Beiträge von Herr Dr. Schmidt

    Am besten wäre wohl für meine Zwecke eine Kombination aus beidem, also ein Kompetenzraster mit Benotungsskala.


    Das könnte dann z.B. so aussehen:


    a) Ich kann Beispiele zu den Fachbegriffen Addition, Subtraktion
    aufschreiben und erklären und dabei Faktor, Minuend, Subtrahend und Summand
    kennzeichnen. (4 Punkte)


    b) Ich kann Beispiele zu den Fachbegriffen Addition, Subtraktion aufschreiben und erklären und dabei Minuend, Subtrahend und Summand kennzeichnen. (3 Punkte)


    c) Ich kann Beispiele zu den Fachbegriffen Addition, Subtraktion aufschreiben. (1 Punkte)


    (Das ist jetzt natürlich kein Beispiel aus der Oberstufe.)


    Eine allgemeine Benotungsskala ist für die Schüler zur Selbsteinschätzung vermutlich zu wenig konkret. Mir ist jedoch wichtig ist, dass die Schüler am Ende auch ihre Note aus ihrem aktuellen Kompetenzstatus ermitteln können.
    Wenn es sowas nur für die konkreten Inhalte der entsprechenden Unterrichtseinheiten gibt, ist es mir auch recht. Ich hatte nur ursprünglich nach einem allgemeinen Physik- bzw. Mathematikraster gefragt, weil ich dachte, dass solche allgemeinen Raster einfacher zu finden sind, als eine komplette Sammlung von konkreten Rastern zu allen Unterrichtseinheiten der gesamten NRW-Oberstufe.

    Danke für die Links!


    Aber eigentlich ist mir eine konkrete Punkteverteilung wichtig, d.h. ich suche ein Kompetenzraster, in dem für die einzelnen Kompetenzen Punkte vergeben werden, aus denen man dann direkt eine Note berechnen kann.


    Ich konkretisiere dies an einem Beispiel für eine zu erwerbende Kompetenz:
    Ich kann die mathematischen Fachbegriffe richtig anwenden...
    a) (fast) immer (4 Punkte)
    b) weitgehend (2 Punkte)
    c) manchmal (1 Punkt)
    d) (fast) gar nicht (0 Punkte)

    Ich bin auf der Suche nach Kompetenzrastern, mit denen Schüler ihre Noten selbst einschätzen können. Hat jemand solche Raster oder kennt Links zu Mustern im Internet?
    Konkret suche ich solche Raster für die Oberstufe für die Fächer Physik und Mathematik. Es sollten nur allgemeine (also themenunabhängige) Kompetenzen enthalten sein, und es sollte ein Punkteschema geben, mit dem man die Noten direkt brechnen kann.

    Zuerst möchte ich etwas zu meinen angeblichen Privilegien sagen:
    Gerade was Konferenzen angeht, besitzt unser Kollegium generell große Freiheiten. Die Schulleitung zeigt immer ein großes Entgegenkommen, wenn jemand (auch wegen privater Termine) nicht erscheinen kann.
    Außerdem nehmen sich einige alteingesessene Kollegen so manche Freiheiten heraus, die für mich absolut tabu wären, aber diese erfahren nicht die gleiche öffentliche Anfeindung wie ich. Da habe ich das Gefühl, dass ich nicht als gleichwertiger Kollege akzeptiert werde. Diese mangelde Akzeptanz kommt vermutlich daher, dass ich von außen komme und nicht ins Kollegium integriert bin. Ich war allerdings schon immer ein Einzelkämpfer; das heißt aber nicht, dass ich nicht in der Lage wäre, im Team zu arbeiten. Auch habe ich nicht den Eindruck, dass ich arrogant wirke, weil ich vom Charakter her eher zurückhaltend und introvertiert bin. Ich habe mich in der fraglichen Konferenz auch nicht so geriert, dass ich die Kollegen angegriffen hätte. Der Vorwurf des Anachronismus fiel in der Konferenz gar nicht, dass habe ich nur hier geschrieben. In der Konferenz habe ich lediglich auf die mögliche Arbeitsersparnis hingewiesen.


    With all due respect, aber dieses Vorbringen hat nicht das Zeug dazu, Grundlage für eine sachliche Diskussion zu sein. Der Anachronismusvorwurf wird zu leicht in der Form, "Ihr habt hier bisher alles verkehrt gemacht" empfunden. Ungut.


    In der Sache glaube ich im Übrigen nicht, dass man mit der Digitalisierung wirklich Arbeit spart. Sie macht nur ein anderer. So ein System, dass die Datenhaltung zuverlässig sicher stellt, muss auch von irgend jemand betrieben werden. Und dazu gehört dann erheblich mehr, als Noten in Listen, Kopie für eigene Unterlagen, Büro kümmert sich um Archivierung.


