal wieder jede Schule ihr eigenes Ding macht und rätselt, was wie auszulegen ist. Landesweite klare Ansage wäre wohl zu viel des Guten.
Wobei ich nicht meckern kann, denn wir gehen auch um 12 nach Hause.
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Gut angelegte Flächen sind vermutlich deutlich günstiger, als konventionelle städtische Beete. Hier hat die Stadt angefangen, vereinzelte Magerbeete mit heimischen Wildstauden anzulegen - sieht toll aus, trägt sich überwiegend selbst und braucht kaum Pflege. Unmittelbar neben meiner Schule (andere Kommune) liegen auch ein quasi sich selbst überlassenes Magerbeet und eins mit bunter (ökologisch wertloser) Sommerbepflanzung - wie oft da gezupft, gewässert und nachgepflanzt wird, ist absurd zu beobachten.
Sogar meine Pleitekommune fördert übrigens Urban Gardening und naturnahes Gärtern im eigenen Garten. Ich habe den Eindruck, dass sich durchaus was bewegt 😊 Das hilft aber natürlich der Hitzproblematik öffentlicher Gebäude erstmal nichts. Und den Klimawandel stoppt es auch nicht.
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(Gerade diese "Steingärten" werden oft gewählt, weil sie vergleichsweise pflegearm im Vergleich zu begrünten Flächen sind.)
Sind sie nichtmals. Unkraut kommt nicht von unten, sondern wird hauptächlich von oben eingeweht und damit sehen Steinflächen, aus denen man nicht regelmäßig mühsam Unkraut rauspickt, schnell ungepflegter aus, als gut bepflanzte Flächen. Glücklicherweise sprechen ja inzwischen doch viele Kommunen Verbote aus.
Die Naturgärten von Birgit Helbig sind eine tolle Inspiration, wie man relativ pflegeleichte Flächen mit heimischen Pflanzen anlegen kann - darunter auch Kindergärten 😊 Ich würde mir wünschen, dass Schulen nicht von nackten Betonhöfen umgeben sind, sondern genau solchen Gärten, die man bei passendem Wetter auch als Outdoor-Klassenzimmer nutzen kann.
Meine letzte Schule hatte einen tollen Garten mit hohem Baumbestand, Teich und war in großen Teilen ein im Sommer ziemlich gut aushaltbarer, kühler Altbau. Ich vermisse das gerade sehr in unserem Hochbau mitten auf der Innenstadtkreuzung. Das ist einfach kein adäquater Schulstandort.
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Genau das sollte es aber. Es ist ein SKANDAL, dass immer noch Neubauten und Sanierungen ohne Klimaanlagen geplant werden. Das ist hoffenungslose, überhebliche deutsche Arroganz, dass wir das nicht bräuchten. Unsere Sommerferien sind zu kurz unklimatisierte Gebäude sinnvoll zu nutzen.
In der Sache hast du natürlich absolut Recht, aber es wird halt niemand bezahlen.
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Inwieweit ist denn Distanzlernen bei den bautechnischen Wohnvoraussetzungen vieler Schüler (m/w/d) sinnvoll oder gar sinnvoller als die Beschulung vor Ort? Es ist ja nicht so als ob private Wohngebäude klimatechnisch super ausgestattet sind und nur (öffentliche) Schulen in dem Punkt hinterherhinken - gerade Dachgeschossbewohner (m/w/d) können da jeden Sommer ein Lied von singen.
Da kannst du dann aber in Unterbuxe und mit den Füßen im Eimer mit Eiswürfeln sitzen... und man klammert den zusätzlich zum Hitzestress noch vorhandenen Sozialstress aus, der entsteht, wenn 25-30 Leute in heiße Räume zusammengestopft werden.
Außerdem heißt Distanzlernen bei uns nicht verpflichtende Videokonferenz, sondern Aufgaben reichen.
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Ah .. ok, macht Sinn 😊 Gefällt mir aber immer noch besser, als mit hitzeaggressiven Jugendlichen in einen Raum gepfercht zu werden.
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Bei uns wurde bereits letzten Freitag verkündet, dass wir Montag vormittags Kurzstunden haben (staucht Stunde 1-6 bis 12 Uhr zusammen) und der Nachmittagsunterricht als eigenverantwortliches Lernen ausgewiesen wird. Am Montag wurde das Verfahren dann für die komplette Woche so festlegt. Ausnahmen gibts wohl teilweise in den Ausbildungsgängen und Abendschule findet (glaube ich) noch normal statt.
Wir haben ein Hitzeschutzkonzept, in dem genau festgeschrieben steht, was ab welcher Raumtemperatur passiert, und das ist eben die Festlegung bei Temperaturen über 27 Grad. Für "deutlich über 27 Grad" ist Distanzlernen vorgesehen.
Ich grübel gerade, wie das damit zusammen passt, dass das für die Sek II ja eigentlich gar nicht so vorgesehen ist (ohne Erlass), aber alles andere wäre bei der Gebäudesituation imo auch nicht zumutbar. Ist so schon grenzwertig.
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Ja, vor einem Gerät, das selber noch Wärme erzeugt, macht der Unterricht gleich viel mehr Sinn. Kommt das, bin ich an solchen Tagen wirklich krank.
Die Klimaanlage, die Räume aufheizt statt kühlt, ist mir noch nicht begegnet.
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Ich finde so total absurd, dass wir die Fenster nur kippen dürfen und dass man nicht wenigstens nachts alles auf lässt, damit es mal durchziehen kann. Es ist absolut unzumutbar, in diesem Gebäude zu arbeiten.
Da es wohl kaum zur flächendeckenden Nachrüstung mit Klimaanlagen kommen wird, wäre dringend geboten,für Hitzetage generell von vornherein Distanzunterricht anzusetzen.
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Das passiert halt, wenn im Vorfeld zu großzügig benotet wurde bzw. Leute sich bisher über SoMi aus dem Defizit quatschen konnten.
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Wir haben bereits die ganze Woche Kurzstunden und keinen Nachmittagsunterricht.
Ist anders auch nicht zumutbar 🥵
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da meine natürliche schlafenszeit von 2.30h bis 11.00h ist, ich aber an schultagen um 6 aufstehen muss, hat noch niemand im kollegium gesehen, dass ich mit meiner präferierten schlafenszeit auch frisch aussehen kann.
Das fühle ich sehr 😄
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Oder man gibt sich mit dem Zeuch in der Schule zufrieden und akzeptiert den resultierenden geringeren Wirkungsgrad.
Das geht natürlich, aber ich scheitere z.B. schon daran, dass wir gar keinen Arbeitsraum haben, Lehrerzimmer hat weniger Plätze als Kollegen, vernünftigen Stuhl und Tisch gibts auch nicht. Jemand, der als Teil der Schulleitung ein Büro hat, hat da natürlich einen klaren Vorteil 😊
Ich versuche trotdzem, möglichst viel in der Schule zu erledigen. Es so hinzubekommen, dass man komplett ohne Arbeit nach Hause geht, wäre fantastisch 😊
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