Beiträge von Maylin85

    So wie du das schreibst ("wenn man dann einfach ständig zu spät kommt"), liest es sich wie "Absicht". Fände ich jetzt nicht so spannend. Aber okay.

    Nee, so meinte ich das nicht. Aber es gibt in NRW wirklich grausam zu fahrende Strecken und bei einer unfreiwilligen Versetzung ist man vermutlich auch nicht sehr gewillt, bei eh schon verlängerten Fahrtwegen und Fahrtzeiten noch riesige Puffer einzuplanen.

    Ich fahre für meine ca. 45 km (und 60 km schnellste Strecke, aber die kann ich dann halt nicht bei der Pendlerpauschale geltend machen) z.B. sicherheitshalber 1,5 Stunden vor Dienstbeginn los, aber das habe ich mir freiwillig so ausgesucht und ist dann auch okay. Es reicht gerade im November und Februar manchmal trotzdem nur sehr haarscharf, an guten Tagen brauche ich aber auch mal nur 45 Minuten. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich müsste 80 km durch stauanfällige Routen fahren und sollte noch früher los - da wäre ich dann raus und es gäbe halt keinen Puffer mehr.

    Teste evtl. (falls das geht) auch aus, ob du mit geschlossener Fußspitze klarkommst. Ich fand das furchtbar und hab meine erste daher gar nicht angezogen. Wenn die Füße nicht stauen, reichen auch Leggins und sind definitiv sommertauglicher unterm Kleidchen oder so 😊

    Dann hole ich mir beim Phlebologen ein Rezept für Kompressionsstrümpfe. Laut meiner Recherche müsste ich dann weniger Schmerzen haben. Das wollte ich bereits im Januar machen, habe es aber einfach nicht geschafft (oder nicht schaffen wollen).

    Das hilft auf jeden Fall. Ergänzend - irgendwer hatte es hier schonmal erwähnt - macht Ernährung auch tatsächlich einen Unterschied. Ich habe vor OP sofort gemerkt, ob ich basisch gegessen habe oder halt nicht. Kurkuma (in Maßen, zu viel schadet der Leber) und Ingwer sind auch gut (antientzündlich).

    Ich denke allerdings auch, dass der Kern deiner Probleme an anderer Stelle liegt.

    Besorg dir ggf. auch Altabiturklausuren vom Herbstabitur und den Nachterminen, die sind noch nicht so xfach verbrannt und recycled. Ich habe einen Kollegen, der überwiegend angepasste Altabiturklausuren nutzt und nachdem ich neulich über einen möglichen Klausurtext sinnierte und er in 3 Minuten zwei passende Vorschläge hervorzauberte, dämmert mir mittlerweile, dass ein guter Fundus irre viel Zeit spart 😄

    Mach dich in erster Linie mal frei von diesen ganzen Erwartungshaltungen und was-könnte- wer-denken-Überlegungen. Wenn du wegen Überlastung (!!!) krank bist, belastest du dich selbstverständlich nicht noch mit Vertretungsaufgaben und es gibt keine, fertig. Dein Deutschkurs hatte jahrelangen Unterricht, der schafft die ZP10 als durchschnittlich leistungsfähiger Gymnasialkurs im Vorbeigehen auch ohne gesonderte Vorbereitung - wenn nicht, ist in den Jahren davor massiv was schief gelaufen. Du musst mit Eltern auch nicht über Prüfungsvorbereitung im Krankenstand diskutieren, das ist doch völlig absurd.

    Wer sich um die anderen Kurse "kümmert", ist im Krankenstand auch nicht dein Problem und notfalls überleben Schüler auch mal 2 Wochen Unterrichtsentfall. An meiner Schule wird z.B. gar nicht vertreten; einer unserer Englisch LKs hatte zwischen Oktober und Februar überhaupt gar keinen Unterricht, bis ich ihn dann zum Halbjahr übernommen habe - auch diese Schüler werden erfolgreich Abitur machen. Ich selber hatte im letzten Halbjahr vorm Abitur kaum noch Deutschunterricht, weil der Lehrer schwer erkrankt war. Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Ein paar entfallene Unterrichtsstunden versauen keine Lernerbiographien.

    Auch was deine Fachschaft denkt, kann dir letztlich egal ist. Du hast angezeigt, dass du am Rande deiner Belastungsfähigkeit bist - wenn darauf keine Rücksicht genommen wird, braucht sich niemand über den unweigerlich folgenden Ausfall wundern. Und wenn doch, dann sollen sie es halt. Ob du dir den Schuh anziehst und wie du damit umgehst, liegt bei dir allein.

    Ich finde die Prüfungsbelastungen, die du schilderst, ehrlich gesagt auch nicht übermäßig hoch, dennoch kann es Phasen geben, in denen zu viele Dinge zusammenkommen und in denen die Gesamtsituation überfordert. Insbesondere, wenn die mentale Verfassung generell gerade nicht so gut ist. Das ist menschlich und okay und gerade in diesen Phasen ist es wichtig, auf sich selbst und seine individuellen Grenzen zu achten. Nervenzusammenbruch, weinend zu Hause sitzen, nach Stunden am Schreibtisch noch nichts wegkorrigiert, Herzrasen usw. sind Alarmzeichen, die man nicht ignorieren sollte. Versuche, die ganzen (vermeintlichen) Erwartungshaltungen anderer mal auszublenden und überlege, was DU gerade brauchst, um wieder in stabiles Fahrwasser zu kommen. Und dann mach das und nimm dir die nötige Zeit dafür!

    Man verliert kein Vermögen bei sinkenden Kursen. Man verliert nur, wenn man ausgerechnet in der Verlustzone verkauft. Insofern sollte man ausreichend Reserven auf dem Tagesgeldkonto oder sonstwo liegen haben, um nicht in ungünstigen Phasen in Verkaufszwang zu kommen. Wer einfach liegen lässt, ist auf lange Sicht bisher noch immer wieder deutlich im Plus gelandet.

    Für mich liest sich das letzte Posting auch nicht sehr konstruktiv. Die Kollegin hat extra Zeit in eine Hospitation investiert und dir Feedback gegeben... nicht das, was du hören wolltest, okay, aber man könnte dennoch anders damit umgehen. Öffentliche Diffarmierung ist jedenfalls keine gelungene und professionelle Herangehensweise. Vielleicht hat sie ja auch einen Punkt mit dem, was sie sagt?

    Die Konflikte durch Härte "hocheskalieren" kann man machen, das birgt aber das Risiko, sich wahnsinnig daran aufzureiben und das Klassenklima letztlich nur nachhaltiger zu vergiften. Was ist dein Ziel? Eine Art Machtdemonstration oder in der verbleibenden Zeit bestmöglich gemeinsam zu lernen? Wenn Letzteres, wäre meine Überlegung eher, wie man die Schüler eventuell doch noch wieder mit ins Boot kriegt.

    Überlege dir auch, ob du das, was du da androhst, auch durchziehen kannst. Ein Verweis bedarf meines Wissens (zumindest hier in NRW) eines Teilkonferenzbeschlusses und wird auch nicht unbedingt direkt in der allerersten TK ausgesprochen. Damit würde ich persönlich eher nicht drohen, denn es liegt ja gar nicht in meiner Befugnis, diese Konsequenz im Zweifel letztlich auch umzusetzen.

Werbung