Das Diagramm zeigt zumindest sehr klar einen konstanten Abwärtstrend. Was ausgerechnet an dieser Grafik nun ermutigend oder die negativen Stimmen relativierend sein soll, erschließt sich mir nicht so recht.
Beiträge von Maylin85
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Ob und wie Diesel konsumiert wird, würde sich wahrscheinlich von alleine regeln, wenn man mal die Subventionen von dem Zeug nimmt.
Ansonsten stimme ich zu, dass man Industrien nicht mit den gleichen Vorgaben belegen kann, wie Privatpersonen. Dennoch ist auch die Gängelung von Privatpersonen problematisch, denn wenn das Ganze zu teuer und unbequem wird, braucht man sich nicht wundern, wenn diejenigen gewählt werden, die versprechen, das alles einfach abzuschaffen.
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Ja ok - aber er sollte sich bestenfalls maximal raushalten und die Untermehmen mal machen lassen. Überregulierung ist Teil des Problems hier, wenn man den Wirtschaftsverbänden zuhört.
Und ob die Stärke im Diesel PKW oder woanders liegt, entscheidet bestenfalls ebenfalls der Markt, wenn man ihn nicht permanent aktiv verzerrt.
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Ich verstehe die Frage nicht so recht. Es ist ja nicht Aufgabe der Politik, der Wirtschaft Vorgaben zu machen - der Staat soll lediglich Rahmenbedingungen schaffen, unter denen wirtschaftliche Aktivität global wettbewerbsfähig ist und erfolgreich stattfinden kann.
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CDU/CSU haben Hochwasser- und Küstenschutz ebenfalls explizit im Programm. Ich denke, das ist durchaus auch in der Breite des Spektrums schon angekommen.. und dennoch bleibt, dass es teuer wird und dass man sich daher eine schrumpfende Wirtschaft nicht leisten kann.
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Ich paraphrasiere das mal so, wie es bei mir ankommt: "Also, wenn wir schon alle den Bach runtergehen und aufgrund des Klimawandels elendig verrecken, dann wenigstens in Luxus und Wohlstand."
So ungefähr?
Man sollte zumindest die eigenen Möglichkeiten der Einflussnahme auf Prozesse wie das Weltklima realistisch einschätzen und überlegen, wie viel man für diffuse Hoffnungen auf Abmilderung oder Verlangsamung zu opfern bereit ist. Und ob das unterm Strich sinnvoll ist.
Dass Palim sich Sorgen um Norddeutschland macht, ist ja nicht unbegründet - der Blick in die Niederlande lässt erahnen, welche Investitionen in den Küstenschutz in Zukunft vermutlich auch uns zu kommen werden. Den muss man sich aber eben auch leisten können und dazu wäre es hilfreich, den Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig zu gestalten. Von Kanalisation über Stadtplanung bis hin zur Gestaltung landwirtschaftlicher Nutzflächen wird es Investitionen in allen möglichen Lebensbereichen brauchen, um Extremwetterereignisse besser zu bewältigen... wie soll das neben allen anderen notwendigen Infrastrukturmaßnahmen usw. funktionieren, wenn eine positive Wirtschaftsentwicklung nicht absolute politische Priorität hat?
Dass andere Teile der Welt die Auswirkungen schneller und empfindlicher spüren werden, ist richtig. Das lässt sich aber auch nicht mehr stoppen, indem wir uns hier übermäßig selbst kasteien. Da Entwicklungshilfe auch in vom Klimawandel betroffene Regionen fließt und die Höhe der Gelder ans BIP gekoppelt ist, könnte man hier auch argumentieren, dass den Betroffenen eine starke Wirtschaftsperformance letztlich ebenfalls mit zu Gute kommt.
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Mach schon mal Platz, demnächst wollen die Norddeutschen bei dir einziehen.
Das überzeugt halt genauso sehr, wie seinerzeit das Waldsterben.
