Beiträge von Maylin85

    Wir haben genug Schüler, die nie kommen, denen Bußgeld egal ist, etc.

    Da tust du den Kindern keinen Gefallen, wenn es keine Schulpflicht mehr gibt.

    Die Idee entspringt deinem gymnasialen Denken, dass Bildung etwas Wünschenswertes ist. Das sehen nicht alle so.

    Es geht mir nicht um die Kinder. Was erreichen denn diejenigen, die nie kommen und denen Bußgeld egal ist? Sie verursachen Mehrarbeit, weil man hinterherlaufen und nachhalten muss... mit welchem Nutzen letztlich?

    Wer Bildung nicht als wünschenswert empfindet, kriegt halt keine und lebt von Aushilfsjobs. Bis er sich irgendwann vielleicht doch anders entscheidet, dann sollte die Tür wieder offen stehen.

    Das wäre ein Freifahrtschein für die Schüler:innen wie Eltern, die ihre Kinder zu Hause halten wollen, aus unterschiedlichen Gründen.

    Aber auch ich ertappe mich ab und an bei boshaften Gedanken.

    Stimmt. Aber sollen sie halt, geht in anderen Ländern ja auch und könnte ein personell unterbesetzes System nur entlasten..

    Ich hatte neulich - angesichts der Meldungen zu Gewalt durch Schüler und unhaltbare Zustände an manchen Schulen - so den Gedanken, vielleicht muss weg von der allgemeinen Schulpflicht, die das Entfernen von Störenfrieden und Klassensprengern ziemlich schwer macht, und hin zu einem allgemeinen Recht auf Schulbildung.. das aber durch wiederholtes Fehlverhalten auch relativ schnell verwirkt werden kann 💁‍♀️ Die Rausgeflogenen dürfen es im neuen Schuljahr nochmal mit einem Restart probieren. Dann hätte man Schulen, in denen wieder normal gearbeitet werden kann und ein normales Schulklima herrscht, vermutlich mehr Eltern, die ernsthaft mit der Schule an einem Strang ziehen, und vielleicht generell ein verändertes Standing von Schulbildung, die vielleicht wieder mehr Privileg als als Zwang oder Selbstverständlichkeit betrachtet würde.

    Zugegeben, nicht sauber durchdacht.. aber es wäre so nötig, Verhaltensdefizite nicht einfach ewig mit begrenztem Maßnahmenkatalog hinnehmen zu müssen..

    Warum gibst du ihr denn überhaupt dein Material, wenn du es eigentlich nicht möchtest?

    Alternativ, triff doch klare Vereinbarungen mit ihr. Du bekommst mein Material, dafür erstellst du die nächsten 2 Klausuren oder die nächste Sequenz oder dergleichen...

    Ich würde mich an solchen Themen nicht emotional abarbeiten. Wichtig ist, dass dein Unterricht läuft. Ob andere mein Material nutzen oder nicht, ist mir persönlich ziemlich egal... und wenn ich wiederum Fremdmaterial nutze, setze ich auch oben mein Kürzel und "meinen" Header drauf, damit die Arbeitsblätter für die Schüler einheitlich und zuordbar sind. Dass Kollegen das umgekehrt auch tun, finde ich normal.

    Weil man eben doch zur Arbeit geht, egal wie es einem geht? Ist ja keine Krankheit.

    Dann ist man ja offensichtlich nicht dienstunfähig.. worüber reden wir dann?

    Und letztlich greift hier einfach die Selbstverantwortung und inwiefern man für sich selbst einsteht. Wer so stark eingeschränkt ist, dass er nicht arbeiten kann, geht eben nicht arbeiten.

    Geht so, ich hab mit zunehmendem Alter durchaus auch zunehmend Schwierigkeiten. Letztlich ist das wie bei Migräne, ich muss morgens entscheiden, ob ich damit noch arbeitsfähig bin oder nicht. Und wenn nicht, dann ist das so - hier ist dann krank = krank und ich sehe nicht so recht, wieso man Periodenschmerzen anders als jede andere Krankheit behandeln sollte. Nämlich als "normalen" Krankentag.

