Beiträge von Maylin85

    Aus meiner Sozialisierung in der DDR heraus erinnere ich mich daran, dass Impfungen grundsätzlich nie infrage gestellt wurden und dem Staat volles Vertrauen entgegengebracht wurde. Den Begriff "Impfkritiker" habe ich erst seit der Wiedervereinigung kennengelernt. Meine Sichtweise hat sich dahingehend verändert, dass mir bewusst ist, dass mit Impfungen auch wirtschaftliche Interessen verbunden sind. Dennoch bin ich kein genereller Impfgegner. Ich finde es jedoch wichtig, dass es Menschen gibt, die das Thema kritisch hinterfragen und sich auch öffentlich dafür einsetzen.

    Ich bezog mich konkret auf Masern, wo die Risiko-Nutzen-Abwägung imo eindeutig ist. Hier empfinde ich den ziemlich laschen Umgang mit Impfverweigerern (hab leider einen im Freundeskreis -außer Anschreiben passiert da bisher nicht viel, alle 3 Kinder sind nach wie vor ungeimpft) tatsächlich als falsch verstandene Toleranz.

    Dass solche Dinge wie Masernimpfungen überhaupt Diskussionen auslösen zeigt, wie degeneriert ein Teil der Bevölkerung unterwegs ist - selbstverständlich braucht es hier eine völlig gerechtfertigte Pflicht!

    Wenn Leute gegen sowas auf die Straße rennen, ist das kein Freiheitskampf, sondern Ausdruck kompletter Verblödung, sorry.

    Ich persönlich sehe kein einziges Lebensfeld, in dem ich von AfD-nahen Positionen "profitiere", aber okay. Die Dinge, für die man in Ostdeutschland in großer Zahl auf die Straße geht, sind - aus meiner Sicht - überwiegend abstruse Absurditäten und Schwurbel. Dennoch sollte man natürlich vorsichtig sein, Ostdeutsche pauschal in Schubladen zu schieben. Auch dort hat die Mehrheit der Bürger sich für ein Kreuz an anderer Stelle entschieden.

    Mir gefällt die angehangene Grafik (hab die Zahlen allerdings nicht überprüft).

    Mein Kommunalwahlbezirk ist ausgezählt und klar an die AfD gegangen, das ist schon irgendwie übel.

    Aber dann wiederum angesichts der Zustände in unmittelbar angrenzender Nähe auch nicht überraschend. Möchte man diese Partei nicht weiter stärken, muss wirklich was passieren.

    Ich muss ja gestehen, dass mich die Frau auf eine Art fasziniert. Ich habe eben schon lange Interviews mit ihr gesehen, in denen sie ausgesprochen intelligent und tatsächlich auch sympathisch rüberkommt. Ich teile ihre Ansichten einfach nicht, wenn sie alleine und nicht im Wahlkampf-Modus spricht, kann ich aber immerhin noch nachvollziehen, was sie meint. Das galt auch für Lucke, Meuthen und Petry, ich frage mich nur, was Weidel immer noch bei den Faschos will.

    Bei Lucke und Petry gehe ich mit - beides Typen, bei denen ich nicht jede Auffassung teilte und teile, mit denen man sich aber konstruktiv auseinandersetzen kann. Lucke war der Sohn meiner Grundschuldirektorin und ich meine, die ist auch für die AfD in den Stadtrat eingezogen - das waren keine Faschisten und einfach eine ganz andere Nummer als das, was die AfD heute vertritt. Eigentlich schade, dass die Partei von rechtsaußen gekapert wurde, denn grundsätzlich wäre im Parteienspektrum durchaus noch "Platz" für eine konservativ-wirtschaftsliberale Partei gewesen.

    Ich finde Frau Weidel furchtbar unsympathisch und vor allem inhaltsleer. Der hasserfüllte Habitus passt meines Erachtens auch nicht zur CDU - Weidel fehlt gebotene Sachlichkeit. Sobald sie sich angegriffen fühlt, wird sie zickig und unsouverän.


    (Entsprechend wundert mich die Differenz zwischen seiner Beliebtheit im Vergleich zu den anderen Poltiker*innen und den Umfragwerten Der Grünen).

    Das wundert mich überhaupt nicht. Habeck wirkt von allen Spitzenkandidaten am integersten, bestritt den Wahlkampf im Gegensatz zu fast allen anderen mit menschlichem Anstand und hat bei mir auch mit großem Abstand die meisten Sympathiepunkte gesammelt. Bei den Grünen passt für mich aber das Programm einfach nicht. Ich denke, das geht durchaus vielen so.

    Ich sehe das gegenüber den anderen Optionen immer noch als das geringere Übel. Auch wenn ich Lindner auch nichts mehr abgewinnen kann und das Verhalten in der Koalition teilweise unmöglich fand. Die Ampel passte aber halt auch von vornherein nicht zusammen, das könnte mit CDU/CSU ja ggf. anders aussehen...