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Was wohl auf das gemeinsame Abstimmungsverhalten in der letzten Legislaturperiode zurückzuführen ist. Wie nah ist die SPD? 😀
5 Prozentpunkte dahinter.
...und ja, macht Sinn, aber so komplett exakt gleich, zero Unterschied, ist schon strange 😄
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Interessanter ist Arbeitszeiterfassung sowieso für ausufernde und zahlenmäßig unbegrenzte Konferenzen, Dienstbesprechungen, Arbeitsgruppentreffen, Termine mit Eltern etc. etc. Für Unterrichtsvorbereitung oder auch Korrekturen (wo ich beispielsweise viel - möglicherweise auch unverhältnismäßig viel - Zeit verliere) wird man mit Pauschalen auskommen müssen.
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Beim Realomat stehen FDP und Grüne bei mir exakt prozentgleich vorne. Das macht nun auch nicht schlauer 😄
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Das ist halt spekulativ - verhält sich die (ggf. verringerte) Schadensentwicklung proportional zu unseren deutschen Einsparungen und den Kosten für Emissionsverringerungsmaßnahmen? I don't think so....
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Wir bezahlen bereits jetzt Milliarden für Klimaschäden - und schaden dem Wirtschaftsstandort, falls wir nichts unternehmen.
Das ist eben der Punkt. Wir zahlen das auch wenn wir jetzt für große Anstrengungen und Wohlstandsverlust etwas unternehmen. Deswegen muss Aktionismus immer mit Augenmaß erfolgen und darf nicht auf Kosten der Wirtschaftskraft gehen.
Und auch wenn wir mit 1% der Bevölkerung für 2% Emissionen verantwortlich sind, ist das insgesamt halt ein Fliegenschiss gegenüber dem Anteil anderer Nationen, deren Emissionen nicht im gleichen Maß zurückgefahren werden und die wir quantitativ eh nicht kompensieren können.
Ich leugne den Klimawandel und seine Auswirkungen nicht, ich habe aber kapituliert vor der Idee, dass man sich dem noch in irgendeiner Form nennenswert wirksam entgegenstellen kann. Und deswegen halte ich es für sinnvoller, den Wirtschaftsstandort zu sichern und den Fokus auf Adaption zu legen, statt zwanghaft und zum eigenen Nachteil Emissionen zu verringern.
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Solche Beklopptheiten plus die Ineffizienz anderer Kollegen sind der Grund, wieso ich eben KEINE Arbeitszeiterfassung möchte. Ich bin sehr zufrieden mit dem aktuellen Modell.
An unserer Schulform lebt man ohne auch sehr gut, an anderen Schulen hätte ich mir eine gewünscht und finde sie auch nötig.
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Das glaube ich nicht, dass das ein Problem wäre, denn du nimmst ja nicht die Zeit für die Fahrt dahin, sondern nur die Sammelzeit und die sicherlich auch nicht mit 4-5h

Und dann sammelst du eben Kiefernzapfen o.ä. Klar kann man auch andere Sachen machen, aber genau davon lebt Schule eben, dass wir immer neue und andere Sachen machen und nicht immer das gleiche in der Durchführung, sonst bräuchten wir uns ja auch nicht fortbilden.Das stimmt zwar, aber dass du Schule und Unterricht GUT gestalten möchtest, ist ja dein persönlicher Anspruch. Ich bin gespannt, ob die Arbeitgeberseite dafür ein Zeitkontingent einpreisen wird..
(Falls das falsch rüber kommt, mir geht es einfach um praktische Aspekte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass solche Tätigkeiten Berücksichtigung finden werden - auch wenn sie für die Unterrichtspraxis noch so sinnvoll sein mögen.)