    Nimmt man nicht die Sozialleistungsquote, sondern die Gesamtausgaben für soziale Sicherung, entfallen darauf 2023 46,4% des Bundeshaushaltes. 1991 waren es noch 34,1%. Natürlich schlägt sich hier der demographische Faktor nieder, man kann den Wert aber nicht ins Unendliche steigen lassen. Renten und Arbeitslosengeld sind Faktoren, an denen man nicht viel drehen können wird, alle anderen Leistungen müssen angesichts der Entwicklung allerdings meines Erachtens auf den Prüfstand. Kindergeld ist z.B. ja wirklich furchtbar nett, aber muss das wirklich jeder unabhängig von seinem Familieneinkommen bekommen oder wäre es nicht durchaus auch sozialverträglich, Gutverdiener von solchen nicht existenznotwendigen Leistungen auszunehmen? Sowas meine ich... wir verschleudern viel Geld mit der Gießkanne an Personengruppen, bei denen keine Bedürftigkeit vorliegt.

    Finde ich tatsächlich erst im 2. Schritt.

    Ich gehöre zu den 50% der Menschheit, die biologisch monatlich Hormonschwankungen unterliegen. Mich beutelt dieses Hormongedöns sehr, tatsächlich auch mit Leidensdruck.

    Einen Herzinfarkt, chronische Rückenschmerzen oder Heuschnupfen und Migräne kann ich trotzdem bekommen.

    Finde, den Frauenthemen wird prinzipiell absolut viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Nicht in dem Sinne, dass alle in Zwangsteilzeit gehen sollten. Aber ich hätte schon gerne eine gewisse Akzeptanz, gerne auch von der Arbeitgeberin (z.B. zwei flexible Tage im Monat oder Ähnliches).

    Meine ganz persönliche Erfahrung zeigt, dass es bei diesem Themen so ist wie mit dem Gendern: die am wenigsten Betroffenen reißen am weitesten den Hafen auf.

    Wer sich unwohl fühlt, kann sich 2 Tage im Monat krank melden, wenn es nötig ist. Bei solchen Ideen wundert mich immer, dass man sich über die häufige Bevorzugung von Männern im Berufsleben wundert.

    Ich hatte fast immer Glück und Schulen mit zumindest einer begrenzten Zahl kostenfreier Parkplätze. Die Kommune der letzten Schule hat irgendwann die Parkplätze in der Umgebung mit Parkscheinautomaten zugepflastert, wir durften aber gnädierweise die Parkplätze eines (halbwegs) nahegelegenen Amtes mitnutzen. Nun ja. Meine Arbeitszufriedenheit steht und fällt ehrlich gesagt auch SEHR mit kostenfreien Parkplätzen und das wäre bei Neubewerbung auch durchaus ein Entscheidungskriterium.


    ...und ich fahre übrigens auch nur da einkaufen, wo man nah und kostenfrei parken kann 🤗 Heißt, dass die beiden nächstgelegenen Stadtteilzentren ausfallen und ich deutlich weiter fahre, aber fürs Parken zahlen sagt mir grundsätzlich wirklich überhaupt nicht sonderlich zu 😄

    "Exakt so stelle ich mir das vor. Irgendwer schaut auf Durchschnittsgehälter und Sparvermögen (und natürlich Familienstand, immer überproportional wichtig hier), entscheidet, dass du zur "gut verdienenden Mitte" gehörst, und ob dir irgendwas weh tut oder nicht, und zack bist du mit am Start.

    Nein danke."

    Maylin85: ? So ist das aber mit allem. Wie willst das denn sonst regeln? Abfragen, ob man beteit wäre oder nicht?

    Das ist mir schon klar, aber eben weil es so ist, wird niemand meine Stimme bekommen, der an noch mehr Stellen schröpfen möchte. Jedenfalls nicht, bevor umgekehrt mal dargelegt wird, was man zur Ausgabensenkung zu tun gedenkt.


    Es ist ja richtig, dass es gewisse Investitionen braucht. Ich zahle auch gerne mehr Steuern, wenn damit endlich mal vernünftiger Straßenbau vorangetrieben wird und ich nicht mehr wöchentlich 5-6 Stunden Lebenszeit im Stau verplemper. Alles andere, was zum Erhalt des Wirtschaftsstandorts dringend nötig ist, trage ich auch gerne mit. Was mir persönlich aber wirklich gegen den Strich geht, ist der immer fetter werdende Posten der Sozialausgaben. Das geht so einfach nicht und wir müssen zurück zu einem System, das Menschen im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit ein würdiges Leben ermöglicht. Alles andere ist aber einfach zu viel und unnötig.

    Für mich sind das individuelle Probleme, für die man ggf. individuell Lösungen suchen muss. Darf man freibestimmt im selbstgewählten Umfang in Teilzeit gehen, geht das ja auch ganz prima - man arbeitet eben, wie man kann und möchte, fertig.

