Beiträge von Maylin85

    Gerade EWH und INSBESONDERE Positivkorrektur sind meiner Meinung nach extrem zeitbelastend. Da diese beim Abi entfallen, finde ich die Korrektur davon überhaupt nicht so schlimm.

    Empfinde ich auch so. Ich lasse den EWH inzwischen meistens von KI schreiben (passt nicht immer und copy & paste funktioniert in der Regel nicht, aber anpassen ist schneller als komplett selbst schreiben). Die Positivkorrektur ist wahnsinnig zeitfressend und von überschaubarem Wert, hier fällt mir "einfach mal weglassen" aber auch schwer. Ich mache es aber mittlerweile nur noch bei gut abzugrenzenden Einzelfehlern. Wenn der komplette Satz krumm und schief ist, habe ich früher überlegt, was der Schüler wohl gemeint haben könnte, und einen entsprechenden Vorschlag hingeschrieben - das mache ich nicht mehr, weil es unverhältnismäßig Zeit kostet und zu 99% sowieso nicht nachhaltig vom Schüler aufgenommen wird.

    Wahrscheinlich hat jedes Bundesland seine Vor- und Nachteile. Mich nervt am meisten - und das ist bundeslandübergreifend - mit welch dreister Blasiertheit der Dienstherr seiner Verpflichtung zur korrekten Arbeitszeiterfassung nicht nachkommt und meint, entsprechende Urteile einfach ignorieren zu können. Das reicht auch in Themen wie Korrekturbelastung, unterschiedliche Deputate in den Bundesländern usw. rein, denn vermutlich würde man damit recht schnell feststellen, was im gesetzlichen Vertragsrahmen funktioniert und was eben nicht.

    Conni

    Oha, welch Odyssee. Der Hausarzt würde mir gewaltig auf den Keks gehen 🙈 Ich war durch Zufall wegen was ganz anderem beim Arzt, der bemerkte direkt überproportional blaue Flecke und Kalibersprünge am Knie und konnte an den richtigen Facharzt verweisen. Knöchel waren bei mir nicht betroffen, daher ging es auch ohne Kompression dort.

    Dass ich Schmerzen habe/hatte, habe ich auch erst rückblickend so richtig gemerkt, als sie dann weg waren - man hält das ja für normal so 😄

    Medizinische Notwendigkeit kann der Phlebologe immer bescheinigen, es gibt nur für Stadium I und II halt keine Kostenübernahme. Ich hab alle 4 OPs in die Ferien gelegt und bei 2en in der Schule nur kommuniziert, dass ich operiert werde und voraussichtlich noch 2 Wochen über die Ferien hinaus ausfalle. Hat niemand hinterfragt und die Krankschreibung kam vom Phlebologen. Aber ja, ist teuer und man muss Nutzen und Aufwand abwägen. Für mich wars richtig. Dass es woanders zu Schüben kommen kann, stimmt aber auch leider.

    Eine Ausbildung muss kein Abstieg sein. Eine Ex-Kommilitonin hat nach unserem zeitgleich abgeschlossenen Studium eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und ihr Netto liegt heute höher als meins. Wenn man gut verdient, kann man auch entsprechend in private Altersvorsorge investieren. Sich darüber Gedanken zu machen, dass man das auch 5 Jahre früher hätte haben können, ist müßig - du bist eben jetzt Ende 20 und musst jetzt ausloten, welche Optionen für dich am besten sind.

    Ich würde mir allerdings auch erstmal überlegen, was du eigentlich machen möchtest und wo deine Stärken liegen. Rechtspflege oder Gärtner klingt jedenfalls auch ziemlich willkürlich und nicht sehr planvoll.

    Rundstrick - das hat aber ein echter Experte verschrieben 🙈

    Ich kam mit nichts außer Leggins klar. Eine Bekannte fand mehrteilige Systeme toll ... Socken + Kniestrümpfe + Capri oder sowas. Muss man wahrscheinlich ein bissi ausprobieren, was passt und was man überhaupt braucht.


    Ich kann bei dem Thema nur generell immer wieder raten, so früh und so umfassend wie möglich zu operieren. Völlig andere Lebensqualität und im besten Fall braucht man das alles nicht mehr.

    Das ist so pauschal falsch. Wenn du durch die längere Strecke eine deutliche Zeitersparnis hast, kannst du das absetzen..

    Naja, definiere deutlich. Wenn alles frei ist, brauche ich für beide Strecken etwa gleich lang (Navi rechnet 2-3 Minuten Unterschied aus). Zu Stoßzeiten ist die längere meist 10-15 Minuten schneller, aber auch nicht immer. Letztlich muss man jeden Tag individuell schauen... beide Strecken haben Baustellen, beide Strecken sind stauanfällig, haben temporäre Sperrungen, an gefühlt 2 von 5 Tagen sind auf Teilstrecken irgendwelche Ausweichstrecken über Landstraßen oder durch die Stadt schneller. Finanzamt hat die längere Strecke (die ich öfters fahre) vor 2 Jahren nicht gelten lassen.

    Wie gesagt, wenn ich mir das freiwillig so aussuche, mein Problem. Bei Zwangsversetzung würde ich allerdings etwas knatschig werden und nicht extra früher los.

    So wie du das schreibst ("wenn man dann einfach ständig zu spät kommt"), liest es sich wie "Absicht". Fände ich jetzt nicht so spannend. Aber okay.

