Beiträge von Maylin85

    Interessant, wie viele Aufsichten bei euch eingesetzt werden. Ich habe es nie anders erlebt, als eine Person im Prüfungsraum und eine auf dem Flur vor den Toiletten.

    In meiner letzten Abituraufsicht ging jemand unmittelbar nach Austeilen der Aufgaben überdurchschnittlich lange zur Toilette (7 Minuten, meine ich). Finde ich definitiv verdächtig, aber vielleicht halt auch einfach nervöser Magen, whatever. Man kann ja schlecht bis in die Kabine hinterherlaufen.

    "Städtische" Schulen gibt es nicht, bei allen staatlichen Schulen sind die Gemeinden oder Landkreise für die sächliche Ausstattung zuständig und das Bundesland für die personelle, der Dienstherr ist immer das Bundesland.

    Stimmt so "absolut" nicht. Meine aktuelle Schule ist z.B. in Stiftungsträgerschaft, wobei die Stiftung aus Stadt und anderen Akteuren besteht bzw. bestand. Die Stadt darf dabei lediglich keine Mehrheit im Trägerverein haben.

    Der Wechsel von einer Planstelle an einer privaten Schule in eine verbeamtete Stelle beim Staat ist grundsätzlich wohl schon irgendwie möglich. Kollegen ohne Aufstiegsmöglichkeiten bei uns sind beispielsweise in Schulleiterpositionen beim Land gewechselt und auch Abordnungen ins Ministerium funktionieren. Ich war neulich mit einer kirchlichen Schule im Gespräch und auch dort sagte man, wenn ich merke, dass ich mit den Konditionen nicht zurecht komme, könne ich immer noch zum Land wechseln. Wie genau, weiß ich allerdings nicht. In NRW liegt die Altergrenze für Übernahmen in den Landesdienst bei 55, glaube ich.

    Natürlich hat das niemand eingefordert. Das war eine superanstrengende, superunsichere Mutter, die permanent Wind um irrelevanten Kleinkram gemacht hat. Ich hab damals einen Zweizeiler zurückgeschrieben - etwa so "Liebe Frau X, Sie sind doch eine erwachsene, mündige Person - handhaben Sie solche Dinge doch einfach so, wie es zu Ihrem Leben passt. Darüber müssen Sie mir auch keine Rechenschaft ablegen!" - was mir hinterher etwas leid für den genervten Ton tat, denn die Frau war eigentlich sehr nett und freundlich. Aber eben auch wahnsinnig nervig und krass "unselbstständig" in diversen Fragen.

    Ich hab mir mal den Bildungsplan Englisch am beruflichen Gymnasium angeguckt und finde das schon ziemlich anders, weil die ganzen "klassischen" Themen zu anglophonen Bezugskulturen fehlen (wenn ich das richtig sehe). Dafür sind andere Themen drin, die beim klassischen Abitur keine Rolle spielen. Ob das im Anspruch nun unterschiedlich oder einfach nur von der thematischen Fokussierung her anders ist, kann ich gar nicht beurteilen und kann man wahrscheinlich nur, wenn man Einblick in beide Systeme und das, was dort tatsächlich gemacht wird, hat.

    Sek II hat ja kaum Anliegen, die man nicht unmittelbar mit dem Schüler klären kann, da hält sich das wirklich in Grenzen, finde ich. Ich hatte letztes Jahr mit 2 Tutoriaten vielleicht 5 Mails in der Woche, die wirklich benantwortet werden mussten.

    Sek I und insbesondere mit Klassenleitung 5 war schon ziemlich absurd teilweise. Vom Wunsch, irgendwelche Noten zu erläutern, über Hausaufgaben- und Materialnachffagen, was kommt nochmal in der Englischarbeit am Montag dran, bis wann muss Zettel xy abgegeben werden usw. bis hin zu einer ellenlangen Mail, warum M.'s Geburtstagskuchen nicht sofort am Montag kommt, obwohl sie doch am Samstag Geburtstag hatte, aber der Bruder hatte ja Kommunion, man bitte um Verständnis, blablabla... hier habe ich vieles auch irgendwann gar nicht mehr beantwortet bzw. eine Rundmail geschickt, dass ich grundsätzlich per Mail keine Noten erläutere und auch keine Fragen zu Sachverhalten beantworte, die in Anwesenheit des Kindes in der Schule besprochen wurden. Ich würde sagen, in Klasse 5 kamen im ersten Halbjahr schonmal locker 30 Mails in der Woche zusammen.

    Ernsthaft?

    Ich hatte an allen drei Schulen nach Referendariat eine Dienstmailadresse, bei der ersten (angefangen 1996) gab es sie ab 1998 zusammen mit einer Fortbildung. ^^

    Bei beiden anderen Schulen hatte ich sie von Anfang an.

