Beiträge von Kieselsteinchen
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Warum ist woanders umgekehrt? Ist das denn wichtig?
Die Geschlechterverteilung in egal welchem Beruf ist wichtig, denn sie sagt etwas über Arbeitsbedingungen, Interesse von Bewerbern und das Bild in der Öffentlichkeit aus.
Mir kommt es ein wenig so vor, als rückte das Lehramt in der öffentlichen Wahrnehmung tendenziell ein wenig stärker in die "Pädagogik- und Care"-Ecke, die traditionsgemäß leider weiblich konnotiert ist.
Dazu kommen Arbeitsbedingungen, die Frauen in Bezug auf die Familienplanung entgegenkommen. Die könnten aber auch Männer entgegenkommen, nur mal so am Rande.
An den Schulen, die ich kenne, ist der Geschlechtergap dann zwischen den einzelnen Fächern nochmal eklatant, v.a. wenn man Sprachen und MINT-Fächer gegenüberstellt.
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Dass es mehr Frauen als Männer im Lehrerberuf gibt, ist ja Fakt.
Es ergeben sich allerdings unterschiedliche Fragen daraus:
Warum ist das so?
Ist das ein Problem oder nicht?
Sollte man etwas dagegen tun?
Was könnte man dagegen tun?
Was sagt das über den Beruf im Allgemeinen aus?
Je nach Beantwortung der Fragen ergibt sich eine unterschiedliche Bewertung.
Unabhängig davon möchte ich auf einen Punkt zurückkommen, der hier schon genannt wurde: Bei der derzeitigen Situation sollte es völlig gleichgültig sein, ob ein Lehrer männlich oder weiblich ist. Hauptsache, er/sie ist Lehrer.
Aber: Würde man den Job attraktiver für Männer machen, könnte das dazu führen, dass auch die Zahl der Anwärter steigt. Und an dem Punkt wäre die Beantwortung der obigen Fragen wieder relevant.
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Abgedroschener Spruch
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Das führte dazu, dass sie nach einem Jahr an dieser Schule plötzlich zuerst zur stellvertretenden, dann sogar zur kommissarischen Schulleiterin aufgestiegen ist.
Ändert das was an der Tarifstufe (oder dem Bezahlungsäquivalent), in das man an einer Privatschule fällt?
Mir ist noch ein Punkt eingefallen, der grade momentan durchschlägt und gegen die Arbeit an einer Privatschule spricht: Wenn es schon an staatlichen Schulen so einen großen Lehrermangel gibt und gleichzeitig immer noch die Mehrheit der Absolventen in den Staatsdienst möchte, wie eklatant muss dann der Mangel über kurz oder lang an den privaten Schulen sein.
Eine Freundin war nach dem Ref einige Jahre an einer Schule in kirchlicher Trägerschaft, wo sie drauf gewartet hat, ein Planstellenangebot zu bekommen, das sie dann, als es da war, sofort angenommen hat. Und sie berichtete von zahlreichen gleichaltrigen KollegInnen, die dieselbe Einstellung hatten.
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Und die exorbitanten Kinderzuschläge zahlt nur NRW, das gibt's woanders nicht.
Ich weiß nun nicht, wie es in NRW aussieht, aber in Bayern sind die durch die Neuregelung der Tarifordnung mittlerweile auch enorm hoch.
Bei uns hat sich die Zahl der Privatschulen in der letzten Zeit meines Wissens nach nicht verändert.
Ich persönlich könnte mir die Arbeit dort definitiv nicht vorstellen, sähe nicht, welche Vorteile es hätte.
Waldorf und co sowie kirchliche fallen schonmal aufgrund meiner Schwurbel-Aversion weg und bei vielen anderen hätte ich vermutlich das Gefühl, den Eltern gegenüber in einer Dienstleisterrolle zu sein.
Ich kenne niemanden, der den Weg Staat-Privat gegangen ist. Andersrum ja, aufgrund von zunächst mangelnden Planstellenangeboten.
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Ich siezen meine Lerngruppen schon immer, konnte aber bisher immer recht schnell einen guten Kontakt aufbauen. Wenn man auf die Bedürfnisse eingeht, dann ist die Anrede zweitrangig.
Bestimmt. Bei mir stand jedoch das Sie irgendwie dazwischen.
Vielleicht hat es aber auch menschlich nicht gepasst oder ich war noch nicht gefestigt genug in meiner Lehrerpersönlichkeit (Ref) oder oder -
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Im Ref hatte ich einen Oberstufenkurs und meine Seminarlehrerin bestand darauf, dass ich diesen sieze.
Das hat nicht unbedingt dazu beigetragen, dass der Kontakt zwischen dem Kurs und mir sehr intensiv wurde, andererseits war diese Distanz an mancher Stelle auch ganz hilfreich.
In einer zehnten Klasse hatte ich einmal den Fall, dass auf die obligatorische Frage nach dem Siezen nicht alle das sonst übliche "Bitte nicht" geäußert haben. Konsequenz: Ich habe alle geduzt und drei Jungs gesiezt.
Das war am Anfang seltsam für alle Beteiligten, aber auch daran gewöhnt man sich.
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Ich habe schon mal irgendwoe für diese App https://www.satellite.me/#pricing Werbung gemacht.
Man installiert sie und bekommt eine Handynummer zugewiesen, mit der man in der Basisversion kostenlos telefonieren kann.
Die Nummer gebe ich vor Klassenfahrten immer raus, bin also erreichbar.
Nach der Klassenfahrt wird die App so geschaltet, dass ich nicht mehr erreichbar bin. Für mich eingroßer Fortschritt.
Hammer! Richtig gute Sache, danke für den Tipp!
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Hat mit dem Thema nichts zu tun, nur mit der TE: Ich find es irgendwie seltsam, dass der erste und einzige Beitrag in einem LEHRERforum ein privates Schulproblem des eigenen Kindes ist.
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Und atemlos durch die Nacht
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Nicht nur sauber, sondern rein
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Wieso, ich sehe immer noch nicht, wo das nicht rechtssicher ist, aber das scheinen ja einige nicht verstehen zu wollen. Und es ändert weder was an meinem Einkommen und es verbessert meine Gesundheit mir solchen Stress wegen solcher merkwürdigen Unsicherheiten einiger nicht anzutun.
Also die Aussage ist einfach verwirrend, weil sie gar nicht passt!Es steht eine Haltung hinter der Bereitschaft, zum Wohle der Kinder z.B. ein Privatkonto zu nutzen/zu eröffnen, um seine Arbeit machen zu können, die ich für sehr abträglich halte.
Das ist die gleiche Haltung, die dazu geführt hat, dass z.B. Pflegekräfte und Erzieher jahrelang schlecht bezahlt waren (wenn sie es nicht immer noch sind), denn gewissermaßen: "Menschen zu helfen ist doch viel mehr wert als Geld!" In gewisser Weise, wenn auch auf sehr abstrakter Ebene, finde ich das übertragbar auf die hier diskutierte Problematik. Genauso wie sich manche Kollegen kaputt arbeiten, weil ihnen das System durch zu geringe Besetzung, zu geringe finanzielle Ausstattung Aufgaben über die Maßen zumutet, und das dann damit begründen, dass es ja "nicht auf die Kosten der Falschen, also der Kinder, gehen" dürfe.
Und diese Haltung kritisiere ich.
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