    Nee, so meinte ich das nicht. Aber es gibt in NRW wirklich grausam zu fahrende Strecken und bei einer unfreiwilligen Versetzung ist man vermutlich auch nicht sehr gewillt, bei eh schon verlängerten Fahrtwegen und Fahrtzeiten noch riesige Puffer einzuplanen.

    Ich fahre für meine ca. 45 km (und 60 km schnellste Strecke, aber die kann ich dann halt nicht bei der Pendlerpauschale geltend machen) z.B. sicherheitshalber 1,5 Stunden vor Dienstbeginn los, aber das habe ich mir freiwillig so ausgesucht und ist dann auch okay. Es reicht gerade im November und Februar manchmal trotzdem nur sehr haarscharf, an guten Tagen brauche ich aber auch mal nur 45 Minuten. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich müsste 80 km durch stauanfällige Routen fahren und sollte noch früher los - da wäre ich dann raus und es gäbe halt keinen Puffer mehr.

    Teste evtl. (falls das geht) auch aus, ob du mit geschlossener Fußspitze klarkommst. Ich fand das furchtbar und hab meine erste daher gar nicht angezogen. Wenn die Füße nicht stauen, reichen auch Leggins und sind definitiv sommertauglicher unterm Kleidchen oder so 😊

    Dann hole ich mir beim Phlebologen ein Rezept für Kompressionsstrümpfe. Laut meiner Recherche müsste ich dann weniger Schmerzen haben. Das wollte ich bereits im Januar machen, habe es aber einfach nicht geschafft (oder nicht schaffen wollen).

    Das hilft auf jeden Fall. Ergänzend - irgendwer hatte es hier schonmal erwähnt - macht Ernährung auch tatsächlich einen Unterschied. Ich habe vor OP sofort gemerkt, ob ich basisch gegessen habe oder halt nicht. Kurkuma (in Maßen, zu viel schadet der Leber) und Ingwer sind auch gut (antientzündlich).

    Ich denke allerdings auch, dass der Kern deiner Probleme an anderer Stelle liegt.

    Besorg dir ggf. auch Altabiturklausuren vom Herbstabitur und den Nachterminen, die sind noch nicht so xfach verbrannt und recycled. Ich habe einen Kollegen, der überwiegend angepasste Altabiturklausuren nutzt und nachdem ich neulich über einen möglichen Klausurtext sinnierte und er in 3 Minuten zwei passende Vorschläge hervorzauberte, dämmert mir mittlerweile, dass ein guter Fundus irre viel Zeit spart 😄

    Mach dich in erster Linie mal frei von diesen ganzen Erwartungshaltungen und was-könnte- wer-denken-Überlegungen. Wenn du wegen Überlastung (!!!) krank bist, belastest du dich selbstverständlich nicht noch mit Vertretungsaufgaben und es gibt keine, fertig. Dein Deutschkurs hatte jahrelangen Unterricht, der schafft die ZP10 als durchschnittlich leistungsfähiger Gymnasialkurs im Vorbeigehen auch ohne gesonderte Vorbereitung - wenn nicht, ist in den Jahren davor massiv was schief gelaufen. Du musst mit Eltern auch nicht über Prüfungsvorbereitung im Krankenstand diskutieren, das ist doch völlig absurd.

    Wer sich um die anderen Kurse "kümmert", ist im Krankenstand auch nicht dein Problem und notfalls überleben Schüler auch mal 2 Wochen Unterrichtsentfall. An meiner Schule wird z.B. gar nicht vertreten; einer unserer Englisch LKs hatte zwischen Oktober und Februar überhaupt gar keinen Unterricht, bis ich ihn dann zum Halbjahr übernommen habe - auch diese Schüler werden erfolgreich Abitur machen. Ich selber hatte im letzten Halbjahr vorm Abitur kaum noch Deutschunterricht, weil der Lehrer schwer erkrankt war. Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Ein paar entfallene Unterrichtsstunden versauen keine Lernerbiographien.

    Auch was deine Fachschaft denkt, kann dir letztlich egal ist. Du hast angezeigt, dass du am Rande deiner Belastungsfähigkeit bist - wenn darauf keine Rücksicht genommen wird, braucht sich niemand über den unweigerlich folgenden Ausfall wundern. Und wenn doch, dann sollen sie es halt. Ob du dir den Schuh anziehst und wie du damit umgehst, liegt bei dir allein.

    Ich finde die Prüfungsbelastungen, die du schilderst, ehrlich gesagt auch nicht übermäßig hoch, dennoch kann es Phasen geben, in denen zu viele Dinge zusammenkommen und in denen die Gesamtsituation überfordert. Insbesondere, wenn die mentale Verfassung generell gerade nicht so gut ist. Das ist menschlich und okay und gerade in diesen Phasen ist es wichtig, auf sich selbst und seine individuellen Grenzen zu achten. Nervenzusammenbruch, weinend zu Hause sitzen, nach Stunden am Schreibtisch noch nichts wegkorrigiert, Herzrasen usw. sind Alarmzeichen, die man nicht ignorieren sollte. Versuche, die ganzen (vermeintlichen) Erwartungshaltungen anderer mal auszublenden und überlege, was DU gerade brauchst, um wieder in stabiles Fahrwasser zu kommen. Und dann mach das und nimm dir die nötige Zeit dafür!

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