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Fahren wir unsere Bemühungen jetzt herunter, werden die Folgen und die Folgekosten aber doch immer höher. Nur weil wir manche Kipppunkte überschritten haben, dürden wir doch nicht aufgeben und denken, jetzt kämen nicht weitere Kippunkte. Schlimmere Kippunkte. Ein vielleicht oder vielleicht auch nicht mögliches Wirtschaftswachstum kann doch gar nicht mithalten mit dem Wachstum der Folgen der Klimakrise. Und diese Folgen sind anders als das Wirtschaftswachstum Gewissheit.
Zustimmung. WENN alle engagiert mitmachen würden. Wenn u.a. die Hauptverursacher das aber nicht tun, empfinde ich unseren Aktionismus zum Preis der Verschlechterung der Standortbedingungen unseres Wirtschaftsstandorts als komplett unvernünftig. Wir werden dadurch perspekivisch massive Wettbewerbsnachteile haben und von den Folgen des Klimawandels trotzdem nicht verschont bleiben. Auch dann, wenn wir hierzulande morgen klimaneutral wären, würde sich daran nichts ändern.
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Im Sachunterricht kann ich nicht "schnöde nach einem Schulbuch" arbeiten. Die Kompetenzen umfassen sehr viele praktische Kompetenzen, wie mein Beispiel oben zeigt. Ich glaube in kaum einem Fach (an der Grundschule), das man richtig und nach den Vorgaben des Lehrplans unterrichtet, bestenfalls auch nach den didaktisch-methodischen Prinzipien der Fachdidaktik, kann man "schnöde nach dem Schulbuch" unterrichten. Wir haben aus guten Gründen gar kein Schulbuch für den Sachunterricht.
Der Punkt bezog sich auch eher auf Chillis Bezüge zum Fremdsprachenunterricht. Ich selbst arbeite auch fast überhaupt gar nicht mit dem Schulbuch, aber die fürs Abitur nötigen Kompetenzen könnte ich vermutlich trotzdem irgendwie damit vermitteln und mir Arbeitszeit sparen. Dann gibts halt keine aktuellen Zeitungsartikel oder Reden, sondern man analysiert irgendwas vorvorgestriges - das methodische Vorgehen und die nötigen methodischen Kompetenzen unterscheiden sich nicht.
Von Grundschule habe ich keine Ahnung, daher würde ich dazu auch nichts sagen. Ich erinnere mich, dass wir als Grundschüler viel selbst sammeln und mitbringen mussten. Wer keinen Urlaub am Meer macht, sammelt auch keine Muscheln in Klassenstärke, also vermute ich, dass es auch irgendwie anders gehen müsste und es schwierig sein könnte, schlüssig zu argumentieren, dass solche Tätigkeiten in eine offizielle Arbeitszeiterfassung einfließen können.
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Das finde ich die besorgendste Haltung in unserer Gesellschaft. Das mag für ältere Menschen noch gelten, für alle anderen nicht.
Wenn man sich die IPCC-Klimamodelle anguckt, mit dem Hintergrundwissen, dass diese die optimistische Auswahl sind, dann sind alle anderen Probleme dagegen verschwindend in ihren Auswirkungen.
Den meisten Menschen dürfte inzwischen sehr bewusst sein, dass der Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels eine der zentralen Zukunftsaufgaben sein wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass Länder, deren Emissionen unsere um ein Vielfaches übersteigen, momentan sehr klar wirtschaftliche und geostrategische Interessen gegenüber Klimaschutz priorisieren. Ich bin daher froh, dass man sich auch hier langsam dringlicheren Themen zuwendet - für die Bewältigung der Klimawandelfolgen und Adaptionsstrategien braucht es Milliardeninvestitionen, die wir unabhängig von der Frage, ob es uns gelingt, unseren Minianteil noch ein wenig zu reduzieren, tätigen werden müssen. Das Narrativ, man könne noch irgendwas "aufhalten" oder Gradziele einhalten, ist überwiegend tot; der Zug ist abgefahren. Es wäre also nicht so verkehrt, zunächst einmal dafür zu sorgen, dass unsere Wirtschaftskraft erhalten bleibt, um wenigstens nicht unnötig runtergewirtschaftet und pleite in die ohnehin nicht verhinderbaren Herausforderungen zu schlittern.