    Tatsächlich ernsthaft. Die Schule, die 2020 dann Dienstmailadressen eingeführt hat, war inklusive Ref meine vierte und bis dahin hatte ich keine. Hat Vor- und Nachteile, finde ich. Gefühlt hatte man gerade in der Anfangszeit mehr Elternkontakt für komplette Nichtigkeiten, die ich aber bewusst sehr zeitverzögert (= nie am gleichen Tag) und sehr knapp und "grenzfreundlich" beantwortet habe, nach einer Weile ging es dann.

    Momentan sind meine Dienstmails nicht in die Lernplattform integriert, was ich deutlich angenehmer finde. Den Mailaccount öffne ich 1-2x täglich, die Lernplattform hat man aber ja doch irgendwie ständig auf und kriegt die reinflatternden Nachrichten quasi in Echtzeit angezeigt.

    Ich kenne Beamte die haben immer ca. 3300 bis 3000€ Netto im Monat gehabt und bekommen nun eine Pension von ca. 2900 bis 3100€, was ungefähr ihrem monatlichen Netto entspricht.

    Zudem kenne ich welche in der freien Wirtschaft, die haben monatlich jahrelang sehr gu verdient in großen Firmen und bekommen nicht mal 2.500€ Rente, wohlgemerkt Netto.

    Wer in großen Firmen sehr gut verdient, hat damit aber auch alle Möglichkeiten der zusätzlichen Privatvorsorge. In dem Bereich haben Beamte mit ihren mittleren Gehältern weniger Optionen, also gehört die Pension mit zur Gesamtkalkulation.

    Wenn jemand 60-Stunden-Wochen hat und im Alter ein deutlich schlechteres Netto als ein Beamter, dann hat er entweder extrem schlecht vorgesorgt oder der Job war nicht sonderlich gut bezahlt, was dann wiederum auf ein vermutlich nicht vergleichbares Qualifikationslevel hindeutet.

    Ich wäre niemals auf die Idee gekommen meine Telefonnummer rauszugeben, insofern fand ich die Einführung der Dienstmailadressen schon mit Mehrarbeit verbunden. Eltern nutzen die halt auch für ziemlichen Blödsinn, für den sie vermutlich nicht extra in der Schule angerufen und um Rückruf gebeten hätten.

    Mit dem Argument, benötigt man auch keine Fremdsprachenkenntnisse, keine Naturwissenschaften usw.

    Schulpflicht also auf 4 Jahre reduzieren?

    Das war kein Argument, nur ein Erfahrungsbericht 😊 Dass Schüler an allgemeinbildenden Schulen Dinge lernen, die sie häufig nie wieder gebrauchen können, liegt in der Natur der Sache und betrifft wohl alle Fächer gleichermaßen. Ist auch völlig okay.

    Mir war es bisher tatsächlich nicht bekannt. Ist im Hinblick auf Klassenfahrten aber interessant und werde ich mir merken 😊 Meine alte Schule hat das, was ich nicht in Vorleistung gehen wollte, vom Schulkonto vorgestreckt, aber das war vermutlich kein offiziell gewünschter Weg.

    Interessant, danke.

    Ich mag das Invorkassegehen, das an Schulen ja irgendwie meist üblich ist, überhaupt nicht. In meiner Ausbildungsfirma wurden Dienstreisen von der Sekretärin der jeweiligen Abteilung gebucht und natürlich auch vom Unternehmen bezahlt. Im Studentenjob ebenso. Im Kosmos Schule läuft vieles so krass unprofessionell und übergriffig in private Kassen..

    Ich hab noch nie für irgendwas Mathe gebraucht, rechne beim Einkaufen auch nicht mit oder vergleiche Kilopreise, die nicht explizit ausgewiesen sind usw., also wirklich bisher wenig bis gar kein Nutzen. Bis vor 2 Wochen, als mein Papa einen Schrank von Zimmer A in Zimmer B umsetzen wollte und wir überlegt haben, ob es mit der Deckenhöhe hinhaut den Schrank zu kippen oder ob wir tatsächlich abbauen müssen.

    Gegoogelt, rausgefunden, dass sich das mit dem Satz des Pythagoras berechnen lässt, passendes youtube Video gefunden, schön meine Variablen eingesetzt und ja, passt 👍

    ...und dann kam ich mir 10 Minuten später sehr sehr old school und doof vor, weil KI mir das natürlich alles viel schneller hätte sagen können 😄

    Das war aber tatsächlich das erste und einzige Mal, dass ich nach meiner Schulzeit überlegt habe, wie sich etwas evtl. berechnen ließe.

    Ist man überhaupt zum Vorstrecken verpflichtet? Bei derartig langen Erstattungszeiträumen wäre angemessener, die Kosten würden vom Schulkonto getragen und auch dorthin zurückerstattet.

Werbung