Müssen wir nicht im Gegenteil darauf setzen, dass mehr Kinder ihr Abitur machen, da wir vor allem gut ausgebildete Menschen für die Zukunft brauchen? Und das heißt natürlich, dass wir nicht auch gut ausgebildete Handwerker etc. brauchen. Aber in der Tendenz werden diese Jobs weniger und die anderen mehr.
Wir haben bereits eine 50% Abiturquote, die nichts wert ist, weil die Absolventen faktisch keinen abiturgerechten Ausbildungsstand haben.
Ob 25% oder 20% Übertrittsquote ist letztlich egal, wichtig wäre, überhaupt eine Grenze zu ziehen und sicherzustellen, dass wieder eine Art Bestenauslese erfolgt. Das schließt übrigens ja auch nicht aus, dass "der Rest" das Abitur noch auf anderen Wegen erreichen kann, aber es wäre meines Erachtens wichtig, zumindest eine Sek I Schulform vorzuhalten, die leistungsstarken Schülern vorbehalten ist.
Das ändert sich nicht durch Heimbeschulung, das nehmen Eltern in Anspruch, denen die staatlichen Schulen und die bestehenden Privatschulen nicht (einseitig/extrem) genug sind, oder die, die es sich finanziell leisten können und wollen, einen Privatlehrer ins Haus kommen zu lassen, bis das Kind auf das Internat wechselt. Also verstärkt es die Segregation.
Eine 25%-Quote bedeutet eine Reduzierung des gymnasialen Angebots um mindestens die Hälfte. Das schließt die Lehrkräfte mit ein.
Das Bildungsangebot weiter zu reduzieren, spielt diesen Kräften in die Hände. Mädchen benötigen dann sicher nur noch die Grundschule und können dann weggesperrt werden, siehe Afghanistan. Wenn man es lange genug umsetzt, glauben sie irgendwann, dass es normal und richtig ist.
Den letzten Absatz halte ich für himmelschreienden Blödsinn. Wo liest du das raus?
Ansonsten: unter der Voraussetzung, dass zu Hause beschulte Kinder regelmäßig Prüfungen ablegen müssen, finde ich diese Art der Segregation in Ordnung. Wer sich gute Privatlehrer leisten kann, dem sei dieses Privileg doch gegönnt - was genau hat man davon, diese Kinder in staatliche Schulen zu zwingen, wo sie in ihrem Lernen gegenüber einem Privatlehrer sehr wahrscheinlich gebremst werden? Privatschulen gibt es nicht überall in pendelbarer Entfernung, also sind Eltern, die ihre Kinder nicht in staatliche Schulen geben möchten, je nach Region ggf. gekniffen und Heimunterricht könnte hier eine gute Alternative sein. Auch für Kinder mit Neurodivergenzen ergeben sich sicherlich in vielen Fällen Vorteile.
Das Risiko ideologisch zweifelhafter Prägung besteht zugegebenermaßen, ja, aber mir persönlich reicht das nicht aus, um auch Eltern mit vernünftigen Motiven die Option häuslichen Unterrichts zu nehmen. Nicht, solange in staatlichen Schulen das Chaos herrscht, das dort nunmal herrscht, und der Bildungsoutput immer miserabler wird.
Die Reduzierung von gymnasialen Lehrerstellen ist übrigens das allerschlechteste Argument für die Fortführung der lustigen Bildungsinflation.