Beiträge von Maylin85

    Der eigentliche Vorteil von Eigentum ergibt sich aus dem Gestaltungsfreiraum. Ich hab meine schöne alte Holztreppe ins Dachgeschoss rosa gepinselt, das wäre bei Miete vielleicht nicht so einfach möglich gewesen. Außerdem hab ich Wände rausgerissen, Wasserleitungen umverlegt, Böden und Fliesen (die nicht kaputt oder schlecht waren, sondern mir einfach nicht gefielen) rausgerissen, im Garten nach Gusto Bäume und Sträucher gepflanzt, die hässliche Terrasse zurückgebaut, etc. etc. Keine Absprachen treffen zu müssen, ist schon sehr angenehm und ein Luxus.

    Ansonsten hab ich ursprünglich eigentlich nur gekauft, weil die Tilgungsrate günstiger als meine letzte Miete ist und die Aktion mir mehr finanziellen Spielraum verschafft hat (der jetzt in ETF Sparpläne fließt). Ewig wohnen werde ich hier vermutlich nicht. Vererbt wird auch nicht, sondern das alles macht für mich eigentlich nur Sinn, wenn man irgendwann im mäßig fortgeschrittenen Alter verkauft und das Haus bis dahin quasi als Spardose betrachtet. Im Alter sehe ich mich eher in einer schnuckeligen, kleinen Stadtwohnung 😊

    Ich kann komplett verstehen, dass man - ausgestattet mit der entsprechenden Expertise - gerne irgendwo unterkommen würde, wo man seine über Jahre erarbeiteten Fähigkeiten auch einsetzen kann. Dieser Wunsch ist doch nicht "anstrengend", sondern eigentlich sollte das System selbst auch ein Interesse daran haben, Positionen mit gut ausgebildeten, motivierten Leute zu besetzen oder zumindest Perspektiven auszuloten.

    Ich bin an meiner alten Schule, die ebenfalls völlig ekalierende Veranstaltungspläne hatte, von Anfang an konsequent nie zu Terminen gegangen, die nicht verpflichtend waren. Wenn du keinen Bock darauf hast, lass es doch einfach - Mut zur klaren Linie 😊 Abgrenzung ist wichtig.

    Wie darf man sich das praktisch vorstellen? Gebe ich dann eine Klausur zurück, in der nix angestrichen ist, aber dafür liegt ein Blatt mit dem ChatGPT Gutachten bei? Kann mir schwer vorstellen, dass das akzeptiert wird. Sobald ich trotzdem in der Klausur rummalen muss, ist es kein wirklicher Entlastungsfaktor.


    Zum Thema: niemals würde ich zusätzlich zu Englisch noch Deutsch haben wollen. Den Punkt Korrekturaufwand sollte man echt nicht unterschätzen. Außerdem empfinde ich Sprachen manchmal auch als ziemlich zäh, wenn man Kurse hat, die wenig Zugang zu Textarbeit haben. Bin immer ganz froh, zwischendurch auch mal was anderes zu machen 😊

    Ja, sicher.

    Es klang ja in der Presse schon an, dass die Schulleitungen es mit der Budgetfreiheit jetzt aber bitte schön nicht übertreiben sollen, dass man genau kontrollieren werde, was sie tun. Größere Summen für Reisekosten werden natürlich moniert werden. Dann gibts halt, leider, leider, doch eine Unterdeckung, selbst wenn die SL vorher korrekt gerechnet haben sollte. Dann hat man als Lehrkraft die Wahl: Geld verlieren oder Zeit und Nerven (oder auch Zeit, Geld und Neven). Ich hoffe, viele wehren sich.

    Naja, man kann einfach verweigern in Vorleistung zu gehen, dann bleibt man auch nicht auf Kosten sitzen.

    Es gibt Individuen einer Gruppe, die sich nicht korrekt verhalten, ja. Deine Argumentation ist aber, dass es okay ist, aus Erfahrungen mit Einzelnen auf alle anderen Mitglieder dieser Gruppe zu schließen.

    Mir geht es ja manchmal auch so, dass mir bestimmte Gedanken bezüglich irgendwelcher Minderheiten in den Kopf schießen. Aber dann gehört es für mich dazu, mich selbst zurückzupfeifen und meinen Verstand einzuschalten. Wir sollten uns immer wieder hinterfragen. Tun wir das nicht und differenzieren nicht mehr, wird es nicht besser. Dann passiert es nämlich immer wieder, dass Ahmed als nettester Mensch der Welt keine Wohnung bekommt.

    Ich sage nicht, dass es okay ist, sondern benenne nur, wie es halt ist. Natürlich sollte man jeden Menschen einzeln für sich betrachten - das macht ein Vermieter aber ggf. halt nicht, beim Mensch mit Migrationshintergrund nicht, beim Hundehalter nicht, bei der kinderreichen Familie nicht. Wir neigen alle zum Schubladendenken.


    Heißt das im Umkehrschluss, dass man als Mensch mit Migrationshintergrund rassistische Argumentation zu verstehen habe, weil sich - möglicherweise - irgendwann einmal jemand daneben benommen hat?