    Eben als (nicht neuen) Tipp gelesen:

    Zweitstimme die Partei, die man am sinnvollsten findet.

    Erststimme den Kandidaten, der am ehesten einen nicht gewollten Kandidaten verhindern kann, auch wenn der dann nur die Zweitbeste Wahl wäre.

    Bei uns liegen die Kandidaten von AfD und SPD quasi gleichauf; die SPD wirbt mit genau dieser Argumentation um die Erststimme. Kostet mich ernsthaft Überwindung, aber ja - in so einem Fall ist jede andere Wahl eine Stärkung des AfD-Kandidaten.

    Deswegen hatte ich Expats und Auslandsstudierende weiter vorne auch explizit ausgenommen. Rentner gehören wohl auch in diese Kategorie.

    Du beisst dich grad sehr speziell an *meiner* Situation fest.

    Eigentlich nicht - sorry, wenn das so rüber kommt. Ich hab ja selbst Cousins und Cousinen im Ausland, die keine doppelten Staatsbürgerschaften haben, aber auch definitiv nicht mehr zurückkommen wollen (sagen sie jedenfalls jetzt). Warum die hier wählen, kann ich auch nicht nachvollziehen. Auch Grün übrigens - "ihr" müsst eich mit so absurde Heizungsgesetzideen ja nicht rumschlagen, wenn es hart auf hart kommt, da klänge das für mich auch alles direkt sehr viel netter 😉

    Aber wie gesagt, ich verstehe auch, dass man dazu anderer Ansicht sein kann und das Recht sieht es ja auch so vor.

    Rot-rot-grün wäre auch der absolute Super-Gau 🙈 Genau wegen solche Szenarien werde ich letztlich wohl doch zähneknirschend die FDP wählen und hoffen, dass sie den Sprung schaffen.

    Vermutlich.

    So richtig sicher bin ich immer noch nicht 😕

    Ok stimmt, in dem Punkt hängt es natürlich mit drin.

    Mir leuchtet halt grundsätzlich nicht so ganz ein, wieso jemand einen Mitgestaltungsanspruch haben soll, der hier keine Steuern zahlt und gar nicht von Rentensystem, Pflegesystem, Energiebepreisung usw. usw. usw. betroffen ist.... während gleichzeitig hier lebende und in alle Systeme eingebundene Nichtsstaatsbürger keinen Einfluss nehmen können. Ginge es nach mir, könnte man das besser mal umdrehen 😄

    Es ist auch völlig in Ordnung, dass du dein Recht auf Stimmangabe wahrnimmst. Du hast ja nunmal eins.

    Dennoch ist die Tatsache, dass die Politik im Nachbarland auch die eigene Region betrifft, ja Lebenswirklichkeit für sehr viele Menschen in Grenzregionen, die eben trotzdem kein Stimmrecht dort haben. Wozu auch. Ich persönlich finde eine Stimme aus der Schweiz für die Grünen genauso verzichtbar wie die Stimme irgendeines in Paraguay lebenden Schwurblers für die AfD - beide müssen deren Politik nicht unmittelbar direkt ausbaden, sondern werden höchstens sekundär tangiert. Ist aber letztlich auch egal, weil man meine Ansicht dazu ja nicht teilen muss und meines Wissens nach niemand die aktuelle Rechtsregelung in Frage stellt.

    Das stimmt ja eben nicht. Ich bin auf kommunaler Ebene und Landesebene nicht stimmberechtigt aber berechtigtermassen auf Bundesebene. Wir leben in einer globalisierten Welt. Auch den Türken, die in Deutschland wählen, geht es schlussendlich darum, die türkische Politik international zu stärken.

    Inwiefern betrifft dich unmittelbar die Bundespolitik?

    Ich finde es richtig, dass z.B. Auslandsstudenten oder Expats wählen, die nicht dauerhaft im Ausland bleiben möchten. Wer seinen Lebensmittelpunkt aber auf lange Sicht verlegt hat, muss meines Erachtens politisch nicht mitmischen dürfen.

    Subjektiv finde ich es auch extrem fragwürdig in einem Land zu wählen, in dem man nicht lebt und wo man die Konsequenzen seiner Stimme nicht selbst tragen muss. Gehört imo abgeschafft. Solange es allerdings rechtlich so vorgesehen ist, muss auch sichergestellt werden, dass die Stimmen rechtzeitig ankommen und mitzählen.


    @Maylin85

    Du hast die Jahreszahlen beachtet? Der Start liegt in den Nachkriegsjahren in den Zeiten des Wiederaufbaus.
    Seit 1991 liegt der Durchschnitt zwischen 0,9 - 1,7 % Wachstum. Auch nach 2020 liegt die Wachstumsrate durchschnittlich im positiven Bereich.

    Hab ich. Ändert nichts an einem sehr bedenklicheh Trend, der die verschlechterten Standortbedingungen spiegelt

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