Beiträge von Susi Sonnenschein

    Zu den a) bereits genannten von irgendwoher organisierten Troubleshootern und b) sich in der Schule bereits länger häuslich eingerichteten unfähigen/unmotivierten/falsch motivierten voll ausgebildeten Kollegen möchte ich an dieser Stelle noch c) die jungen LehrerkollegInnen hinzufügen, die irgendwie durch Abi, Studium und 2. Staatsexamen gerutscht sind.

    Bei uns hat in diesem Jahr eine Deutschkollegin Examen gemacht, in deren Bewerbungsschreiben nach erfolgreich bestandenem Ref es vor Rechtschreibfehlern nur so wimmelte.
    :schreck:

    Bei uns (Berufsbildende Schule) fehlen die Schüler bei Klausuren regelmäßig scharenweise (mein Rekord: 12 Fehlende von 28 Schülern), sie kommen morgens später und gehen mittags früher, bereits im März setzt die sommerliche Urlaubsstimmung ein und selbst bei den Abschlussprüfungen kommen Schüler zu spät oder gar nicht.
    Ich ergreife i.d.R. entsprechende Maßnahmen, aber oftmals bin ich in meinem schulischen Umfeld machtlos (Darum möchte ich euch auch bitten, mir keine Belehrungen zuteil werden zu lassen.).

    Schüler, die sich vor den Ferien krankmelden, trage ich ins Klassenbuch ein - für mich ist das Thema erledigt. Gut finde ich das aber nicht!

    Beim Lesen dieses Threads dachte ich mir mal wieder, "willst du wirklich zurück nach Deutschland?" ;) Ich bin jemand, der das Menschliche immer über Regeln und Vorschriften stellt. Auch habe ich bei jedem Schüler eine individuelle Herangehensweise an derlei Dinge.
    [...]
    und jemand, der mit der Familie in den Urlaub fährt muss den Stoff halt nachholen, viele Eltern fragen mich halt auch nach Materialen, und glaube mir, wenn du russische Eltern hast, dann holst du den Stoff nach ;)

    Mashkin, ich wünsche dir bereits jetzt viel Spaß bei den stundenlangen individuellen Diskussionen mit den Sprösslingen nichtrussischer Eltern. :pfeif:

    Ich wäre auch dafür, hart durchzugreifen nach dem oben schon genannten Motto "Wehret den Anfängen":
    Klassenkonferenz -> Ordnungsmaßnahme / Polizei.

    Wenn man solche Vorfälle mit einer Laissez-faire-Haltung toleriert, hocken die Schüler in der weiterführenden Schule (z.B. an unserer) im Unterricht und drehen sich Joints.

    juliarosarot, ich möchte dich inständig davor warnen, den "Traumberuf Lehrerin" zu verklären.

    Ich mag den Umgang mit Menschen, vor allem mit Kindern. Privat habe ich viel mit Kindern aus der Familie und von Freunden zutun und es bereitet mit sehr viel Freude Wissen und Werte weiterzugeben und die Kreativität der Kindern zu beobachten und zu fördern.

    --> Das reicht nicht! Dieser Beruf erfordert viel mehr: Fachwissen, pädagogisches Handlungsvermögen, didaktisches Können, Classroom Management, Kenntnisse im Schulrecht, uvm. - selbst nach Fachstudium und Ref dauert es i.d.R. Jahre, bis man eine richtig kompetente Lehrerin ist.

    Ich halte den derzeitigen Trend, Hinz und Kunz als Lehrer auf die Schüler loszulassen, für fahrlässig.

    Und das sage ich als ehemalige Quereinsteigerin. (Ich habe allerdings zwei Jahre Referendariat absolviert und bin inzwischen ein paar Jahre in dem Beruf. Und ich arbeite mit älteren Jugendlichen, bei denen pädagogisches Geschick oftmals durch gesunden Menschenverstand ersetzt werden kann.)

    Ich bin auch erst im Studium länger ins englischsprachige Ausland gekommen.
    Ich bin teilweise in Frankreich aufgewachsen, hinter Französisch konnte ich also einen Haken machen.
    Allerdings entspringe ich einer kinderreichen Handwerkerfamilie - bis zu meinem 18. Geburtstag hatte ich nur Frankreich und Deutschland von innen gesehen. Für was Anderes war kein Geld da.
    Trotzdem war ich so in Englisch 'verknallt', dass ich es unbedingt studieren wollte.
    Im Studium habe ich bei einem muttersprachlichen Dozenten ein Ausspracheseminar besucht und erst da wurde mir bewusst, wie Deutsch sich mein Englisch anhörte.
    Seit einem Austauschsemester in den USA kann ich von mir behaupten, ein ganz nettes Englisch zu sprechen.
    Ich finde es wichtig, als Fremdsprachenlehrer Auslandserfahrung zu haben.

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