    Ich bin der Informationstechnik nicht ganz fern und erlaube mir, das beurteilen zu können. Warum kommen wohl solche Vorschläge selten von Informatikern?

    Ich selbst bin auch in der Informatik bewandert. Während des Studiums habe ich im Bereich IT-Consulting gearbeitet und habe auch im Rahmen meiner wissenschaftlichen Tätigkeit einiges an Programmierarbeit zu leisten. Deshalb kam der Vorschlag in diesem Fall von jemandem mit einiger Fachkenntnis. Aber auch jemandem ohne IT-Kenntnisse sollte klar sein, dass es weniger Arbeit ist, wenn man sich die Papiersammlung der Zeugnisnoten spart und nur die elekronische Erfassung durchführt, die hinterher sowieso erfolgt.


    Böse Falle. Das hat das Zeug zum Eigentor. Es gibt eigentlich keinen Grund, Schüler früher gehen zu lassen. Dass du ihn an anderen Tagen Pausenzeit gemopst hast, gilt auch nicht.

    Diese Haltung kann ich ehrlich gesagt nicht nicht verstehen. Ist das nicht reine bürokratische Sturheit? Ich habe schon in verschiedenen Bereichen gearbeitet, aber dieses Bestehen auf dem buchstabengetreuen Einhalten der Vorschriften habe ich nur in der Schule erlebt. Zum Glück zeigen auch dort nicht alle diesen bürokratischen Eifer.


    Zumal es sich bei dir - wenn ich deinen Eintrag richtig deute - um einen eher jüngeren Kollegen handelt, oder?

    Kommt deine Deutung daher, dass ich mich auf meine Ausbildung beziehe? Ich bin tatsächlich mit 32 noch eher jung.


    Gab es während des Referendariats (das meinst du mit Ausbildung, oder?) auch schon diese Probleme?

    Als Seiteneinsteiger habe ich kein Referendariat gehabt, sondern eine berufsbegleitende Ausbildung. Das ist zwar zum großen Teil eine ähnliche Angelegenheit, aber ich war offiziell betrachtet kein Referendar.
    Während meiner Ausbildung gab es diese Probleme noch nicht - ich habe es zumindest nicht so wahrgenommen.


    Solange die Schulleitung hinter dir steht, bist du auf der sicheren Seite.
    Um die Stichelei der Kollegengruppe zu beenden, würde ich mir gezielt eine eigene Gruppe im Kollegium aufbauen. Die meisten Lästerer knicken ja ein, sobald sie merken, dass sie dadurch selbst sozialen Druck bekommen.

    Das könnte jedoch ebenso zu einer Verschärfung des Konfliktes führen. Diese Strategie erscheint mir zu riskant.


    Hallo Herr Dr. Schmidt,


    noch da?


    Lass' mich raten: Deine wissenschaftliche Tätigkeit ist die Wortsemantik und du erforscht derzeit aktiv die Bedeutung der Begriffe "gerade" und "später"?

    Dieser Kommentar gehört zu der Art von Formulierungen, mit denen ich von bestimmten Kollegen immer wieder geärgert werde. Zwar muss ich mich eigentlich nicht dafür rechtfertigen, wann ich meinen Beitrag schreibe, aber ich möchte trotzdem etwas entgegnen: Erstens bin ich nicht jeden Tag in diesem Forum unterwegs und zweitens habe ich zum Schuljahresende besondere Probleme gehabt: Neben einigen dringenden Zeugnisproblemen bin ich stark in Anspruch genommen, da meine Tochter an einer heftigen Magen-Darm-Grippe erkrankt ist. Und übrigens bin ich Physiker und kein Philologe.


    Ich danke nochmal allen für ihre Ratschläge! In den Ferien werde ich mir eine Strategie für mein weiteres Vorgehen zurechtlegen. Vielleicht habe ich aber auch Glück, und die Situation im Kollegium entspannt sich wieder.

    Danke an alle, die sich hier geäußert haben. Ich möchte gerne konkret auf ein paar bestimmte Punkte eingehen, aber ich habe gerade nicht viel Zeit. Deshalb antworte ich später nochmal.

    Im Moment habe ich Ärger mit einigen Kollegen und bin ergo dankbar für Ratschläge, wie ich mich am besten verhalten kann. Besagte Kollegen spinnen ihre Intrigen und versuchen, beim übrigen Kollegium und bei der Schulleitung Stimmung gegen mich zu machen. Die Schulleitung unterstützt mich zwar noch, ich weiß aber nicht, ob sie das auch noch tun wird, wenn die Kollegen immer mehr Druck auf sie ausüben.
    Eigentlich bin ich bei Konflikten eher zurückhaltend. Aber vielleicht ist es in meiner Situation besser, die Konfrontation zu suchen, um nicht in die Defensive zu geraten.