    Ganz generell muss man meines Erachtens aufpassen, nicht jedem Wehwehchen übermäßig viel Bedeutung beizumessen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung, die ich etwas merkwürdig finde..

    Die Mitte ist aber sehr groß, will sagen, was du noch unter Mitte verstehst, lebt sehr, sehr gut trotz der Abgaben und Steuern. Auch denen täte es also nicht weh. Selbst mir täte es nicht weh. Und man könnte außerdem genau festlegen, wer wie viel bezahlt.

    Exakt so stelle ich mir das vor. Irgendwer schaut auf Durchschnittsgehälter und Sparvermögen (und natürlich Familienstand, immer überproportional wichtig hier), entscheidet, dass du zur "gut verdienenden Mitte" gehörst, und ob dir irgendwas weh tut oder nicht, und zack bist du mit am Start.

    Nein danke.

    Zitat

    Dieser Vergleich mit anderen Ländern ist sowieso schräg. Andere Länder holen sich das Geld dann eben anders oder bieten der Bevölkerung noch weniger bzw. lassen sie selbst direkt für gewisse Leistungen bezahlen.

    Das finde ich durchaus sinnvoll. Und "noch weniger" klingt, als hätten wir hier ein schlechtes Leistungssystem, dabei sind wir faktisch doch komplett überversorgt. Hier wird von der Allgemeinheit immer noch Blödsinn a la Homöopathie und Osteopathie finanziert, das muss nicht sein und könnte man ohne jeden Schaden direkt mal wegkürzen.

    Und das lässt sich in zig andere Lebensbereiche erweitern. Im Prinzip muss jede einzelne Sozialleistung auf den Prüfstand. Elterngeld wurde z.B. mal eingeführt, weil man sich eine Steigerung der Geburtenrate bei Gutverdienern erhofft hat. Hat nachweislich nicht funktioniert, also wieso wird das nicht wieder abgeschafft? Großbritannien zahlt Universal Credit nur für 2 Kinder und nicht für unendlich viele, auch solche Regelungen wären vielleicht ein sinnvoller Motivator gegen das Lebensmodell Bürgergeld + viele Kinder. Generell könnte man mal überlegen, ob die Krankenkassen wirklich jede Bagatellbehandlung bezahlen müssen oder ob man Versicherte erstmal einen (meinetwegen einkommensgestaffelten) Sockelbetrag pro Jahr selbst bezahlen lässt, bevor die Kasse einspringt (quasi als Absicherung gegen Überbelastung, nicht zur Komplettabsicherung). Es wäre schon durchaus möglich, sinnvolle Einsparmöglichkeiten zu finden.

    Wir haben bereits mit die höchsten Abgaben überhaupt (Singles werden nur in Luxemburg noch stärker besteuert als in Deutschland), irgendwann reichts auch mal. Denn doch, die Besteuerung der Kapitalerträge trifft ganz sicher auch wieder diejenigen, die in der Mitte eh schon das Gros der Last schultern."Die Reichen" verlagern sich bzw. ihr Vermögen einfach ins Ausland und sind raus aus der Nummer.

    Egal, wo man nun noch zusätzlich Finanzierungsquellen auftun möchte, die Sozialausgaben müssen parallel runter. Da führt kein Weg dran vorbei.

    Mir stinkt das aus Prinzip. Ich investiere bereits versteuertes Geld und darf das Ausfallrisiko alleine tragen, bei Gewinnen bedient sich der Staat aber mehr als großzügig.

    Dass man die Quandts oder Privaties dieser Welt irgendwie angemessener beteiligen möchte, finde ich ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber die wissen sich ohnehin erfolgreich zu entziehen. Der Vorstoßt würde im Zweifel wieder die Mitte treffen.

    Grundschule klingt für mich, als kommt man vom Regen in die Traufe. Du musst einfach aus dem Brennpunkt raus - ich persönlich kann sehr sehr gut nachempfinden, dass man sich nicht an solche Zustände verschwenden möchte und vielleicht auch nicht kann (gerade, wenn man selbst angeschlagen ist). Ich würde versuchen, auf eine Versetzung an eine Schule mit anderem Einzugsgebiet/Klientel hinzuwirken. Ggf. auch besser Gymnasium als Gesamtschule. Geht das auch nicht auf, kann man immer noch nach anderen Optionen schauen.

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