Die Abkehr von der Fokussierung auf Klimaschutz ist meines Erachtens nicht Ausdruck von Ignoranz, sondern von Pragmatismus. Die idealistischen Bestrebungen in diesem Feld sind längst an realpolitischen Entwicklungen gescheitert und darauf muss man halt auch reagieren. Hätten alle Industrienationen im letzten und vorletzten Jahrzehnt konsequent an einem Strang gezogen, sähe die Situation heute vielleicht anders aus.
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Ich möchte meine Zeitung nicht mit den Muscheln gleichstellen, auch wenn ich nicht genau weiß, was man damit macht.
Ich bin SoWi-Lehrerin, sorry, aber Nachrichten lesen / hören / was auch immer IST meine Arbeitszeit. (selbst wenn es nur 15 Minuten Tagesschau wäre).
Ich bin Fremdsprachenlehrerin, Diskurse und Literaturbetrieb kennen gehören auch zum Job.
Ich will KEINESFALLS so tun, als würde ich alles als Dienst ansehen und ich die Zeit durchgehend als Arbeitszeit erfassen würde, aber ich finde es wichtig, dass wir unsere professionelle Rolle nicht als nach dem Ref fertig ansehen. Mag vielleicht für Mathe gehen (sage ich nicht!), aber Schülerorientierung und Aktualität gehen nicht ohne ständige Weiterbildung und Weiterbildung/Fortbildung ist nicht nur formelle formalisierte Bildung, sondern auch eben solche Sachen. Ich verstehe mich nicht als reine Unterrichtsvorbereiterin, die sich ausschließlich und erst für Themen interessiert, wenn sie auf den Plan kommen (und trotzdem ist mein vieles Lesen nicht Arbeitszeit, aber daraus schöpfe ich Ideen, welches Jugendbuch aktuell in Frage käme).Es ist halt schwammig. Aktuell am Tagesgeschehen teilzunehmen, empfinde ich nicht als Arbeit, sondern als etwas, was man als mündiger Bürger sowieso tun sollte - begegnet mir dabei etwas, was sich schulisch aktiv nutzen lässt, setze ich mir einen Marker oder lege es weg, auch das ist noch keine Arbeit. Die Aufbereitung für den Unterricht dann wiederum schon.
Ja, vermutlich würde ich mit einem anderen Job auch nicht zwingend regelmäßig einen Blick in die britische oder amerikanische Presse werfen, dennoch ist auch das in meiner subjektiven Wahrnehmung noch keine Arbeitszeit. Die gezielte Leküre von Literatur, die nach Passung zu Lehrplanthemen ausgewählt wurde, dann aber wiederum schon.
Die Idee, für solche unscharfen Bereiche mit Pauschalen bei der Arbeitszeiterfassung zu arbeiten, finde ich pragmatisch und gut 😊
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Warum?
Weil es eben keine zwingend notwendigen Aktivitäten sind. Ich kann vermutlich auch ohne Muscheln irgendeine Form von Kunstunterricht durchführen und ohne Zeitungslektüre ganz schnöde das Schulbuch durchunterrichten usw. - die Frage, ob und inwiefern der Dienstherr solche Dinge bei der Festlegung des Arbeitspensums berücksichtigen muss, dürfte zumindest Diskussionen aufwerfen.
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Okay, der Punkt der persönlichen Abgrenzung ist natürlich individuell.
Ich fürchte allerdings, dass man der übergeordneten Sache keinen Gefallen tut, wenn man versucht, Dinge wie Muschelsammeln oder Zeitunglesen mit in eine irgendwann hoffentlich mal vorzunehmende Arbeitszeiterfassung aufzunehmen.
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