Guter Film, gute Beispiele.
Zeigt, wie wichtig und zentral gute Entwicklungspolitik ist.
In diesem Zusammenhang nochmals mein Tipp zum Film "Der Krieg des Charlie Wilson" - einem Spielfilm mit Tom Hanks, der auf wahren Tatsachen beruht und die Absurdität der amerikanischen Politik bestens illustriert - man fände vermutlich ähnliche Beispiele in Deutschland.
Der Kongressabgeordnete Wilson schaffte es, die Mudschaheddin in Afghanistan im Krieg gegen die Sowjetunion mit Mitteln des Kongresses jährlich mit 500 Millionen Dollar zu unterstützen:
Zitat von Wikipedia
Wilson schafft es über seine Beziehungen, das Budget schrittweise immer wieder aufzustocken zu lassen, bis es schließlich 500 Millionen US-Dollar erreicht, wobei Saudi-Arabien die US-Zahlungen verdoppelt und man somit eine Milliarde US-Dollar für den Krieg der Mudschahedin bereitstellt.
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Wegen der ständig steigenden Verluste im wirtschaftlich eher unbedeutenden Afghanistan zieht sich die Sowjetarmee schließlich zurück. Am 14. April 1988 unterzeichnet die Sowjetunion in Genf ein Abkommen über den Abzug sowjetischer Truppen aus Afghanistan.
Nachdem 500 Millionen für den Krieg genehmigt wurden, versucht Wilson nach Kriegsende, wenigstens eine Million für den Aufbau in Afghanistan bewilligt zu bekommen, was ihm jedoch verweigert wird, da sich niemand für Schulen in dem fernen Land interessieren würde.
So sieht es weltweit auch noch heute aus.
BTW: Wer den Aufbau von Schulen in Afghanistan unterstützen möchte, kann dies über die Kinderhilfe Afghanistan tun. Die Organisation von Bundesverdienstkreuzträger Reinhard Eroes und seiner Familie baut und unterhält seit vielen Jahren Mädchenschulen in Afghanistan:
http://www.kinderhilfe-afghanistan.de
@DaVinci
Dein Filmbeispiel bringt jedoch die Diskussion in der Flüchtlingspolitik keinen Millimeter weiter.