Durchaus, es wird immer weniger mit der Hand geschrieben; auch ich beobachte ein immer schlechter werdendes Schriftbild bei mir selbst.
Ich lasse trotzdem (oder gerade deswegen?) meine SuS viel schreiben.
Nach dem ersten Geheule und Gejammere - meinen Schülern tut Schreiben nämlich körperlich weh
- macht sich letztendlich jeder ans Werk und siehe da: Jeder überlebt am Ende.
Im Ernst: Ich finde es sinnvoll, dass Schüler handschriftlich schreiben.
Bei meiner Schülerklientel (ältere SuS, meist leistungsschwach, viele mit gescheiterten Schulkarrieren) ist Schreiben oftmals sogar eine regelrechte Konzentrationstherapie. Gelegentlich mache ich sogar auch mal ein kurzes Diktat, um in eine unruhige, unkonzentrierte Klasse etwas Ruhe reinzubringen.
Arbeitsblätter mit Lücken finde ich sinnvoll, wenn gezielt solche Dinge wie die Unterscheidung von Adjektiv/Adverb, who/which, some/any o.ä. geübt werden soll - dann stelle ich aber oft fest, dass meine Schüler den Text vor und nach der Lücke gar nicht richtig lesen...