    Müsste man dann nicht auch verstehen, wenn Menschen mit Migrationshintergrund schnell die Rassismuskeule schwingen, weil sie eben auch schlechte Erfahrungen gemacht haben, denn sonst hätte sich das ja nicht ausgebildet?

    Henne - Ei.

    Wir kommen aus diesem Kreislauf nur dann heraus, wenn jede Seite bedingungslos aufhört mit dem Finger auf die andere Seite zu zeigen.

    Weiß nicht, ob man das verstehen muss. Ich hab mich immer wahnsinnig über die vielen Absagen wegen meiner Hunde geärgert, die nie irgendeinen Schaden angerichtet oder Mitmieter belästigt haben, und vermutlich geht es Ahmet ganz ähnlich. Man darf das unfair und unangemessen und diskriminierend finden, ist es ja auch. Und ja, sehr wahrscheinlich ist der Eindruck rassistischer Diskriminierung sehr oft nicht falsch.


    Ich weiß nicht, wie sich das auflösen lässt. Ich habe aber halt auch ein bisschen Verständnis für Vermieter. Ich habe zwischen 2015 und 2020 z.B. unter einer syrischen Familie gewohnt. Recht zurückgezogene, bei Begegnungen immer höfliche Leute, die mit 1 Kind eingezogen sind (2 Zimmer Wohnung, 85 Quadratmeter). Als ich ausgezogen bin, hatten sie 4 Kinder und noch diverse andere Verwandte, die so oft ein und aus gingen, dass niemand so richtig wusste, ob sie da nun auch inoffiziell wohnen oder nicht. Niemand anders im Haus war derart laut und einige Parteien haben beim Vermieter ordentlich Stunk wegen der Nebenkosten gemacht, weil die Mülltonnen ständig voll waren, etc. Die Vermieter waren nett und hatten ursprünglich ganz bewusst unterpreisig an die Familie vermietet, waren aber insgesamt dann auch ausreichend genervt, um ihnen keine größere Wohnung mehr zu vermieten, als irgendwann eine frei wurde. Ist halt nicht immer alles konfliktfrei.

    Natürlich ist die Argumentation rassistisch. Das macht sie aber ja nicht per se unzurreffend. Häufig liegen eben schlechte Erfahrungen zu Grunde, sonst hätten sich gewisse Vorurteile ja gar nicht ausgebildet. Es hilft der Sache auch nicht, dass man das nicht aussprechen darf.

    Ich finde das Arbeiten am WBK erheblich (!) weniger belastend als an anderen Schulformen, von daher kann ich den Wunsch schon verstehen und finde den Gedanken, hier eine machbare Nische zu finden, gerade bei Dienstunfähigkeit gar nicht so unsinnig. Ist halt schade, dass der Bildungsgang nicht mehr sehr stabil ist und die Perspektiven immer schlechter werden.

    Rückblickend hätte ich mich wohl auf Berufskolleg fokussiert. Weiß nicht, ob das hier eine Option sein könnte...

    Ich hab neulich eine Ausschreibung für eine VHS Stelle mit Verbeamtungsoption gesehen - hat mich auch sehr gewundert, scheint es aber auch zu geben.

    War allerdings leider Mathe.

    edit: ich korrigiere, laut Stellenausschreibung wäre es möglich, ein bestehendes Beamtenverhältnis für die Stelle bei der Stadt fortzusetzen. Bei Neueinstellung würde nach TVL bezahlt.

    Ich lege in die letzte Stunde vor den Weihnachtsferien immer gerne frei terminierbare Klausuren oder Klassenarbeiten, dann erübrigen sich auch Diskussionen über Filme und Spielerei. Über thematisch sinnvoll an eine Reihe anknüpfende Filme kann man noch sprechen (aber dann eben mit entsprechender Aufarbeitung und nicht nur stumpfes Gucken), ansonsten frage ich mich aber auch generell, was diese Unsitte immer soll.

    Hundehalter und Menschen mit ausländischem Namen verbindet, dass ihnen auf Seiten von Vermietern halt oft mit Vorurteilen und diffusen "Sorgen" begegnet wird. Kernproblem ist doch, dass auf einem Markt mit Wohnungsmangel tendenziell jeder durchs Raster fällt, der - warum auch immer - als potentiell problematisch gesehen wird. Trifft Familien mit Kindern ebenso.

    Es gibt einfach Schulen, an denen Noten zum Zeitpunkt x zuverlässig vorliegen müssen. Da gibts kein " hab ich nicht". An meiner letzten Schule wäre auch völlig undenkbar gewesen, solche Fristen zu reißen.

    An der jetzigen Schule liegen regelmäßig zu den Zeigniskonferenzen noch keine Noten vor. Ist aber auch egal, weil man die komplette Schule inkl. Nachtragungen in 4 Stunden abwickeln kann und keine zwei Tage mit enger Taktung dafür ansetzen muss. Große Systeme funktionieren meines Erachtens nicht mit zu viel "Toleranz".


    ....und ganz generell können Matheleute auch einfach nix zur Korrekturbelastung in Sprachfächern sagen. Meine sehr effizient arbeitende Ex-Kollegin mit M/E sagte, sie könne den Zeitfaktor mit etwa 1:3 beziffern. Und die war in Englisch nie in der Qualifikationsphase...

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