    Ich vermute, dass in erster Linie Neid die Motivation hinter diesen Intrigen ist, da manche Kollegen meinen, ich hätte gewisse Privilegien. Allerdings habe ich keine volle Stundenzahl und gehe einer ehrenamtlichen wissenschaftlichen Tätigkeit nach, die für mich eine hohe Priorität besitzt. Dies ist mit der Schulleitung abgesprochen. Dazu gehört, dass meine Arbeit an der Universität bedingt, dass mein Stundenplan entsprechend gestaltet ist, ich nicht an allen Schulveranstaltungen (Konferenzen, Schulfest, Sportfest etc.) teilnehme und ich keine besonderen Aufgaben außer der Reihe wahrnehmen muss.


    Schon als ich die Stelle (als Auszubildender im Seiteneinstieg) angetreten habe, habe ich die Stelle nur unter der Voraussetzung angenommen, dass ich nach der Ausbildung die Möglichkeit habe, meine Tätigkeiten an der Universität auszuüben. Die Schulleitung hat dem nicht nur zugestimmt, sondern es explizit gutgeheißen. Damit wird schließlich eine Verbindung zwischen Schule und Universität geschaffen, aus der sich positive synergetische Effekte ergeben können.
    Seit ich meine Ausbildung abgeschlossen habe und eine reguläre Stelle habe, werden schwammige Vorwürfe gegen mich erhoben, dass ich meinen Pflichten nicht nachkäme. Seit einiger Zeit gibt es jedoch konkrete Beschwerden bei der Schulleitung, und besagte Kollegen greifen mich mit ihren Vorwürfen auch coram publico an.
    Damit an dieser Stelle der Rahmen nicht gesprengt wird, möchte ich nur die drei eklatantesten Besipiele nennen.


    Erstes Beispiel: In der Lehrerkonferenz habe ich einen Verbesserungsvorschlag zur Arbeitsverringerung bei der Sammlung der Zeugnisnoten gemacht: Alle sollten die Noten direkt in elektronischer Form anlegen anstatt zuerst eine Sammlung in Papierform zu machen, wie es bei uns immer noch üblich ist. Es ist sowieso ein bürokratischer Anachronismus, dass immer noch große Teile der Dokumente und Akten in Papierform statt in elektronischer Form angelegt werden. Statt einer sachlichen Diskussion über meinen Vorschlag, folgte die Aussage, es sei kein Wunder, dass der Vorschlag von mir komme, da ich nicht gerade für meinen Arbeitseifer bekannt sei, was Heiterkeit bei Einigen hervorrief. Das traf mich so überraschend, dass ich völlig perplex war.
    Zweites Beispiel: Als ich mich krank gemeldet hatte, rief ein Kollege, welcher mir nicht gerade wohlgesonnen ist, bei mir zu Hause an, um mir eine völlig belanglose Frage zu stellen, die angeblich dringend war. Und obwohl er im Laufe des Gesprächs explizit sagte, er wisse, dass ich aufgrund von Krankheit nicht in der Schule sei, sagte er gegen Ende des Gesprächs: "Gut, dass ich Dich zu Hause erreicht habe. Bei Dir weiß man ja nicht, wo Du Dich so rumtreibst." Es war also höchstwahrscheinlich eine Art Kontrollanruf, um zu überprüfen, ob ich zu Hause bin.
    Drittes Beispiel: Ich habe heute einen Oberstufenkurs in der letzten Stunde vor den Ferien eher entlassen, weil ich vorher öfter auch mal überzogen habe. Ein Kollege, der gesehen hat, dass meine Schüler gingen, hat sich (ohne die Hintergründe zu kennen und ohne mit mir zu sprechen) bei der Schulleitung darüber beschwert.


    Soll ich mich gegen dieses impertinente und verletzende Verhalten wehren? Oder soll ich mich ruhig verhalten, was eher meinem Naturell entspricht? Ich dachte, ich hätte ein dickes Fell, aber ich merke, wie mich diese Angelegenheit innerlich aufwühlt. Eigentlich arbeite ich jetzt endlich unter Konditionen, die ich als angenehm empfinde, aber dieser Ärger macht mich unzufrieden, und ich habe Angst, dass es noch schlimmer werden könnte.
    Leider habe ich auch gar keine Idee für eine Strategie, wie ich mit diesen Kollegen umgehen soll. Deshalb würde ich mich über jede Hilfe freuen.

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